Rückblick auf MOVE Deutschland

Rückblick auf MOVE Deutschland

 

 

 

MOVE Deutschland 2026: Wir sind in Bewegung

 

 

 

 

Bei MOVE Deutschland am 26. September in Frankfurt kam zusammen, was faktor c bewegt. Dabei waren Menschen, die schon lange zum Netzwerk gehören, und solche, die faktor c erstmals kennenlernten. Gemeinsam beschäftigte sie die Frage, wie Glaube und Wirtschaft im Alltag zusammengehören.

Thomas Baader eröffnete mit seiner Keynote „Im Beruf mit und ohne Christus – meine Bilanz“ eine persönliche Perspektive darauf. Sein beruflicher Weg gab Anlass, über den eigenen Alltag nachzudenken: Welchen Unterschied macht der Glaube, wenn wir Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen?

Zeit, diese Gedanken miteinander weiterzuführen, gab es beim Mittagessen, in den Pausen und beim „Come Together“. Menschen lernten sich kennen, teilten Erfahrungen und entdeckten Möglichkeiten, miteinander verbunden zu bleiben. Auch das Interesse an weiteren MOVE-Veranstaltungen zeigte: Aus einem gemeinsamen Tag können neue Begegnungen und nächste Schritte wachsen.

Petra Pientka brachte in ihrem Erlebnisbericht einen biblischen Gedanken ein, der mitten in den Berufsalltag spricht:

„Gelobt sei der Herr täglich. Gott legt uns eine Last auf, aber Er hilft uns auch!“ (Psalm 68,20)

Verantwortung kann schwer sein. Die Zusage, dabei auf Gottes Hilfe vertrauen zu dürfen, macht Mut für die Aufgaben, die vor uns liegen.

Das Konzert von Yasmina Hunzinger ergänzte den Tag musikalisch. Beim abschließenden Sektempfang blieb Gelegenheit, Gespräche zu vertiefen und den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen.

MOVE Deutschland hat zusammengebracht, was faktor c ausmacht: Gemeinschaft, christlichen Glauben und den Wunsch, Wirtschaft verantwortlich mitzugestalten. Diesen Aufbruch nehmen wir mit – in unsere Unternehmen, an unsere Arbeitsplätze und in die nächsten Begegnungen.

Danke an alle, die dabei waren, mitgewirkt und diesen Tag ermöglicht haben. Wir freuen uns darauf, gemeinsam weiter durchzustarten!

faktor c lebt Mentoring! In dem Workshop am Nachmittag haben wir einen Blick „unter die Motorhaube“ geworfen. Inhaltlich ging es um folgende Fragen: Was genau ist Mentoring? Warum ist es eine lohnende Sache – sowohl für Mentees als auch für Mentorinnen und Mentoren? Wie läuft solch ein Mentoring eigentlich ab? Und: welche Voraussetzung sollte ich als Mentorin oder Mentor mitbringen? Die letzte Frage wollen wir direkt hier beantworten: Wer sich als Mentorin oder Mentor bei faktor c engagieren will braucht vor allem die richtige Herzenshaltung für das Thema und andere Menschen. Alles weitere wird sich entwickeln.

 Wer bei Move Deutschland nicht mit dabei sein konnte, aber trotzdem an Mentoring interessiert ist, den laden wir herzlich ein zu einer informativen Online-Veranstaltung: Mentoring Insight am 16.11.26 um 19:00 Uhr: Mentoring Insight – ein Online-Kennenlernabend für zukünftige Mentorinnen und Mentoren.

Am Nachmittag trafen sich ca 35 Teilnehmer im workshop „Move-Initiative“. Viele Rückfragen zu diesem Veranstaltungsformat, das wir seit drei Jahren

in verschieden Bundesländer „ausrollen“, führten zu einer Schärfung in der Beschreibung dieses Angebots. Wir wurden als Vorstand sehr ermutigt, auch mit den Impulsen und Erwartungen der Teilnehmer, unser Ziel bis 2028 in jedem Bundesland vertretn zu sein, umszusetzen. Dazu brauchen wir Ihre weitere Unterstützung mit Ideen von Unternehmern, die bereit wären an ihrem Standort ein solche Veranstaltung durch zu führen, damit Christen in der Wirtschaft in ihrer Verantwortung gestärkt werden.

Rückblick auf ü58

Rückblick auf ü58

Schätze heben – Spuren hinterlassen.

 

 

 

 

 

 

Vom 2. bis 4. Oktober 2026 kamen Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebens- und Berufserfahrungen im JohanniterHOTEL Butzbach-Nieder-Weisel zusammen. Unter dem Motto „Vertraut den neuen Wegen – Schätze heben, Spuren hinterlassen“ entstand ein Wochenende mit persönlichen Impulsen, Musik, Glauben, Begegnungen und neuen Perspektiven. Für viele war es zugleich eine schöne Gelegenheit, langjährige Weggefährten wiederzusehen.

Auch der Veranstaltungsort erzählte von gelebtem Glauben und verantwortlichem Handeln. Butzbach, auch als „Perle der Wetterau“ bekannt, verbindet eine historische Altstadt mit einer besonderen Lage am Rand des Taunus. Im heutigen Stadtteil Nieder-Weisel gründete der Johanniterorden bereits im 13. Jahrhundert eine Komturei. Die historische Komturkirche brachte geistliches Leben und tätige Nächstenliebe unter einem Dach zusammen – ein passender Rahmen für ein Wochenende, bei dem es um Glauben, Verantwortung und neue Wege ging.

Die Keynote kam von Martin Daum, langjähriger Topmanager und ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Daimler Truck. Er blickte auf fast vier Jahrzehnte im Daimler-Konzern, große berufliche Verantwortung sowie auf das Spannungsfeld zwischen Familie und Arbeit zurück.

Aus seinem persönlichen Rückblick ließen sich mehrere prägnante Learnings mitnehmen: Wer sich für einen Weg entscheidet, sollte ihn konsequent und ohne halbe Sachen gehen. Führungskräfte sind Kulturstifter – sie prägen das Miteinander, die Werte und den moralischen Kompass eines Unternehmens. Entscheidend ist dabei die eigene Motivation: Geld und Status reichen langfristig nicht aus, um Verantwortung sinnvoll auszufüllen.

Ebenso wichtig ist der richtige Zeitpunkt. Manche Schritte kommen zu früh, andere werden viel zu lange hinausgezögert. Das gilt besonders für die Übergabe von Verantwortung. Gute Führung zeigt sich auch darin, nicht unnötig an der eigenen Position festzuhalten, sondern zukünftigen Verantwortungsträgern rechtzeitig Vertrauen und echten Gestaltungsspielraum zu geben.

Seine Haltung brachte Martin Daum pointiert auf den Satz: „Manager haben kein Recht, frustriert zu sein.“ Wer Verantwortung trägt, ist dazu aufgerufen, nicht in Frustration stehen zu bleiben, sondern Kultur aktiv zu gestalten, Entscheidungen zu treffen und Veränderung zu ermöglichen.

Petra Mai nahm die Teilnehmenden mit auf ihre persönliche Schatzsuche. Nach einer internationalen Karriere in der Hotellerie brachten sie 70-Stunden-Wochen und der Anspruch, immer stark und perfekt sein zu müssen, zunehmend an ihre Grenzen. Durch eine Ausbildung zur systemischen Beraterin und ihre Erfahrungen als Mentorin bei faktor c entdeckte sie ihre besondere Begabung für die Arbeit mit Menschen.

Als sich während der Coronazeit unerwartet eine Tür öffnete, fragte sie bewusst nach Gottes Willen und wagte mit über 50 einen Neuanfang. Heute ist sie Psychologin und Psychotherapeutin in Ausbildung.

Offen sprach sie auch darüber, dass alte Antreiber wie „Sei stark“ und „Sei perfekt“ nicht automatisch verschwinden. Bei ihrer wissenschaftlichen Beschäftigung mit Burnout erkannte sie, wie entscheidend die Erfahrung ist, von Gott bedingungslos geliebt zu sein – unabhängig von der eigenen Leistung.

Ihr Fazit: „Befreit euch vom Ballast der Antreiber. Hebt eure Gabenschätze!“

in besonderer musikalischer Höhepunkt war das Gesprächskonzert mit Pavlos Hatzopoulos. Sein virtuoses Klavierspiel war ein echter musikalischer Leckerbissen. Zugleich war es faszinierend und lehrreich, gemeinsam tiefer in die einzelnen Werke einzutauchen, ihre Hintergründe kennenzulernen und die Musik dadurch noch einmal ganz neu zu hören. Karsten Ruß begleitete das Wochenende ebenfalls musikalisch und verlieh den gemeinsamen Momenten einen besonderen Rahmen.

Neben den Impulsen und der Musik prägte vor allem die Gemeinschaft das Wochenende: gemeinsame Mahlzeiten, ehrliche Gespräche, neue Begegnungen und viel Zeit füreinander. Gebet und Gottesdienst richteten den Blick darauf, dass neue Wege nicht allein aus eigener Kraft gegangen werden müssen. Bei der abschließenden Stadtführung durch Butzbach konnten die Teilnehmenden Geschichte entdecken, miteinander unterwegs sein und das Wochenende gemeinsam ausklingen lassen.

Ü58 hat gezeigt: Unsere Erfahrung ist kein abgeschlossenes Kapitel. Sie kann zum Ausgangspunkt für etwas Neues werden.

Wir schauen nicht wehmütig auf das zurück, was einmal war. Wir heben die Schätze unserer Lebensgeschichte, geben Verantwortung weiter und fragen neu, welchen Weg Gott vor uns öffnet.

Wir vertrauen den neuen Wegen – und starten noch einmal durch.

Das neue faktor c Jahresheft ist da!

Das neue faktor c Jahresheft ist da!

Die Wirtschaft verändert sich – und stellt uns vor neue Chancen und Herausforderungen. Das faktor c Jahresheft 2026 erzählt von Menschen, die Verantwortung übernehmen, mutig vorangehen und ihren Glauben mitten im Berufsleben leben.

Dich erwarten persönliche Geschichten und neue Perspektiven auf Führung, künstliche Intelligenz, globale Wirtschaft, Mentoring und gelebtes Christsein und Vieles mehr. Hier digital lesen und weiterempfehlen. 

MOVE Deutschland – faktor c in Bewegung

MOVE Deutschland – faktor c in Bewegung

🎉 Sei bei MOVE Deutschland 2026 dabei!

Was früher der faktor c Festtag war, wird jetzt MOVE Deutschland: ein Tag voller Begegnung, Inspiration und Bewegung.

Am Samstag, 26. September 2026, kommen Menschen aus dem gesamten faktor-c-Netzwerk in Frankfurt zusammen. Freue dich auf persönliche Geschichten, inspirierende Impulse, Musik und viel Zeit für gute Gespräche.

Thomas Baader, Senior Vice President Marketing and Business Strategy bei Bosch Power Tools, spricht in seiner Keynote „Mein Berufsleben mit und ohne Jesus“ darüber, welchen Unterschied der Glaube im Berufsalltag macht.

Yasmina Hunzinger ist Sängerin, Vocalcoach und unter anderem aus „The Voice of Germany“ bekannt. Bei MOVE Deutschland gestaltet sie ein besonderes Kurzkonzert.

In den Come-Together-Gruppen kannst du Menschen mit ähnlichen Interessen kennenlernen, Erfahrungen austauschen und neue Kontakte knüpfen.

Ob du schon lange zu faktor c gehörst oder uns zum ersten Mal kennenlernst: Du bist herzlich willkommen – gerne auch mit deiner Familie.

Wir freuen uns darauf, diesen besonderen Tag gemeinsam mit dir zu erleben! ✨

📅 Termin

Samstag, 26. September 2026 
09.30 bis 17.00 Uhr
Optionales Abendprogramm ab 17.30 Uhr 

📍 Ort

Freie Christliche Schule Frankfurt
Orber Str. 4
60386 Frankfurt am Main

🧭 Programm

• Ankommen mit Getränken & Snacks
• Begrüßung und gemeinsamer Start
• Keynote mit Thomas Baader
• Infoteil & Short Stories Teil 1
• Mittagessen und Zeit für gute Gespräche
• Kurz-Konzert mit Yasmina Hunzinger
• Come Together in Gruppen
• Infoteil & Short Stories Teil 2
• Sektempfang und Ausklang
• optional: Besichtigung „Klassikstadt“ und gemeinsames Abendessen

 

🚸 Kinderprogramm

Auch Kinder sind bei MOVE Deutschland herzlich willkommen. Während des Vormittags- und Nachmittagsprogramms bieten wir ein Kinderprogramm in zwei Altersgruppen an:

  • 3 bis 6 Jahre
  • 7 bis 12 Jahre

Bitte gib den Betreuungsbedarf und das Alter der Kinder bei der Anmeldung an.

👥 Come Together

Am Nachmittag ist Zeit für Austausch und neue Verbindungen. In verschiedenen Come-Together-Gruppen triffst du Menschen, die ähnliche Interessen, Erfahrungen oder Lebenssituationen mitbringen.
Die konkreten Gruppen werden in Kürze bekannt gegeben.

💶 Kosten

Die Teilnahme an MOVE Deutschland ist inklusive Mittagessen kostenfrei. Vor Ort freuen wir uns über eine freiwillige Spende.

Das optionale Abendprogramm wird separat berechnet:

  • Führung durch die Klassikstadt: 10 € pro Person
  • Gemeinsames Abendessen: à la carte auf eigene Kosten
  • Speisen und Getränke werden vor Ort selbst bezahlt

Für die Führung und das Abendessen ist eine frühzeitige, verbindliche Anmeldung bis Mitte August erforderlich.

👤 Mit dabei

Thomas Baader

Thomas Baader ist Führungskraft bei Robert Bosch GmbH und engagiert sich seit vielen Jahren für werteorientierte Führung und verantwortungsvolles Unternehmertum. In seiner Arbeit verbindet er wirtschaftliche Kompetenz mit einem klaren Wertefundament und inspiriert Menschen dazu, Glauben und Beruf nicht getrennt voneinander zu denken. Seine Impulse zeichnen sich durch Praxisnähe, Tiefgang und persönliche Erfahrungen aus.

Yasmina Hunzinger

ist Sängerin, Vocalcoach und international erfahrene Musikerin. Bekannt aus „The Voice of Germany“ und durch ihre Zusammenarbeit mit Künstlern wie Céline Dion, Anastacia, Nelly Furtado, DJ Bobo und den Höhnern, schafft sie mit ihrer Stimme Raum für Tiefe, Freude und Ermutigung.

🔗Kontakt

E-Mail
info@faktor-c.org

Telefonnummer
+49 931-306 992 50

Adresse
faktor c /
Christen in der Wirtschaft e. V.
Theaterstraße 16
97070 Würzburg

Frank Benner: Vom Krankenpfleger zum Unternehmer mit Weitsicht

Frank Benner: Vom Krankenpfleger zum Unternehmer mit Weitsicht

Frank Benner: Vom Krankenpfleger zum Unternehmer mit Weitsicht

Ohne Galvanik, der Veredelung von Oberflächen, wären die meisten Dinge, die uns umgeben, gar nicht brauchbar. Vom Silberbesteck über Bauteile in der Autoindustrie bis hin zu hochempfindlichen Instrumenten in der Medizintechnik. Doch welches Kind weiß schon, dass es den Beruf des Galvaniseurs gibt? Auch nicht Frank Benner. Er ist Intensiv-Krankenpfleger, bis er eines Tages im Galvanikbetrieb seines Schwiegervaters aushilft. Dort arbeitet er sich von der Werkbank bis zum geschäftsführenden Gesellschafter hoch, macht aus dem Betrieb eine Unternehmensgruppe. Und die will jetzt auch Wasserstoff produzieren, um den eigenen großen Energiebedarf zu decken.

 

Vom Handwerksbetrieb zum industriellen Komplettanbieter

B+T prangt in kursiven Lettern über dem Firmensitz in Hüttenberg, mitten in Mittelhessen: Benner und Töchter. Mit derzeit 125 Mitarbeitenden an zwei Standorten zählt B+T zu den großen von rund 900 – 1000 Galvanikbetrieben in Deutschland, wie der Zentralverband Oberflächentechnik auf seiner Homepage vorrechnet, und die wie B+T meist unternehmer- und familiengeführt sind

Bis 1954 reichen die Wurzeln von B+T zurück. Mit den Jahren wird aus dem Handwerksbetrieb ein Komplettanbieter für Galvano- und Oberflächentechnik, der sich über die Jahre fest in der Region etabliert.

Wenn bei B+T die Maschinen laufen, werden Bauteile für die Automobil- und die Elektroindustrie, für den Sondermaschinenbau und für die Medizintechnik in chemischen Tauchbädern und Trocknungsanlagen beschichtet. Hierzu gehören Schrauben und Muttern, ebenso Sicherheitsbauteile, Bauteile für Airbags und Sicherheitsgurte. Seit rund zweieinhalb Jahren gehören auch Teile für die Medizintechnik dazu.

Außerdem übernimmt das Unternehmen für seine Kunden Aufgaben wie etwa das Härten von Teilen und die Materialprüfung. Für die Auslieferung der fertigen Teile sorgt eine eigene Fahrzeugflotte. Zudem stehen Digitalisierung, Effizienzsteigerung und moderne Industrieprozesse als Dauerthemen auf der Tagesordnung.

 

Kurioser Karrieresprung

Doch anders als in vielen Familienunternehmen ist der geschäftsführende Gesellschafter von B+T, Frank Benner, nicht in den eigenen Werkshallen aufgewachsen, sondern kommt erst viel später als Quereinsteiger hinzu.

Und zwar aus einer völlig anderen Richtung. Benner beginnt seine berufliche Laufbahn als Krankenpfleger auf einer internistischen Intensivstation und bildet sich in der Herzchirurgie weiter – ein Aufgabengebiet mit Spezialwissen und Zukunftsperspektive.

Als er jedoch den Anstellungsträger wechselt und dafür zwei Monate überbrücken muss, schlüpft er im Betrieb seines Schwiegervaters unter – dem heutigen Galvanik-Unternehmen B+T.

Leistung aus eigener Kraft zeigen

Allerdings macht er es sich nicht einfach in der Büroetage bequem, sondern fängt ganz unten als Hilfsarbeiter an. Über diesen sehr bewussten Schritt sagt er im TV-Interview mit Michael vom Ende auf Hope TV:

„Ich wollte Leistung aus eigener Kraft zeigen, und nicht einfach von Beruf Schwiegersohn werden.“

Schnell wird aus dem Hilfsarbeiterjob mehr. Frank Benners Interesse an der Galvanik entflammt, und so absolviert er in verkürzter Zeit seine Gesellen- und Meisterprüfung und bildet sich zudem in Betriebswirtschaft weiter.

Krankenpfleger und jetzt Betriebswirtschaftler und Galvaniseur – zwei völlig verschiedene paar Schuhe? Ja und nein, denn manch wichtiges Handwerkszeug bringt Frank Benner aus seiner Zeit als Krankenpfleger mit. Für den Unternehmer, der letztlich Dienstleister und somit Helfer für seine Auftraggeber ist, ist eine Tugend ganz wichtig, die er in der Krankenpflege gelernt hat: Das Zuhörenkönnen. Frank Benner:

„Menschen verstehen, zuhören, herausfinden, wo etwas wehtut, wo Schwierigkeiten liegen und wie man helfen kann. Diese Fähigkeit habe ich in der Krankenpflege gelernt.“

 

Empathie statt Profitdenken

2011 übernimmt Frank Benner schließlich als geschäftsführender Gesellschafter den Betrieb des Schwiegervaters. Das Unternehmen wächst und wird zur Unternehmensgruppe. Frank Benner versucht stets, neue Felder zu erschließen.

Das erfordert Weitblick aber auch eine klare Linie und zuweilen Durchsetzungsvermögen.

Wo bei manchen Unternehmern das Profitdenken das Tempo für ihre Handlungen bestimmt, ist es bei dem bekennenden Christen Frank Benner sein Gottvertrauen. Das habe er schon bei seinen Eltern gelernt, und es trägt ihn nach eigener Aussage nicht nur Erfolge und Höhen, sondern auch in krisenhaften Zeiten.

 

Das persönliche „Jericho“: Wenn nur noch Beten hilft

Und diese bewältigt Frank Benner so ganz anders, als es wohl die meisten in vergleichbarer Lage tun würden. In seiner Zeit als angestellter Geschäftsführer in einem Betrieb in Langenfeld, wo er außerhalb des schwiegerväterlichen Betriebes Erfahrungen sammelt, gerät das Unternehmen in eine tiefe Krise. Um diese aufzufangen, wird am Ende an sieben Tagen die Woche verzweifelt geschuftet. Trotzdem platzen Liefertermine und die Qualität sinkt. Doch statt seine Mitarbeitenden zu immer weiteren Höchstleistungen anzutreiben und nach Schuldigen zu suchen, lässt sich Frank Benner von der biblischen Erzählung der fallenden Mauern von Jericho inspirieren. An einem weiteren von Chaos geprägten Morgen umschreitet er siebenmal betend das Firmengelände.

 

Segnen statt Schreien und Toben

Er segnet die Mitarbeiter, segnet die Kunden, segnet den Betrieb.

Danach beruhigt sich die Situation im Werk spürbar, berichtet Benner. Es sei das letzte Mal gewesen, dass das Unternehmen am Wochenende arbeiten muss. Diese Erfahrung prägt seine Überzeugung von der praktischen Kraft des Gebets auch in der Arbeitswelt.

 

Intergenerationale Innovativkraft

Bewusst stehen bei B+T die Initialen für „Benner und Töchter“. 2015 braucht Frank Benner im Zuge eine Werkserweiterung und des Ausstiegs eines Geschäftspartners Verstärkung. Weit suchen muss er nicht. Er findet sie bei seinen Töchtern Annalina und Sarah. Anders als er haben beide schon während der Schulzeit im Unternehmen mitgearbeitet. Abläufe und Prozesse sind ihnen ebenso vertraut wie strategisches Denken und innovative Entwicklungen.

Mittlerweile sind Annalina und Sarah Benner als Gesellschafterinnen aktiv am Unternehmen beteiligt. Immer hat Frank Benner Wert darauf gelegt, dass beide Frauen auch außerhalb des Unternehmens berufliche Erfahrungen sammeln, und so neue Perspektiven mit ins Unternehmen bringen. Das zahlt sich aus.

 

Errichtung eines eigenen Wasserstoffcampus

Wie etwa in einem völlig neuen Projekt, das gerade in Planung ist – die Errichtung eines Wasserstoffcampus auf dem eigenen Firmengelände, um so kostengünstig Energie für die energieintensive Galvanik zu gewinnen, die unabhängig von den Leistungsschwankungen der Wind- und Solarenergie arbeiten können muss. Wärmeüberschüsse bei der Wasserstoffproduktion sollen in das Energienetz der Ortsgemeinde Hüttenberg eingespeist werden, zu der B+T gehört. „Die Technik steht, aber der bürokratische Wahnsinn in Deutschland setzt immer wieder neue Stoppschilder,“ berichtet Benner. Dennoch sieht er gelassen in die Zukunft: „Mal schauen, wo wir am Ende stehen.“

 

Gesellschaftliche Verantwortung: christliches Wertefundament

Aktiv sucht Frank Benner mit B+T daher immer wieder den Kontakt mit der Politik, lädt Abgeordnete in sein Unternehmen ein, um Themen wie Energiekosten am Standort Deutschland oder das Thema Mindestlohn zu diskutieren.

Nicht raushalten, sondern einbringen, nicht passiv beobachten und nörgeln, sondern aktiv gestalten – das ist seine Devise.

„Wir Christen sitzen oft lieber am Rand und beobachten das Geschehen. […] Wir haben ein sehr klares Wertefundament. Und ich glaube, genau nach solchen Werten sehnen sich viele Menschen in unserer Gesellschaft.“

Für Benner gehört es daher zur unternehmerischen Verantwortung als Christ, auch im politischen Raum offen über den christlichen Glauben zu sprechen und bei Gleichgesinnten auch das gemeinsame Gebet zu suchen.

 

„Pflanzen statt kleben“: Hoffnungszeichen für die nächste Generation

Dabei setzt er auch auf praktisch sichtbare Zeichen außerhalb des Unternehmens und knüpft bereits bei den Jugendlichen an. Etwa als Vorsitzender des Fördervereins der Theodor-Heuss-Schule in Wetzlar, der einen Zukunftsgarten unter dem Motto „Pflanzen statt Kleben“ betreibt. Eine Reaktion auf die sogenannten Klimakleber, die sich vor ein paar Jahren auf Straßen und Kreuzungen festklebten, um mit dieser drastischen Protestform für eine radikal veränderte Klimapolitik zu demonstrieren.

Mittlerweile ist aus der Aktion „Pflanzen statt Kleben“ eine rund300 Meter lange Allee, der „Zukunftsgarten I“, entstanden, auf dem Frank Benner gemeinsam mit den Schülerinnen und Schüler Apfelbäume gepflanzt hat. So sollen die Jugendlichen lernen, sich aktiv einzubringen aber auch Geduld zu üben, bis Erfolg sichtbar und spürbar wird. Inzwischen sind aber auch schon in einem „Zukunftsgarten II“ die ersten 400 Liter Apfelsaft geflossen, deren Verkaufserlös der Schule zugutekommt.

 

Einladung, den Glauben zu bekennen

Neugier, Gestaltungsfreude und die Offenheit, Dinge ganz anders anzupacken – das zeichnet den Karriereweg von Frank Benner aus. Seinen christlichen Glauben will er bewusst zeigen und leben, und andere Christen in der Wirtschaft dazu ermuntern, das gleiche zu tun, wie er abschließend im Faktor C-TV-Interview sagt:

 

„Als Christ mutig sein, zum Glauben stehen. Wir haben häufig Angst, aus der Reserve zu kommen, und ich habe die Erfahrung gemacht, wenn ich mich als Christ oute und die Leute dadurch verstehen, warum ich so bin, wie ich bin, dann ist es viel einfacher.“

 

Andreas Odrich

👉Fünf Fragen an Frank Benner

Auf einen Blick: Was Frank Benner auszeichnet

Beruflich noch einmal alles völlig neu denken: Als Intensivkrankenpfleger mit Spezialwissen steigt Frank Benner in den Galvanikbetrieb seines Schwiegervaters ein und arbeitet sich von der Werkbank zum Geschäftsführer hoch, indem er nochmal eine völlig neue Ausbildung startet, weil er nicht „von Beruf Schwiegersohn“ sein will

Zuhören und Empathie zeigen – echte Unternehmerqualität: Als Krankenpfleger hat er gelernt, auf Menschen einzugehen und ihnen zuzuhören. Das wendet er heute auch auf seine Kunden an, und weiß so, was diese wirklich wollen

Unkonventionell Beten und Segnen: Als ein Betrieb, in dem er geschäftsführend tätig ist, in schwere Turbulenzen gerät, betet Frank Benner sichtbar für die Mitarbeitenden und die Kunden und segnet sie, in dem er nach dem Jericho-Prinzip siebenmal das Gebäude umrundet. Danach hätten sich die Turbulenzen spürbar geglättet

Mit der nachfolgenden Generation im Unternehmen auf Augenhöhe agieren: Als geschäftsführender Gesellschafter von B+T bindet Frank Benner seine Töchter frühzeitig in die Unternehmensführung ein, die fortan gemeinsam geschieht. Aktuell plant das energieintensive Galvanikunternehmen den Aufbau einer eigenen Wasserstoffproduktion, und hält trotz bürokratischer Hürden an den Plänen fest

Nicht zuschauen, sondern als Christ aktiv gestalten: Glaube muss aktiv gelebt werden und sichtbar in die Gesellschaft hineinwirken, sagt Frank Benner. So geht er als Unternehmer etwa in Energiefragen bewusst auf Politiker und Abgeordnete zu, und pflanzt im Ehrenamt mit Schülerinnen und Schülern Apfelbäume, um die Jugendlichen anzuregen, sich aktiv in die Gesellschaft und in die Zukunft einzubringen statt nur zuzuschauen

Rückblick impact weekend 2026

Rückblick impact weekend 2026

Was passiert, wenn junge Christinnen und Christen zusammenkommen, die ihren Glauben nicht vom Rest ihres Lebens trennen wollen? Genau das durften wir beim impact weekend 2026 erleben: ein Wochenende voller Begegnungen, ehrlicher Fragen, starker Impulse und neuer Perspektiven darauf, wie Glaube, Leiten und Leben im Alltag zusammenfinden können.

Impulse, die herausfordern und ermutigen

Dr. Daniel Bergmann nahm die Teilnehmenden mit hinein in seine persönliche Geschichte zwischen McKinsey, Verantwortung und Non-Profit-Arbeit. Dabei ging es nicht um schnelle Erfolgsformeln oder klassische Business-Takeaways, sondern um Identität, Fokus und die Frage, wie Christsein mitten in anspruchsvollen beruflichen Kontexten konkret werden kann. Besonders stark war sein Gedanke: Nicht vorsortieren, sondern Gott alles hinlegen – und dann mit klarem Fokus losgehen.

Auch Martin Daum setzte prägende Akzente. Er sprach darüber, was Christen in Wirtschaft und Verantwortung trägt: Menschen auf Augenhöhe begegnen, Verantwortung nicht als Privileg verstehen und auch dann das Richtige tun, wenn niemand hinsieht. Am Ende zählt nicht Position oder Kontostand, sondern ob wir gute Verwalter dessen waren, was Gott uns anvertraut hat.

Yasemin Lupo berührte mit ihrer persönlichen Geschichte und starken Bildern von Vertrauen, Heilung und Verwurzelung. Besonders eindrücklich war ihr Vergleich mit dem Löwenzahn: scheinbar unscheinbar, aber unglaublich widerstandsfähig, weil seine Wurzeln tief reichen. Ihre Ermutigung: nicht nur hoch wachsen wollen, sondern tief – in der Abhängigkeit von Gott, im Frieden statt Getriebensein und im Vertrauen statt Kontrolle.

Berufung bleibt – auch wenn Aufträge sich ändern

Ein besonderer Moment war die Predigt von Felix Märtin, der die Geschichte von Josef mit verschiedenen Gewändern lebendig machte. Vom bunten Gewand über den einfachen Sack und die Gefängnisjacke bis zum königlichen Mantel wurde sichtbar: Äußere Positionen können sich verändern – aber die Berufung bleibt. Auftrag ist das, was wir für eine Zeit tun. Berufung ist, wer wir vor Gott sind: geliebte Kinder, gerufen, ihm treu zu leben und zu dienen.

Gemeinschaft, die bleibt

Neben allen Impulsen war es vor allem die Gemeinschaft, die das Wochenende besonders gemacht hat: Gespräche beim Essen, ehrlicher Austausch, Gebet, Freizeit, neue Kontakte und die Erfahrung, mit den eigenen Fragen nicht allein zu sein.

Das impact weekend 2026 war mehr als ein Event. Es war ein Ort zum Auftanken, Nachdenken, Vernetzen und Neu-Ausrichten – mit tiefen Wurzeln, klarem Fokus und dem Wunsch, dort impact zu haben, wo Gott uns hingestellt hat.

Du willst 2027 selbst dabei sein?

Dann sichere dir schon jetzt dein Ticket fürs nächste impact weekend und werde Teil eines Wochenendes, das Glauben, Leiten und Leben neu verbindet.

Ein besondere Dank gilt unseren Sponsoren, die diesen Event überhaupt erst möglich machen. (auch denen die die bewusst im Hintergrund bleiben wollten)

Hier einige Impressionen vom impact weekend