„Wer führt, muss beten“ – David Hirsch zu Gast bei faktor c auf Hope TV

„Wer führt, muss beten“ – David Hirsch zu Gast bei faktor c auf Hope TV

Menschen oder Zahlen? Für David Hirsch kein Entweder-oder. Schon früh lernt er beides zu verbinden: geprägt von einem Vater, der als Pfarrer für Menschen da war – und zugleich wirtschaftliche Verantwortung trug. Heute steht David Hirsch als Geschäftsführer in der Sozialwirtschaft genau in diesem Spannungsfeld. Er führt Organisationen durch Krisen, balanciert zwischen Menschlichkeit und Effizienz – und kennt die Herausforderungen auch aus eigener Erfahrung: berufliche Rückschläge, persönliche Brüche und hohe Verantwortung. Dabei hat er gelernt, mit Krisen umzugehen – und ihnen nicht auszuweichen. Sein Fazit: „Ich kann Krise“ und „Ich kann beten“. Wie beides zusammengeht und was ihn trägt, erzählt er in dieser Folge.

Prinz Constantin zu Salm-Salm

Dort richtig, wo du bist.

Karl-Dietmar Plentz

Vom Backen und Beten

Die Gäste

 

Prinz Constantin zu Salm-Salm 02.10.2025 Dort richtig, wo du bist.
Stefan und Ania Lindner 09.10.2025 BUSINESS braucht BEZIEHUNG
Friedrich Rominger 16.10.2025 Wenn Gott die Richtung vorgibt
Dorothee Schwertfeger 23.10.2025 Leben zwischen zwei Welten
Axel Kamann 30.10.2025 Der reiche Mann und das Meer
Friedbert Gay 06.11.2025 Vom Techniker zum Menschenentwickler
Hauke Hillebrenner 13.11.2025 „Invest in People“: Der Mensch zählt
Karin und Günther Höhfeld 20.11.2025 Mit Zuversicht durch Krisenzeiten
Klaus Händel 27.11.2025 Vertrauen lernen auf die harte Tour
Günter Veit 04.12.2025 50 Jahre Christsein im internationalen Geschäft
Keren Pickard 11.12.2025 Mut lernen macht einen Unterschied
Frank Lehmann 18.12.2025 Als Christ erfolgreich wirtschaften
Norman Rentrop 08.01.2026 Erfolg braucht Verantwortung
Christoph Niklaus 15.01.2026 Heimat bauen mit Gottvertrauen
Dirk und Martina Rosemeier 22.01.2026 Mit Menschenliebe durchs Leben
David Klenert 29.01.2026 Wenn der Weinberg zur Lebensschule wird
Hannah Brocksieper 05.02.2026 Was Frauen im Business wirklich brauchen
Christoph Jakob 12.02.2026 Firmen übernehmen. Christen einsetzen. Zukunft bauen.
Frank Benner 19.02.2026  Manchmal hilft nur noch beten
Petra Waldminghaus 26.02.2026  Von Fürsorge zu Führungsstärke
Christoph Wegert  05.03.2026  Wirtschaft braucht Werte
Jörg Friebe 12.03.2026 Ein Kirchenschiff für Führungskräfte
Walter Stuber 19.03.2026
Martin Daum

faktor c – Christen in der Wirtschaft 

Unsere Sendung auf Hope TV

Wirtschaft und Glaube – passt das zusammen? Was bedeutet es, als Christ unternehmerisch zu denken, Entscheidungen zu treffen, mit Erfolgsdruck umzugehen – und dabei den eigenen Glauben nicht außen vor zu lassen? Diese Fragen beschäftigen viele Unternehmer und Führungskräfte täglich. Mit der neuen Sendereihe „faktor c – Christen in der Wirtschaft“ bietet Hope TV ab Oktober 2025 eine einzigartige Plattform für authentische Geschichten aus der Wirtschaftspraxis.

Echte Geschichten aus der Wirtschaftswelt

Das Besondere an diesem Format liegt in der Kombination von Wirtschaft und Christsein – ein Themenbereich, der bisher kaum im christlichen Fernsehen behandelt wurde. Doch „faktor c“ setzt nicht auf theoretische Abhandlungen oder wirtschaftswissenschaftliche Analysen. Stattdessen stehen echte Menschen mit ihren ganz persönlichen Erfahrungen im Mittelpunkt. Jede Folge erzählt die Geschichte eines Unternehmers oder einer Führungskraft, die ihren Glauben als wesentlichen Faktor in ihrem beruflichen Wirken versteht.

Moderiert wird die wöchentliche Sendung von Michael vom Ende, Kaufmann und Theologe. Der 63-Jährige war nach seiner Zeit in der Stahlindustrie als Pastor tätig und viele Jahre Pressesprecher eines christlichen Medienunternehmens. Heute ist er Geschäftsführer von „faktor c“, einer Initiative von Christen in der Wirtschaft.

Wer sollte einschalten?

Die Sendung richtet sich an Menschen mit unternehmerischer Orientierung und alle, die sich für die Verbindung von Christsein und Wirtschaft interessieren.

Wer sich fragt, „Wie kann ich meinen Glauben authentisch in einer oft kompromisslosen Geschäftswelt leben?“ oder „Muss ich zwischen finanzieller Verantwortung und christlichen Werten wählen?“, der sollte unbedingt einschalten. „faktor c“ stellt sich genau diesen Fragen – und zwar in Form von ehrlichen Einblicken in das Leben erfolgreicher Christen. Die Gäste sprechen offen über ihre Zweifel, Herausforderungen und auch Fehler. Sie erzählen, wie sie schwierige Entscheidungen getroffen haben, wo sie an ihre Grenzen gestoßen sind und wie ihr Glaube sie durch Krisen getragen hat.

Warum „faktor c“?

Der Titel „faktor c“ steht dabei für mehr als nur den Anfangsbuchstaben von „Christ“. Er verkörpert das Extra, das Vitamin C der Wirtschaft – jenes besondere Element, das Geschäfte nicht nur erfolgreich, sondern auch sinnvoll macht. Gerade in Zeiten, in denen wirtschaftliche Entscheidungen massive gesellschaftliche Auswirkungen haben, ist die Frage nach den handelnden Personen und ihren Werten von entscheidender Bedeutung.

Mit dieser neuen Sendereihe betritt Hope TV ein Themenfeld, das bislang in der deutschen Fernsehlandschaft kaum Beachtung fand, und schafft eine Plattform für den Austausch unter Christen in der Wirtschaft. Die Geschichten echter Menschen inspirieren und fordern heraus und zeigen, wie wirtschaftlicher Erfolg und Glaubenstreue keine Gegensätze bleiben müssen, sondern sich ergänzen können.

Schalten Sie ein und entdecken Sie, wie Menschen den „faktor c“ in ihrem beruflichen Alltag leben. Lassen Sie sich begeistern von Berichten, die zeigen: Christsein in der Wirtschaft ist möglich – und macht den entscheidenden Unterschied.

 factor c – Christen in der Wirtschaft

Immer donnerstags um 21:00 Uhr auf Hope TV und hopetv.de

Wenn Gott die Richtung vorgibt

Wenn Gott die Richtung vorgibt

Friedrich Rominger: Wenn Gott die Richtung vorgibt

35 Jahre lang ist Friedrich Rominger international im Top-Management tätig – als Entwicklungsleiter bei Continental, mit Verantwortung für tausende Ingenieure weltweit. Dann verändert Gottes Ruf sein Leben: Statt Karriere im Konzern folgen Selbständigkeit, Ehrenamt und neue Wege, die er am Anfang seines Berufslebens nie geplant hätte. Heute engagiert er sich ehrenamtlich in einem christlichen Gemeindenetzwerk und als Vorsitzender des Vereins „Christen in der Wirtschaft e. V.“ Sein Anliegen: christliche Unternehmer und Führungskräfte unterstützen, stärken und miteinander verbinden.

Werte: der neue Trendfaktor

Warum ein Top-Manager aussteigt – und was das für die eigene Laufbahn bedeutet

Wer an Karriere denkt, der assoziiert damit in der Regel Erfolg. Gerade bei Männern ist das so. Aufstieg Schritt für Schritt und am Ende als Krönung Chef eines Unternehmens oder gar eines ganzen Konzerns – die klassischen Karriereträume über viele Generationen hinweg.

Im Hintergrund nicht selten ein falsches Leistungsdenken, das den Wert eines Menschen vor allem über seine beruflichen Erfolge definiert.

Statt reiner Karriere Suche nach Sinnstiftung

Doch diese Zeiten sind wohl vorbei, jedenfalls für die Mehrheit. Laut Arbeitsbarometer des internationalen Personaldienstleisters Randstad von Anfang 2026 sollen mittlerweile 63% der Menschen im Arbeitsprozess verstärkt auf Sinnsuche setzen und halten die klassischen Karrieremuster für überholt.

Ebenso verzeichnet die Beratungsorganisation Managerseminare vor allem bei den jüngeren Führungskräften eine starke Zuwendung zu Werten, die sie höher priorisieren als  bloße Karrierepläne.

Wertekompass ohne Leistungsdenken

Somit ist Friedrich Rominger ein echter Trendsetter. Einer, der wirklich für eine Karriere bis an die Spitze seines Unternehmens geeignet ist, und der sich aufgrund seines Wertekanons dann doch anders entscheidet.

Wenn der innere Kompass etwas anderes sagt

Das Umdenken erfolgt an einem Punkt, an dem der nächste Karriereschritt schon vorgezeichnet scheint: Spitzenposition mit globaler Verantwortung, Entwicklungsleiter in einem internationalen Unternehmen, weltweite Steuerung von Teams und Projekten.

Doch eine wachsende innere Spannung bringt Friedrich Rominger zum Umdenken:

„Ich habe gemerkt, dass meine äußere Entwicklung nicht mehr zu meiner inneren Überzeugung passt“,

beschreibt Rominger rückblickend diese Zeit im Fak+or C-Interview von Michael vom Ende auf Hope TV.

 

Weg von erfolgszentriert hin zu stimmig

Und so setzt der erfahrene Manager nicht mehr auf eine rein „erfolgszentrierte“ Karriere, sondern eine Betätigung, bei der er sich stärker und explizit für seinen christlichen Glauben engagieren kann.

Dieser Glaube spielt schon früh eine Rolle. So ist Friedrich Rominger in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen. Als Jugendlicher trifft er eine bewusste Entscheidung dafür. Diese persönliche Dimension seines Glaubens wird somit schon früh zum Maßstab seines beruflichen Handelns.

Glaube an Gott als Kompass

Nicht, dass die Religion seine Karriere ersetzt, aber der Glaube an einen Gott, der jeden Menschen als Unikat geschaffen hat und persönlich liebt, der für Gnade, Gerechtigkeit und Erlösung steht, wird zu einem Kompass:

Welche Aufgabe übernehme ich? Welche Ziele verfolge ich auf dieser Basis und zu welchem Preis?

Statt linear phasenorientiert

Der Schritt raus aus dem Konzern ist daher kein spontaner Ausstieg oder gar eine Flucht. Vielmehr ist er für Friedrich Rominger ein Prozess, eine Schwerpunktverlagerung, die nicht das eine gegen das andere ausspielt, sondern seinen Fokus verlagert: raus aus Sicherheiten, Status und Struktur, hin zu Selbständigkeit, ehrenamtlichem Engagement und stärkerer inhaltlicher Ausrichtung an seinen Überzeugungen.

Damit zeigt Friedrich Rominger, dass eine Karriere längst nicht mehr linear verlaufen muss, sondern dass sich das berufliche Engagement immer stärker in individuellen Entscheidungen, in Clustern und neuen Betätigungsfelder erschließt.

Glaube als gleichwertige Entscheidungsgröße

Noch immer gilt hierzulande: Religion ist Privatsache oder fokussiert sich allzu oft auf rein spirituell meditative Übungen, die den Menschen das Leben in einer leistungsorientierten Gesellschaft erleichtert oder sie in erster Linie fit halten soll für den Job.

Friedrich Romingers Weg zeigt jedoch, dass vor allem der christliche Glaube Werte enthält, die breiter angelegt sind, die mit Nächsten- und Feindesliebe über ein reines Wellnessprogramm für die Seele hinausweist, und zur handlungsleitenden Kraft wird, die sich ganz praktisch im Berufsalltag auf Basis der folgenden Fragen umsetzt:

Wie lassen sich Überzeugungen im Berufsalltag leben? Wie beeinflussen sie Menschenbild, Führungsstil, Entscheidungen und Umgang mit Verantwortung?

Rominger engagiert sich heute als Vorstandsvorsitzender in dem Netzwerk „Christen in der Wirtschaft“, wo genau diese Fragen diskutiert werden. Sein Anliegen: Führungskräfte sollen nicht zwischen Karriere und Überzeugung wählen müssen – sondern beides zusammenbringen.

Karriere neu denken

Friedrich Rominger steht somit exemplarisch für einen größeren Trend: Karriere wird individueller, werteorientierter und weniger vorhersehbar.

Die entscheidende Frage lautet nicht mehr nur: „Wie komme ich nach oben?“
Sondern: „Wo will ich überhaupt hin – und warum?“

Wer darauf eine Antwort findet, hat einen Vorteil, der sich nicht allein in einem tabellarischen Lebenslauf erfassen lässt, der aber das Bild des gesamten Menschen zeichnet, der wesentlich mehr ist als die Aneinanderreihung seiner Karriereschritte und seien sie noch so respektabel.

👉 Erkenntnisse auf einen Blick – was wir von Friedrich Rominger lernen können

👉 Fünf Fragen an Friedrich Rominger

Autor: Andreas Odrich

Impact Weekend 2026 – ✨ Für Young Professionals, die mehr bewegen wollen.

Impact Weekend 2026 – ✨ Für Young Professionals, die mehr bewegen wollen.

🚀 Vier Tage, die mehr bewegen als nur dein Netzwerk.

Beim Impact Weekend 2026 treffen sich Young Professionals aus ganz Deutschland, die Glauben, Leiten und Leben nicht voneinander trennen wollen.

Dich erwarten:

✨ Inspirierende Keynotes von erfahrenen Führungspersönlichkeiten
🤝 Ehrliches Networking und neue Freundschaften
💡 Praxisnahe Workshops für Beruf, Glaube und Persönlichkeit
🙏 Zeit zum geistlichen Auftanken
🎉 Das legendäre Sommerfest „Casino Royale“
🌳 Eine einzigartige Atmosphäre im Wildbad Rothenburg

Egal ob Student, Berufseinsteiger, Führungskraft oder Unternehmer – das Impact Weekend ist der perfekte Ort, um neue Perspektiven zu gewinnen, Fragen zu stellen und Menschen kennenzulernen, die ähnliche Werte teilen.

📅 25.–28. Juni 2026
📍 Wildbad Rothenburg ob der Tauber

👉 Jetzt anmelden!

#ImpactWeekend #YoungProfessionals #Leadership #Netzwerk #GlaubeImBeruf #faktorc

„Warum Gesundheit und Glaube im Unternehmen untrennbar zusammen gehören“ – faktor c: Online-Seminar mit Dr. Robert Zieringer

„Warum Gesundheit und Glaube im Unternehmen untrennbar zusammen gehören“ – faktor c: Online-Seminar mit Dr. Robert Zieringer

Jetzt anmelden und Gesundheit ganzheitlich neu denken

Wir investieren in Fitness, Ernährung und mentale Stärke – und blenden einen zentralen Faktor systematisch aus: den Glauben.

Dieses Online-Seminar zeigt, warum echte Gesundheit im Unternehmen mehr ist als ein medizinischer oder psychologischer Zustand – und weshalb eine oft übersehene Dimension entscheidend dafür ist, wie Menschen langfristig leistungsfähig, resilient und tragfähig bleiben.

Inhalt

Aktuelle Studien, unter anderem aus den Human Flourishing Studies rund um Tyler VanderWeele (Harvard), zeigen deutlich:
Gesundheit ist zutiefst verbunden mit Sinn, Hoffnung, Beziehungen – und mit unserer geistlichen Verankerung.

Die provokante These dieses Vortrags lautet:
👉 Wer Glaube ausklammert, denkt Gesundheit unvollständig.

Gerade im wirtschaftlichen Kontext, wo Leistungsfähigkeit und Resilienz entscheidend sind, stellt sich die Frage:
👉 Reicht unser aktuelles Gesundheitsverständnis überhaupt aus?
👉 Oder übersehen wir eine Dimension, die Menschen wirklich tragfähig macht?

In diesem Online-Seminar zeigt Dr. Robert Zieringer, warum Glaube und Gesundheit untrennbar zusammengehören.

Sie erfahren:

  • warum Gesundheit ohne Sinnperspektive an Grenzen stößt
  • welche Rolle Glaube für Motivation und Stabilität spielt
  • wie ein ganzheitliches Gesundheitsverständnis im Unternehmen aussehen kann
  • und warum eine entscheidende Dimension oft übersehen wird

Ein Impuls für alle, die Gesundheit nicht nur optimieren, sondern wirklich verstehen wollen.

Wann

  1. Mai 2026, 19:00 – 20:30 Uhr

Ort

Online per Zoom

Dr. Robert Zieringer

Dr. Robert Zieringer ist Psychologe und promovierter Arbeitspsychologe. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit der Frage, was Menschen bei der Arbeit langfristig gesund, motiviert und leistungsfähig hält. Sein Blick verbindet wissenschaftliche Tiefe mit einer klaren geistlichen Perspektive – als Christ aus Überzeugung.
Zieringer Website

Rückblick: faktor c MOVE BW 2026 im Kloster Untermarchtal

Rückblick: faktor c MOVE BW 2026 im Kloster Untermarchtal

Am 25. April 2026 lud faktor c zum MOVE BW ins Kloster Untermarchtal ein – und zahlreiche Teilnehmer folgten der Einladung zu einem inspirierenden Tag bei strahlendem Sonnenschein.

Der Empfang mit Sektempfang und kleinen Häppchen setzte direkt den Ton für eine offene und herzliche Atmosphäre. Die Schwestern vor Ort gaben auf authentische und zugleich unterhaltsame Weise Einblicke in das Leben im Orden der Vinzentinerinnen. Besonders eindrücklich: Das jährliche Erneuern des Gelübdes sowie die Geschichte des Ordens, die bis auf Vinzenz von Paul zurückgeht und bis heute in einem weit verzweigten Netzwerk sozialer Einrichtungen mit mehreren tausend Mitarbeitenden weiterlebt.

Im weiteren Verlauf öffneten David Mück und Ulrike Schmalzridt persönliche Perspektiven auf das Spannungsfeld zwischen Christsein und Wirtschaft. Während David Mück ehrlich über Herausforderungen und Entscheidungsprozesse im Unternehmenskontext sprach, zeigte Ulrike Schmalzridt anhand praktischer Beispiele, wie werteorientierte Führung im Alltag konkret gelebt werden kann – mit Klarheit im Denken und Haltung im Handeln.

Die Highlights des Tages:

  • Glaube im Kontext von Wirtschaft: Authentische Einblicke in das Spannungsfeld zwischen unternehmerischem Handeln und christlichen Werten
  • Offene Begegnungen: Ehrliche Gespräche, neue Kontakte und eine Atmosphäre, die Vertrauen wachsen ließ
  • Einblicke ins Klosterleben: Führung über das Gelände, inklusive der Kirche im Stil von Le Corbusier, und lebendige Eindrücke aus dem Alltag der Schwestern

Besonders prägend waren die vielen persönlichen Gespräche, in denen Erfahrungen geteilt und Verbindungen neu geknüpft wurden – Momente, die zeigen, wie wertvoll echte Begegnung ist.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die diesen Tag mitgestaltet haben. Die Impulse wirken nach – und machen Vorfreude auf die nächsten MOVE-Veranstaltungen, bei denen es wieder heißt: Glaube und Wirtschaft gemeinsam neu zu denken.

 

Das hatten wir im Programm

  • Begrüßung
  • Betriebsbesichtigung
  • Mittagessen
  • Drei Impulse plus Q/A
  • Infos faktor c
  • Kaffee/Süßes
  • Schluss

 

 
Business braucht Beziehung

Business braucht Beziehung

Ania und Stefan Lindner: Business braucht Beziehung

Leckeres Essen und engagierte Gespräche über Businessthemen – Ania und Stefan Lindner aus Frankfurt am Main müssen dafür nicht weit laufen. Treffpunkt ist der gemeinsame Küchentisch. Schließlich kommen beide aus der Lebensmittelbranche und tragen jeweils Managementverantwortung, wenn auch auf unterschiedlichen Feldern. Gerade das macht ihre Gespräche so spannend. Ania kommt aus dem internationalen Personalmanagement eines großen Lebensmittelkonzerns, Stefan ist Geschäftsführer eines Lebensmittelgroßhändlers mit Spezialisierung auf Obst und Gemüse auf dem Frankfurter Großmarkt, dem Frischezentrum. So gehen ihnen die Themen nie aus – und beide schätzen die Meinung des anderen und empfinden sich jeweils als „Super Berater“.

 

Beste Geschäftsgrundlage: guter Umgang mit Menschen

Das liegt aber auch daran, dass beide viele gemeinsame Anliegen vertreten. Beiden sind zum Beispiel der Umgang mit Menschen und gute, vertrauensvolle Beziehungen zu Kunden und Mitarbeitenden wichtig. Mehr noch:

beide sind davon überzeugt, dass ein gutes und ehrliches Miteinander Arbeits- und Geschäftsbeziehungen erst tragfähig macht.

Stefan hat dies von Kindesbeinen an gelernt. Schon als Kind und Jugendlicher hat er in den Ferien viele Stunden auf dem Großmarkt verbracht, und konnte beobachten, wie Menschen in geschäftlichen Dingen kommunizieren, und was eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Lieferanten und Kunden ausmacht. Anders hätte sich der elterliche, mittelständische Frischegroßhandel sicher nicht so nachhaltig etablieren können.

 

Ania: Gastronomie als Schule des Lebens

Ania hat nach ihrem Soziologiestudium in Polen, wo sie aufwuchs, ihr Betriebswirtschafts- und Marketingstudium in England durch Kellnern finanziert und trug zudem mehrere Jahre als Managerin in einer Londoner Restaurantkette Verantwortung für einen reibungslosen Restaurantbetrieb. Customer Focus, also die absolute Ausrichtung auf die Kunden, und vor allem den Umgang mit Konflikten könne man kaum besser lernen als in der Gastronomie, verrät sie Moderator Michael vom Ende in einem Talk bei faktor c auf Hope TV mit einem kleinen Augenzwinkern.

 

Stefan: Studieren ohne Druck schafft Begeisterung

Auch Stefan hat als „Frankfurter Bub“ internationale Luft geschnuppert und sich während seines Freiwilligen sozialen Jahres in einem Drogenrehazentrum in Brasilien engagiert. Das anschließende Studium der Betriebswirtschaft in Deutschland mit begleitenden Auslandsaufenthalten habe er mit „Freude und Begeisterung“ und aus freien Stücken absolviert. Dass der heutige Mittdreißiger einmal in die Geschäftsleitung des elterlichen Betriebes einsteigen würde, war zu diesem Zeitpunkt nicht intendiert. So hat er erstmal außerhalb des Familienunternehmens Erfahrungen gesammelt und dann doch die Entscheidung für den elterlichen Betrieb getroffen.

Ania: Gott führt unbemerkt Regie

Beide sehen ihre Entwicklung nicht als bloßen Zufall an. Trotzdem empfindet Ania ihr geistliches Leben im Rückblick nicht als gradlinig, sondern als Achterbahnfahrt. Als Kind einer christlichen Familie habe sie Gott eher als strafenden Gott kennengelernt. Als Jugendliche hatte sich auf Basis dieses Gottesbildes bei ihr eingebrannt, dass sie „sowieso scheitern würde“. Und so schob Ania Gott buchstäblich auf die Seite. „Ich habe ihm praktisch gesagt: Gott, schön, dass du da bist, aber ich bin nicht dabei.“ Erst in London habe sie ihren Weg zu Gott zurückgefunden, „Gottes Liebe gespürt“ und „gemerkt, dass er gar nicht so böse ist“.

„Wo andere Zufall sagen, sage ich Heiliger Geist“,

fasst Ania ihre Entwicklung rückblickend zusammen, die letztlich ihrem großen Wunsch entsprach, sich beruflich stetig weiterzuentwickeln. Als sie nach Deutschland kam, habe sie sich daher bewusst einen christlichen Freundeskreis gesucht.

 

Stefan: Gott schenkt Entfaltungsmöglichkeiten

So traf sie auch auf Stefan. In einer christlichen Schule aufgewachsen, gestaltete er schon als Jugendlicher gerne Andachten. Heute, als Erwachsener, hat er sich bewusst dazu entschieden, Prädikant zu werden, eine Art ehrenamtlicher Pastor, der Gottesdienste hält.  Stefans Glaubensmotto atmet Freiheit: „Ich darf das…“, sagt er über sein Engagement.

 

Ania: Transparenz wird geschätzt

Die Werte, nach denen beide ihre Arbeit gestalten, haben daher ihre Wurzeln auch im christlichen Glauben.

Ania versucht im Personalmanagement Transparenz zu leben. Sie ist davon überzeugt, dass dies Menschen „am besten hilft, weiterzukommen“. Dabei stößt sie auch an Grenzen. Denn manchmal fällt es ihr schwer, einer Bewerberin oder einem Bewerber eine Absage zu erteilen.

„Eine negative Rückmeldung zu geben, ist nicht immer so einfach. Den Mut zu haben, transparent zu sein, wird aber letztlich geschätzt“,

fasst sie ihre Erfahrungen zusammen. Bei Bewerbungsgesprächen versucht sie daher zu begründen, warum jemand für eine Aufgabe doch nicht so geeignet sei, wie zunächst erhofft. Selbst, wenn die Menschen verständlicherweise enttäuscht seien, wären sie „später doch dankbar“.

 

Stefan: Zehn Gebote als Kompass im Geschäftsleben

Auch für Stefan haben Transparenz und Ehrlichkeit im Lebensmittelbereich einen absolut essenziellen Stellenwert. Denn so wie er seinen Lieferanten vertrauen können müsse, müssten auch seine Kunden auf ihn vertrauen können. Wenn eine Ware versehentlich in schlechtem Zustand sei, habe es keinen Sinn, falsche Behauptungen aufzustellen, um die Situation kurzfristig zu retten:

„Fehler sollten einfach beim Namen genannt werden.“

Nur das schaffe absolut verlässliche Qualität. Tricks, die er in seiner Branche durchaus schon erlebt habe, seien letztlich kontraproduktiv. Habe jemand versehentlich zu viel bestellt, habe es keinen Zweck, ältere, schon verdorbene Ware zu fotografieren und dann so zu tun, als sei die neue Lieferung schlecht. Stefan Lindner hat hingegen schnell dies gelernt:

„Ein ehrlicher Umgang zwischen Geschäftspartnern schafft ein Vertrauensverhältnis, das es ermöglicht, dass man sich auch in Krisenzeiten gegenseitig hilft und Lösungen findet, wenn etwas schiefgelaufen ist“.

Basis für ihn sind dabei die zehn Gebote:

„Du sollst kein falsches Zeugnis reden wider deinen Nächsten – besser kann man es nicht zusammenfassen.“

 

Gute Beratung ist viel Wert

Herausforderungen ehrlich und transparent anzusprechen, das ist Stefan Lindner und seinem Vater wichtig. So haben sie sich bei der Generationenübergabe des Unternehmens gezielt beraten lassen. Zusätzlich bezahlt das Familienunternehmen einen Berater, an den sich die Mitarbeiter bei beruflichen und privaten Problemen wenden können. Wie beim Thema Nachtschichten und familienfreundliche Arbeitszeiten, die bei der Arbeit auf dem Lebensmittelgroßmarkt schnell zu Reibungspunkten führen.

 

Gegenseitiges Coaching am Küchentisch

So wollen Ania und Stefan Lindner ihren Glauben im Handeln und im Umgang mit Mitarbeitenden und Geschäftspartnern praktisch und einladend vorleben. Dafür haben sie eine ganz einfache Formel und Ausrichtung für sich gefunden:

„Jesus soll dabei sein.“

Über all das sprechen sie immer wieder am Küchentisch. Denn schließlich ist es ihnen als beruflich viel beschäftigtes Ehepaar und mittlerweile auch als Eltern wichtig, „gegenseitig mitzubekommen, wie es dem anderen geht, und den fachlichen Austausch zu genießen“.

👉 Erkenntnisse auf einen Blick – was wir von Ania und Stefan Lindner lernen können

👉 Fünf Fragen an Ania und Stefan Lindner

Autor: Andreas Odrich