Vince Lombardi war ein legendärer American-Football-Trainer, der mit seiner Mannschaft fünf Meisterschaften gewann. Ihm war wichtig, nie die Grundlagen zu vergessen. Jede Saison nahm Lombardi vor dem ersten Training einen Football in die Hand und sagte: „Männer, das ist ein Football!“

Seine Mannschaft wusste, was ein Football war. Sie übten den Sport schon seit vielen Jahren aus. Doch wie ein virtuoser Pianist auch nach vielen Konzertjahren noch Tonfolgen übt, verstand auch Lombardi, dass man die Fundamente niemals aus den Augen verlieren sollte.

So sollten auch wir als Christen in der Geschäfts- und Arbeitswelt von Zeit zu Zeit innehalten und uns auf unsere „Fundamente“ besinnen, auf das „Warum“ dessen, was wir tagtäglich tun. Zu Beginn der zweiten Hälfte des Kalenderjahres hier nun einige biblische Prinzipien, die von uns allen bei der Arbeit angewendet werden können:

Für wen wir letztlich arbeiten. Meistens wollen wir unserem Chef gefallen und ihn beeindrucken. Doch wir sollten so arbeiten, als stünde auf dem Namensschild am Büro unseres Chefs: „Jesus Christus“. „Denkt bei allem daran, dass ihr letztlich für ihn und nicht für die Menschen arbeitet. Als Lohn dafür wird er euch das Erbe geben, das er versprochen hat.“ (Kol. 3,23-24).

Die Qualität unserer Arbeit. Das Wunder und die Schönheit von Gottes Schöpfung sind kaum in Worte zu fassen. Sollten wir, die nach Seinem Bilde geschaffen sind, nicht nach ebensolcher Exzellenz streben? „So schuf Gott den Menschen als sein Abbild, ja, als Gottes Ebenbild; und er schuf sie als Mann und Frau.“ (Gen. 1,27). „All euer Tun – euer Reden wie euer Handeln – soll zeigen, dass Jesus euer Herr ist. Weil ihr mit ihm verbunden seid, könnt ihr Gott, dem Vater, für alles danken.“ (Kol.3,17). Der Sinn unserer Arbeit. Gott hat jeden von uns mit einzigartigen Gaben und Fähigkeiten geschaffen. Diese sollen Ihn ehren und Seinen Charakter widerspiegeln. „Was wir jetzt sind, ist allein Gottes Werk. Er hat uns durch Jesus Christus neu geschaffen, um Gutes zu tun. Damit erfüllen wir nun, was Gott schon im Voraus für uns vorbereitet hat.“ (Eph. 2,10). „Herr, ich danke dir dafür, dass du mich so wunderbar und einzigartig gemacht hast! Großartig ist alles, was du geschaffen hast – das erkenne ich!“ (Ps. 139,14).

Voll ausgerüstet. Unsere Ausbildung mag uns für die Ausübung bestimmter Tätigkeiten vorbereiten, doch Gottes Wort, die Bibel, ist unsere Richtschnur, wie wir unsere Arbeit verrichten sollen. „Denn die ganze Heilige Schrift ist von Gott eingegeben. Sie soll uns unterweisen; sie hilft uns, unsere Schuld einzusehen, wieder auf den richtigen Weg zu kommen und so zu leben, wie es Gott gefällt. So werden wir reife Christen und als Diener Gottes fähig, in jeder Beziehung Gutes zu tun.“ (2. Tim. 3,16-17).

Wen wir wirklich repräsentieren. Wenn wir bei einem Unternehmen oder einer Organisation angestellt sind, wird von uns erwartet, dass wir unseren Arbeitgeber angemessen repräsentieren. Doch als Christen repräsentieren wir letztlich den Herrn und kommunizieren die rettende, lebensverändernde Botschaft des Evangeliums gegenüber allen, mit denen wir zu tun haben. „Als Botschafter von Christus fordern wir euch deshalb im Namen Gottes auf: Lasst euch mit Gott versöhnen! Wir bitte euch darum im Auftrag von Christus.“ (2. Kor. 5,20).

 

Copyright 2025 Robert J. Tamasy ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher. Er bloggt alle 14 Tage unter
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Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.