In vielen Teilen der Welt feiern wir diese Woche Weihnachten. Für viele Menschen geht es dabei um den Weihnachtsmann, in anderen Nationen bekannt als Santa Claus, Père Noël, Sinterklaas, St. Nicholas, Father Christmas, Noel Baba, Babbo Natale und Kris Kringle. Traditionen und Vorstellungen hinsichtlich dieser Person variieren stark.

In der Geschäftswelt ist Weihnachten häufig die letzte Möglichkeit, das Kalenderjahr mit Gewinn abzuschließen. Die „Weihnachtszeit“ bringt oft Geschenkeorgien, Feierlichkeiten und andere Aktivitäten zur Jahreswende mit sich, die alle geeignet sind, den Umsatz erheblich zu steigern, zur Freude der Finanzabteilung eines jeden Unternehmens.

Doch der Ursprung dieses Festes hat natürlich weder mit dem Weihnachtsmann noch mit Marketing zu tun. Der Ursprung liegt im Nahen Osten, in der Stadt Bethlehem, ungefähr 10 Kilometer von Jerusalem entfernt. Es geht um die Geburt von Jesus Christus vor über 2.000 Jahren.

In den ersten beiden Kapiteln des Matthäus- und des Lukas-Evangeliums wird uns von der Geburt Jesu Christi, dem versprochenen Messias, berichtet. Eine junge Frau namens Maria wurde von einem Engel aufgesucht, der ihr verkündete: „Gott hat dich zu etwas Besonderem auserwählt. Du wirst schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen. Jesus soll er heißen. Er wird mächtig sein, und man wird ihn Gottes Sohn nennen. Gott, der Herr, wird ihm die Königsherrschaft Davids übergeben, und er wird die Nachkommen Jakobs für immer regieren. Seine Herrschaft wird niemals enden.“ (Lk. 1,30-33).

Im zweiten Kapitel lesen wir, dass Maria und ihr angetrauter Mann Josef von Nazareth nach Bethlehem reisten, nach einer Anordnung des römischen Kaisers Caesar Augustus, der eine Volkszählung durchführen ließ. Jesu Geburt in Bethlehem erfüllte eine alte Prophetie: „Du bist zwar eine der kleinsten Städte Judas, doch aus dir kommt der Mann, der mein Volk Israel führen wird. Sein Ursprung liegt weit zurück, in fernster Vergangenheit.“ (Micha 5,1).

Die faszinierendste Beschreibung Jesu Christi ist jedoch im Johannes-Evangelium zu finden: „Am Anfang war das Wort. Das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott selbst. Von Anfang an war es bei Gott… Das Wort wurde Mensch und lebte unter uns.“ (Joh. 1,1-2,14). Das wäre unglaublich, wenn es nicht wahr wäre.

Gott nahm in Jesus menschliche Gestalt an, lebte 33 Jahre auf der Erde, lehrte und predigte, gab uns ein Lebensmodell, wurde als Opfer für die Sünden der Menschheit gekreuzigt und stand von den Toten auf, womit er ein für alle Mal den Tod besiegte und sicherstellte, dass jeder, der an Ihn glaubt, das ewige Leben hat.

Wie es in der Bibel heißt: „Gott aber hat ganz eindeutig bezeugt, dass er uns das ewige Leben schenkt, und zwar nur durch seinen Sohn. Wer also dem Sohn vertraut, der hat das Leben; wer aber dem Sohn nicht vertraut, der hat auch das Leben nicht. Ich weiß, dass ihr an den Sohn Gottes glaubt. Mein Brief soll euch noch einmal versichern, dass ihr das ewige Leben habt.“ (1.Joh. 5,11-13). Ohne Jesu Geburt, Leben, Tod und Auferstehung gäbe es also keinen Grund, Weihnachten zu feiern. Doch all diese Dinge sind wirklich passiert, und so singen wir: „Halleluja!“

Copyright 2025 Robert J. Tamasy ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher. Er bloggt alle 14 Tage unter www.bobtamasy.blogspot.com.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.