Friedrich Romingers Entscheidung, am Ende seiner Laufbahn nochmal etwas völlig anderes zu tun, ist ein Gegenentwurf zur reinen Leistungslogik. Für Menschen, die sich mit ihrer Karriereplanung beschäftigen, lassen sich daraus verschiedene Erkenntnisse ziehen:

Früh klären, was wirklich zählt
Eigene Werte bestimmen das Handeln. Am Anfang der Karriere und auch zwischendrin sollten diese Werte geklärt werden, weil sich aus ihnen folgerichtig und stimmig die fälligen Entscheidungen ableiten.

Sinnstiftung entscheidender Faktor
Status, Titel und Kontostand lassen sich messen. Zufriedenheit, Kongruenz mit den eigenen Werten und ein sinnstiftendes Leben sind schwerer messbar aber oftmals am Ende der entscheidende Faktor beim persönlichen Rückblick auf ein gelungenes Leben.

Innere Signale ernst nehmen
Es muss nicht immer die totale Unzufriedenheit sein – aber wenn sich das Gefühl, dass „irgendetwas nicht mehr passt“, sich immer wieder einschleicht, ist es ratsam, die Ursachen dafür zu ergründen und gegebenenfalls konkrete Schritte zu unternehmen, um einen neuen, stimmigeren Weg einzuschlagen.

Mut zur Kurskorrektur
Karrierewege sind veränderbar. Ein Richtungswechsel ist kein Scheitern, sondern oft ein Zeichen von Klarheit und Selbstanalyse.

Gott als Karriereplaner
Gott bei der Karriereplanung mit ins Boot zu holen, klingt gerade für Außenstehende nahezu verrückt. Selbst Christen scheuen davor zurück. Friedrich Rominger hat diesen Schritt gewagt. Sein Beispiel ist keine Garantie für eine geradlinige Karriere für Dritte, sein stimmiges Leben ist aber ein Beleg dafür, wenn sich jemand in Gott verankert weiß.