Geschäftliche Schwierigkeiten können überwältigend sein. Angesichts vieler verschiedener möglicher Gründe dafür kann es schwierig sein, das Problem an der Wurzel zu packen. Notwendig ist es dennoch. Es gibt häufige Ursachen für geschäftliche Probleme, auf die man reagieren kann.

Als erstes sollte man sich fragen: „Bin ich ein schlechter Verwalter?“ Leicht werden wir gierig oder abgelenkt und vergessen, uns um unsere Kunden zu kümmern. Oder wir vernachlässigen die grundsätzliche Entwicklung und die Finanzen unseres Unternehmens. In der Bibel heißt es in Titus 1,7 heißt es: „Ein Gemeindeleiter muss tatsächlich in jeder Beziehung vorbildlich leben, denn er trägt die Verantwortung für die Gemeinde Gottes. Darum darf er weder rechthaberisch noch jähzornig oder gewalttätig sein, kein Trinker, und er soll auch nicht darauf aus sein, sich durch unehrliche Geschäfte zu bereichern.“

Wenn es schlecht läuft, sollten wir also unser Herz auf den Prüfstand stellen, mit unseren Kunden sprechen und unser wirtschaftliches Verhalten genauer anschauen.

Die Ursache für geschäftliche Schwierigkeiten kann aber auch darin bestehen, dass sich die Wirtschaft allgemein, oder unsere Branche im Speziellen, im Niedergang befindet. In einer Rezession könnte man meinen, dass man nur durchhalten kann. Aber proaktives Handeln ist entscheidend. Auch wenn wir auf unsere Ausgaben achten müssen, können Rezessionen Chancen sein, im Glauben und hinsichtlich unserer Marktanteile zu wachsen.

In Hebräer 11,6 heißt es: „Denn Gott hat nur an den Menschen Gefallen, die ihm fest vertrauen. Ohne Glauben ist das unmöglich. Wer nämlich zu Gott kommen will, muss darauf vertrauen, dass es ihn gibt und dass er alle belohnen wird, die ihn suchen.“ Beten wir in einer Rezession um das Vertrauen, uns bestmöglich um einen größeren Marktanteil zu bemühen.    

Doch auch Sünde, der Ungehorsam Gott gegenüber, kann geschäftlichen Problemen zugrunde liegen. Vor Jahren hatte ich in einem Kuratorium mit einem geistlichen Leiter zu tun, der sich sehr schwer damit tat, konkrete Frucht zu bringen. Irgendetwas schien nicht zu stimmen, und so suchten wir weiter nach der Ursache. Am Ende trat er dann wegen Pornographie-Sucht zurück.

In der Bibel heißt es klar: „Wie ein Vater seinen Sohn erzieht, den er liebt, so schlägt der Herr jeden, den er als sein Kind annimmt.“ (Hebräer 12,6). Wenn es geschäftlich schlecht läuft, ist es gut, innezuhalten und darüber zu beten, ob es bei uns oder unseren Mitarbeitern Sünde gibt.

Zu Beginn meiner Tätigkeit als Unternehmer wurde mein Glauben häufig auf den Prüfstand gestellt. Fehlende Liquidität brachte mich dazu, Gott auf Knien um Hilfe anzuflehen. Gott versorgte mich auf unerwartete Weise, stärkte so meinen Glauben und bezeugt Seine große Güte. „Du, o Gott, hast uns geprüft, du hast uns geläutert wie Silber im Schmelzofen.“ heißt es in Psalm 66,10. Wenn Gott uns prüft, sollen wir beten und über Seine Taten staunen.

Schließlich können auch geistliche Angriffe hinter wirtschaftlichen Schwierigkeiten stecken. Hiob ist das beste Beispiel dafür. In Hiob 1 lesen wir, wie der Satan Hiob seiner Familie, Reichtümer und seines gesamten Besitzes beraubt, doch „obwohl dieses Leid über ihn hereinbrach, versündigte Hiob sich nicht. Kein böses Wort über Gott kam über seine Lippen.“ (Hiob 1,22).  Vertrauen auch wir auf Gott in unseren geistlichen Kämpfen und legen wir die geistliche Waffenrüstung an (Epheser 6).

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Aus „UBN Integrity Moments“, eine Kommentarreihe über Ehrlichkeit am Arbeitsplatz aus christlicher Sicht.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.