Vom Windkraft-Pionier zum Solar-Visionär – warum Joachim Fuhrländer an eine gute Zukunft glaubt

Vom Windkraft-Pionier zum Solar-Visionär – warum Joachim Fuhrländer an eine gute Zukunft glaubt

Wer die Geschichte der Windenergie in Deutschland schreibt, kommt an seinem Namen nicht vorbei: Joachim Fuhrländer zählt zu den Pionieren bei der kommerziellen Verwandlung von Wind in Strom. Doch sein großes Unternehmen ging vor über zwölf Jahren kaputt. Heute setzt er sich leidenschaftlich für Afrika ein – und sieht dort in Sachen erneuerbarer Energien eine noch größere Zukunft.

 

Von Marcus Mockler

 

Energie ist für die wirtschaftliche Entwicklung der Welt nicht alles. Aber ohne Energie ist alles nichts. In einigen afrikanischen Ländern wäre man froh, wenn der Strom nicht mehrfach am Tag ausfiele. Unzuverlässige Energie aus der Steckdose macht das Leben überall schwer: Angefangen bei einem Kühlschrank, der nicht beständig kühlen kann, über Krankenhäuser, deren überlebenswichtige Geräte ohne Strom nicht laufen, bis hin zu Fabriken, die ihre Produktion ohne Energie unterbrechen müssen.

Hier kommt Joachim Fuhrländer ins Spiel. Der 65-jährige evangelische Christ aus dem Westerwald hat erneuerbare Energien zu seinem Lebensthema gemacht. Mit einem Joint Venture in China, das 70 Mitarbeiter beschäftigt, hat er eine hochmoderne Standardlösung zur Energieversorgunh sogar im Busch und mit einfachster Handhabung entwickelt: Sie besteht im Wesentlichen aus Solar-Panels, einem wetterfesten, klimatisiertem Schaltschrank und einem großen Batteriespeicher. Alles ist so aufeinander abgestimmt, dass sich die Anlage auch von Menschen aufbauen lässt, die keinen Meisterbrief als Elektriker haben.

Genauso ein System hat Fuhrländer vor wenigen Wochen für ein Waisenhaus und ein medizinisches Zentrum im Urwald von Kamerun in Betrieb genommen – bis zu 30 Kilowatt Leistung, dazu ein Speicher für 60 Kilowattstunden. Diese Systeme gibt es mit bis zu mehreren hundert Kilowatt Leistung und immer doppelt so vielen Kilowattstunden an Speicherkapazität. „Afrika kann über erneuerbare Energien viele Arbeitsplätze schaffen“, ist der Unternehmer überzeugt.

 

Rasante Entwicklung

Vor der Sonne hatte der Mann, dessen langes wildes Haar zu seinem Markenzeichen wurde, den Wind im Visier. Aus dem Schmiedebetrieb seines Vaters heraus entwickelte Fuhrländer mit seiner gleichnamigen Aktiengesellschaft ein Unternehmen für Windkraftanlagen. Das war in den 1980er-Jahren noch Pionierarbeit. Die Firma startete mit 100-Kilowatt-Anlagen und entwickelte sich hoch bis zu Turbinen für mehr als 3 Megawatt Leistung. Die AG expandierte rasant und avancierte zum Global Player, der kurz vor einem Riesen-Kontrakt mit Brasilien über mehrere hundert Windräder stand.

 

Warum das Unternehmen gegen die Wand fuhr und 2013 aufgeben musste, darüber gibt es verschiedene Versionen. Joachim Fuhrländer selbst hält es für eine Nachwehe der Finanzkrise, dass die Commerzbank seiner AG die Kredite strich. Er musste aussteigen – zu einem Zeitpunkt, als seiner Ansicht nach das Unternehmen angesichts avisierter Aufträge zu retten gewesen wäre. „Ich war nie insolvent“, betont er. Ein paar Monate nach seinem erzwungenen Ausstieg musste allerdings Insolvenz angemeldet werden.

 

Drei Jahre in Lebenskrise

 

Für den Vollblut-Unternehmer folgt die tiefste Krise seines Lebens. Sie sollte drei Jahre dauern. Er zieht sich zurück, leidet unter Schuldgefühlen und Selbstzweifeln. Seine Ehe war schon vorher in die Brüche gegangen, er lebt eine Zeitlang mit einer anderen Frau zusammen – wodurch er bei einigen frommen Christenmenschen in Ungnade fällt, so dass vor ihm gewarnt wird.

 

Fuhrländer sieht sich als Christ, geht aber gleichzeitig auf Distanz zu einer Glaubensrichtung, die bei ihrer Frömmigkeit sehr auf die Außenwirkung schielt. „Ich bin kein frommer Mensch. Ich bin auch kein Missionar und versuche nicht, andere zu belehren“, sagt er. In seiner Krise habe er die Erfahrung gemacht, dass manche Christen „ungnädiger als Gott“ mit anderen Christen umgingen und von einer „frömmelnden Gesetzlichkeit“ beherrscht würden.

 

Schließlich ist es sein Freund Fritz Pawelzik, ein ehemaliger CVJM-Missionar, der viele Jahre in Ghana und anderen afrikanischen Ländern gelebt hat, der ihm durch die schwere Zeit nach dem Verlust seiner Firma hilft. Pawelziks Erzählungen über die Herausforderungen Afrikas wecken in ihm den Wunsch, sein Wissen und seine Erfahrung für die Entwicklung des Kontinents einzusetzen. Fuhrländer erkennt das enorme Potential Afrikas und sieht in der Nutzung erneuerbarer Energien und in der Ausbildung junger Menschen den Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung.

 

15 Stromausfälle pro Tag

 

Den entscheidenden Anstoß erlebt er 2009 bei einem Besuch in einem Krankenhaus in Ghana, das unter 15 Stromausfällen pro Tag praktisch nur begrenzt arbeiten kann. Fuhrländer sieht in einem Solarsystem mit Energiespeicher die Lösung. In China bespricht er das mit seinen Partnern, die er seit 1998 kennt und schätzt. 2017 fast er den Entschluss, das Unternehmen AFREECA zu gründen. Energy & Education (Energie und Bildung) ist die Mission. Es ist auch das Jahr, in dem seine heutige Frau in sein Leben tritt: die Violinistin und gebürtige Ungarin Anna Hoppa, seit 2004 Hofkapellmeisterin in Bad Füssing bei Passau. Das Paar heiratet 2018. „Sie ist ein Geschenk“, sagt er und erkennt, dass es dank ihrer emotionalen Hilfe auch beruflich wieder voran geht.

 

 

 

Seitdem ist der Sonnenstrom-Botschafter, der bereits vor 24 Jahren einen kleinen Windpark der Megawattklasse in Südafrika gebaut hat, unermüdlich in Afrika unterwegs, um Projekte anzustoßen und umzusetzen. Geld ist und bleibt ein Problem. „In vielen Fällen müssen wir die Finanzierung mitbringen“, seufzt er. Dabei hat er durchaus Interesse, Solarenergie wirtschaftlich zu betreiben. Das heißt konkret: Er und sein Joint Venture verdienen am Verkauf der Anlagen, die afrikanischen Partner an Installation, Betriebsführung, Wartung und einer Provision.

Ökonomische Lösungen sind ihm die liebsten. „Ich bin kein Freund von Spenden“, sagt er. Die Katastrophenhilfe nimmt er dabei aus, lehnt aber den dauerhaften Spendenbetrieb ab. „Man gewöhnt sich an die Spenden – und sie machen abhängig“, bedauert er. Sein Fokus liegt dagegen auf nachhaltiger Entwicklung. Und sogar der ehemalige Insolvenzverwalter der Fuhrländer AG ist längst beim neuen Unternehmen eingestiegen – ein Zeichen, dass auch er ökonomisches Vertrauen in den Pionier hat.

Ein einzigartiges medizinisches Gerät hat er mit dem befreundeten Radiologen Professor Hans-Martin Klein erarbeitet: ein Solarbatterie-betriebenes Niederfeld-MRT (Magnetresonanztomograf), mit dem selbst im afrikanischen Busch Früherkennung und Diagnostik durchgeführt werden können. Es ist eine kleine Revolution auf diesem Sektor.

 

Das Ziel: Akademie für junge Leute

 

Joachim Fuhrländer hat die jungen Menschen auf dem Herzen. Als er selbst jünger war, engagierte er sich in der Jugendarbeit des CVJM. Als Unternehmer bildete er in großer Zahl junge Leute in der Firma aus. „Unternehmer haben immer eine sozialpolitische Verpflichtung“, findet er. Derzeit hat er die Vision, in Accra, der Hauptstadt Ghanas, eine Akademie für erneuerbare Energien einzurichten. An diesem Ort soll der Nachwuchs höhere Qualifikationen erreichen können, so wie sie in der globalisierten Wirtschaft erforderlich sind. Das Potenzial, Afrika mit Anlagen zur Gewinnung von Öko-Strom zu versorgen, sei unermesslich.

Doch auch bei dieser Akademie wird es seiner Erfahrung nach nicht ohne Partner und Sponsoren gehen. Er sucht Unternehmer und Vermögende, die bereit sind, auf diese Weise in die Zukunft des schwarzen Kontinents zu investieren. Zumal die Azubis etwas bezahlen müssten, die Akademie sich also mittelfristig selbst tragen solle. Vielleicht wird Joachim Fuhrländer auch in Afrika Geschichte schreiben – Solarenergie-Geschichte.

 

Internet: www.afreeca.com

Buchhinweis: Joachim Fuhrländer: Erneuerbar: Wenn Energie Zukunft gestaltet. Mein Leben als Windkraftpionier. 240 Seiten, 22 Euro. Bonifatius (Paderborn) 2023.

 

Das Unternehmen ins Gebet nehmen

Das Unternehmen ins Gebet nehmen

Christsein im Alltag – das heißt auch, für die Firma zu beten, in der man arbeitet. Noch schöner und verheißungsvoller ist es, das gemeinsam mit anderen Christen zu tun. Gebetskreise können für eine Organisation ein Segen sein. Doch wie gründet man einen Firmengebetskreis?

 

Von Eberhard Schneider

 

Schon vor fast 18 Jahren berichtete „Bild“ über Firmengebetskreise. Damals zitierte das Medium den Geschäftsführer von „Christen in der Wirtschaft“ (heute: faktor c), Andreas Schnabel, der von bundesweit 1.000 Gebetskreisen in Unternehmen berichtete. Ob es heute mehr sind als damals, wissen wir nicht. Das ist aber auch nicht entscheidend.

Gebetskreise sind für Christen ein „himmlischer Auftrag“, die Herausforderung im Berufsalltag zu leben und die Freude, den daraus fließenden Segen zu empfangen. Deshalb ermutige ich dazu, einen Firmengebetskreis zu gründen oder bestehende Gebetszellen neu zu mobilisieren. Doch dabei gibt es ein paar Dinge zu beachten.

 

Der himmlische Auftrag

Gott hat seinem Bodenpersonal wertvolle Aufgaben übertragen. Eine der wichtigsten wurde vom Apostel Paulus übermittelt. In 1.Timotheus 2,1 heißt es: „Das Erste und Wichtigste, wozu ich die Gemeinde auffordere, ist das Gebet. Es ist unsere Aufgabe, mit Bitten, Flehen und Danken für alle Menschen einzutreten.“

Das Gebet, speziell die Fürbitte für unsere Mitmenschen, hat höchste Priorität und ist der wichtigste, ja vielleicht wertvollste Dienst für andere. Im übertragenen Sinn gibt Gott uns das Mandat, vor ihm für unsere Mitmenschen einzutreten. Wir danken, bitten und flehen stellvertretend für sie. In der Tat eine sehr wertvolle und verantwortungsvolle Aufgabe.

Interessanter Weise werden dann zwei Personengruppen genannt, die noch mehr in unserem Focus stehen sollten: Politiker und Menschen, die große Verantwortung tragen. Paulus schreibt in Vers 2: „… insbesondere für die Regierenden und alle, die eine hohe Stellung einnehmen, …“

 

Verantwortung braucht Beter

Diese Personen bedürfen wegen ihrer Position und Verantwortung einer besonderen Aufmerksamkeit und Unterstützung der Beterinnen und Beter. Gott in seiner Gnade weiß, dass sie mehr Weisheit, mehr Klarheit und Entscheidungsvermögen für ihre Ämter benötigen, deshalb lenkt er unseren Blick auf sie. Allerdings fällt es uns oft schwer, gerade für den unbeliebten Politiker, für den schwierigen Chef, für die Manager, deren Handeln wir nicht begreifen, zu beten. Auch das ist ein Grund, warum Gott uns diese Menschen besonders ans Herz legt.

Einen weiteren Grund offenbart uns Paulus in Vers 2b. Er ermutigt, für diese Menschen zu beten, „…damit wir ungestört und in Frieden ein Leben führen können, durch das Gott in jeder Hinsicht geehrt wird und das in allen Belangen glaubwürdig ist.“

Was für eine grandiose Verheißung! Wenn wir für Politiker und Entscheidungsträger, die die Geschicke unserer Nation und Wirtschaft lenken, beten, wird der innere, äußere und soziale Friede möglich. Dann wird Gott die Ehre bekommen, die ihm zusteht.

 

Zweifel sind einkalkuliert

Klingt zu schön um wahr zu sein? Paulus hat solche Zweifel einkalkuliert! Deshalb betont er, dass Beten in dieser Art gut ist und Gott gefällt, denn dadurch erkennen die Menschen die Wahrheit (Jesus Christus) und werden gerettet (1.Tim2, 4+5).

Nachdem der Apostel über die Dringlichkeit des Gebets und den daraus resultierenden Segen gesprochen hat, gibt er noch Hilfestellung, wo und in welcher Haltung wir beten dürfen. In Vers 8 lesen wir: „Ich will nun, dass die Männer an jedem Ort beten, indem sie heilige Hände aufheben, ohne Zorn und zweifelnde Überlegung.“

Diese wertvolle Mandat des Gebets, fasste der frühere württembergische Landesbischof Hans von Keler mit seinen bekannten Worten treffend zusammen: „Das Gebet ersetzt keine Tat, aber das Gebet ist eine Tat, die durch nichts ersetzt werden kann.“ Und der südkoreanische Pastor Yonggi Cho sagte: „Es ist nie zu spät, ein Leben im Gebet zu beginnen!“ Das gilt auch für das Gebet an Ihrem Arbeitsplatz!

 

Dazu ein paar Tipps aus der Praxis, wie man einen Gebetskreis starten kann und was dabei zu beachten ist.

  1. Team bilden
  • Jesus sagt in Mt.18,20 die sehr bekannten und oft zitierten Worte:

Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte.

Jesus wusste: Im Team geht es besser. Die Gemeinschaft motiviert, und das Gebet hat eine größere Kraft. Bitten Sie Gott für einen oder zwei Gebetspartner, mit denen Sie sich treffen können. Zwei Tipps, Gleichgesinnte zu finden: Sprechen Sie Personen an, die im Betriebsrestaurant zum Essen beten, oder finden Sie auf dem Firmenparkplatz Autos mit christlichen Aufklebern und hängen eine freundliche Notiz unter den Scheibenwischer.

  • Laden Sie zu einem ersten Treffen ein, bei dem Sie sich persönlich kennenlernen und über Ihre Vision und Motivation reden. Dies ist wichtig für eine gemeinsames Verständnis, was so ein Gebetskreis soll.
  • Vereinbaren Sie einen passenden Wochentag, Uhrzeit und Turnus für die Gebetstreffen und natürlich den Ort. Optimal ist, wenn Sie sich in Firmenräumen treffen können. Dazu müssen Sie das Einverständnis Ihres Vorgesetzten haben.

 

  1. Einige organisatorische Regeln
  • Die Gebetstreffen finden außerhalb der Arbeitszeit statt.
  • Benennen Sie einen Leiter und Stellvertreter (wenn der Kreis größer wird)
  • Verabreden Sie die Art der Kommunikation (Messenger-App, Email, …)
  • Teilen Sie den Kreis, wenn er zu groß wird (max. 10 – 12 Personen)

 

  1. Einheit trotz Unterschiedlichkeit
  • Machen Sie sich bewusst, dass die Teilnehmer mit großer Wahrscheinlichkeit aus verschiedenen Denominationen kommen und unterschiedlich geprägt sind. Das ist ein großer Schatz, und es gilt sich in dieser Unterschiedlichkeit wahrzunehmen und zu respektieren (siehe Phil.2,3). Das ist die Grundvoraussetzung für Einheit unter Christen. Das Gebet ist der gemeinsame Fokus, der uns eint. Alles andere sind untergeordnete Fragen, die ausgeklammert werden können.

 

  1. Vorschlag zum Ablauf des Treffens
  • Kurzer Impuls am Anfang (z.B. Herrnhuter Tageslosung, Bibelabschnitt aus der fortlaufenden Tageslese)
  • Kurzer (!) Austausch über Gebetserhörungen
  • Neue Anliegen sammeln
  • Freies Gebet
    • Beginnen Sie mit Dank und Lob („danken und loben zieht nach oben“)
    • Bitte und Fürbitte für aktuelle Anliegen und Personen
  • Abschluss mit Segen und/oder Vaterunser

 

Bitte betrachten Sie diesen Vorschlag nicht als feste Liturgie! Lassen Sie sich vom Heiligen Geist leiten und bleiben Sie flexibel.

  1. Mögliche Gebetsanliegen
  • Dank für Gebetserhörungen, Arbeitsplätze und Versorgung, Vorgesetzte, Kolleginnen und Kollegen, Erfolge, Gottes Gunst, …
  • Für die Geschäftsleitung, Vorstände und Führungskräfte: Weisheit, Mut, Schutz, kluge Entscheidungen, gute Berater, Integrität, Gesundheit, Kraft, Friede, Ehe und Familie, Zeit für Entspannung, …
  • Für Mitarbeiter und Kollegen: Schutz und Bewahrung vor Unfällen bei der Arbeit, Bewahrung vor Überforderung, persönliche und familiäre Anliegen, Heilung für körperliche und seelische Nöte, …
  • Für die Firma oder einzelne Geschäftsbereiche: konkrete aktuelle Situationen, gute Arbeitsatmosphäre und sozialer Friede, Hilfe in Krisenzeiten, richtige strategische Entscheidungen und neue Produkte, Schutz vor Schädigung des Unternehmens durch Hackerangriffe und Manipulation, fairer Umgang mit Kunden und Zulieferbetrieben, …
  • Für den persönlichen Arbeitsbereich: laufende Projekte und Aufgaben, gutes Gelingen, Lösungsansätze bei Problemen, gute Zusammenarbeit mit anderen Bereichen, ….

Auch hier gilt: dies sind nur Vorschläge. Gott wird Ihnen die Punkte aufs Herz legen, die für die entsprechende Zeit wichtig sind.

 

  1. Frucht, die aus dem Gebet am Arbeitsplatz wächst
  • Gott wird reichen Segen schenken und Sein Reich, Seine Herrschaft, Seine Gnade und Treue werden immer mehr sichtbar.
  • Rechnen Sie mit Gebetserhörungen.
  • Segen für die Beterinnen und Beter: Beziehungen untereinander wachsen und die Gemeinschaft der Gläubigen wird gestärkt, die Identifikation mit der Firma nimmt zu, der Beruf kann zunehmend als Berufung erlebt werden und der Glaube wird ganzheitlich gelebt.

 

 

Einer der bekanntesten Männer Gottes, der Evangelist Billy Graham, sagte:

„Ich glaube, dass die nächste Erweckung unter anderem am Arbeitsplatz stattfindet.“ Was für ein wunderbares Vorrecht, wenn Sie durch Ihr Gebet einen Teil dazu beitragen dürfen, dass diese Vision an Ihrem Arbeitsplatz real wird.

 

 

 

Eberhard Schneider,
Jahrgang 1956, lebt in Ditzingen bei Ludwigsburg und ist Mitglied in der Evangelischen Landeskirche sowie im CVJM Heimerdingen. Der Versuchsingenieur ist Familienvater von vier Kindern und bald sechs Enkelkindern. Er hat die Gruppe „Christen bei TRUMPF“ in dem Hochtechnologieunternehmen initiiert.

Ein Team braucht die gemeinsame Mission – wie Sie Mitarbeiter an Ihr Unternehmen binden

Ein Team braucht die gemeinsame Mission – wie Sie Mitarbeiter an Ihr Unternehmen binden

Die digitale Transformation hat traditionelle Geschäftsmodelle pulverisiert, Tech-Giganten wie Amazon, Meta, Google und TikTok dominieren mit über 80 Prozent den Werbemarkt. Speziell die kirchliche Publizistik kämpft zusätzlich mit schwindenden Mitgliederzahlen, schmelzenden Finanzen und nachlassender Religiosität in der Gesellschaft. Eine Branche unter Doppeldruck also – und dennoch ist Mitarbeiterbindung möglich.

 

Von Jörg Bollmann

 

Ein langjähriger theologischer Redakteur kündigte bei unserem Magazin chrismon, obwohl er bestens vergütet wurde und sich stark mit dem Unternehmen identifizierte. Er war seit der Gründung im Jahr 2000 dabei, hatte den Umzug von Hamburg nach Frankfurt mitgemacht und sich auch im Betriebsrat engagiert. Während der Corona-Zeit hatte er wichtige Impulse zum Erhalt des Unternehmens gegeben. Der Grund für seinen Weggang: Seine Karrierewünsche nach einer Führungsposition konnten wir nicht erfüllen. Wir sahen ihn einfach nicht in einer hierarchischen Position und hatten ihm das in ausführlichen Gesprächen erklärt. Als dann eine vakante Führungsposition mit einer anderen Person besetzt wurde, war das zu viel. Trotz intensiver Gespräche und vieler kommunikativer Bemühungen verloren wir ihn.

 

Die Suche nach einem Nachfolger gestaltete sich extrem schwierig, da wir quasi eine „eierlegende Wollmilchsau“ suchten. Ein theologischer Redakteur für chrismon muss exzellent schreiben und es mit den Edelfedern von Spiegel und Stern aufnehmen können. Er braucht Verständnis fürs Blattmachen, muss digitale Transformation beherrschen und mit der Kirchenleitung auf Augenhöhe kommunizieren können – aber ohne interne Machtansprüche. Auf dem offenen Arbeitsmarkt war diese Kombination nicht zu finden.

 

Die kreative Lösung

 

Die Lösung fanden wir schließlich in einem unkonventionellen Weg: Statt eines erfahrenen Journalisten suchten wir einen erstklassigen Theologen, der Lust hatte, die Seiten zu wechseln. Wir boten ihm ein einjähriges Volontariat mit Stationen in säkularen Medien bei vollem Redakteursgehalt. Ein Regelbruch, der sich aber als goldrichtig erwies. Der Mann entwickelte sich zum erfolgreichen theologischen Redakteur.

 

Aus dieser und vielen weiteren Erfahrungen habe ich zwölf zentrale Anregungen für die Mitarbeiterbindung entwickelt.

 

  1. Akzeptieren Sie Niederlagen bei der Mitarbeiterbindung

Wenn die Differenzen unüberbrückbar sind, ist eine Trennung besser als faule Kompromisse. Im Fall unseres theologischen Redakteurs hätten wir mit einem Scheinkompromiss bei der Führungsposition nur Unzufriedenheit und unklare Strukturen geschaffen.

 

  1. Korrigieren Sie Fehlentscheidungen konsequent

In der Buchhaltung mussten wir eine bereits kommunizierte Beförderung zurücknehmen, um eine andere hervorragende Mitarbeiterin zu halten. Eine 180-Grad-Wendung gegen alle Regeln, die sich aber als richtig erwies.

 

  1. Analysieren Sie Führungspositionen und Kandidaten gründlich

Nehmen Sie sich Zeit und hören Sie auch auf Zwischentöne. Im Fall der Buchhaltung hatten wir die versteckten Ambitionen einer Mitarbeiterin überhört und fast eine Leistungsträgerin verloren.

 

  1. Prüfen Sie in Notsituationen alle Optionen

Manchmal lässt sich eine Position auch anders organisieren. Sondieren Sie alle internen Möglichkeiten, bevor Sie extern suchen. Prüfen Sie auch, ob die Position in der bisherigen Form wirklich notwendig ist.

 

  1. Scheuen Sie nicht vor unkonventionellen Lösungen zurück

Manchmal müssen eigene Regeln gebrochen werden – wie bei unserem Theologen mit Redakteursgehalt im Volontariat. Wichtig sind Transparenz und gute Begründung gegenüber Betriebsrat und Aufsichtsgremien.

 

  1. Nutzen Sie bei Bedarf Mediation

In einem Fall half uns ein Mediator, einen Gehaltskonflikt zu lösen, der durch die Einstellung eines höher bezahlten Spezialisten entstanden war. Die Investition in professionelle Konfliktlösung lohnte sich.

 

  1. Behalten Sie bei Sozialleistungen die Kernaufgaben im Blick

Nicht jeder Trend muss mitgemacht werden. Jobrad, Jobticket und Co. sind gut, aber die Leistungen müssen zum Unternehmen passen und finanzierbar sein.

 

  1. Nehmen Sie soziale Gerechtigkeit ernst

Die Belegschaft reagiert sehr sensibel auf gefühlte Ungerechtigkeiten. Das gilt besonders beim Umgang mit Krankheitsfällen und bei der Wiedereingliederung. Investieren Sie Zeit in Kommunikation und faire Lösungen.

 

  1. Seien Sie vorsichtig mit Leistungsprämien

Bei radio ffn führten intransparente „Schecks“ zur Spaltung der Belegschaft. Prämien brauchen klare Kriterien, Transparenz und Mitbestimmung.

 

  1. Handeln Sie konsequent bei Leistungsproblemen

Verschleppen Sie keine Probleme mit leistungsschwachen Mitarbeitern. Die Kollegen erwarten hier konsequentes Handeln, aber mit transparenter Kommunikation.

 

  1. Entwickeln Sie Ihren authentischen Führungsstil

Als NDR-Redaktionsleiter war ich immer erreichbar und stellte mich schützend vor mein Team. In der Nachrichtenredaktion wäre das als Bevormundung empfunden worden. Der Stil muss zum Team passen.

 

  1. Pflegen Sie eine lebendige Unternehmensphilosophie

Bei uns bedeutete das, journalistische Professionalität mit kirchlichem Auftrag zu verbinden. Das geht nur im ständigen Dialog.

 

 

Erfolgsbeispiele aus der Praxis

  • Als Leiter der Redaktion Aktuelles und Sport bei NDR 1 Niedersachsen haben wir es geschafft, eine einst belächelte Abteilung zum Vorbild für moderne Information zu entwickeln. Der Schlüssel war bedingungsloser Rückhalt für das Team bei gleichzeitig hohen Qualitätsansprüchen. Wenn der Hörfunkchef Kritik hatte, ging die über meinen Tisch – nicht direkt an die Redakteure.

 

  • Besonders in Spezialmedien wie der evangelischen Publizistik spielt die Identifikation mit dem Unternehmen eine zentrale Rolle. Als ich Journalisten sagte, sie sollten „das Evangelium mit journalistischen Mitteln verkünden“, erntete ich erst Entrüstung. Aber im Dialog entwickelte sich ein Verständnis für die besondere Rolle evangelischer Medien. Heute vereint chrismon journalistische Exzellenz mit kirchlichem Auftrag – ohne belehrend zu sein.

 

  • Die digitale Transformation verändert nicht nur Geschäftsmodelle, sondern auch Arbeitsweisen und -kulturen. Homeoffice, hybride Teams und neue Kommunikationsformen erfordern angepasste Bindungsstrategien. Gleichzeitig suchen gerade junge Mitarbeiter nach Sinn und Werten in ihrer Arbeit.

 

 

Der bewährte Instrumentenkasten

 

  • Vergütung und Leistung:

– Marktgerechte Gehälter im internen/externen Vergleich

– Transparente leistungsbezogene Prämien

– Ausgewogenes Verhältnis von Leistung und Sozialem

– Klare Karrierepfade und Entwicklungsmöglichkeiten

 

  • Sozialleistungen:

– Attraktive Altersvorsorge und vermögenswirksame Leistungen

– Moderne Mobilitätsangebote (Jobrad, Jobticket, Dienstwagen)

– Flexible Arbeitszeitmodelle auf Vertrauensbasis

– Familienfreundliche Angebote inkl. Arbeitsbelastungsausgleich

– Professionelles Gesundheitsmanagement

– Umfassendes Wiedereingliederungsmanagement

 

  • Führung und Kommunikation:

– Klare, transparente Führungsstrukturen

– Regelmäßige Mitarbeitergespräche

– Offene Feedbackkultur

– Einbindung in Entscheidungsprozesse

– Förderung von Kreativität und Eigenverantwortung

 

Fazit

Mitarbeiterbindung ist eine komplexe Führungsaufgabe, die Fingerspitzengefühl, Konsequenz und ständige Kommunikation erfordert. Sie funktioniert nur mit einem stimmigen Gesamtkonzept aus:

– angemessener Vergütung

– überzeugenden Sozialleistungen

– fairer, authentischer Führung

– gemeinsamer Identität und Werten

– Raum für persönliche Entwicklung

– offener Kommunikationskultur

 

Mit den richtigen Instrumenten, mutigem Handeln in Krisen und einem authentischen Führungsstil ist sie aber machbar . Dabei gilt: Jedes Unternehmen muss seinen eigenen Weg finden, die vorgestellten Instrumente und Anregungen situationsgerecht einzusetzen. Es gibt keine Standardlösung, aber viele Möglichkeiten, wertvolle Mitarbeiter langfristig zu binden und gemeinsam erfolgreich zu sein.

Die wichtigste Erkenntnis aus drei Jahrzehnten Führungserfahrung: Mitarbeiterbindung ist keine technische Aufgabe, sondern eine zutiefst menschliche. Sie gelingt dort, wo Menschen sich gesehen, wertgeschätzt und in ihrer Entwicklung gefördert fühlen – und wo sie Teil einer sinnvollen, gemeinsamen Mission sein können.

Statistiken zum Thema:

167,2 Mrd. € betragen die potenziellen Kosten des Mangels an emotionaler Bindung für die deutsche Wirtschaft aufgrund von Produktivitätsverlusten.

3x stärkere Bindung
60 % der emotional hoch gebundenen deutschen Arbeitnehmenden beabsichtigen, in drei Jahren noch für ihren aktuellen Arbeitgeber tätig zu sein, verglichen mit 20 % der Arbeitnehmenden ohne emotionale Bindung.

hohe Wechselbereitschaft
Lediglich etwas mehr als die Hälfte (53 %) der Befragten glaubt, in einem Jahr noch beim aktuellen Arbeitgeber zu arbeiten.

wenig Zufriedenheit
Die Statistik, dass nur 22 % der Arbeitnehmer mit ihrer direkten Führungskraft ausnahmslos zufrieden sind.

67 % haben keine emotionale Bindung
Nur 14 % der deutschen Arbeitnehmenden
bezeichnen sich als emotional gebunden, ganze 67 % als nicht gebunden.

Fazit: Die Auswirkungen schlechter Mitarbeiterbindung sind alarmierend!
Laut Gallup kosten unmotivierte Arbeitskräfte die deutsche Wirtschaft durchschnittlich dreistellige Milliardenbeträge. Die Gallup-Studie betont auch die negativen Auswirkungen niedriger emotionaler Bindung wie sinkende Produktivität, steigende Fehlzeiten und erhöhte Wechselbereitschaft

Quelle: ©Gallup’s Engagement Index Germany 2023

 

 

 

Jörg Bollmann,
Jahrgang 1958, war bis März 2024 Direktor des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP). Unter seiner Leitung wurde das GEP als zentrale evangelische Medieneinrichtung weiter ausgebaut. Nach dem Studium der Soziologie absolvierte er ein Volontariat bei der „Rotenburger Kreiszeitung“. Im Anschluss an Stationen beim privaten Hörfunksender ffn und Sat.1 Nord wechselte er 1992 zum NDR Hörfunk. Dort stieg er 1996 zum Nachrichtenchef auf und wurde ein Jahr später Wellenchef von NDR2. Der verheiratete Vater von zwei Kindern und zweifache Großvater engagiert sich heute ehrenamtlich als Lektor in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Sein neues Buch heißt: 20 Meter für die Ewigkeit. Warum wir himmlische Geschichten brauchen. (Ev. Verlangsanstalt Leipzig).

Wie Kirche und Unternehmen zueinander finden

Wie Kirche und Unternehmen zueinander finden

Kirche und zwei Start-up-Unternehmen unter einem Dach — passt das? Hervorragend, findet der Wirtschafts- und Sozialpfarrer Albrecht Knoch. In Ulm wächst zusammen, was zusammengehört.

Wer das gemeinsame Domizil in der Ulmer Bahnhofstraße betritt, sieht die unterschiedlichen Unternehmenskulturen sofort: Hier der evangelische Wirtschafts- und Sozialpfarrer Albrecht Knoch, umgeben von vielen Regalen und Büchern. Dort die Büros der Start-up-Unternehmen Innolizer und 3 Level Consulting, eher im Stil von „ein Tisch, ein Stuhl, ein Laptop, eine Cloud“.

Doch unter der Haube gibt es sehr viele Anknüpfungspunkte. 3 Level Consulting berät Unternehmen aus ökologischer, ökonomischer und sozialer Perspektive – aus diesen drei Ebenen entstand der Name der Firma. Innolizer kümmert sich um die Art von Digitalisierung, bei der der einzelne Mensch – und dessen Nutzen und Wohlbefinden – im Mittelpunkt stehen.

„Dieser Austausch ist eine riesige Chance für uns“, sagt Knoch, „es gibt große Schnittmengen“. Organisatorisch ist der württembergische „Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt“ (KDA), für den Knoch tätig ist, ein Fachdienst der Evangelischen Akademie Bad Boll.

Firmen mit Werten

Wenn Knoch mit Unternehmern spricht, ist er dann lästig? Die Chefs haben schon genügend Probleme, dann kommt auch noch die Kirche daher und sagt, sie sollen sich sozial anständig benehmen? Nein, so erlebt Knoch das nicht. „Es gibt viele Firmen, die sich an Werten orientieren“, beobachtet er. Ob jemand evangelisch, katholisch oder etwas anderes ist, unterscheidet er in seinen Begegnungen nicht. Natürlich bekomme er auch ab, „was jemand an der Kirche gestunken hat“. Er sieht die Lage sehr nüchtern: „Im 19. Jahrhundert haben wir als Kirche die Arbeiterschaft verloren, nach dem Zweiten Weltkrieg dann auch die anderen.“

Dabei hätten viele Unternehmer einen Blick fürs Gemeinwohl, oft sei Nachhaltigkeit der entscheidende Wert. „Es gibt langfristiges Denken.“ Suche sich ein junger Mensch seinen Arbeitgeber aus, was heute möglich sei, komme die Frage nach dem Verdienst oft erst an dritter Stelle. Wichtig sei: Was wird produziert? Kann ich mich damit identifizieren? Wie sind die Rahmenbedingungen, wie die Fehlerkultur? „Es gibt Betriebe, da würde ich sofort gerne arbeiten.“ Verlassen Firmen die Tarifbindung, findet das Knoch hingegen „grundfalsch“. Ein Tarifvertrag gebe auch Sicherheit: „Während der Laufzeit wird ordentlich gearbeitet.

„Der Markt allein schafft es nicht“

„Unternehmer wollen verlässliche Rahmenbedingungen“, sagt Knoch. Gelte eine Regel, etwa zur Einhaltung der Menschenrechte, für alle, entstehe ein „level playing field“, ein fairer Wettbewerb mit gleichen Startpunkten. Anstatt ein Wildwuchs, bei dem die Unanständigen profitieren. Für das deutsche Lieferkettengesetz habe sich der KDA stark eingesetzt. Jenseits der Individualethik, also dem verantwortungsvollen Handeln des Einzelnen, brauche es als „allgemeinen Code“ die Sozialethik. „Der Markt allein schafft es nicht, das EU-Parlament spielt eine wichtige Rolle.“ Beim USB-C-Stecker als Norm habe sich selbst Apple beugen müssen.

Knoch redet mit Unternehmern, Betriebsräten, Arbeitnehmern und Gewerkschaften: in Einzelgesprächen, in vertraulichen Kleingruppen und bei öffentlichen Vorträgen und Tagungen. Er arbeitet eng mit der katholischen Betriebsseelsorge zusammen. Die kirchlichen Dienste in der Wirtschaft sind europaweit vernetzt. Knoch hat ein internationales Papier mit 34 Thesen zu einer „lebensdienlichen Digitalisierung“ koordiniert.

Wo Kirche „reinpasst“

Womit wir beim Hauptanliegen von Julia Geiselmann, Gründerin von Innolizer, wären. Innovationen würden meist technisch betrachtet, bedauert sie, im Sinne von „höher, schneller, weiter“. Viel interessanter sei aber die Frage: „Was für einen Mehrwert bringt das Produkt für den Nutzer?“ Bei der Beratung von Unternehmen bei ihrer Produktentwicklung arbeite Innolizer stark mit interdisziplinären Teams, unter anderem mit Nachhaltigkeits- und Ergonomieexperten. „Da passt auch Kirche rein“, ist sie überzeugt.
epd

Patenschaften ermöglichen Karrieren

Patenschaften ermöglichen Karrieren

Spenden oder Patenschaften für Menschen in Entwicklungsländern – das scheint vielen nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Doch für die Empfänger kann es das Leben dramatisch verbessern. In diesem Beitrag berichtet Steve Volke, Chef des Kinderhilfswerks „Compassion“ in Deutschland, von einem Kind aus einem Armenviertel in der Dominikanischen Republik, das eine eindrucksvolle Karriere hingelegt hat.

Von Steve Volke

Wir finden sie am Flughafen in New York und im Untergeschoss des Rockefeller Centers. Sie bieten ihre Dienste in hohen Bürohäusern an und manchmal auch auf Marktplätzen. Und manche haben ihre Arbeit zu ihrer Passion erkoren und daraus eine Kunstform gemacht. Sie strahlen mindestens so wie die Schuhe, denen sie mit ihrer Kunst zu Hochglanz verholfen haben.

Während Schuhputzer bis in die 1920er und 1930er Jahre auch in Mitteleuropa weit verbreitet waren, sieht man sie heute eher auf Messen und anderen Events. Der Europäische Verband der Schuhputzer (European Shoe Shine Association) schätzt die Anzahl von Schuhputzern, die auf hohem Niveau ihrer Arbeit nachgehen, auf nur 80 bis 120 Personen in der gesamten EU.

Das ist die eine Seite – unsere Seite. Schuheputzen als Luxus. In den ärmsten Ländern der Welt gehört diese Tätigkeit auch heute noch zum normalen Alltag und wird vor allem von Kindern aus ärmsten Verhältnissen angeboten. Einer dieser armen Schuhputzer war Tony Beltran aus der Dominikanischen Republik. Schon im Alter von sieben Jahren hockte er jeden Tag an der Straßenecke seines Armenviertels, um Menschen zu fragen, ob er sich vor sie niederknien darf, um ihre Schuhe zu putzen. Eine im doppelten Sinn erniedrigende Tätigkeit, die oft nur diejenigen verrichteten, die gar nichts mehr hatten.

Das Gebet der Mutter

Tony wuchs in Armut auf – aber es war ihm nicht bewusst. Einmal mehr trifft die Erkenntnis zu, dass das Leben nicht so ist, wie es wirklich ist, sondern so, wie man es sieht. Und wenn man von Armut umringt ist, wenn alle arm sind, wie soll ein Kind dann ahnen, dass das gar nicht das wahre Leben ist?

Das erste Mal wurde er mit der Wahrheit über seine Situation konfrontiert, als er eines Tages nach Hause ging, weil er Geld brauchte, um einen Stift zu kaufen. Als er in die Küche kam, fand er seine Mutter kniend und betend: „Herr, wir haben nichts zu essen. Wir haben nichts außer dir, oh Herr“, betete sie.

An diesem Tag erkannte Tony, dass seine Familie arm war. Alles ergab auf einmal einen Sinn. Er verstand, warum seine Familie kein fließendes Wasser hatte. Warum er nicht jedes Jahr einen neuen Rucksack für die Schule bekam. Warum es manchmal nicht genug zu essen gab. Und an diesem Tag begannen sich die Lügen der Armut in seine Gedanken einzuschleichen und immer mehr Raum zu erobern.

Er erinnerte sich an die vielen Situationen, in denen die Mutter den Kindern etwas zu essen auf den Tisch gestellt hatte und dann den Raum verließ. „Warum isst du nicht mit uns?“ Diese Frage war von ihr meistens mit einer Notlüge beantwortet worden. „Ich habe keinen Hunger“ oder „Esst mal allein, mir geht es gerade nicht so gut“. Eigentlich wäre die korrekte Antwort gewesen: „Kinder, wir sind so arm, dass es nicht genug zu essen für uns alle gibt. Deshalb verzichte ich mal wieder auf das Essen.“

Die Lügen der Armut

Die Armut sagt zu Tony: „Du bist wertlos.“ Sie sagt ihm: „Gott kümmert sich nicht um dich.“ Und sie fragt Tony: „Ist die Armut, in der deine Familie lebt, nicht sogar deine eigene Schuld?“

„Die Armut versuchte, mich Theologie zu lehren – sie sagte mir, dass Gott zwar die Macht habe, meine Situation zu ändern, dass er sich aber nicht genug für mich interessierte, um etwas zu ändern“, sagt Tony. Ein verheerendes Fazit eines kleinen Jungen, der durch seine Eltern von Gott erfuhr, ihn aber im alltäglichen Leben einfach nicht erlebte. Meinte er jedenfalls. Aber die Wahrheit sah anders aus.

Im Alter von sieben Jahren begann Tony zu arbeiten, um für seine Familie sorgen zu können. Er lief in seiner Nachbarschaft herum und putzte den Leuten die Schuhe. Dann begann er Dinge wie Maisbrot, Süßigkeiten, Popcorn auf der Straße zu verkaufen. Während andere Kinder spielten, arbeitete Tony hart, um Geld für seine Familie zu verdienen. Das Leben schien hoffnungslos.

Trotz der Dunkelheit, die Tony erlebte, und der Lügen, die ihn umgaben, sah er eines Tages Licht in seiner verzweifelten Situation. Er wurde von Mitarbeitern der Kirchengemeinde in seinem Viertel an der Straßenecke entdeckt und ins Förderprogramm eingeladen. Die Dinge begannen, eine positive Wendung zu nehmen.

„Immer samstags besuchte ich die Kirchengemeinde und durfte mit vielen anderen Kindern am Programm teilnehmen“, erinnert sich Tony. „Es gab Spiele, die ich spielen konnte. Ich fand dort Freunde. Und ich liebte die Freitage – denn freitags gab es dort für uns immer Brathähnchen.“

Ermutigende Paten

Durch das Programm baute Tony Beziehungen zu Menschen auf, die gegen die Lügen der Armut die Wahrheit setzten – die ihn bestärkten und ihm Hoffnung für die Zukunft gaben. Dazu gehörten auch seine Paten.

In den ersten sieben Jahren, in denen Tony am Programm teilnahm, bekam er nie einen Brief von ihnen. Aber als er 14 Jahre alt war, übernahm eine neue Familie die Patenschaft für ihn. Sie waren sehr engagiert, schrieben ihm ermutigende Briefe und investierten viel in sein Leben.

Und sie stellten ihm eine Frage, die sein Leben verändern sollte: „Wie dienst du dem Kinderzentrum? Was tust du für die anderen Kinder?“ Zu dieser Zeit nahm Tony regelmäßig am Programm des Kinderzentrums teil, hatte dort aber keine konkreten Aufgaben. Die Frage seiner Paten motivierte ihn, die Leiterin des Kinderzentrums zu fragen, wie er helfen könnte. Sie wusste, dass Tony gut mit Computern umgehen konnte, also bat sie ihn, anderen Kindern beizubringen, wie man einen Computer benutzt. Und Tony tat es.

Als Tony seinen Paten davon erzählte, dass er andere Kinder im Zentrum unterrichtete, schrieben sie zurück: „Tony, wir sind so stolz auf dich. Es ist toll, dass du in deinem Alter bereits anderen den Umgang mit dem Computer beibringst.“

Als Armer auf die Hochschule?

Diese Art der Ermutigung hatte Tony so lange in seinem Leben gefehlt. Er begann, sich immer mehr im Kinderzentrum zu engagieren. Dadurch wurde die Verbindung zu den Menschen gestärkt, die die Wahrheit in sein Leben brachten. Wie die Leiterin seines Kinderzentrums, die ihm weitere Gelegenheiten gab, sich einzubringen. Und sein Pastor, der ihn eines Tages einlud, bei der Gründung einer Gemeinde in einem anderen Stadtviertel zu helfen.

„Inmitten der niederschmetternden Stimmen der Armut schickte Gott mir viele Menschen, die eine andere Botschaft für mich hatten“, sagte Tony. Als er älter wurde, sagte ihm seine Mutter, dass sie wollte, dass er auf die Hochschule ging. Zuerst lachte er. Wie sollte das möglich sein? Er war der Einzige in seiner Familie, der arbeitete: „Wenn ich nicht arbeitete, aß meine Familie nicht“, sagt Tony. „Aber Gott öffnete die Tür und so bekam ich die Gelegenheit.“

Tony konnte die Hochschule besuchen und einen Abschluss in System- und Anlagentechnik erwerben. „Als ich 7 Jahre alt war, putzte ich Schuhe auf der Straße. Als ich 14 war, reparierte und montierte ich Computer. Und als ich 23 war, war ich bereits IT-Manager für eine Gruppe von Unternehmen im Osten der Dominikanischen Republik“, sagt Tony. „Warum? Weil jemand beschloss, mich zu fördern und in mein Leben zu investieren. Weil jemand beschloss, selbst Opfer zu bringen, um mir Chancen zu geben.“

Der Armut entkommen

Aber das war noch nicht alles. Später konnte Tony noch einen Master-Abschluss in Theologie erwerben. Er heiratete eine junge Frau, die ebenfalls aus ärmsten Verhältnisse kam und schließlich Ärztin wurde. Sie sprach mehrere Sprachen fließend und hatte je einen Master in Biochemie und in Krankenhausmanagement. Heute arbeitet Tony als Landesdirektor von Compassion für die Dominikanische Republik. Jetzt ist er derjenige, der Hoffnung in das Leben von Kindern und Jugendlichen in Armut bringt.

„Ich glaube, Gott hat viele Menschen um mich gestellt, um mich zu ermutigen und die Lügen der Armut zu bekämpfen“, sagt Tony. „Ich höre manchmal immer noch die niederschmetternden Stimmen der Armut. Aber in all diesen Jahren habe ich Gott durch verschiedene Menschen erfahren, die in mein Leben investiert haben. Ich lasse mich nicht mehr von der Armut einschüchtern.“ Mit der Unterstützung seiner Familie, seiner Paten und der Mitarbeiter in der Kirche und durch sein Vertrauen auf Gott war es Tony möglich, dem Kreislauf der Armut zu entkommen.

„Gott hat mich nicht vergessen“

Ich bin ihm vor einigen Jahren in der Dominikanischen Republik begegnet. Selten habe ich mit einem Menschen so schnell Freundschaft geschlossen. Selten habe ich bei einem Besuch in einem der ärmsten Länder der Erde so viel gelacht. Tony ist ein positiver Typ, den Menschen sehr zugewandt, nicht nur freundlich, sondern herzlich. Vom Schuhputzer zum Direktor, was für eine Laufbahn! Wenn mein Leben durch Tiefen geht, dann sind es Menschen wie Tony Beltran, an deren Beispiel ich erkenne: Gott hat mich nicht vergessen. Es gibt Hoffnung – auch für mich!

 

Dieser Beitrag stammt aus dem am 1. Oktober erscheinenden Buch: Steve Volke. Die Hoffnung klopft an die Hintertür: Ermutigende Lebensgeschichten aus aller Welt. 128 Seiten, 16 Euro. Brunnen (Gießen) 2024

Zum Autor:

Steve Volke lebt in Marburg und ist seit 39 Jahren mit Anke verheiratet. Er ist freier Journalist, Fotograf und leitet im Hauptberuf den deutschen Zweig des internationalen Kinderhilfswerks „Compassion“. Mehr von ihm auf stevevolkeblog.de.

 

 

 

 

Wie Eltern und Großeltern jungen Leuten bei der  Karriere helfen können

Wie Eltern und Großeltern jungen Leuten bei der Karriere helfen können

Eine der wichtigsten Entscheidungen im Leben ist die Berufswahl. Doch junge Menschen sind zunehmend verunsichert, welches Studium oder welche Lehre sie wählen sollen. Wie können Eltern und Großeltern sie dabei besser unterstützen? Ein erfahrener Begleiter junger Leute gibt Antwort.

Von Stephan Münch

Als ich Jeremia kennenlernte, stand er kurz vor seinem Abitur. Er hatte glänzende Aussichten das Schuljahr mit einem Eins-Komma-Abschluss zu beenden. Trotzdem fragte er sich: „Was um alles in der Welt soll ich mit meinem Abitur machen? Es stehen mir tausend Wege offen – nur welchen soll ich nehmen?“ So kam er vor zwei Jahren zum Lebenstraum-Jahr, und heute studiert er Zahnmedizin.

So wie Jeremia geht es sehr vielen jungen Leuten in Deutschland. Die Bertelsmannstudie aus dem Jahr 2023 stellt fest, dass über ein Drittel aller Schulabgänger nicht weiß, wohin es gehen soll. Die Schule ist ihnen da keine besonders große Hilfe – knapp die Hälfte (49 Prozent) fühlt sich von der Schule nicht auf das Berufsleben vorbereitet.

Abbrüche von Studium und Lehre

Viele der Heranwachsenden ergreifen irgendeinen Beruf oder studieren irgendwas – auch wenn es ihnen nicht liegt. Dadurch entsteht Unzufriedenheit und Unsicherheit, und sie fragen sich: „Habe ich wirklich die richtige Richtung eingeschlagen?“ Diese Unklarheit führt dazu, dass laut einer Meldung der „Wirtschaftswoche“ vom vergangenen Herbst fast 30 Prozent aller Lehrlinge ihre Ausbildung wieder abbrechen. Zudem hören 28 Prozent aller Bachelor-Studierenden ebenfalls mit ihrem Studium wieder auf.

Wie können Eltern oder Großeltern Heranwachsende unterstützen, damit sie ihren Weg finden – mitten durch diesen Dschungel der Überforderung hindurch? Wie gelingt es, ihnen Sicherheit, Mut und Liebe zu geben – damit sie aufrecht und entschlossen durch die Herausforderungen gehen können?

Fünf Werkzeuge

Ich möchte fünf praktische Tools an die Hand geben, wie wir unsere Heranwachsenden unterstützen können, ihren beruflichen und persönlichen Weg zu gehen.

1. Vertraue deinem Kind / Enkel

Eines der größten Herausforderungen für Eltern (manchmal auch Großeltern) ist das Loslassen. Heranwachsende müssen ihren eigenen Weg gehen dürfen. Das ist oft gar nicht so einfach. Vor allem, wenn sie etwas machen, was man sich nicht für sein Kind vorgestellt hat. Aber es steht bereits auf den ersten Seiten der Bibel: Es ist wichtig für junge Erwachsene, Entscheidungen zu treffen, auszuziehen und ihren eigenen Weg zu gehen: „Darum wird ein Mann [eine Frau] Vater und Mutter verlassen“ (1. Mose 2,24). Das ist die Grundvoraussetzung für eine gute Charakterentwicklung und eigene Identitätsbildung junger Menschen. In unserem Orientierungsjahr erleben wir das immer wieder: Eines der größten Hindernisse für die persönliche Entwicklung ist, wenn Eltern ihre Kinder nicht loslassen können!

 

2. Bete für deine Kinder und Enkel

Als ich selbst mit 21 Jahren von zuhause auszog, rechnete ich es meinen Eltern hoch an, dass sie mich innerlich losgelassen hatten. Sie fragten zwar hin und wieder nach – mischten sich aber in keine meiner Entscheidungen ein (danke, Mama und Papa!). Aber was ich unglaublich geschätzt habe, war: Sie beteten für mich. Meine Mutter betet mit ihren fast 80 Jahren immer noch täglich für mich und für meine Frau und unsere Kinder zwischen 16 und 23. Die Kinder und Enkel Gott anzuvertrauen, ist das Beste, was wir für sie tun können.

 

3. Findet gemeinsam heraus, welcher Beruf passt

Bei unserem Orientierungsjahr Lebenstraum haben wir einen drei Monate dauernden intensiven Berufsfindungsprozess. Wir bieten Bewerbungstraining an, viele Einzelgespräche, wir bekommen Unterstützung von der Agentur für Arbeit. Aber das entscheidende Tool für die Berufsfindung ist ein Test, den wir mit unseren Teilnehmern machen. Dieser kostenlose Test gibt einen genialen Überblick über verschiedene Berufsgruppen, die zu einem passen würden, und welche Berufe den persönlichen Gaben entsprechen. Hier kann man den Test einfach mal anschauen und ausprobieren (Dauer ca. 1,5 Stunden): www.berufsprofiling.de

 

4. Einfach mal ausprobieren

Wenn man den Test gemacht hat, ist es wichtig, verschiedene Berufe einfach auszuprobieren. Viele Schulen bieten Praktikumszeiten an. Wenn man mehr Praktika braucht (ich empfehle zwei bis drei), dann kann man auch noch in den Ferien ein zusätzliches Praktikum einschieben. Viele Firmen sind dankbar, wenn Praktikanten kommen, da aktuell ein großer Nachwuchsmangel im Ausbildungsbereich besteht und die Firmen so den einen oder anderen potenziellen Bewerber kennenlernen können. Hier dürfen wir als Eltern und Großeltern unseren Heranwachsenden beistehen, Kontakte herstellen, vermitteln. Aber die Mail, beziehungsweise die Bewerbung zum Praktikum muss er oder sie immer selbst schreiben!

 

5. Mutige Entscheidungen treffen

Es gibt keine hundertprozentige Sicherheit, ob der Beruf, den man favorisiert, auch wirklich passt. Aber 80 Prozent Sicherheit reichen vollkommen aus. Da kann man den Jugendlichen wirklich ermutigen, einen Schritt ins Studium oder die Lehre zu gehen – auch wenn nicht alles perfekt ist. In meiner Tätigkeit als Berufsberater von jungen Leuten ist mir klar geworden: Man sollte beruflich das tun, was einem wirklich auf dem Herzen liegt – auch wenn eine Rest-Unsicherheit besteht. Es geht zwar auch um Karriere, finanzielle Möglichkeiten oder Sicherheit im Job. Aber wichtig ist vor allen Dingen, dass es einem Spaß macht.

Vertrauen – zu Gott und (Enkel-)Kind

Nach zehn Jahren intensiver Begleitung von jungen Menschen in unserem Lebenstraum-Jahr bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass wir als Eltern oder Begleiter lediglich Unterstützer auf dem Weg ins Leben sein können. Vertrauen spielt hier eine große Rolle – und Loslassen. Wenn wir unseren Kindern nicht vertrauen und sie nicht loslassen, behindern wir sie in ihrer persönlichen Entwicklung. Aber wir können sie ermutigen, Dinge auszuprobieren und mutige Entscheidungen zu treffen, damit sie aufrecht durchs Leben gehen können. Und das Schöne ist: Wir als Christen dürfen, wenn wir für sie beten, wissen, dass unsere Söhne und Töchter in Höhen und Tiefen wirklich in Gottes Hand sind.

www.dein-lebenstraum.com

Zum Autor:

Stephan Münch gründete vor zehn Jahren mit seiner Frau Hanna das Lebenstraum-Jahr in Uffenheim bei Würzburg mit den Schwerpunkten Persönlichkeit, Bibelschule und Berufsfindung. Dort werden junge Männer und Frauen zwischen 17 und 25 Jahren für zehn Monate im Glauben, ihrer Persönlichkeit und in ihrer Berufsfindung ermutigt und herausgefordert. Intensive Berufsberatung, drei Praktika, Workshops zur Persönlichkeit und Teambuilding, tiefgründige biblische Themen und lebenspraktische Seminare bilden das Programm des Lebenstraum-Jahres. Es gibt insgesamt 16 Plätze in zwei WGs.