Warum der Glaube an den Arbeitsplatz gehört? (Rick Boxx)

Warum der Glaube an den Arbeitsplatz gehört? (Rick Boxx)

Manche Menschen behaupten, dass Glaube und Arbeit nicht miteinander vermischt werden sollten. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Es gibt zahlreiche Menschen, die sowohl beruflich erfolgreich als auch Glaubensvorbilder sind. Hier sind fünf Gründe, warum der Glaube in unseren (Arbeits-)Alltag gehört:

Um Gott zu gefallen. Alex Kendrick träumte davon, evangelistische Kinofilme zu produzieren. Es gab nur ein Problem: Er war Pastor in einer Kleinstadt in Georgia, USA. Er hatte weder Geld noch Schauspieler zur Verfügung. Kinofilme zu produzieren erschien unmöglich. Doch Alex hatte den Wunsch, durch die Produktion von Filmen Gott zu gefallen. Zusammen mit seinen Brüdern Stephen und Shannon sammelten sie 100.000 Dollar an Spenden und produzierten „Facing the Giants“, einen Film, der über 10 Millionen Dollar einspielte. In Hebräer 11,6 heißt es: „Denn Gott hat nur an den Menschen Gefallen, die ihm fest vertrauen. Ohne Glauben ist das unmöglich. Wer nämlich zu Gott kommen will, muss darauf vertrauen, dass es ihn gibt und dass er alle belohnen wird, die ihn suchen.“.    

Gott belohnt die, die ihn ernsthaft suchen. Im Jahr 1955 wurde Stanley Tams Herz von dem Wunsch beseelt, dass die Menschen in Kolumbien zu Gott finden mögen. Tam betete ernsthaft über diesen Wunsch und erhielt von Gott den Eindruck, er solle dafür 100 % seiner Unternehmensanteile aufgeben. Dieser Schritt erschien äußerst ungewöhnlich, und doch gehorchte Tam und übergab sein gesamtes Unternehmen einer evangelistischen Stiftung. Jahre später erzählte er mir voller Freude: „Seit damals haben wir über 200 Millionen Dollar an Spenden für evangelistische Zwecke gesammelt.“ Psalm 37,5 erklärt: „Vertrau dich dem Herrn an und sorge dich nicht um deine Zukunft! Überlass sie Gott, er wird es richtig machen.“ Glaube, der von Gott im Geschäftsleben gebraucht wird, bringt unglaubliche Belohnungen mit sich.

Gottes Weisheit ist besser als jeder Unternehmensberater. Der Autor und Unternehmer David Green erklärt in einem seiner Bücher, warum er sich dazu entschloss, sonntags zu schließen, auch wenn es ihn 100 Millionen Dollar im Jahr kosten würde. In Sprüche 5,10-11 heißt es: „Meine Ratschläge sollt ihr dankbarer annehmen als Silber oder Gold. Denn Weisheit ist wertvoller als die kostbarste Perle, unvergleichlich mehr als alles, was ihr euch erträumt.“. Gott folgte der Weisheit Gottes und erlaubte seinen Mitarbeitenden einen Tag in der Woche für Ruhe und Besinnung. Er sagt, das war eine der besten Entscheidungen, die er je getroffen hat.

Glaube am Arbeitsplatz verändert Leben. 20 Jahre lang versteckte ich mich vor Gott, bis ich begann, für Gregg zu arbeiten. Bei Problemen scheute Gregg nie davor zurück, einen Bibelvers zu zitieren. Sein Führungsstil war anders als alles, was ich bisher kannte, und sein Mut und seine Bereitschaft, seinen Glauben im Geschäftsleben zu leben, veränderte schließlich mein Leben. Ich wollte genauso leben und Millionen von Menschen darin unterweisen, das Gleiche zu tun. In Hebräer 10,38 sagt Gott: „Nur wer mir, Gott, vertraut, wird leben. Wer aber zurückweicht und aufgibt, an dem werde ich keinen Gefallen finden.“ Mutiger Glaube am Arbeitsplatz verändert Leben für die Ewigkeit.

Gott kann ganze Arbeitsstätten transformieren. Seth hatte das Gefühl, dass Gott wollte, dass er bei einem großen Baumarkt beschäftigt bleiben sollte, bis alle Mitarbeitenden von Jesus Christus gehört hatten. Seth war gehorsam und gründete eine Bibellese- und Gebetsgruppe an seinem Arbeitsplatz. Als Seth zwei Jahre später kündigte, hatten alle 170 Mitarbeitenden von Jesus gehört und 100 hatten Ihn als ihren Herrn angenommen. „Aber ihr werdet den Heiligen Geist empfangen und durch seine Kraft meine Zeugen sein in Jerusalem und Judäa, in Samarien und auf der ganzen Erde.“ (Apostelgeschichte 1,8).

Copyright 2026, Unconventional Business Network.
Aus „UBN Integrity Moments“, eine Kommentarreihe über Ehrlichkeit am Arbeitsplatz aus christlicher Sicht.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
Die Macht des „Nein“ (Chris Simpson)

Die Macht des „Nein“ (Chris Simpson)

Wozu haben Sie heute schon „nein“ gesagt? Wir zählen eher unser „Ja“: neue Projekte, neue Kunden, neue Verpflichtungen, neue Chancen. Wir sind überzeugt, dass Aktivität wertvoll ist. Aber es ist nicht unser „Ja“, sondern unser „Nein“, das uns definiert und einen Unterschied macht. Wenn wir zu einer Sache „ja“ sagen, sagen wir gleichzeitig zu Tausend anderen Dingen „nein“. Das ist unvermeidlich. Die Frage ist nicht, ob wir „nein“ sagen, sondern wozu wir „nein“ sagen.

Das perfekte Beispiel für diese Art von Klarheit finden wir in der Bibel. Nach einer langen Nacht der Heilungen in Kapernaum suchten die Jünger Jesus und sagten: „Alle Leute fragen nach dir!“ (Mk. 1,37). Aber Jesus sagte „Nein“: „Wir müssen auch noch in die anderen Dörfer gehen, um dort die rettende Botschaft zu verkünden Das ist meine Aufgabe.“ (Mk. 1,38). Er war nicht rücksichtslos, Er wusste aber, dass Sein „Ja“ schon gesprochen war. Das machte Ihn frei, auch zu guten und dringenden Dingen „nein“ zu sagen.

Ja sagen aus Angst. So viele von uns sagen aus Angst „ja“: aus Angst, etwas zu verpassen, Menschen zu enttäuschen, abgehängt zu werden. Doch es ist kein Zeichen von Stärke, zu allem „ja“ zu sagen, sondern ein Symptom der Versklavung. Wenn wir zu allem „ja“ sagen, sagen wir letztlich zu dem „nein“, was am meisten zählt. Erschöpfung im Deckmantel der Wichtigkeit.

Für alles, was zählt, ist Zeit vorhanden. Prediger Salomo drückte es so aus: „Jedes Ereignis, alles auf der Welt hat seine Zeit“ (Pr. 3,1). Das ist eine Kampfansage gegen die Tyrannei der Dringlichkeit. Es ist Zeit für das, womit Gott uns gerade beauftragt; wenn wir es durch ein „nein“ mutig verteidigen, wird es geheiligt.

Der Apostel Paulus wird im antiken Ephesus noch direkter: „Achtet also genau darauf, wie ihr lebt: nicht wie unwissende, sondern wie weise Menschen. Dient Gott, solange ihr es noch könnt, denn wir leben in einer schlimmen Zeit.“ (Eph. 5,15-16). Es geht nicht darum, noch mehr in unsere Terminkalender hinein zu quetschen, sondern darum, zu unterscheiden, was wirklich wichtig ist und was nicht.

Verständnis für das Wesentliche. Jedes „Ja“ kostet uns etwas: Zeit mit dem Ehepartner und um für unsere Kinder da zu sein, Aufmerksamkeit für unsere Seele, Zeit mit Gott. Wenn unser Leben überladen ist, liegt es nicht daran, dass wir zu wichtig sind, sondern daran, dass wir das Wesentliche nicht mehr schützen. Unsere Unternehmen werden uns immer noch mehr fordern. Der Druck wird zunehmen. Wir müssen selber das schützen, was heilig ist.

Glaube. Ehe. Familie. Freunde. Berufung von Gott. Das sind die tragenden Wände unseres Lebens. Wenn sie zusammenbrechen, fällt alles. Nehmen Sie sich also Zeit, durchzuatmen. Stellen Sie sich erneut die Frage: Wozu haben Sie heute „nein“ gesagt? Nicht aus Faulheit oder Angst. Sondern weil das „Ja“ schon gesprochen ist und in Gottes Gegenwart feststeht.

Warum hat mein Unternehmen Schwierigkeiten? (Rick Boxx)

Warum hat mein Unternehmen Schwierigkeiten? (Rick Boxx)

Geschäftliche Schwierigkeiten können überwältigend sein. Angesichts vieler verschiedener möglicher Gründe dafür kann es schwierig sein, das Problem an der Wurzel zu packen. Notwendig ist es dennoch. Es gibt häufige Ursachen für geschäftliche Probleme, auf die man reagieren kann.

Als erstes sollte man sich fragen: „Bin ich ein schlechter Verwalter?“ Leicht werden wir gierig oder abgelenkt und vergessen, uns um unsere Kunden zu kümmern. Oder wir vernachlässigen die grundsätzliche Entwicklung und die Finanzen unseres Unternehmens. In der Bibel heißt es in Titus 1,7 heißt es: „Ein Gemeindeleiter muss tatsächlich in jeder Beziehung vorbildlich leben, denn er trägt die Verantwortung für die Gemeinde Gottes. Darum darf er weder rechthaberisch noch jähzornig oder gewalttätig sein, kein Trinker, und er soll auch nicht darauf aus sein, sich durch unehrliche Geschäfte zu bereichern.“

Wenn es schlecht läuft, sollten wir also unser Herz auf den Prüfstand stellen, mit unseren Kunden sprechen und unser wirtschaftliches Verhalten genauer anschauen.

Die Ursache für geschäftliche Schwierigkeiten kann aber auch darin bestehen, dass sich die Wirtschaft allgemein, oder unsere Branche im Speziellen, im Niedergang befindet. In einer Rezession könnte man meinen, dass man nur durchhalten kann. Aber proaktives Handeln ist entscheidend. Auch wenn wir auf unsere Ausgaben achten müssen, können Rezessionen Chancen sein, im Glauben und hinsichtlich unserer Marktanteile zu wachsen.

In Hebräer 11,6 heißt es: „Denn Gott hat nur an den Menschen Gefallen, die ihm fest vertrauen. Ohne Glauben ist das unmöglich. Wer nämlich zu Gott kommen will, muss darauf vertrauen, dass es ihn gibt und dass er alle belohnen wird, die ihn suchen.“ Beten wir in einer Rezession um das Vertrauen, uns bestmöglich um einen größeren Marktanteil zu bemühen.    

Doch auch Sünde, der Ungehorsam Gott gegenüber, kann geschäftlichen Problemen zugrunde liegen. Vor Jahren hatte ich in einem Kuratorium mit einem geistlichen Leiter zu tun, der sich sehr schwer damit tat, konkrete Frucht zu bringen. Irgendetwas schien nicht zu stimmen, und so suchten wir weiter nach der Ursache. Am Ende trat er dann wegen Pornographie-Sucht zurück.

In der Bibel heißt es klar: „Wie ein Vater seinen Sohn erzieht, den er liebt, so schlägt der Herr jeden, den er als sein Kind annimmt.“ (Hebräer 12,6). Wenn es geschäftlich schlecht läuft, ist es gut, innezuhalten und darüber zu beten, ob es bei uns oder unseren Mitarbeitern Sünde gibt.

Zu Beginn meiner Tätigkeit als Unternehmer wurde mein Glauben häufig auf den Prüfstand gestellt. Fehlende Liquidität brachte mich dazu, Gott auf Knien um Hilfe anzuflehen. Gott versorgte mich auf unerwartete Weise, stärkte so meinen Glauben und bezeugt Seine große Güte. „Du, o Gott, hast uns geprüft, du hast uns geläutert wie Silber im Schmelzofen.“ heißt es in Psalm 66,10. Wenn Gott uns prüft, sollen wir beten und über Seine Taten staunen.

Schließlich können auch geistliche Angriffe hinter wirtschaftlichen Schwierigkeiten stecken. Hiob ist das beste Beispiel dafür. In Hiob 1 lesen wir, wie der Satan Hiob seiner Familie, Reichtümer und seines gesamten Besitzes beraubt, doch „obwohl dieses Leid über ihn hereinbrach, versündigte Hiob sich nicht. Kein böses Wort über Gott kam über seine Lippen.“ (Hiob 1,22).  Vertrauen auch wir auf Gott in unseren geistlichen Kämpfen und legen wir die geistliche Waffenrüstung an (Epheser 6).

Copyright 2026, Unconventional Business Network.
Aus „UBN Integrity Moments“, eine Kommentarreihe über Ehrlichkeit am Arbeitsplatz aus christlicher Sicht.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
Unsere primäre Berufung bestimmt unsere spezifische Berufung (Rick Boxx)

Unsere primäre Berufung bestimmt unsere spezifische Berufung (Rick Boxx)

Mike Sharrow, der mit Führungskräften aus der Wirtschaft zusammenarbeitet und ihnen hilft, in allen Bereichen ihres Lebens Spitzenleistungen zu erzielen, wurde in einem Magazin zu seinem persönlichen Werdegang und seiner Berufung interviewt. Er erzählte, wie er mit einer gespaltenen Denkweise zwischen Sakralem und Säkularem und mit seiner Identität, die eng mit seiner Berufung verbunden war, zu kämpfen hatte.

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