von Kasia Andres | Mai 18, 2026 | Allgemein, Montagsgedanke
Ein Büro am Montagvormittag. Das Klackern der Tastaturen, Konkurrenzdenken hinter höflichem Lächeln. Soweit alles normal, neutral. Oder doch nicht? Jeder Arbeitsplatz ist eine Art Tempel mit eigenen Ritualen. Erfolg wird angebetet und erfährt seine Krönung in Beförderungen und Titeln. Sicherheit versteckt sich hinter Einkommen und Rentenplänen. Sie sind die Götter unserer Zeit, klein, glänzend und unerbittlich.
Und dann kommt Jesus herein. Während Seiner Zeit auf der Erde mied Er die Zentren der Macht nicht. Er begab sich mitten hinein in die Synagogen, Tempelvorhöfe, die Orte, an denen Kultur und Überzeugung miteinander kollidierten. Dort lehrte und heilte Er, konfrontierte das Zerbrochene. Und als der Tempel von Gier geflutet wurde, warf Er die Tische um (Mt. 21,12-13). Macht war für Jesus keine Gefahr, die es zu meiden galt, sondern ein Auftrag Seines Vaters.
Auch Apostel Paulus sprach nicht nur in Synagogen, sondern auch auf dem Marktplatz in Athen, einem Zentrum der Geschäfte und Ideen (Apg. 17,17). Später stand er vor Statthaltern und Königen und erzählte kompromisslos von Jesus (Apg. 24-26). Er suchte weder eine Plattform noch Ruhm. Er nutzte die Zugänge, die sich ihm boten. Sein Ziel: „Alles menschliche Denken nehmen wir gefangen und unterstellen es Christus, weil wir ihm gehorchen wollen.“ (2. Kor. 10,5).
Das ist keine Theorie, das ist ein ganz normaler Arbeitstag, im Büro, im Klassenzimmer, in der Klinik, im Gerichtssaal. Wenn Gott uns Türen öffnet, um gesellschaftlich oder beruflich Einfluss zu nehmen, geschieht das nicht zufällig. Wir sind nicht da, um schneller die Leiter zu erklimmen, sondern um Sein Königreich zu verherrlichen.
Jesus verglich dieses mit Sauerteig (Mt. 13,33): still, verborgen, aber nicht aufzuhalten. Wahrer Einfluss hat nicht mit Umfang oder Sichtbarkeit zu tun, sondern mit Präsenz. Exzellenz, die Respekt verdient. Integrität, die etwas kostet, uns aber auch authentisch werden lässt. Mut, das Falsche zu benennen und das Richtige zu leben. Geduld, treu zu bleiben, auch wenn sich Dinge schmerzhaft langsam verändern.
So ging es Daniel in Babylon (Daniel 6) und Josef in Ägypten (1. Mose 41). Beide lebten im Ausland, trugen aber Gottes Weisheit bis in die höchsten Führungsebenen. Sie waren nicht laut, blieben aber auch nicht still, als die Wahrheit eine Stimme forderte. Ihr Glaube formte Reiche, ohne sich vor ihnen zu beugen.
Die Arbeitswelt ist nach wie vor erfüllt vom Lärm ihrer eigenen Götter – Erfolg, Bequemlichkeit und Kontrolle –, doch der Geist Jesu sendet uns als Seine Botschafter direkt in diesen götzendienerischen Lärm hinein. Hier kommt der Zugang ins Spiel. Wir tragen Seine Präsenz in Räume, in denen andernfalls niemals Sein Name erwähnt würde. Wenn Sie morgen also Ihren Laptop öffnen oder in ein Meeting gehen, denken Sie daran: Sie betreten einen Tempel.
Arbeiten Sie mit Überzeugung. Führen Sie mit Integrität. Verweigern Sie sich den Götzen. Unser Glaube ist nicht laut, er ist lebendig. Macht bedeutet nicht Status, sondern Verantwortung. Die Frage ist nicht, ob wir irgendwo Zugang haben, sondern was wir mit dem Zugang machen, den wir haben. Denn Jesus will dort sichtbar werden, wo Er uns hinsendet.
©2026. Tief bewegt von der transformatorischen Kraft des Evangeliums ist es das Anliegen von Christopher C. Simpson, den Glauben in der Geschäftswelt zu verbreiten. Christopher ist Präsident von CBMC International; zuvor diente er 28 Jahre lang in der US Marine und beim Secret Service, wo er für den Schutz von 7 Präsidenten zuständig war. Mit seiner Frau Ana lebt er in Boca Raton, Florida, USA.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
von Kasia Andres | Mai 17, 2026 | Allgemein, News
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von Kasia Andres | Mai 12, 2026 | Allgemein, Montagsgedanke
Wissen ist in der heutigen Geschäfts- und Arbeitswelt an vielen Orten und auf vielerlei Weise zu finden. Weisheit hingegen nicht. Das habe ich in meinem eigenen Leben erfahren. Vor über 40 Jahren verkündete eine Zeitung, dass ich an der Pontificia Universidade Católica in Campinas, Brasilien, ein volles Stipendium erhalten hatte. Die Universitäten meines Heimatlandes Bolivien hatten ihre Tore geschlossen, und so schickte mein Vater meine Unterlagen an die brasilianische Botschaft. Kurz darauf verließ ich meine Heimat.
Von Bolivien nach Brasilien – das war einerseits weit, andererseits aber auch nicht. Vom Spanischen ins Portugiesische – das war anders, aber auch nicht ganz anders. Ein tropisches Land mit Winter in der Jahresmitte. Schwierig? Ja. Anders? Ja, aber mit ähnlicher, südamerikanischer Kultur. Dennoch fühlte ich mich entwurzelt, ohne Familie in der Nähe, ohne Freunde. Sogar mein Glaube fühlte sich nur noch wie eine ferne Erinnerung an. Immer wieder fragte ich mich, was ich tun und sagen und mit wem ich mich anfreunden sollte.
So dachte ich auch immer wieder darüber nach, was die beste – und weiseste – Option sei. Meine Eltern, die immer meine größte Quelle der Weisheit gewesen waren, konnte ich nicht länger fragen. Briefe waren zwei Wochen unterwegs, E-Mail, Fax und Messenger-Dienste gab es damals noch nicht. Und ständig machten neue Herausforderungen schnelle Lösungen erforderlich.
Vielleicht stehen auch Sie heute vor Fragen, die Einfluss auf den Lauf Ihres weiteren Lebens haben. Wenn wir Jesus Christus nachfolgen, ist Gott mit uns, aber wir erkennen nicht immer, dass wir mit Ihm sind. Gefühle der Einsamkeit und der Angst beeinflussen unser Weltverständnis und unsere Entscheidungen. So lebte ich damals: Schritt für Schritt, extrem vorsichtig, aber doch mit dem tiefen Wunsch, weniger ängstlich und spontaner zu sein.
Meine Professoren an der Universität meinten, Weisheit sei in Büchern zu finden und in guten Gesprächen, und Antworten in soliden Argumenten von Ursache und Wirkung. Das stimmt auch. Doch ich fand heraus, dass unsere wichtigste Ressource die Bibel ist. Wie Charles Spurgeon weise feststellte: „Besuchen Sie viele Bücher, aber leben Sie in der Bibel.“
Dazu Gedanken aus dem alttestamentlichen Buch Hiob: „Aber die Weisheit – wo ist sie zu finden? Und wo entdeckt man die Einsicht?… Das Meer und seine Tiefen sprechen: Die Weisheit ist nicht bei uns.“ (Hiob 28, 12+14). „Woher also kommt die Weisheit? Und wo entdeckt man die Einsicht? Ja, sie ist dem menschlichen Auge verborgen, und auch die Raubvögel erspähen sie nicht. Das tiefe Totenreich und selbst der Tod, sie sprechen: Wir haben von ihr nur ein Gerücht gehört!“(Hiob 28, 20-22).
Wenn wir das Wort Gottes lesen, kommen wir durch Reflexion zum Verständnis. Hier sind drei Beispiele:
- Wohin? „Gott allein kennt den Weg zur Weisheit; er nur weiß, wo sie zu finden ist.“ (Hiob 28,23). Ohne das Wort begrenzt mich die Angst, Fehler zu machen oder Schuld auf mich zu laden.
- Wie? „Kein Mensch kennt den Weg zu ihr; unter den Lebenden findet man sie nicht.“ (Hiob 28,13). In der intellektuellen Welt zählen Informationen, Kreativität und einsames Nachdenken, das Knien vor Gott kommt hier eher selten vor.
- Wo finden wir Führung? „Denn er blickt über die ganze Welt, er durchschaut Himmel und Erde.“ (Hiob 28,24). Der Einzige, der den Weg kennt und uns in unserem Leben führen kann, ist Gott.
Carmen Milka Herrera ist Gründerin und Leiterin einer Sprachschule in Brasilien.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
von Benjamin Biege | Mai 8, 2026 | Allgemein, News
Jetzt anmelden und Gesundheit ganzheitlich neu denken
Wir investieren in Fitness, Ernährung und mentale Stärke – und blenden einen zentralen Faktor systematisch aus: den Glauben.
Dieses Online-Seminar zeigt, warum echte Gesundheit im Unternehmen mehr ist als ein medizinischer oder psychologischer Zustand – und weshalb eine oft übersehene Dimension entscheidend dafür ist, wie Menschen langfristig leistungsfähig, resilient und tragfähig bleiben.
Inhalt
Aktuelle Studien, unter anderem aus den Human Flourishing Studies rund um Tyler VanderWeele (Harvard), zeigen deutlich:
Gesundheit ist zutiefst verbunden mit Sinn, Hoffnung, Beziehungen – und mit unserer geistlichen Verankerung.
Die provokante These dieses Vortrags lautet:
👉 Wer Glaube ausklammert, denkt Gesundheit unvollständig.
Gerade im wirtschaftlichen Kontext, wo Leistungsfähigkeit und Resilienz entscheidend sind, stellt sich die Frage:
👉 Reicht unser aktuelles Gesundheitsverständnis überhaupt aus?
👉 Oder übersehen wir eine Dimension, die Menschen wirklich tragfähig macht?
In diesem Online-Seminar zeigt Dr. Robert Zieringer, warum Glaube und Gesundheit untrennbar zusammengehören.
Sie erfahren:
- warum Gesundheit ohne Sinnperspektive an Grenzen stößt
- welche Rolle Glaube für Motivation und Stabilität spielt
- wie ein ganzheitliches Gesundheitsverständnis im Unternehmen aussehen kann
- und warum eine entscheidende Dimension oft übersehen wird
Ein Impuls für alle, die Gesundheit nicht nur optimieren, sondern wirklich verstehen wollen.
Wann
- Mai 2026, 19:00 – 20:30 Uhr
Ort
Online per Zoom
Dr. Robert Zieringer
Dr. Robert Zieringer ist Psychologe und promovierter Arbeitspsychologe. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit der Frage, was Menschen bei der Arbeit langfristig gesund, motiviert und leistungsfähig hält. Sein Blick verbindet wissenschaftliche Tiefe mit einer klaren geistlichen Perspektive – als Christ aus Überzeugung.
Zieringer Website
von Kasia Andres | Mai 4, 2026 | Allgemein, Montagsgedanke
Es beginnt meistens vor dem Bildschirm. Eine Tabelle. Eine Prognose. Zahlen, die nicht gehorchen wollen. Die Gewinnspanne ist dünn. Der Druck real. Die Menschen erwarten eine Antwort von Ihnen und alles vor Ihnen sagt: Es reicht nicht.
Dieser Moment ist kein seltener. Er ist aber auch heilig, da Glaubensüberzeugungen und Werte auf dem Prüfstand stehen. Die Frage ist: Werden wir den Test bestehen oder werden wir durchfallen?
Das Problem ist nicht neu, es ist so alt wie die Zeit. In der Bibel kommt es häufig vor, zum Beispiel in Johannes 6, wenn Jesus vor einer riesigen Menschenmenge steht. Tausende, die echten Hunger, ein echtes Bedürfnis haben. Und bevor Er irgendein Wunder tut, stellt Er eine Frage, die fast unvorsichtig erscheint: „Wo können wir für alle diese Leute Brot kaufen?“ (Joh. 6,5).
Einer Seiner Jünger, Philippus, macht daraufhin das, was Führungskräfte gemeinhin tun, er rechnet. Er schaut in den Geldbeutel und verkündet das Urteil. Er kommt zu dem Schluss, dass es nicht reichen wird, selbst wenn sie den letzten Groschen ausgeben. Der Jünger Andreas dagegen überlegt, was sie haben. Fünf Brote. Zwei Fische. Doch auch er kommt zu dem Schluss: „Aber was ist das schon für so viele Menschen!“ (Joh. 6,9).
In Johannes 6,6 erfahren wir aber: „Er (Jesus) fragte dies, um zu sehen, ob Philippus ihm vertraute; denn er wusste, wie er die Menschen versorgen würde.“ Das verändert alles. Jesus fragt nicht in Ermangelung eines Plans. Es geht ihm nicht um Brote, sondern um Glauben. Philippus rechnet, Andreas ergreift die Initiative; beide handeln rational. Aber beide versagen. Nicht weil sie sich irren, sondern weil sie bei der menschlichen Logik stehen bleiben.
Als berufstätige Menschen sind wir diszipliniert, kompetent. Unter Druck strengen wir uns noch mehr an, planen noch besser, versuchen doch noch das richtige Ergebnis zu erzielen. Doch manchmal geht es nicht mehr darum, das Problem noch irgendwie in den Griff zu bekommen, sondern darum, es zu überwinden. Jesus weist das Angebotene nicht zurück, Er empfängt es dankend und tut dann das, was nur Er tun kann.
Überfluss kommt nicht vom besseren Rechnen, es kommt davon, dass wir das, was wir haben, in Gottes Hand legen, denn Er weiß, was zu tun ist. Wenn die Zahlen nicht stimmen und alle Bemühungen nicht fruchten, ist unser Glaube gefragt. Wenn die Zahlen nicht stimmen, sind nicht unsere Fähigkeiten, sondern unser Vertrauen gefragt, denn Jesus ist treu.
Erkenntnisse für Führungspersönlichkeiten:
- Nicht jede Herausforderung muss gemeistert werden, manchmal geht es nur darum, sie zu überwinden.
- Kompetenz ist eine Gabe, kann aber zur Last werden, wenn sie an die Stelle von Vertrauen tritt.
- Jesus macht offenbar, in was wir vertrauen.
Gott kann mit unseren Ressourcen, die wir Ihm zur Verfügung stellen, mehr tun als mit unseren perfektesten Plänen.
©2026. Tief bewegt von der transformatorischen Kraft des Evangeliums ist es das Anliegen von Christopher C. Simpson, den Glauben in der Geschäftswelt zu verbreiten. Christopher ist Präsident von CBMC International; zuvor diente er 28 Jahre lang in der US Marine und beim Secret Service, wo er für den Schutz von 7 Präsidenten zuständig war. Mit seiner Frau Ana lebt er in Boca Raton, Florida, USA.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
von Benjamin Biege | Apr. 27, 2026 | Allgemein, News
Am 25. April 2026 lud faktor c zum MOVE BW ins Kloster Untermarchtal ein – und zahlreiche Teilnehmer folgten der Einladung zu einem inspirierenden Tag bei strahlendem Sonnenschein.
Der Empfang mit Sektempfang und kleinen Häppchen setzte direkt den Ton für eine offene und herzliche Atmosphäre. Die Schwestern vor Ort gaben auf authentische und zugleich unterhaltsame Weise Einblicke in das Leben im Orden der Vinzentinerinnen. Besonders eindrücklich: Das jährliche Erneuern des Gelübdes sowie die Geschichte des Ordens, die bis auf Vinzenz von Paul zurückgeht und bis heute in einem weit verzweigten Netzwerk sozialer Einrichtungen mit mehreren tausend Mitarbeitenden weiterlebt.
Im weiteren Verlauf öffneten David Mück und Ulrike Schmalzridt persönliche Perspektiven auf das Spannungsfeld zwischen Christsein und Wirtschaft. Während David Mück ehrlich über Herausforderungen und Entscheidungsprozesse im Unternehmenskontext sprach, zeigte Ulrike Schmalzridt anhand praktischer Beispiele, wie werteorientierte Führung im Alltag konkret gelebt werden kann – mit Klarheit im Denken und Haltung im Handeln.
Die Highlights des Tages:
- Glaube im Kontext von Wirtschaft: Authentische Einblicke in das Spannungsfeld zwischen unternehmerischem Handeln und christlichen Werten
- Offene Begegnungen: Ehrliche Gespräche, neue Kontakte und eine Atmosphäre, die Vertrauen wachsen ließ
- Einblicke ins Klosterleben: Führung über das Gelände, inklusive der Kirche im Stil von Le Corbusier, und lebendige Eindrücke aus dem Alltag der Schwestern
Besonders prägend waren die vielen persönlichen Gespräche, in denen Erfahrungen geteilt und Verbindungen neu geknüpft wurden – Momente, die zeigen, wie wertvoll echte Begegnung ist.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die diesen Tag mitgestaltet haben. Die Impulse wirken nach – und machen Vorfreude auf die nächsten MOVE-Veranstaltungen, bei denen es wieder heißt: Glaube und Wirtschaft gemeinsam neu zu denken.
Das hatten wir im Programm
- Begrüßung
- Betriebsbesichtigung
- Mittagessen
- Drei Impulse plus Q/A
- Infos faktor c
- Kaffee/Süßes
- Schluss