„Wo du bist, bist du richtig“

„Sucht eure Berufung, dann seid ihr zufrieden“

Prinz Constantin zu Salm-Salm über Glauben, Berufung und die Kunst, loszulassen

Constantin zu Salm ist Unternehmer, Vermögensberater, Christ, Vater von fünf Kindern – und ein Mensch, der erst lernen musste, seinen Platz zu finden. Als Jugendlicher hätte er wohl am wenigsten akzeptiert, dass sein Platz dort liegen würde, wo er geboren wurde. Heute ist er angekommen und kann seine Berufung leben. In der TV-Reihe von fak+or c auf Hope TV hat er seine Lebens- und Lerngeschichte erzählt.

Ein Bibelvers über dem Tor zum Weingut

Selten werden Menschen im 21. Jahrhundert an Gebäuden und über Einfahrten mit Bibelversen begrüßt. Über dem Torbogen des Weinguts von Prinz Constantin zu Salm-Salm in Wallhausen (Rheinland-Pfalz, Anbaugebiet Rhein-Hessen) ist so ein Bibelvers zu finden:

„Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen.“

Eine Reminiszenz an ein altes Adelsgeschlecht? Keineswegs. Der Vers stammt aus jüngster Vergangenheit. „Meine Frau und ich haben den Vers aus dem Buch Josua anbringen lassen, als wir das Gut übernommen haben“, erzählt der Adlige, der sich im TV-Interview bei fak+or c ganz locker von Moderator Michale vom Ende mit Constantin ansprechen und Duzen lässt. „Der Vers erinnert uns jeden Tag daran, wofür wir Verantwortung tragen – und wem wir letztlich dienen.“

 

Zweifel am vorgezeichneten Weg

Dennoch scheint sein Weg in dem traditionsreichen Haus, in dem er aufwächst, vorgezeichnet: Irgendwann würde er in Wallhausen das Familienunternehmen übernehmen, das Weinbau, Forstwirtschaft und Vermögensverwaltung verbindet. „Als Kind war mir das zwar bewusst,“ erinnert er sich, „aber ich habe mich oft gefragt, ob das wirklich mein Platz ist.“

Sein Jugendleiter in der Kirchengemeinde nimmt ihm die Zweifel: „Dort wo du bist, bist du richtig“. Ein Zuspruch, den Constantin wörtlich nimmt. So kann er sich mit der Vorstellung, sein Leben und Wirken auf dem Stammgut der Familie zu verbringen, immer besser vorstellen.

Doch dann schicken ihn die Umstände erstmal weit weg von Hause. Seine Lehr- und Wanderjahre beginnen, und zwar im Ausland.

 

Schule als Mobbingfaktor

Denn in der Schule läuft es zunächst nicht gut. Legasthenie, schlechte Noten, Lehrer, die ihn vor allem an seinen Schwächen messen. „Ich hatte in der siebten Klasse ganz viele Fünfen. Heute würde man sagen: Ich wurde gemobbt.“ Seine Eltern entscheiden, ihn auf ein Internat nach England zu schicken – ein Benediktinerkloster. Das bringt die Wende. Dort erlebte Constantin zu Salm zum ersten Mal, was es heißt, als ganze Person mit all ihren Gaben gesehen zu werden. „Die Engländer schauten nicht auf meine Schwächen, sondern auf das, was ich gut kann. Das hat alles verändert.“

 

Rugby – hart aber 100% fair

Neben dem Unterricht entdeckt er den Sport für sich – Rugby wird zu seinem Lieblingssport und zur Lebensschule. „Wir haben anfangs jedes Spiel verloren – aber keiner hat aufgegeben. Diese Haltung, immer weiterzumachen, hat mich geprägt.“

Rugby lehrt ihn Teamgeist, Durchhaltevermögen und Fairness – Tugenden, die er in allen Bereichen für prägend hält. „Wenn in einer Rugby-Mannschaft einer nicht 100 Prozent gibt, verliert das ganze Team. So ist es auch im Unternehmen oder in der Familie.“

 

Vom Pflichtgefühl zur Berufung

Nach seiner Ausbildung kehrt Constantin zurück nach Wallhausen. Gemeinsam mit seinem Bruder führt er das Familienunternehmen fort. Während Felix den Weinbau verantwortet, leitet Constantin die Bereiche Forstwirtschaft und Finanzen.

„Ich bin geschäftsführender Gesellschafter – aber ehrlich gesagt, das Führen fiel mir früher schwer“, gibt er zu. Erst ein Berufungsseminar öffnet ihm die Augen: „Da wurde mir klar, dass Menschen völlig unterschiedliche Begabungen haben. Manche leiten, andere lehren, wieder andere dienen. Das hat mir geholfen, mich selbst einzuordnen – und andere besser zu verstehen.“

Heute sieht er Führung als Dienst – als Aufgabe, Menschen zu befähigen, ihren Platz zu finden.

„Wenn jeder das tut, was er wirklich gut kann, entsteht Frieden – im Team und im Herzen.“ (Prinz Constantin zu Salm-Salm)

 

Warten können auf den richtigen Moment

In dieser Haltung spiegelt sich eine biblische Gestalt wider, die ihn besonders fasziniert: Nehemia. „Nehemia hat nicht aufgegeben, aber er hat auch nicht übereilt gehandelt. Er hatte ein Gespür für das richtige Timing.“ Dieses Vertrauen auf Gottes Zeit habe er selbst erst lernen müssen. „Manchmal ist eine Entscheidung einfach noch nicht reif. Dann darf man warten – und darauf vertrauen, dass der richtige Moment kommt.“

 

Erfolg ist Ruf zur Verantwortung

Als Unternehmer adeliger Herkunft wird Constantin oft mit automatisch vorhandenem Wohlstand in Verbindung gebracht. Doch das Bild trügt, wendet der durchaus erfolgreiche Unternehmer ein. Wohlstand müsse immer wieder neu erarbeitet und gepflegt werden, sagt er.

Das Entscheidende sei die Haltung zum Geld. „Ich bin katholisch geprägt, da ging es immer ums Dienen, um Barmherzigkeit. Geld war fast etwas Verdächtiges. Aber irgendwann habe ich verstanden: Wenn meine Begabung wirtschaftlicher Erfolg ist, dann darf ich sie nutzen. Unternehmerisch zu denken ist keine Sünde – es ist eine Berufung. Wichtig ist, was man damit tut.“

Erfolg sieht er daher als Ruf zur Verantwortung, nicht als Selbstzweck. „Wenn wir Geld verdienen, schaffen wir Arbeitsplätze. Das ist für mich ein Dienst an anderen.“

 

Familie zuerst

So ist Constantin zunächst der klassische Unternehmer, der seine Arbeit und das Wohl und Wehe seines Unternehmens in den Mittelpunkt stellt. Erst vor rund vier Jahren beginnt für ihn ein innerer Wandel. „Ich habe gefastet, war danach eine Woche im Kloster – und habe gemerkt: Meine Reihenfolge stimmt nicht. Ich sagte immer: Gott, Familie, Arbeit. Aber gelebt habe ich: Arbeit, Familie, Gott.“

Seitdem hat Constantin seine Prioritäten neu justiert. „Mein ältester Sohn wollte, dass ich mit auf ein CVJM-Zeltlager komme. Früher hätte ich gesagt: keine Zeit. Diesmal fuhr ich mit – und es war großartig.“

Heute nimmt er sich gezielt Zeit für jedes seiner fünf Kinder, schwärmt er: Reiten mit der Tochter, Fußballspielen mit einem der Söhne, Besuche im Internat. „Jedes Kind hat seine Vorlieben und Hobbys, daran kann ich bewusst anknüpfen, und für die Kinder besonders wertvolle Zeit mit ihnen verbringen.“ Das habe er für sich herausgearbeitet.

 

Nicht immer der Beste sein müssen

Prinz Constantin zu Salm-Salm ist angekommen. Die Zweifel, die er als Kind über seinen Platz auf der Welt hatte, sind verflogen. Heute empfindet er es als Berufung, das Erbe seiner Vorfahren weiterzuführen und nach heutigen Maßstäben zu gestalten.

Dazu gehöre auch, die Gaben seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schätzen und zielgerichtet einzusetzen. Und das bezieht er auch auf sich selbst. So habe er endlich gelernt, nicht alles selbst machen zu müssen. „Früher dachte ich, ich müsse in allem der Beste sein. Heute weiß ich: Es ist ein Geschenk, wenn andere etwas besser können.“

Diese Haltung – Vertrauen, Loslassen, Berufung leben – prägt sein Denken heute. Was er den Menschen mitgeben wolle, wird er in dem TV-Interview gefragt. Seine Antwort:

„Sucht eure Berufung, wenn ihr die gefunden habt, führt das zu tiefer Zufriedenheit.“ (Prinz Constantin zu Salm-Salm)

 

Schlussgedanke:

Prinz Konstantin zu Salm hat seinen Platz gefunden – nicht, weil er ihn gesucht hat, sondern weil er gelernt hat, auf Gottes Führung zu vertrauen. Sein Leben zeigt: Berufung ist weniger ein Ziel als eine Haltung. Sie beginnt dort, wo man sagt: „Hier bin ich – und hier will ich treu sein.“

🎁🌟Bonustext – Aufnehmen, inspirieren lassen, umsetzen

 Acht Fragen an Constantin zu Salm-Salm auf einen Blick:

 

Was ist unsere größte Verantwortung?

Für jeden von uns hat Gott eine Aufgabe, jeder hat eine Berufung. Unsere Verantwortung ist es, diese Berufung zu suchen bzw. sich rufen zu lassen.

 

Was ist deine größte Stärke?

Es liegt mir, neue Unternehmen zu gründen, das mache ich richtig gerne.

 

Was ist deine größte Schwäche?

Im eigentlichen, operativen Prozess bin ich nicht der beste Geschäftsführer. Das zu erkennen und das zuzulassen, war ein Prozess. Ich musste zulassen, mir jemanden an die Seite zu holen, der das Geschäftsführerische besser kann als ich.

 

Wo hast du deine größte Unterstützung erlebt?

Im Internat in England hat man auf meine Stärken gesetzt und nicht auf meine Schwächen als Mensch mit Legasthenie geschaut wie in der deutschen Schule.

 

Rugby ist dein Lieblingssport, was hast du dort gelernt?

Beim Rugby muss jeder 100% geben, sonst verliert die ganze Mannschaft, auch das habe ich im Internat in England gelernt.

 

Was ist in deinem Unternehmen das größte Geschenk?

Es gibt so viele Mitarbeiter in unserem Unternehmen mit so vielen Gaben. Das mitzuerleben ist ein Geschenk. Aber auch das war ein Prozess. Erst in einem Berufungsseminar habe ich bewusst gelernt, die Stärken des anderen zu sehen und zu erkennen: für jeden gibt es einen Platz.

 

Was war dein wertvollster Umdenkungsprozess?

Ich habe immer von den Prioritäten her gedacht: Gott, Familie, Firma. Gehandelt habe ich in Wirklichkeit aber genau umgekehrt. Erst nach Exerzitien im Kloster habe ich angefangen, die Reihenfolge in echt zu leben. Statt einem wichtigen Termin in Firma bin ich mit einem meiner Söhne in ein Zeltlager gefahren. Das war sehr bereichernd. Jetzt versuche ich, Familie ganz anders zu leben.

 

Wo beginnt Verantwortung?

Verantwortung lernt man schon in der Familie. Wenn ich als Vater morgens schlechte Laune habe, dann verderbe ich allen anderen den Tag.

 

Die Grundlage für diesen Artikel wurde durch Transkription aus dem TV-Interview durch ChatGPT geschaffen. Redaktionelle Fassung Andreas Odrich.

Abschied und Neubeginn

Liebe Velotaxi-Kolleginnen und Kollegen, Mitarbeitende und Freunde,

die meisten von euch haben es im letzten Jahr mitbekommen oder sogar live verfolgt. Nun ist es soweit und ich habe vor einigen Tagen Velotaxi Frankfurt nach 22 Jahren in die Hände von Chris Kügler gegeben, der das Unternehmen weiterführen wird.

Es war ein langer Prozess, den wir bereits im Dezember 2021 gestartet und kontinuierlich verfolgt haben. Die Corona-Pandemie war gerade vorbei und hatte uns gezeigt, dass Velotaxi auch “Krise“ kann.

Als ich im April 2004 in die 1. Velotaxi-Saison startete war meine Zukunft noch ungewiss. Ich war vorher bereits 9 Jahre selbstständig im Eventbereich tätig, Velotaxi war dennoch etwas ganz Neues für mich, fühlte sich aber gut und richtig an. Bis 2004 gab es nur den „Mutterbetrieb“ in der Hauptstadt und ich hoffte hier ähnlichen Erfolg zu erlangen. Das Vorbild meiner Heimat Berlin hat sicher geholfen, aber Frankfurt hatte von Beginn an ganz andere Herausforderungen, aber auch Chancen und großes Potential.

Die Liebe zu beiden Städten, die Liebe zu den Menschen aus aller Welt und die Chance mit Velotaxi auch das Stadtbild positiv zu prägen, eine völlig neue Dienstleistung zu etablieren und etwas zu gestalten und aufzubauen, stärkte meine Vision und gab mir die Kraft und den Antrieb. Velotaxi wurde Ausbildungsbetrieb und bekam für das Engagement im Tourismus, Klimaschutz und Ehrenamt immer wieder Auszeichnungen und Preise. Der Fortschritt und Lifestyle hob uns regelmäßig neu in den Blickwinkel unserer Kunden. Bis heute immer wieder aktuell: Die Elektromobilität, das Thema Fahrrad und die Nachhaltigkeit. So zeigen sich auch die Politiker:innen in Hessen gerne mit oder in einem Velotaxi, denn es ist nach wie vor ein absoluter Sympathieträger und Themen-Botschafter.

Mit der Zeit kam ein neuer starker und wichtiger Arbeitsbereich für uns dazu: Social Media! Unsere ganze Arbeit wurde von da an bis heute in Wort und Bild dokumentiert, gepostet, verfolgt und kommentiert. Immer wieder haben wir uns für Foto- und Videosessions getroffen und uns und unsere Kunden ins „richtige Licht“ gerollt.

Die Velotaxi-Fahrer:innen sind inzwischen zu echten Botschafter:innen unserer Stadt geworden. Meistens mehrsprachig, jede und jeder mit einem ganz eigenen Talent der Gästeführung. Mal ruhiger – mal lauter. Mal Teammensch – mal Einzelgänger:in. Immer interessant als Persönlichkeit. Bei Velotaxi gab und gibt es für alle einen Platz. Die einen fahren engagiert stunden- oder tageweise, andere seit 20 Jahren im Tagesgeschäft! Gingen manchmal für ein paar Jahre fort und kamen oft nach einiger Zeit zurück. Aus einem reinen Sommerbetrieb hat sich ein Ganzjahresgeschäft entwickelt. Viele berichten noch heute, dass Velotaxi ihr Leben positiv geprägt und verändert hat. Oft hörte ich den Satz: „Ich habe keinen Job länger in meinem Leben gemacht, der mir so viel Spaß, Freiheit, Kontakte und Abwechslung gegeben hat“. Viele lustige, bunte und spannende Velotaxi-Geschichten könnten sicher ein ganzes Buch füllen.
Ja, und auch mir ging es so!

Kein Job hat mich länger begeistert, keine Arbeit hat mir über so eine lange Zeit mehr Freu(n)de und
Flexibilität geschenkt und ich hoffe Ihr alle habt meine Leidenschaft gespürt.
Jeder Tag hat sich für mich neu angefühlt. Jeder Tag war eine neue Chance und wurde durch eine
neue wertvolle Begegnung mit euch und unseren Fahrgästen belohnt.
„Wie kannst Du denn Velotaxi verlassen? Es ist doch Dein Baby!“
Diese Frage habe ich in der letzten Zeit oft gehört.
Weil sich dieser Abschied richtig für mich anfühlt und ein Führungs- und Generationswechsel wichtig
ist, um Velotaxi erfolgreich in die Zukunft zu führen.
Weil mit Chris Kügler, der das Unternehmen seit 13 Jahren kennt und liebt, ein passender
Nachfolger und toller Mensch gefunden wurde, der viele Talente mitbringt, eigene Visionen hat und
Verantwortung übernehmen möchte. Weil wir Werbepartner und Kunden haben, die diesen Prozess gut finden und uns treu bleiben.
Das alles ist in der heutigen Zeit eher selten zu finden.
Häufig schließen Betriebe, wenn der Besitzer alt geworden ist, ohne eine Chance, dass es für
die Mitarbeitenden und Kunden weitergeht.

Ja und weil es auch für mich ein guter Zeitpunkt ist, eine neue berufliche Aufgabe zu finden, die mich
ebenfalls erfüllt. 2026 wird für mich deshalb ein Jahr der Neuorientierung werden. Dafür nehme ich mir ausreichend
Zeit. Wer mich und meinen Lebenslauf kennt weiß, dass ich Veränderungen und Neustarts liebe.
Dankbar für einen großen Schatz an Erfahrungen und Wissen, den ich in den letzten 22 Jahren bei
Velotaxi erhalten habe.

Mit Menschen, die mir auch nach meinem Abschied von Velotaxi in Freundschaft verbunden bleiben.
In meiner E-Mail Signatur steht nun anstelle von „Inhaber“ ein „Velotaxi-Botschafter“.
Dieser möchte ich gerne weiterhin für euch alle bleiben und mit meinen Empfehlungen, meinem
Wissen und meinen Kontakten im Hintergrund wirken.
Mein Heimatort Altenstadt bekommt in diesem Jahr 2 eigene Velotaxis die ehrenamtlich betrieben
werden. ( 1 x für das AWO Seniorenheim und 1 x für unsere Kommune )
Das Thema wird mir also automatisch immer wieder vor die Füße fahren.

Ich wünsche Velotaxi eine großartige Zukunft, viele treue Fahrer:innen, die Chris auf der
neuen Etappe begleiten und zu ihm halten, auch wenn es mal etwas holprig rollen sollte.
Ein gutes Mit- und Füreinander mit unseren langjährigen und auch neuen Kunden.
Eine ständige wichtige Weiterentwicklung der Technik und des Materials. Ich wünsche euch viele
spannende Events und neue Kampagnen. Sonne, die nicht nur in Bockenheim scheint.
Mut immer neue (Lebens-) Wege zu fahren. Die Kraft einander zu vergeben wenn es Not tut und
jeden Tag als neue Chance zu entdecken. Vielen Dank für die großartige Zeit mit euch allen!

Alles Gute & Gottes Segen

Euer Matthias Graf

PS: Leite diesen Brief gerne mit vielen Grüßen an Deine persönlichen Velotaxi-Kontakte weiter.
PPS: Im Mai werden wir den Abschied und Neubeginn noch einmal zusammen feiern.

Newsletter Friedrich Rominger

Liebe faktor c-Freundinnen und -Freunde, liebe Mitglieder, liebe Young Professionals, 

als Vorstandsvorsitzender von faktor c melde ich mich in diesem ersten Newsletter des Jahres 2026 gleich zweimal zu Wort: mit den folgenden Zeilen und mit dem Video, in dem dich sonst immer Michael vom Ende als unser Geschäftsführer begrüßt. Zunächst bedanke ich mich aber im Namen des gesamten Vorstands für alle finanzielle Unterstützung, die uns dem Spendenziel 2025 sehr nahegebracht hat. Jetzt aber:  

Was sich bei faktor c gerade verändert – und warum das für Dich zählt 

 Viele Netzwerke haben gute Ideen. 

Wenige haben klare Führung, geistliche Tiefe und echte Umsetzungskraft. 

 Genau daran arbeiten wir als neuer Vorstand – bewusst, strukturiert und transparent. 

Wie wir als Vorstand arbeiten – damit aus Vision Wirkung wird 

 

  1. Gebet zuerst – weil Führung mehr ist als Management

Unsere wichtigste Vorstandsrunde ist kein Strategie-Call, sondern ein wöchentliches Vorstandsgebet. 

Hier bringen wir aktuelle Entscheidungen, Spannungen und offene Fragen bewusst vor Gott. 

Nicht als Ritual – sondern aus der Überzeugung: 

Gute Führung beginnt mit geistlicher Klarheit. 

Das schützt vor Aktionismus und schärft unseren Fokus. 

 

  1. Klare Führungslinien – keine Grauzonen

Als Vorstandsvorsitzender treffe ich mich wöchentlich mit unserem Geschäftsführer Michael vom Ende. 

Ziel: 

  • schnelle Entscheidungen
  • saubere Abstimmung
  • klare Verantwortlichkeiten

So verhindern wir Reibungsverluste – und gewinnen Tempo. 

 

  1. Persönliche Tiefe statt endloser Calls

 Der geschäftsführende Vorstand trifft sich alle zwei Monate persönlich in Würzburg. 

 

Warum? 
Weil manche Themen Augenkontakt, Vertrauen und Tiefe brauchen – nicht noch einen Video-Call. 

Hier klären wir: 

  • operative Weichenstellungen
  • Spannungsfelder
  • gemeinsame Ausrichtung

 

  1. Strategie mit Substanz

 Der erweiterte Vorstand arbeitet 

  • dreimal jährlich in Präsenz-Workshops 
  • dreimal jährlich virtuell 

 Diese Runden sind kein Update-Marathon, sondern echte Arbeitsräume für Strategie, Priorisierung und Zukunftsfragen. 

 Ein Schwerpunkt: die Umsetzung der Empfehlungen aus der Taskforce „Zukunft faktor c“. 

 

Warum wir das so machen 

 Weil wir überzeugt sind: 

 Struktur dient der Berufung. 

Klarheit schafft Vertrauen. 

Geistliche Tiefe trägt langfristige Wirkung. 

 

Was das für Dich konkret bedeutet 

  • Entscheidungen werdenvorbereitet, nicht improvisiert 
  • Initiativen entstehennicht zufällig, sondern gezielt 
  • Regionale Formate wieMove XY haben Rückhalt, Fokus und Verbindlichkeit 
  • Das Netzwerk wirdaktiver – nicht lauter 

 

Unser Anspruch 

faktor c soll ein Ort sein, an dem christliche UnternehmerInnen und Führungskräfte: 

  • geistlich auftanken
  • ehrlich sprechen können
  • und in ihrer Verantwortungnicht allein bleiben 

 

Daran arbeiten wir – Woche für Woche. 

Sichtbar, nahbar und im Austausch 

 Als Vorstand ist es uns außerdem wichtig, sichtbar und nahbar zu sein. Deshalb werden wir ab diesem Monat monatlich einen Impuls, Beitrag oder Gedanken aus dem Vorstand teilen – jeden Monat von einer anderen Person. 

So sollt Ihr uns erleben können, unseren Herzschlag hören und besser verstehen, was uns bewegt und antreibt. 

Berufung leben – Ein inspirierender Einblick in das Leben von Prinz Constantin zu Salm-Salm

Berufung leben – Ein inspirierender Einblick in das Leben von Prinz Constantin zu Salm-Salm

Was passiert, wenn ein Unternehmer seine Berufung neu entdeckt – und sein Leben radikal neu ordnet?
Prinz Constantin zu Salm-Salm spricht offen über Glaube, Führung, Verantwortung und Familie. Seine Geschichte inspiriert – gerade in einer Zeit, in der viele Menschen nach Orientierung suchen.

1) Ein Lebensweg voller Wendepunkte

Constantin zu Salm-Salm hatte als Kind alles andere als ideale Voraussetzungen: Legasthenie, schlechte Noten und Mobbing prägten seine Schulzeit. Erst im englischen Internat erlebte er, was es heißt, nach Stärken statt Schwächen beurteilt zu werden. Rugby formte seinen Teamgeist und sein Durchhaltevermögen – Eigenschaften, die ihn bis heute prägen.

2) Berufung statt vorgezeichneter Weg

Obwohl das Familienunternehmen für ihn vorgezeichnet war, kämpfte er lange mit Zweifeln. Ein Berufungsseminar wurde zum Wendepunkt: Er erkannte, dass Führung ein Dienst ist – und dass Menschen aufblühen, wenn sie ihre Gaben leben dürfen.

3) Unternehmerischer Erfolg = Verantwortung

Wohlstand ist für ihn kein Automatismus der Herkunft. Er sagt offen: Erfolg muss neu erarbeitet werden – und verpflichtet dazu, Arbeitsplätze zu schaffen und Menschen zu fördern.
Ein Leitgedanke, der über reine Unternehmensstrategie hinausgeht.

4) Familie neu priorisieren

Ein geistlicher Prozess führte dazu, dass Constantin seine Reihenfolge neu sortierte:
Gott – Familie – Arbeit
Und diesmal nicht nur im Kopf, sondern im Alltag. Heute nimmt er sich gezielt Zeit für jedes seiner fünf Kinder.

5) Die Botschaft seines Lebens

„Sucht eure Berufung. Wenn ihr sie findet, entsteht tiefe Zufriedenheit.“ – Prinz Constantin zu Salm-Salm

Ein Satz, der hängen bleibt. Und ein Impuls, der Mut macht, eigene Prioritäten zu überdenken.

👉 Der ausführliche Artikel zu diesen 5 Punkten

👉 Fünf Fragen an Prinz Constantin zu Salm-Salm „Worin sollte ein Unternehmer 2026 klug investieren?“

👉 Das ganze Interview hier ansehen

Die Macht verschlossener Lippen (Christopher C. Simpson)

Die Macht verschlossener Lippen (Christopher C. Simpson)

Vor einigen Jahren hatte ich ein Treffen mit Senior-Managern aus den unterschiedlichsten Bereichen – ein Publikum, das nicht leicht zu beeindrucken ist. Wir diskutierten über Integrität von Führungspersönlichkeiten und ich endete mit einer pointierten Herausforderung: „Was würde es dich kosten, das Richtige zu tun, wenn niemand zuschaut?“ Dann hörte ich auf zu reden. Stille.

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