Mehr als nur Köpfe zählen (Chris Simpson)

Mehr als nur Köpfe zählen (Chris Simpson)

In fast jeder Firma hört man, wie von Menschen in der Sprache der Mathematik gesprochen wird. Köpfe werden gezählt. Vollzeitäquivalente. Ressourcen. Zu besetzende Sitze. In all dieser Buchführung verschwindet der Mensch. Er wird zur Zahl, die steigt, wenn es gut läuft, und die reduziert wird, falls es nicht gut läuft.

Das passiert schleichend. Wir entscheiden uns nicht dafür, die Menschen nicht mehr zu sehen. Wir sind beschäftigt, die Arbeit stapelt sich, und der Mann, der den Kaffee auffüllt oder die Frau, die die Abrechnungen macht, werden zum Möbiliar. Wir laufen Hundert Mal an ihnen vorbei ohne einmal ihren Namen zu nennen.

Apostel Paulus weigerte sich, so zu leben. Am Schluss seines Briefes an die Römer, in Kapitel 16, einem Kapitel, das Sie wahrscheinlich überlesen haben, macht er etwas Merkwürdiges. Er zählt Menschen auf. Phoebe, Priszilla und Aquila, Epänetus, Maria, und so weiter, bis er 30 Menschen beim Namen genannt hat. Und er nimmt Bezug auf sie. Diese Person arbeitete fleißig, die andere riskierte ihren Hals für ihn. Zwei weitere sind noch vor ihm Christen geworden.

Dreißig Namen in einem Brief, der das Römische Reich überdauerte.

Warum bewegte der Heilige Geist einen Mann, so viel Tinte auf eine Namensliste zu verwenden? Weil es Gott wichtig ist, dass wir gekannt werden. Er schuf in uns einen Hunger danach, gesehen zu werden und für jemanden zu zählen. Er versteht diesen Hunger, weil Er ihn in uns hineingelegt hat. Bei Ihm ist niemand anonym. Der Gott, der die Haare auf unserem Kopf gezählt hat, kennt uns mit Namen.

Wieviel Kraft darin steckt, erlebte ich auf unserer „Africa Convention“ in Simbabwe 2024. Zusammen mit einem Bruder aus Südafrika machte ich die Runde durch einen Raum mit jungen Berufstätigen, wobei wir einige beim Namen nannten und Gottes Wahrheit über sie aussprachen. Die Augen jedes einzelnen füllten sich mit Tränen; sie weinten, weil jemand sie ansah und ihren Namen aussprach. Es liegt Kraft darin, einen Menschen wissen zu lassen, dass er gesehen wird.

Der Mann im Büro unter Ihnen hat einen Namen, den er von den Menschen bekam, die ihn am meisten liebten. Die Frau an der Rezeption ist es wert, nicht auf ein Profil, Namensschild und Klicks in den sozialen Medien reduziert zu werden.

Lernen Sie Namen und gebrauchen Sie sie. Nicht wie ein Verkäufer, der Ihnen schmeicheln und den Verkauf abschließen will. sondern wie ein Bruder, der die Person vor sich wirklich sieht. Grüßen Sie die Putztruppe. Danken Sie dem Assistenten laut und mit Namen vor allen anderen. Fragen Sie die neue Mitarbeiterin, wo sie herkommt, und merken Sie sich die Antwort.

Es kostet Sie nichts, spricht aber lauter als alle Predigten. Die Menschen erkennen, ob sie gemanagt werden oder geschätzt. Behandeln Sie die am geringsten bezahlte Person im Unternehmen als Ebenbild Gottes und Sie spiegeln unseren Erlöser wider. Sie brauchen keine Plattform, um am Arbeitsplatz zu dienen. Sie brauchen Namen. Sprechen Sie sie aus.

©2026. Tief bewegt von der transformatorischen Kraft des Evangeliums ist es das Anliegen von Christopher C. Simpson, den Glauben in der Geschäftswelt zu verbreiten. Christopher ist Präsident von CBMC International; zuvor diente er 28 Jahre lang in der US Marine und beim Secret Service, wo er für den Schutz von 7 Präsidenten zuständig war. Mit seiner Frau Ana lebt er in Boca Raton, Florida, USA.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de

MOVE Deutschland – faktor c in Bewegung

MOVE Deutschland – faktor c in Bewegung

🎉 Sei bei MOVE Deutschland 2026 dabei!

Was früher der faktor c Festtag war, wird jetzt MOVE Deutschland: ein Tag voller Begegnung, Inspiration und Bewegung.

Am Samstag, 26. September 2026, kommen Menschen aus dem gesamten faktor-c-Netzwerk in Frankfurt zusammen. Freue dich auf persönliche Geschichten, inspirierende Impulse, Musik und viel Zeit für gute Gespräche.

Thomas Baader, Senior Vice President Marketing and Business Strategy bei Bosch Power Tools, spricht in seiner Keynote „Mein Berufsleben mit und ohne Jesus“ darüber, welchen Unterschied der Glaube im Berufsalltag macht.

Yasmina Hunzinger ist Sängerin, Vocalcoach und unter anderem aus „The Voice of Germany“ bekannt. Bei MOVE Deutschland gestaltet sie ein besonderes Kurzkonzert.

In den Come-Together-Gruppen kannst du Menschen mit ähnlichen Interessen kennenlernen, Erfahrungen austauschen und neue Kontakte knüpfen.

Ob du schon lange zu faktor c gehörst oder uns zum ersten Mal kennenlernst: Du bist herzlich willkommen – gerne auch mit deiner Familie.

Wir freuen uns darauf, diesen besonderen Tag gemeinsam mit dir zu erleben! ✨

📅 Termin

Samstag, 26. September 2026 
09.30 bis 17.00 Uhr
Optionales Abendprogramm ab 17.30 Uhr 

📍 Ort

Freie Christliche Schule Frankfurt
Orber Str. 4
60386 Frankfurt am Main

🧭 Programm

• Ankommen mit Getränken & Snacks
• Begrüßung und gemeinsamer Start
• Keynote mit Thomas Baader
• Infoteil & Short Stories Teil 1
• Mittagessen und Zeit für gute Gespräche
• Kurz-Konzert mit Yasmina Hunzinger
• Come Together in Gruppen
• Infoteil & Short Stories Teil 2
• Sektempfang und Ausklang
• optional: Besichtigung „Klassikstadt“ und gemeinsames Abendessen

 

🚸 Kinderprogramm

Auch Kinder sind bei MOVE Deutschland herzlich willkommen. Während des Vormittags- und Nachmittagsprogramms bieten wir ein Kinderprogramm in zwei Altersgruppen an:

  • 3 bis 6 Jahre
  • 7 bis 12 Jahre

Bitte gib den Betreuungsbedarf und das Alter der Kinder bei der Anmeldung an.

👥 Come Together

Am Nachmittag ist Zeit für Austausch und neue Verbindungen. In verschiedenen Come-Together-Gruppen triffst du Menschen, die ähnliche Interessen, Erfahrungen oder Lebenssituationen mitbringen.
Die konkreten Gruppen werden in Kürze bekannt gegeben.

💶 Kosten

Die Teilnahme an MOVE Deutschland ist inklusive Mittagessen kostenfrei. Vor Ort freuen wir uns über eine freiwillige Spende.

Das optionale Abendprogramm wird separat berechnet:

  • Führung durch die Klassikstadt: 10 € pro Person
  • Gemeinsames Abendessen: à la carte auf eigene Kosten
  • Speisen und Getränke werden vor Ort selbst bezahlt

Für die Führung und das Abendessen ist eine frühzeitige, verbindliche Anmeldung bis Mitte August erforderlich.

👤 Mit dabei

Thomas Baader

Thomas Baader ist Führungskraft bei Robert Bosch GmbH und engagiert sich seit vielen Jahren für werteorientierte Führung und verantwortungsvolles Unternehmertum. In seiner Arbeit verbindet er wirtschaftliche Kompetenz mit einem klaren Wertefundament und inspiriert Menschen dazu, Glauben und Beruf nicht getrennt voneinander zu denken. Seine Impulse zeichnen sich durch Praxisnähe, Tiefgang und persönliche Erfahrungen aus.

Yasmina Hunzinger

ist Sängerin, Vocalcoach und international erfahrene Musikerin. Bekannt aus „The Voice of Germany“ und durch ihre Zusammenarbeit mit Künstlern wie Céline Dion, Anastacia, Nelly Furtado, DJ Bobo und den Höhnern, schafft sie mit ihrer Stimme Raum für Tiefe, Freude und Ermutigung.

🔗Kontakt

E-Mail
info@faktor-c.org

Telefonnummer
+49 931-306 992 50

Adresse
faktor c /
Christen in der Wirtschaft e. V.
Theaterstraße 16
97070 Würzburg

Zwei Leitschienen für eine gute Strategie (Rogério Alves)

Zwei Leitschienen für eine gute Strategie (Rogério Alves)

Stimmen im Kopf sind normalerweise nichts Gutes, doch ich habe gelernt, dass zwei davon durchaus – in gleichem Maße – bedenkenswert sind. Diese beiden „Stimmen“ heißen Bedacht und Demut.

Bedacht. Beim Planen und Verfolgen einer Vision sollten wir nicht impulsiv und oberflächlich vorgehen, sondern mit Bedacht und Verstand. Jesus hat uns das vorgelebt. Zu Beginn Seines Dienstes sprach Er gegenüber Seinen Jüngern davon, „die Kosten zu überschlagen“: „Stellt euch vor, jemand möchte einen Turm bauen. Wird er dann nicht vorher die Kosten überschlagen? Er wird doch nicht einfach anfangen und riskieren, dass er bereits nach dem Bau des Fundaments aufhören muss. Die Leute würden ihn auslachen und sagen: Einen Turm wollte er bauen! Aber sein Geld reichte nur für das Fundament!“ (Lk. 14,28-30).

Viele Geschäftsleute können sich nicht mit der Idee anfreunden, die Kosten zu überschlagen. Menschen neigen dazu, sich zu überschätzen. So überschätzten laut einer von David Brooks zitierten Studie 99% der Geschäftsleute ihren Erfolg.

Voller Begeisterung stürzen wir uns auf eine sich bietende Gelegenheit und gehen dabei mehr Risiken ein als gedacht. Wir begeistern uns für eine großartige Vision, doch nach 100 Metern geht uns die Luft aus.

Wir müssen uns Fragen stellen wie: Welche Ressourcen benötige ich? Welche Hindernisse könnten auftreten? Wird sich diese Entscheidung im Rückblick als impulsiv erweisen? Wer bringt eine andere Sicht ein, von wem könnte ich lernen? Bevor wir Ergebnisse bekommen, müssen wir investieren. Wir müssen Zeit investieren, um zu weisen Entscheidungen zu gelangen: „Was der Fleißige plant, bringt ihm Gewinn; wer aber allzu schnell etwas erreichen will, hat nur Verlust.“ (Spr. 21,5).

Das Gegengewicht dazu ist die Demut: Wir sollten uns nicht zu sehr auf unsere eigenen Pläne verlassen und gar arrogant werden. Bleiben wir demütig und bescheiden. Auch wenn Jesus uns ermahnt, „die Kosten zu überschlagen“, sollten wir daran denken, dass Pläne nicht in Stein gemeißelt sind.

Deutlich wird dies im neutestamentlichen Buch Jakobus, das in seiner Lehre so unmittelbar und realitätsnah ist. Hier heißt es: „Manche von euch kündigen an: Heute oder morgen wollen wir hier- und dorthin reisen. Wir wollen dort ein Jahr bleiben, gute Geschäfte machen und viel Geld verdienen. Dabei wisst ihr nicht einmal, was morgen geschieht! Was ist denn schon euer Leben? Nichts als ein leiser Hauch, der – kaum ist er da – auch schon wieder verschwindet. Darum sollt ihr lieber sagen: Wenn der Herr will und wir leben, wollen wir dieses oder jenes tun. Ihr aber seid stolz auf eure Pläne und gebt damit an. Eine solche Überheblichkeit ist verwerflich.“ (Jak. 4, 13-16).

Gott ist gut. Wenn Er will, wird er meine Sache voranbringen. Wenn Er ihr Einhalt gebietet, ist Er immer noch gut.

Demut ohne Bedacht produziert Führungskräfte, die Entscheidungen mit einem Übermaß an Emotionen treffen und Dinge nicht zu Ende bringen. Bedacht ohne Demut bringt Führungskräfte hervor, die nicht mit Fehlschlägen umgehen können und empathielos sind. Es braucht beides.

Copyright 2024. Dr. Stephen R. Graves ist Unternehmensstratege, pragmatischer Theologe und sozialer Kapitalist. Er berät Manager und Unternehmer.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de

Die Schönheit fröhlicher Arbeit (Rick Boxx)

Die Schönheit fröhlicher Arbeit (Rick Boxx)

Mein Ur-Großvater wurde Mitte 90. Wade (sein Vorname) war Dachdecker und Teilzeit-Landwirt. Er liebte es, hart zu arbeiten und das Leben zu genießen. Als er 89 war, verriet er mir mit einem Augenzwinkern: „Gestern habe ich das Dach der benachbarten Kirche fertiggestellt, aber sage deinen Eltern nichts davon.“

Wie viele Menschen kennen Sie, die im hohen Alter ein solch anstrengendes Projekt auf sich nehmen? Die meisten Menschen sprechen eher davon, wie sehr sie sich auf den Ruhestand freuen, wenn sie nicht mehr täglich zur Arbeit müssen. Nicht so mein Ur-Großvater. Für ihn war Arbeit Freude; sie war ihm auch über das Rentenalter hinaus wichtig.

Auf der ganzen Welt sehen wir ehrfurchtgebietende Beispiele von Menschen, die mit ganzem Herzen bei der Arbeit waren. Große, wunderbare Kirchen in Europa, die Chinesische Mauer, das Taj Mahal in Indien, die modernen Wolkenkratzer in Dubai, die architektonische Wunderwerke sind. Die Vereinigten Staaten von Amerika feierten kürzlich ihren 250. Geburtstag, und zahlreiche Gebäude in ihrer Hauptstadt Washington D.C. zeugen von der harten Arbeit und der Hingabe vieler Menschen.

Vor Hunderten von Jahren wurde ein Steinmetz in Paris, der an einer kleinen Mauer arbeitete, gefragt, was er da tue. Mit großer Begeisterung antwortete er: „Ich baue eine Kathedrale!“ Sein Anteil daran mag klein gewesen sein, aber er wusste, dass sein Dienst wichtig war.

Die meisten von uns bauen wahrscheinlich nicht an Wahrzeichen, die die Jahrhunderte überdauern, aber dennoch können wir alle Freude und Zufriedenheit aus unserer Arbeit ziehen.

König Salomo verbrachte die meiste Zeit seines Lebens mit Vergnügungen, Unterhaltung und allen ehrgeizigen Projekten, die ihm in den Sinn kamen. Am Ende kam er zu dem Schluss: „Alles ist vergebliche Mühe.“ (Pred. 1,14), ein Satz, den er zahlreiche Male wiederholte. Doch der König hatte eine Offenbarung, die ihm zeigte, dass mitten in den vergeblichen Mühen des Lebens Sinn zu finden ist.

Salomo schrieb: „So erkannte ich: Ein Mensch kann nichts Besseres tun, als die Früchte seiner Arbeit zu genießen – das ist sein einziger Lohn. Denn niemand kann sagen, was nach dem Tod geschehen wird!“ (Pred. 3,22). Außerdem riet er seinen Lesern: „Alles, was du tun kannst, wozu deine Kraft ausreicht, das tu! Denn im Totenreich, wohin auch du gehen wirst, gibt es weder Tun noch Denken, weder Erkenntnis noch Weisheit.“ (Pred. 9,10).

In der Bibel entdecken wir, dass Gott von Beginn an wollte, dass Arbeit keine Last ist, sondern Zufriedenheit, Erfüllung und Freude bringt. Das erste Gebot Gottes an Adam und Eva war: „Vermehrt euch, bevölkert die Erde, und nehmt sie in Besitz! Ihr sollt Macht haben über alle Tiere: über die Fische, die Vögel und alle anderen Tiere auf der Erde! Ihr dürft die Früchte aller Pflanzen und Bäume essen…“ (Gen. 1,28-29).

Gott bestimmte die Menschen, die Er geschaffen hatte, zu Verwaltern, Managern und Arbeitern, damit sie alles, was Er gemacht hatte, pflegten und erhielten. Deshalb finden Menschen wie mein Ur-Großvater Erfüllung in „allem, was sie tun können“. Haben auch Sie Freude an Ihrer Arbeit?

Copyright 2026, Unconventional Business Network.
Aus „UBN Integrity Moments“, eine Kommentarreihe über Ehrlichkeit am Arbeitsplatz aus christlicher Sicht.

Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.

Christoph Wegert: KI als Werkzeug für mehr Menschlichkeit

Wenn man den Betriebswirtschaftler Christoph Wegert mit etwas begeistern kann, dann sind es Innovationen und Neugier auf neue Technologien. Vor allem im digitalen Bereich. So experimentiert er schon früh mit dem Internet und gründet erste IT-Firmen. Heutzutage spielen sich die Innovationen im Bereich KI ab, und daher ist es kein Wunder, dass Christoph Wegert darauf sein Hauptaugenmerk legt. Zudem findet er: KI kann sehr nützlich sein, wenn wir sie klug nutzen und dabei christliche Werte zum Maßstab machen.

 

Gebete und Experimente

Passen nüchterne digitale Prozesse aus den Bereichen Robotik, IT und KI auf der einen Seite und Spiritualität und Religion auf der anderen Seite zusammen? Für Christoph Wegert ist das keine Frage. Denn als Christ beschäftigt er sich nicht nur damit, wie Bits und Bytes zusammenwirken und demnächst Quantensprünge in neue Dimensionen machen, sondern vor allem damit, wie wir sie nachhaltig, ethisch verantwortungsvoll und zum Wohle der Menschheit einsetzen.

Beides ging für ihn schon immer Hand in Hand. Während er noch mit seinen ersten Computern experimentiert, besucht er zusammen mit Freunden und Kollegen einen christlichen Gebetskreis.

 

Werte werden immer wichtiger

Auch die dann folgende Entwicklung von Anwendungen im Bereich Augmented Reality, AR, bei der in vorhandene Szenarien virtuell zusätzliche Informationen eingespeist werden (wie etwa virtuelle Ansichten eines Urlaubsgebiets, oder Verkehrsdaten im Szenario einer Straße), hat Christoph Wegert immer wieder darin bestätigt, dass eine ethische Basis dringend erforderlich ist, damit die Dinge dienlich für den Menschen bleiben und nicht manipulativ gegen ihn missbraucht werden – sei es im Marketing aber auch in der Industrie, aus denen sich sein Kundenkreis seinerzeit generiert.

So ist der Unternehmer und KI-Manager fest davon überzeugt:

„Gerade in einer automatisierten Welt werden Werte wichtiger und nicht unwichtiger.“

 

Unabhängigkeit und Datensicherheit

Schon seit einiger Zeit steht nunmehr die Nutzung von Daten in Verbindung mit Künstlicher Intelligenz im Fokus seiner Arbeit. Seit 2025 ist er Teil von Schwarz Digits, dem digitalen Arm der Schwarz Gruppe, zu der u.a. Lidl und Kaufland gehören, mit Sitz im baden-württembergischen Bad Friedrichshall. Schwarz Digits beschäftigt weltweit rund 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Schwerpunkt ist mit der Marke STACKIT der Aufbau und Entwicklung einer europäischen Cloud, um angesichts der aktuelle globalen Entwicklung unabhängig von anderen Cloud Anbietern zu werden; zum einen für die eigene Unternehmensgruppe, aber mittlerweile auch als souveränes Angebot für viele europäische staatliche Organisation, Länder, Kommunen und Unternehmen.

So errichtet Schwarz Digits derzeit neben bereits eigenen Rechenzentren in Deutschland und Österreich ein weiteres  Großprojekt dieser Art in Lübbenau im Spreewald.

 

Technik macht nicht alles automatisch besser

Doch für Christoph Wegert beginnt die Verantwortung schon viel früher, auch im kleineren Rahmen. Denn für ihn geht die Veränderung sämtlicher Arbeitsprozesse durch KI schneller als alles bisher Gekannte.

Ständig entwickelten sich neue Geschäftsmodelle, ständig würden Prozesse verändert und durch Automatisierung beschleunigt, berichtet er Michael vom Ende im Interview für Faktor C auf Hope TV.

Was früher zuweilen Wochen oder gar Monate brauchte, sei mittlerweile in wenigen Minuten zu haben. Nicht per se schlecht, und schon gar nicht für jemanden, der wie Christoph Wegert Innovationsfan ist, aber dennoch gibt der Betriebswirtschaftler zu bedenken:

„Nur weil etwas schneller geht, ist es noch nicht automatisch besser.“

 

Ethik- und Werte weiter in Menschenhand

Genau deshalb bleibt für ihn die KI nicht mehr als ein Werkzeug, wenn auch ein revolutionäres, das viele unserer Abläufe, Prozesse und Arbeitsgewohnheiten bereits auf den Kopf gestellt hat und noch viel mehr als bisher durchwirbeln wird.

Anwendung und verantwortungsvoller Einsatz muss daher aus seiner Sicht entschlossen in Menschenhand bleiben.

Was die Technologie KI oft besser oder zumindest schneller als der Mensch kann, sind Faktenrecherche, Datenanalyse, Mustererkennung, Prozessoptimierung, Bündelung und Durchführung von Organisations- und Routinetätigkeiten sowie komplexe Planungsaufgaben.

Was sie aber nicht kann, ist für Christoph Wegert genauso wichtig: Verantwortung übernehmen, Wahrheit und Lüge erspüren und auseinanderhalten, echtes Mitgefühl entwickeln, das über ein schematisches Widerspiegeln des Gesagten hinausgeht.

Vor allem aber könne die KI eines nicht: moralische Entscheidungen treffen.

„Die Verantwortung bleibt immer beim Menschen“,

sagt Wegert. Der Mensch müsse auch weiterhin entscheiden, steuern, priorisieren.

 

Glaube in der digitalen Zukunft weiter unerlässlich

Somit geht für den KI-Experten der christliche Glaube ganz automatisch über den reinen Privatbereich hinaus, weil er die Grundlage weitreichender ethischer Entscheidungen liefert.

Die unternehmerische Frage könne daher nicht nur lauten:

„Wie können wir erfolgreich sein?“

Sondern:

„Wie können wir Menschen dienen?“

 

Werte zeigen sich bereits im Alltag

Auf Basis dieser Fragestellung hatten christliche Werte für Christoph Wegert schon immer einen zentralen Stellenwert:

Ehrlichkeit gegenüber Kunden. Fairness gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Verlässlichkeit im Umgang mit Geschäftspartnern.

„Werte müssen sichtbar werden“, sagt er.

 

KI als Werkzeug für mehr Menschlichkeit

Und das setze sich erst recht in den großen Fragen rund um KI fort. Anders als manche Kritiker sieht Wegert in KI keine Bedrohung für die Menschheit.

Im Gegenteil.

Wenn die KI-Technologie richtig eingesetzt wird, könne sie Zeit freisetzen, für das, was Menschen am besten können – kommunizieren und kreativ sein, Gespräche von Mensch zu Mensch führen, nachhaltig in Beziehungen investieren:

„Der eigentliche Maßstab ist deshalb nicht die technische Leistungsfähigkeit, sondern der menschliche Nutzen.“

 

Mit Optimismus in die digitale Zukunft

Christoph Wegert blickt somit als Fan von Innovationen optimistisch auf die kommenden Jahre. Er ist davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz weit mehr Chancen als Risiken bietet.

Gleichzeitig warnt der experimentierfreudige Betriebswirtschaftler davor, Technologie zum Selbstzweck zu machen.

„Die entscheidende Frage ist nicht, wie intelligent Maschinen werden. Sondern wie verantwortungsvoll Menschen mit dieser Intelligenz umgehen.“

Denn die Zukunft brauche nicht nur leistungsfähige Algorithmen – sondern Menschen mit Werten, Charakter und Haltung.

Die wichtigsten Erkenntnisse des Betriebswirts mit Schwerpunkt KI, Christoph Wegert, auf einen Blick:

 

1. Innovation entsteht durch Mut zum frühen Ausprobieren:

Christoph Wegert gehört zu den Menschen, die schon früh mit Augmented Reality und KI experimentierten. Sein Erfolgsrezept: Nicht warten, bis alles ausgereift ist, sondern Chancen erkennen und verantwortungsvoll testen.

2. KI verändert die Wirtschaft schneller als jede Technologie zuvor:

Prozesse, die früher Wochen oder Monate dauerten, werden heute oft in Minuten erledigt. KI beschleunigt Recherche, Analyse, Planung und Organisation massiv.

3. Schneller bedeutet nicht automatisch besser:

Trotz aller Begeisterung für Innovation warnt Wegert davor, Geschwindigkeit mit Qualität zu verwechseln:

„Nur weil etwas schneller geht, ist es noch nicht automatisch besser.“

4. Ethik und Verantwortung müssen weiter in Menschenhand bleiben:

Wenn die KI-Technologie richtig eingesetzt wird, könne sie Zeit freisetzen, für das, was Menschen am besten können – kommunizieren und kreativ sein, Gespräche von Mensch zu Mensch führen, nachhaltig in Beziehungen investieren:

„Der eigentliche Maßstab ist deshalb nicht die technische Leistungsfähigkeit, sondern der menschliche Nutzen.“

5. Glaube ist zwangsläufig mehr als Privatsache:

Für den KI-Experten geht der christliche Glaube ganz automatisch über den reinen Privatbereich hinaus, weil er die Grundlage weitreichender ethischer Entscheidungen liefert.

Die unternehmerische Frage könne daher nicht nur lauten:

„Wie können wir erfolgreich sein?“, sondern: „Wie können wir Menschen dienen?“

6. Sein Fazit zur derzeitigen Entwicklung der KI:

„Die entscheidende Frage ist nicht, wie intelligent Maschinen werden. Sondern wie verantwortungsvoll Menschen mit dieser Intelligenz umgehen.“

Das entspricht dem heutigen Stand der Technik und der aktuellen Debatte deutlich genauer.

 

 

Rückblick impact weekend 2026

Rückblick impact weekend 2026

Was passiert, wenn junge Christinnen und Christen zusammenkommen, die ihren Glauben nicht vom Rest ihres Lebens trennen wollen? Genau das durften wir beim impact weekend 2026 erleben: ein Wochenende voller Begegnungen, ehrlicher Fragen, starker Impulse und neuer Perspektiven darauf, wie Glaube, Leiten und Leben im Alltag zusammenfinden können.

Impulse, die herausfordern und ermutigen

Dr. Daniel Bergmann nahm die Teilnehmenden mit hinein in seine persönliche Geschichte zwischen McKinsey, Verantwortung und Non-Profit-Arbeit. Dabei ging es nicht um schnelle Erfolgsformeln oder klassische Business-Takeaways, sondern um Identität, Fokus und die Frage, wie Christsein mitten in anspruchsvollen beruflichen Kontexten konkret werden kann. Besonders stark war sein Gedanke: Nicht vorsortieren, sondern Gott alles hinlegen – und dann mit klarem Fokus losgehen.

Auch Martin Daum setzte prägende Akzente. Er sprach darüber, was Christen in Wirtschaft und Verantwortung trägt: Menschen auf Augenhöhe begegnen, Verantwortung nicht als Privileg verstehen und auch dann das Richtige tun, wenn niemand hinsieht. Am Ende zählt nicht Position oder Kontostand, sondern ob wir gute Verwalter dessen waren, was Gott uns anvertraut hat.

Yasemin Lupo berührte mit ihrer persönlichen Geschichte und starken Bildern von Vertrauen, Heilung und Verwurzelung. Besonders eindrücklich war ihr Vergleich mit dem Löwenzahn: scheinbar unscheinbar, aber unglaublich widerstandsfähig, weil seine Wurzeln tief reichen. Ihre Ermutigung: nicht nur hoch wachsen wollen, sondern tief – in der Abhängigkeit von Gott, im Frieden statt Getriebensein und im Vertrauen statt Kontrolle.

Berufung bleibt – auch wenn Aufträge sich ändern

Ein besonderer Moment war die Predigt von Felix Märtens, der die Geschichte von Josef mit verschiedenen Gewändern lebendig machte. Vom bunten Gewand über den einfachen Sack und die Gefängnisjacke bis zum königlichen Mantel wurde sichtbar: Äußere Positionen können sich verändern – aber die Berufung bleibt. Auftrag ist das, was wir für eine Zeit tun. Berufung ist, wer wir vor Gott sind: geliebte Kinder, gerufen, ihm treu zu leben und zu dienen.

Gemeinschaft, die bleibt

Neben allen Impulsen war es vor allem die Gemeinschaft, die das Wochenende besonders gemacht hat: Gespräche beim Essen, ehrlicher Austausch, Gebet, Freizeit, neue Kontakte und die Erfahrung, mit den eigenen Fragen nicht allein zu sein.

Das impact weekend 2026 war mehr als ein Event. Es war ein Ort zum Auftanken, Nachdenken, Vernetzen und Neu-Ausrichten – mit tiefen Wurzeln, klarem Fokus und dem Wunsch, dort impact zu haben, wo Gott uns hingestellt hat.

Du willst 2027 selbst dabei sein?

Dann sichere dir schon jetzt dein Ticket fürs nächste impact weekend und werde Teil eines Wochenendes, das Glauben, Leiten und Leben neu verbindet.

Ein besondere Dank gilt unseren Sponsoren, die diesen Event überhaupt erst möglich machen. (auch denen die die bewusst im Hintergrund bleiben wollten)

Hier einige Impressionen vom impact weekend