Eines meiner Lieblingsbücher besteht aus den 100 besten Marketing-Sätzen. Einer davon lautet: „No creativity, no future“ – keine Kreativität, keine Zukunft.
Philipp Mickenberger ist in der vergangenen Woche mit 23 Jahren an einem Tumor gestorben. Der YouTube-Star (1,4 Mio. Follower) und Christ hat mit seinem Zwillingsbruder kreativ Kindheitsträume umgesetzt und damit und mit seinem authentischen Reden über seinen Glauben die Zukunft erreicht. Die Nachricht von seinem Tod und seinem christlichen Glauben gingen durch die Presse. No creativity, no future.
Ich liebe die alten, ersten Episoden von Raumschiff Enterprise – mit Captain Kirk, Spock, „Pille“ Scott, Uhura und Checkov. In einer Episode kommt eine Gruppe um den Captain auf einem Planeten zu einem Volk, das irgendwann in der Vergangenheit aufgehört haben, sich weiterzuentwickeln. Das damalige hohe Niveau hat sich nicht verändert, das Volk hat sich mit dem erreichten Standard zufriedengegeben. Nach Jahrhunderten stellt sich nun heraus, dass das Volk den Herausforderungen der Jetzt-Zeit nicht mehr gewachsen und dem Untergang geweiht ist. Der Besuch der Besatzung der Enterprise bringt Einsicht, Erkenntnis und die Bereitschaft, Dinge zu verändern und eine neue Entwicklung zu gestalten. No creativity, no future.
Den Medien entnehmen wir, „Junge Tüftler bauen ein Solarmobil“ oder „Forscher entwickeln Sporenspeicher“, um Daten zukunftssicher speichern zu können. faktor c als Initiative muss sich weiterentwickeln. Über das Wie kann man streiten und diskutieren, ja muss es sogar. Aber es stimmt: „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.“ No creativity, no future.
Die deutsche Nationalmannschaft braucht dringend kreative Ideen und Momente, um die Vorrunde der aktuell laufenden Fußball-Europameisterschaft zu überstehen. No creativity, no future.
Ich nehme Sie mit in meine Lieblingstöpferei auf Korsika. Töpfern ist ein kreativer Prozess, und ein Töpfer muss sich Dinge vorstellen, die noch nicht existieren. Töpfergeschichten sind Schöpfergeschichten. Eine markante solche Geschichte steht in der Bibel:
„Dies ist das Wort, das geschah vom HERRN zu Jeremia: Mach dich auf und geh hinab in des Töpfers Haus; dort will ich dich meine Worte hören lassen. Und ich ging hinab in des Töpfers Haus, und siehe, er arbeitete eben auf der Scheibe. Und wenn der Topf, den er aus dem Ton machte, ihm unter den Händen missriet, machte er daraus wieder einen anderen Topf, ganz wie es ihm gefiel. Da geschah des HERRN Wort zu mir: Kann ich nicht ebenso mit euch umgehen, ihr vom Hause Israel, wie dieser Töpfer?, spricht der HERR. Siehe, wie der Ton in des Töpfers Hand, so seid auch ihr in meiner Hand, Haus Israel.“ (Jeremia 18, 1 – 6). Hier wird Kreativität in Reinform sichtbar. No creativity, no future.
Das Wort „Kreativität“ kommt vom lateinischen Wort „creare“ („etwas neu schöpfen, etwas erfinden, etwas erzeugen, herstellen“). In der hebräischen Bibel ist es das zweite, in der Septuaginta (griechisches AT), der Vulgata (lateinisches AT) und auch in der deutschen Lutherübersetzung ist es das dritte Wort der gesamten Bibel! Es ist damit ein nicht unerhebliches Element der Menschheitsgeschichte – und gehört zum „Kern der Identität Gottes“.
So wie Gottes Kreativität vor Milliarden von Jahren das Universum und unsere Welt erschaffen hat, so macht er uns heute zu „Menschen mit Zukunft“:
„Denn Gott, der da sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, dass die Erleuchtung entstünde zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi.“ (2. Kor. 4, 6)
Wir lernen,
* dass Gott als Töpfer ist ein Vorbild für Kreativität. Staunen wir über ihn. Und lernen wir von ihm.
* dass Gott uns kreativ begleitet. Und damit für uns Zukunft garantiert.
* dass unsere Kreativität gebraucht wird, um die Zukunft unserer Stadt, unseres Landes, unserer Welt möglich zu machen.
* dass Kreativität Zukunft möglich macht. „Creativity brings Future.
Michael vom Ende
Geschäftsführer von faktor c / Christen in der Wirtschaft e. V.