Zeiten der Unzufriedenheit gemeinsam überwinden (Jim Langley)

13.07.2020

Vielleicht können Sie nachvollziehen, was ich mit „Zeiten der Unzufriedenheit“ meine. Meistens sind wir im Leben nicht auf den sprichwörtlichen Rosen gebettet. Jeder kennt Zeiten,in denen man wünscht, das Leben wäre weniger stressig und gemütlicher. Viele Menschen tun so, als wäre alles wunderbar, auch wenn ihre Umstände eigentlich ganz anders ausschauen.

Diese Menschen errichten eine Fassade; nicht einmal diejenigen, die ihnen am nächsten stehen, erfahren vom wirklichen Ausmaß ihrer Probleme und Sorgen. Sie tun so, als würden ihre Schwierigkeiten verschwinden, wenn sie sie unter den Teppich kehren. Kennen Sie das? Ich habe das Glück, enge Freunde zu haben, denen ich mich mit allem anvertrauen kann. In meinem Geschäft habe ich es gerade sehr schwer, deshalb ist es gut, dass ich mit christlichen Geschäftsleuten befreundet bin, die mir zuhören und weisen Rat geben. Es tut gut, mit anderen verbunden zu sein, die die gleichen Herausforderungen haben. Die Gemeinschaft
mit Gleichgesinnten gibt mir die Kraft, nicht aufzugeben und stattdessen den schweren Herausforderungen des Unternehmerdaseins standzuhalten.

Einer meiner Lieblingsverse in der Bibel ist Prediger 4,12: „Einer kann leicht überwältigt werden, doch zwei sind dem Angriff gewachsen. Man sagt ja auch: Ein Seil aus drei Schnüren reißt nicht so schnell!“ Das Leben funktioniert am besten als Mannschaftssport! Ich treibe schon mein ganzes Leben lang Mannschaftssport. Wenn eine Mannschaft zusammenspielt, ohne nach der Leistung und Ehre des Einzelnen zu schauen, findet oft eine Synergie statt. Siege – und Niederlagen – als Mannschaft rufen im Sport und im Leben ein einzigartiges Gefühl der Zufriedenheit hervor. Und zusammen mit Mitchristen werden Siege noch kostbarer. Wir können nicht nur persönliche Errungenschaften feiern, sondern auch die Freude, zusammenzuarbeiten, unsere verschiedenen Fähigkeiten und Gaben miteinander zu teilen und eine gemeinsame Mission zu verfolgen bzw. ein gemeinsames Ziel zu erreichen.

Das erinnert mich an Lukas 24, 31-32, wo zwei Jünger nach Jesu Tod, Begräbnis und Auferstehung auf dem Weg nach Emmaus mit Jesus reden, ohne zu erkennen, dass es ihr Herr ist. Am Ende der Szene bricht Jesus das Brot mit ihnen und verschwindet dann. Es heißt, „Da wurden ihnen die Augen geöffnet: Es war Jesus. Doch im selben Moment verschwand er, und sie konnten ihn nicht mehr sehen. Sie sagten zueinander: Hat es uns nicht tief berührt, als er unterwegs mit uns sprach und uns die Heilige Schrift erklärte?“

Der Heilige Geist wohnt in allen, die Jesus nachfolgen, so dass auch wir dieses Brennen in unseren Herzen und Gemütern erfahren können, wenn wir den Widrigkeiten des Lebens gemeinsam begegnen. Auch der Apostel Paulus kannte gewiss solche Zeiten der Unzufriedenheit nach seiner Bekehrung vom Christenverfolger zum eifrigen Botschafter Jesu Christi. In seinen Briefen an die Gemeinden in Rom, Korinth, Galatien, Ephesus, Philippi, Kolossä und Thessalonich erzählt er von seinen Kämpfen für die Sache Jesu Christi.

Doch er blieb stark und standfest in seiner immensen Liebe und Hingabe an Seinen Herrn und Retter. Ich denke, auch der Trost enger Glaubensgeschwister, die ihn in dem Werk, dass der Herr ihm aufgetragen hatte, ermutigten, half ihm, Verzweiflung zu überwinden.

Als Nachfolger Jesu Christi haben wir alle die Gelegenheit, Zeiten des Leidens und der Herausforderungen zu ertragen und dabei zu lernen, Ihn in allen Dingen an die erste Stelle zu setzen. Indem wir zusammenarbeiten und gemeinsam dem Herrn dienen, können wir unsere Zeiten der Unzufriedenheit verkürzen und sie durch Freude ersetzen.

 

©2020, alle Rechte vorbehalten. Jim Langley ist seit über 30 Jahren in der Versicherungsbranche tätig und engagiert sich seit langem
beim CBMC. Auch durch sein Schreiben ermutigt er gerne andere Menschen zu einer persönlichen Beziehung zu Gott.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
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