Zeit zum „Reboot“ (Robert J. Tamasy)

29.06.2020

Als nachgewiesener Nicht-ITler, also jemand der wenig von Computertechnologie versteht, verfolge ich eine sehr simple Strategie, wenn mein PC nicht funktioniert.

Ich fahre ihn runter und starte neu, um dem System ein „reboot“, einen Neustart zu gewähren. Meistens funktioniert er dann – obwohl ich nicht weiß warum.

Als die COVID-19 Pandemie ausbrach und sich weltweit verbreitete, waren wir alle auf die eine oder andere Weise betroffen. Unsere Arbeitsabläufe und Zeitpläne wurden durcheinandergebracht. Viele befanden sich zumindest zeitweise ohne Arbeit oder lernten, von zuhause aus zu arbeiten. Viele Menschen litten unter finanziellen Schwierigkeiten durch reduzierte oder gar keine Gehälter.

So ein weltweiter Schaden ist noch nie dagewesen und kam völlig unerwartet. Aber wie bei meinem PC, wenn etwas nicht funktioniert, war es vielleicht das Signal für einen Neustart – einmal alles herunterfahren und neu beginnen. Mir kam der Gedanke, dass es für Menschen, die auch im Geschäftsleben Jesus Christus nachfolgen, vielleicht an der Zeit ist, neu über ihren Beruf nachzudenken. Wie lauten unsere Motive, welches Ziel und welchen Zweck verfolgen wir?

Bei Epheser 2,10 steht: „Was wir jetzt sind, ist allein Gottes Werk. Er hat uns durch Jesus Christus neu geschaffen, um Gutes zu tun. Damit erfüllen wir nun, was Gott schon im Voraus für uns vorbereitet hat.“ Und in 1. Korinther 3,9 steht:
„Wir sind Gottes Mitarbeiter, ihr aber seid Gottes Ackerland und sein Bauwerk.“ Was bedeutet das ganz praktisch, wenn es wahr ist? Ich denke, die folgende Passage aus 2. Korinther 5,14-20 gibt eine Erklärung:

„Die Liebe, die Christus uns geschenkt hat – sie lässt uns keine andere Wahl. Wir sind davon überzeugt: Weil einer für alle Menschen starb, sind sie alle gestorben. Und Christus ist deshalb für alle gestorben, damit alle, die leben, nicht länger für sich selbst leben, sondern für Christus, der für sie gestorben und auferstanden ist… All dies verdanken wir Gott, der uns durch Christus mit sich selbst versöhnt hat. Er hat uns beauftragt, diese Botschaft überall zu verkünden. Und so lautet sie: Gott ist durch Christus selbst in diese Welt gekommen und hat Frieden mit ihr geschlossen, indem er den Menschen ihre Sünden nicht länger anrechnet. Gott hat uns dazu bestimmt, diese Botschaft der Versöhnung in der ganzen Welt zu verbreiten. Als Botschafter von Christus fordern wir euch deshalb im Namen Gottes auf: Lasst euch mit Gott
versöhnen!“

Aus dieser Passage können wir viel lernen; das wichtigste jedoch ist, dass Jesus für uns gestorben ist und uns mit Gott versöhnt hat und dass wir dadurch berufen sind, ihn vor anderen als seine Botschafter zu bekennen – auch denen, die uns im Geschäftsleben begegnen. Hier einige wichtige Punkte, die wir in der „Rebootzeit“ bedenken können:

Wir sind Gottes Kunstwerk. Jeder von uns ist einmalig mit einer Kombination eigener Talente, Begabungen, Erfahrungen und Leidenschaften, die wir alle zu seiner Ehre einsetzen sollen.

Wir sind Gottes „Arbeitsbereich, sein Gebäude“. Unzählige Menschen um uns herum in Büros, Geschäften und Fabriken müssen die versöhnende Nachricht von Jesus Christus hören. Die Tatsache, dass Gott uns an den Platz gesetzt hat, wo wir gerade sind, ist Beweis dafür, dass wir ihn dort repräsentieren sollen.

Wir sind die Botschafter Gottes. Ein Botschafter verfolgt nicht seine eigenen Ziele, sondern die seines Auftraggebers. Auf ähnliche Weise sollen wir den Herrn durch unser Handeln und durch unsere Worte im Geschäftsleben verkörpern.

© 2020. Robert J. Tamasy ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher. Er bloggt alle 14 Tage unter www.bobtamasy.blogspot.com.
Übersetzung: Vera Flohr, Bergisch Gladbach, vera.g.flohr@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
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