Wenn das Leben dich in den „Pausenmodus“ zwingt (Jim Langley)

19.10.2020

Kennen Sie den „Pause“ Knopf auf Ihrem Fernseher oder in den Videos, die Sie in Ihrem Computer oder auf Ihrem Smartphone anschauen? Manchmal drückt das Leben auf den „Pause“ Knopf, ob es uns gefällt oder nicht. Meistens gefällt es uns nicht.

Doch ich habe gelernt, dass dies auch eine einzigartige Gelegenheit ist, einen Schritt zurück zu treten und zu schauen, wo wir herkommen, wo wir stehen und wo wir wahrscheinlich hingehen.

Auch ungeplante, ungelegene Pausen können sich als wertvoll erweisen, wenn wir achtsam sind. Wir werden leicht vom „geschäftigen Treiben“ dieser Welt gefangen genommen und verlieren das aus den Augen, was wirklich relevant ist. Damit möchte ich nicht sagen, dass ein Großteil unseres Lebens nicht relevant sei, doch wenn wir uns das größere Bild anschauen, sind viele Dinge häufig nicht so wichtig wie gedacht.

Die vielleicht bedeutendste Pause meines Lebens erlebte ich vor vielen Jahren, als ich mit beidseitiger Lungenentzündung vier Tage auf der Intensivstation verbrachte. Zum Glück konnte mein Arzt mich davon überzeugen, mich gerade noch rechtzeitig ins Krankenhaus einweisen zu lassen. Beide Lungenflügel waren mit Flüssigkeit gefüllt, was mich zu einer wandelnden Zeitbombe machte. Dieser kurze Klinikaufenthalt gab mir nicht nur die Zeit, zu heilen und zu genesen, sondern auch die Chance, eine Pause einzulegen, über meine Prioritäten nachzudenken und sie entsprechend anzupassen.

In den Psalmen findet sich häufig das Wort „Selah“. Dieses hebräische Wort scheint als musikalische Anmerkung verwendet zu werden, das den Lesern bzw. Sängern bedeutet, eine Pause einzulegen und über das Vorhergehende nachzudenken. Auch im Buch Habakuk, das von der Größe Gottes seit Anbeginn der Menschheit spricht, kommt es dreimal vor. Der Prophet fordert uns dazu heraus, über Gottes Güte nachzudenken und dem Herrn des Universums zu vertrauen.

Eine weitere Pausensituation erlebte ich, als ich 18 Monate in einem Kriegsgebiet verbrachte. Auch wenn ich damals keine Beziehung zu Gott hatte, kann ich im Rückblick erkennen, wie ich in dieser Zeit geformt und gestärkt wurde. Im Nachhinein kann ich sehen, dass Gott immer da war und über mich wachte, auch wenn ich nicht darauf achtete.

So wie wir an unseren elektronischen Geräten und in unserer Software „Pause“ Knöpfe finden, um die Geschwindigkeit der Informationsaufnahme zu steuern, verwendet Gott oft einen göttlichen „Pause“ Knopf in dieser Welt, in der wir leben. Vielleicht stellen die Corona-bedingten Einschränkungen für Sie solch eine Zwangspause dar. Inmitten der Pandemie finden wir großen Trost in dem Wissen, dass unser Gott allmächtig ist, und überhaupt nicht überrascht oder besorgt. Auch wenn wir es nicht merken, benutzt Er unsere Umstände, um uns durch unbekannte Gewässer zu navigieren.

Ich finde Psalm 46 hilfreich, wo es heißt: „Gott ist unsere Zuflucht und Stärke, ein bewährter Helfer in Zeiten der Not. Darum fürchten wir uns nicht, selbst wenn die Erde erbebt, die Berge wanken und in den Tiefen des Meeres versinken. Auch dann nicht, wenn die Wogen tosen und schäumen und die Berge von ihrem Wüten erschüttert werden.“ Und dann weiter: „Kommt und seht, was der Herr Großes getan hat! Seine Taten verbreiten Entsetzen. In aller Welt bereitet er den Kriegen ein Ende. Die Kampfbogen bricht er entzwei, er zersplittert die Speere und verbrennt die Kriegswagen. Hört auf!, ruft er, und erkennt, dass ich Gott bin! Ich stehe über den Völkern, ich habe Macht über die ganze Welt. Der Herr, der allmächtige Gott, steht uns bei! Der Gott Jakobs ist unser Schutz!“ (Römer 8,24-25).

In allen Herausforderungen dürfen Sie sich von diesen Worten stärken und ermutigen lassen.

 

 

©2020, alle Rechte vorbehalten. Jim Langley ist seit über 30 Jahren in der Versicherungsbranche tätig und engagiert sich seit langem
beim CBMC. Auch durch sein Schreiben ermutigt er gerne andere Menschen zu einer persönlichen Beziehung zu Gott.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
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