Wenn das Gute dem Besten im Weg ist (Ken Korkow)

27.09.2021

Haben Sie jemals in Betracht gezogen, dass das Gute das Falsche sein kann? Als die Titanic auf den Eisberg auflief, war die Crew vielleicht gerade dabei, die Böden zu wischen. Doch diese gute Aufgabe wurde gerade nicht gebraucht.

Wir können unsere Zeit, Energie und Begabungen in viele „gute Dinge“ investieren. Wir können sagen, dass nichts Falsches daran ist, Gutes zu tun – es sei denn, diese guten Dinge halten uns vom Besseren ab. In seinem Andachtsbuch Mein Äußerstes für sein Höchstes beobachtet Oswald Chambers in mehreren seiner Andachten, dass „das Gute der Feind des Besten ist“. Zeit und Erfahrung haben mich gelehrt, dass das stimmt.

In der Geschäfts- und Arbeitswelt finden wir andauernd gute Dinge, die wir tun können. Aber wenn es unser Ziel ist, dass unser Leben  und unsere Arbeit im Leben der Menschen, mit denen wir täglich zu tun haben, wirklich einen Unterschied macht, wäre es weise, herauszufinden, wie sich „Gutes“ vom „Besten“ unterscheiden lässt. Vor allem, wenn wir Jesus Christus auch durch unsere Arbeit dienen und ehren wollen.

Ray Comfort, ein Autor, berichtet von einem älteren Mann, der zitterte, als er vor der versammelten Gemeinde sprach: „Als junger Mann gab es für mich nur den Sport!“ Im Rückblick erkannte er, dass es sich um eine Zeitverschwendung handelte und er viele wichtige Dinge vernachlässigt hatte. Der Mann ermutigte seine Zuhörer, vor allem die jungen, ihr Leben dem Besten zu widmen:  Gott in jedem Bereich ihres Lebens zu ehren.

In der Bibel finden wir diesen Rat: „Mach uns bewusst, wie kurz das Leben ist, damit wir unsere Tage weise nutzen!“ (Psalm 90, 12). Und Epheser 5,16 fordert uns heraus: „Nutzt die Zeit, so gut ihr könnt, denn wir leben in einer schlimmen Zeit.“ Das bedeutet nicht, dass Zeit an sich etwas Schlechtes ist, aber wir können sie nicht aufsparen. Sie verrinnt, ob wir wollen oder nicht, also  wollten wir sie bestmöglich nutzen.

Wenn Satan Sie schon nicht dazu bringen kann, „Schlechtes“ zu tun, ist er schon vollkommen glücklich, wenn Sie Ihr Leben mit „Gutem“ verbringen. Anders gesagt, wenn Sie das „Beste“ verpassen.

Paul Tripp, einem ebenfalls bemerkenswerten Autor und Sprecher, verdanken wir folgende Einsicht, wie wir das Beste vom Guten unterscheiden: „Alle Herrlichkeiten der physischen, geschaffenen Welt dienen dem einen Zweck, uns auf die Herrlichkeit Gottes hinzuweisen… Die physische Welt ist wundervoll, aber wir sollten dabei nicht stehen bleiben; auch ein Hinweisschild ist ja nicht als Ende der Reise gedacht… Es geht nicht um das Zeichen, sondern um das, worauf uns das Zeichen hinweist.

Dasselbe kann von der Schöpfung gesagt werden. Sie sind nicht für die Schöpfung geschaffen. Die Schöpfung wurde geschaffen, um Sie auf das hinzuweisen, wozu Sie geschaffen sind, nämlich auf Gott und Gott allein. Wie traurig ist es, wenn ein Mensch sucht, was nicht gefunden werden kann, weil er in etwas sucht, das das Gesuchte nicht bieten kann. Aber so viele Menschen tun genau dies jeden Tag. Sie schauen auf geschaffene Herrlichkeit, um etwas zu finden, was dort nicht gefunden werden kann.“

Was ist also dieses „Beste“, auf das wir uns konzentrieren sollen? In der Gemeinschaft mit Gott zu wachsen und Ihm zu gehorchen, so dass Sein Charakter in das Leben anderer Menschen überfließt. Wie es in 2. Korinther 5,20 heißt: „Als Botschafter von Christus fordern wir euch deshalb im Namen Gottes auf: Lasst euch mit Gott versöhnen! Wir bitten euch darum im Auftrag von Christus.“ Was könnte besser sein, als dem Herrn durch unser berufliches und persönliches Leben zu dienen, und anderen zu helfen, Ihn ebenfalls kennenzulernen?

 

Ken Korkow lebt in Omaha, Nebraska, USA, wo er als Regionalleiter für die CBMC tätig ist, die die Montags
Impulse („Monday Mannas“) herausgibt. Mit freundlicher Genehmigung.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
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