Weihnachten – ein Fest, das nicht abgesagt werden kann (Robert J. Tamasy)

20.12.2021

Was für ein Jahr! COVID-19 war das vorherrschende Thema, und die globalen Auswirkungen der Pandemie von nicht gekanntem Ausmaß. In den USA wird sogar davor gewarnt, dass Weihnachten „abgesagt“ werden könnte, um Virusübertragungen zu vermeiden. Unterbrechungen in Warentransportketten von einer Region oder Nation in die andere haben die große Sorge geweckt, dass für Geschenke und Weihnachtsfeierlichkeiten benötigte Güter nicht verfügbar sein könnten.


Doch kann Weihnachten wirklich abgesagt werden? Ich denke, die Antwort ist, dass alles davon abhängt, um welches Weihnachten es uns geht.

Wenn es um das Weihnachten geht, dass die Händler das ganze Jahr lang erwarten und das zu großen Teilen bestimmt, ob das Kalenderjahr für die Betriebe mit „roten“ oder mit „schwarzen Zahlen“ endet, dann vielleicht schon. Denn wenn Produkte weder in den Geschäftsregalen noch online verfügbar sind, wird das zwangsläufig Auswirkungen auf Umsatz und Steuereinnahmen haben. Wenn wir jedoch das biblische Weihnachten meinen, kann uns keine Regierung und kein Lieferengpass das jemals nehmen.

In Lukas 2,1-40 finden wir eine Beschreibung von Christi Geburt, dem Sohn Gottes, wie Seine irdische Mutter, Maria, und ihr angetrauter Mann, Josef, von ihrer Heimatstadt Nazareth nach Bethlehem zogen; bereits Jahrhunderte vorher hatten Propheten vorausgesagt, dass der Messias dort geboren werden würde. Engel verkündeten die einzigartige, heilige Geburt einem unwahrscheinlichen Publikum, Schafhirten niedrigen Standes, den ersten Augenzeugen des Jesus-Kindes.

Eine ähnliche Erzählung ist in einem weiteren Evangelium zu finden, beginnend mit Matthäus 1,18 bis Kapitel 2, Vers 23. Hier geht es um Immanuel, das bedeutet „Gott ist mit uns“. In dieser Erzählung kommen auch Magier vor, weise Männer, die weit reisten, um die Erfüllung einer alten Prophezeiung zu sehen, und ein böser König Herodes, der befürchtete, dass dieses Kind ihn eines Tages vom Thron stoßen könnte.

Die überzeugendsten Worte zu Jesu Christi Fleischwerdung finden sich im Anfangskapitel des Johannes-Evangeliums: „Am Anfang war das Wort. Das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott selbst. Von Anfang an war es bei Gott… In ihm war das Leben, und dieses Leben war das Licht für alle Menschen. Es leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht auslöschen können.“(Johannes 1,1-5).

Diese Worte sind heute so wahr wie damals. In der Weihnachtszeit hören wir immer wieder, wie Menschen – Prediger, Journalisten, Politiker oder Stars – ihre Meinung über „die wahre Bedeutung von Weihnachten“ kundtun. Doch wenn wir der Bibel glauben, ist die wahre Bedeutung von Weihnachten nichts, dass wir selber festlegen oder auswählen könnten. Es ist einfach, aber profund: Gott wurde Mensch, um das eine Problem zu überwinden, das Menschen nicht lösen können: das Problem der Sünde.

Johannes 1,14 erklärt: „Das Wort wurde Mensch und lebte unter uns. Wir selbst haben seine göttliche Herrlichkeit gesehen, eine Herrlichkeit, wie sie Gott nur seinem einzigen Sohn gibt. In ihm sind Gottes Gnade und Wahrheit zu uns gekommen.“ Das Ergebnis war das größte Geschenk überhaupt: „Die ihn aber aufnahmen und an ihn glaubten, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden.“ (Johannes 1,12).

 

© 2021 Robert J. Tamasy ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher. Er bloggt alle 14 Tage unter www.bobtamasy.blogspot.com.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
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