Was ist Ihre Einstellung zur Arbeit? (Robert J. Tamasy)

18.01.2021

Die globale COVID-19 Pandemie hat unsere Arbeit – und wie wir sie wahrnehmen – dramatisch beeinflusst. Viele von uns haben die Freuden und Herausforderungen der Arbeit von zu Hause aus kennengelernt.

Bei manchen hat sich die Arbeitsbeschreibung dramatisch verändert, während andere ihren Arbeitsplatz verloren haben oder in Kurzarbeit geschickt wurden.

Alle diese Faktoren haben bewirkt, dass viele von uns ihre Einstellung zur Arbeit neu bewertet haben: Was sie uns bedeutet, warum wir sie tun und was wir von ihr erwarten. Ist Arbeit wirklich nur ein „notwendiges Übel“, wie man häufig zu hören bekommt? Geht es um den „Lebensunterhalt“, darum, den täglichen Bedarf zu decken, Rechnungen bezahlen und sich den gewünschten Lebensstil leisten zu können? Oder gibt es da noch mehr? Hat Arbeit einen intrinsischen Wert, der uns Bedeutung und Wert gibt?

Ein schlauer Mensch sagte einmal: „Ich liebe Arbeit. Ich kann den ganzen Tag lang dasitzen und anderen dabei zuschauen.“ Sind Sie auch der Auffassung, dass Arbeit gut ist, solange sie von jemand anderem getan wird?

David McKay, Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer von RBC, der größten Bank Kanadas, hat eine positivere Sicht auf Arbeit zu bieten: „Das Privileg, zu arbeiten, ist ein Geschenk, ein Segen, und die Liebe zur Arbeit Erfolg.“ In dieser kurzen Aussage verbindet er Arbeit mit einigen faszinierenden Aspekten: einem Privileg, einem Geschenk, einem Segen und Erfolg – wenn man sie gerne macht. Jeder dieser Aspekte hat eine genauere Betrachtung verdient.

Ob Sie es glauben oder nicht, Arbeit war nicht immer eine Tortur, nicht immer mit Frust verbunden. Als Gott die ersten Menschen, Adam und Eva, und ihren „Arbeitsplatz“, Eden, schuf, war alles wundervoll und idyllisch. „Vermehrt euch, bevölkert die Erde und nehmt sie in Besitz! Ihr sollt Macht haben über alle Tiere: über die Fische, die Vögel und alle anderen Tiere auf der Erde!… Seht, als Nahrung gebe ich euch alle Pflanzen, die Samen tragen, und die Früchte, die überall an den Bäumen wachsen…“ (1. Mose 1,28-29).

Es war ein perfektes Arrangement, doch dann vermasselten Adam und Eva es. Sie trotzten Gottes Befehl, „von den Früchten zu essen, die ich euch ausdrücklich verboten hatte.“ (1. Mose 3,17). Die Konsequenzen ihrer Rebellion sind bis heute zu spüren: „Deinetwegen soll der Ackerboden verflucht sein! Dein ganzes Leben lang wirst du dich abmühen, um dich von seinem Ertrag zu ernähren… Du wirst dir dein Brot mit Schweiß verdienen müssen…“. (1. Mose 3,17-19).

Wenn also bei unserer Arbeit, sei es im Büro, auf einem Flughafen oder im Home-Office, nicht alles gut läuft, können wir Adam und Eva dafür danken. Sie sind schuld! Aber sollten wir deshalb jeden Tag unwillig an die Arbeit gehen und uns darüber beschweren, wie mühsam sie ist? Das ist eine Möglichkeit. Eine andere ist, wie McKay sagte, sie als Privileg, Geschenk und Segen zu betrachten. Und dann unsere Ärmel hochzukrempeln und uns Mühe zu geben.

Wie der Unternehmensberater Tim Kight sagt: „Ärzte machen uns nicht gesund. Ernährungsberater machen uns nicht schlank. Lehrer machen uns nicht klug. Trainer machen uns nicht fit. Sie helfen uns, aber wir müssen selber die Verantwortung auf uns nehmen und uns an die Arbeit machen.“ Wenn wir das tun, können wir die Früchte unserer Arbeit genießen und zufrieden sein.

 

 

 

© 2021 Robert J. Tamasy ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher. Er bloggt alle 14 Tage unter www.
bobtamasy.blogspot.com.
Übersetzung: Susanne nebeling-Ludwar, tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
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