Warum sind wir so ängstlich? (Ken Korkow)

28.06.2021

Bei den meisten von uns war in den letzten ca. 18 Monaten oder vielleicht noch länger die Angst unser ständiger Begleiter. Ein Teil davon der Pandemie geschuldet, deren gleichen wir noch nie in unserem Leben erfahren haben und die einen dunklen Schatten von Schmerz und Tod in unsere Gesellschaft und die Welt gebracht hat. Die Auswirkungen und die Einschränkungen von COVID-19 haben unser Alltagsleben aber auch unsere Firmen auf manchmal verstörende, teilweise auch beängstigende Weise berührt. Menschen haben ihren Arbeitsplatz verloren. Geschäftsinhaber mussten entweder ganz schließen oder ihr Angebot stark reduzieren. Und was die Zukunft bringt, erscheint ungewiss und verhüllt.

Obendrauf kommt das schonungslose Trommelfeuer schlechter Nachrichten aus den Medien. Uns wird ein ständiges Angstmenü zum Frühstück, Mittag- und Abendessen serviert. Die „Snacks“ zwischendurch lasse ich weg. Kein Wunder, dass sich viele von uns krank fühlen, selbst wenn wir mit dem Virus keinen Kontakt hatten. Das ist kein gesunder Lebenswandel.

Wie heißt die Lösung? Oder welches Mittel hilft gegen die allgegenwärtige Pandemie der Angst, die zum Teil größer ist als das Virus selbst? Ich habe gemerkt, wie wichtig es ist, sich gleich am Anfang des Tages auf das Gute zu fokussieren, das Sichere, das unerschütterliche Versprechen Gottes, des Einen, über den wir in der Bibel lesen, der immer gleich bleibt, sich nie verändert. Hier ein paar Kostproben vieler solcher Versicherungen:

Gott ist immer bei uns, egal um welche Krise es geht. Wenn wir uns einsam, sogar verlassen fühlen, haben wir sein Versprechen, dass er beständig an unserer Seite ist und uns führt, ja manchmal durch Situationen trägt, egal wie düster und verzweifelt. „Habt keine Angst und lasst euch nicht von ihnen einschüchtern! Denn der HERR, euer Gott, geht mit euch. Er hält immer zu euch und lässt euch nicht im Stich!“ (5. Mose 31,6).

Der Glaube an einen unveränderlichen Gott gibt uns Halt. Manchmal erscheint alles im Chaos zu sein, in vollkommener Unordnung. In Hebräer 12,28 steht jedoch für die Menschen, die Jesus folgen: „Auf uns wartet also ein neues Reich, das niemals erschüttert wird.“ Und unsere Antwort sollte wie in Psalm 46,3 lauten: „Darum fürchten wir uns nicht, selbst wenn die Erde erbebt, die Berge wanken und in den Tiefen des Meeres versinken“.

Wenn die Herausforderungen so übermächtig erscheinen und wir zu schwach sind zu stehen, erhält uns Gott. Als wir als kleine Kinder das Laufen lernten und zu fallen drohten, war immer ein Elternteil da, um uns aufzufangen oder an der Hand zu halten. Gott ist so ein liebender Vater, der das macht, auch wenn wir es gar nicht merken. „Jetzt aber bleibe ich immer bei dir, und du hältst mich bei der Hand. Du führst mich nach deinem Plan und nimmst mich am Ende in Ehren auf.“ (Psalm 73,23 – 24).

Ich hätte einen Vorschlag. Jeden Tag habe ich die Wahl – mich im Drama dieser Welt zu suhlen oder in Gottes geoffenbarter Wahrheit zu baden. Anstatt den Tag mit einer Schwemme negativer Nachrichten und ängstlichen Kommentaren zu beginnen, fokussiere ich mich auf Gott. Ich beginne jeden Tag mit einer aufbauenden Andacht aus Ich bin bei Dir von Sarah Young. Dann folgen andere tägliche Andachten, die ich hilfreich finde und dann lese ich einige Kapitel aus meiner Bibel, die ich auf diese Weise in einem Jahr komplett durchlese. Im Laufe meines Lebens habe ich begriffen, dass ich einweichen – marinieren – muss in der unveränderlichen Wahrheit Gottes. Wenn ich das nicht tue, versetzt mich die Welt, meine eigene schwache Natur (die in der Bibel „Fleisch“ genannt wird) und alles Unheilige um mich herum sehr schnell in den sprichwörtlichen Graben.

Wie ist es mit Ihren täglichen geistlichen Übungen? Füllen sie Sie aus mit Zuversicht, Weisheit und Frieden?

 

 

Ken Korkow wohnt in Omaha, Nebraska, U.S.A., wo er als Regionalleiter der CBMC dient. Entnommen aus
seiner Kolumne “Fax of Life” und zum Gebrauch freigegeben.
Übersetzung: Vera Flohr, Bergisch Gladbach, vera.flohr@cadobia.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
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