Statt Angst vor dem Unbekannten, Fokus auf das Bekannte (Robert J. Tamasy)

15.06.2020

Vor vielen Jahren wurden während einer Diskussion um Entscheidungen in einem Krieg im Mittleren Osten folgende Variablen definiert: „Das bekannte Bekannte, das bekannte Unbekannte, das unbekannte Unbekannte“.

Die meisten von uns werden niemals Kriegsentscheidungen verantworten müssen, aber bei den derzeitigen Unsicherheiten am Weltmarkt – auch ohne globale Pandemie – wiegt das Unbekannte doch schwer.

Beim Eintritt ins Jahr 2020 war eine der „Bekannten“, dass die Wirtschaft in vielen Teilen der Welt florierte. Aufgrund der gegebenen Entwicklung wurden weitere wirtschaftlich erfolgreiche Zeiten erwartet. Zu den „bekannten Unbekannten“ gehörte das Wissen um ein größeres Ereignis, dessen Eintreten das wirtschaftliche Klima verändern könnte. Jeder wusste um diese Möglichkeit, aber keiner konnte sicher wissen, was es sein würde. Die dritte Variable, das „unbekannte Unbekannte“ trat nun am Anfang des Jahres ein: COVID-19, ein unglaublich aggressives Virus, das sich von China aus zu einer weltweiten Pandemie entwickelt hat.

Wir neigen dazu, dass das Unbekannte – ob bekannt oder unbekannt – uns überwältigt und mit Angst und Sorge erfüllt. Es gibt jedoch eine Alternative. Wir können uns stattdessen auf die „Bekannten“ konzentrieren, auf die Dinge, denen wir vertrauen und auf die wir uns verlassen. Das Problem ist nur, dass es in turbulenten Zeiten, wie wir sie gerade erfahren, wenige „bekannte Bekannte“ gibt, auf die wir uns mit Zuversicht stützen können.

Hier kann uns der Glaube – die sichere Gewissheit und ernsthafte Erwartung an den Gott der Bibel – durchtragen. Corrie ten Boom, die mit ihrer Familie vielen Juden in den Niederlanden half, dem Naziregime zu entkommen, schrieb dazu: „Hab keine Angst, eine unbekannte Zukunft einem bekannten Gott anzuvertrauen.“

In der Bibel finden wir unzählig viele Versprechen und Gebote, Zusagen Gottes an uns Christen, die sowohl für die Wirtschaft als auch alle anderen Bereiche des Lebens betreffen. Hier sind einige davon, und ich ermutige Sie, in der Schrift nach weiteren zu suchen:

Wir können sicher sein, dass Gott eine bestimmte Absicht für unser Leben hat. „Denn ich allein weiß, was ich mit euch vorhabe,“ sagt der Herr, „ich habe Frieden für euch im Sinn und will euch aus dem Leid befreien. Ich gebe euch wieder
Zukunft und Hoffnung…Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen.“ (Jeremia 29,11ff)

Wir können sicher sein, dass Gott Widrigkeiten zu unserem
Besten gebraucht. „Das eine aber wissen wir: Wer Gott liebt, dem dient alles, was geschieht, zum Guten. Dies gilt für alle, die Gott nach seinem Plan und Willen zum neuen Leben erwählt hat.“ (Römer 8,28)

Wir können sicher sein, dass Gott nicht fern ist, sondern nahbar. „Doch er gehört nicht zu denen, die unsere Schwächen nicht verstehen und zu keinem Mitleiden fähig sind. Jesus Christus musste mit denselben Versuchungen kämpfen wie wir, doch im Gegensatz zu uns hat er nie gesündigt. Er tritt für uns ein, daher dürfen wir voller Zuversicht und ohne Angst vor Gottes Thron kommen. Gott wird uns seine Barmherzigkeit und Gnade zuwenden, wenn wir seine Hilfe brauchen.“ (Hebräer 4,15 – 16). „Jetzt können wir zu jeder Zeit furchtlos und voller Zuversicht zu Gott kommen, weil wir an ihn glauben.“ (Epheser 3,12)

Wir können sicher sein, dass Gott unsere Gebete hört und beantwortet. „Deshalb dürfen wir uns auch darauf verlassen, dass Gott unser Beten erhört, wenn wir ihn um etwas bitten, was seinem Willen entspricht. Und weil wir wissen, dass Gott all unsere Gebete hört, dürfen wir sicher sein, dass er uns gibt, worum wir ihn bitten. Es ist, als hätten wir es schon erhalten.“ (1. Johannes 5,14-15)