Panik oder Frieden – es liegt an uns (Ken Korkow)

27.07.2020

Was wir sehen, bestimmt, was wir tun. Was wir sehen, bestimmt auch unsere Gefühle.

Seit Beginn des Jahres erleben wir unvorhergesehene, extrem turbulente Umstände. Zeiten großer gesundheitlicher, wirtschaftlicher und politischer Probleme machen uns ängstlich, zurückhaltend, kontrollsüchtig; wir versuchen, unsere Not zu lindern.

Angesichts der Weltuntergangsstimmung in den Nachrichten fangen wir an, eine Welt voller komplexer, unlösbarer Probleme zu sehen. Auch unser eigenes Leben sehen wir vielleicht schon so.

Doch das ist nicht unsere einzige Option. Wir können die Welt und unser Leben auch durch die Brille vertrauensvollen, unerschütterlichen Glaubens betrachten. 2. Korinther 5,7 ermahnt uns: „Unser Leben auf dieser Erde ist dadurch bestimmt, dass wir an ihn glauben, und nicht, dass wir ihn
sehen.“ Wenn wir glauben und darauf vertrauen, dass Gott, unser Vater im Himmel, ein Herrscher ist, der alles unter Kontrolle und einen perfekten Plan hat, auch wenn alles um uns herum im Chaos zu versinken scheint, dann sehen wir die aktuellen Herausforderungen mit ganz anderen Augen. Wir können sie als Möglichkeiten sehen, im Glauben zu wachsen und Seine Liebe, Hoffnung, Freude, Frieden und Ressourcen mit anderen zu teilen.

Dennoch sind es schmerzhafte Zeiten, voller Stress, Ängste und für manche von uns mit echtem Verlust verbunden. Wie können wir da etwas anderes sehen als die Finsternis und Verzweiflung, die uns umgibt? Wie viele andere Menschen habe ich erfahren, dass Schmerzen uns vieles lehren.

Die meisten Menschen verändern sich nur unter Schmerzen. Sie müssen, häufig durch viele Widerstände hindurch, aus ihrer Komfortzone herausgezwungen werden. Dann verstehen sie auf einmal, dass sie sozusagen auf das falsche Pferd gesetzt haben. Und dann sind sie auch bereit, über Veränderungen nachzudenken.

Wen kennen Sie, der von den aktuellen Ereignissen gestresst ist und von der allgemeinen Panik und Hysterie ergriffen wurde? Vielleicht sind Sie selber derjenige, der nur noch unlösbare Probleme sieht. Dann müssen Sie Ihren Standpunkt verändern. „Deshalb lassen wir uns von dem, was uns zurzeit so sichtbar bedrängt, nicht ablenken, sondern wir richten unseren Blick auf das, was jetzt noch unsichtbar ist. Denn das Sichtbare vergeht, doch das Unsichtbare bleibt ewig.“ (2.
Korinther 4,18).

Und wenn Sie es geschafft haben, statt auf die Probleme auf Gottes Zusagen zu schauen, dann sollten sie diese mit anderen teilen. Halten Sie nach Gelegenheiten Ausschau, Fragen zu stellen und Beziehungen mit anderen Menschen (Freunden, Kollegen, ja sogar mit Ihrem Vorgesetzten) zu vertiefen, denn so viele Menschen haben Angst. Ohne den Glauben können sie nicht sehen, wie aus den schweren Zeiten Gutes entstehen kann.

Denken Sie daran: Schmerzen sind bei Gott nicht vergeblich. Angesichts der Umstände, die wir alle gerade erleben, haben wir einzigartige Chancen, anderen von Seiner Wahrheit zu erzählen, die unser Leben verändert. Gottes Aufgabe ist es, Licht in die Finsternis zu bringen. Und unsere Aufgabe ist es,
als Seine Botschafter Sein Evangelium zu verkünden.

Ken Korkow lebt in Omaha, Nebraska, USA, wo er als Regionalleiter für die CBMC tätig ist, die die Montags Mannas herausgibt.
Mit freundlicher Genehmigung.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
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