Nur ein Stern im unendlichen Universum (Robert J. Tamasy)

20.07.2020

Neulich sahen meine Frau und ich den exzellenten Film „I still believe“, basierend auf der Geschichte des US-amerikanischen Songwriters Jeremy Camp und der Tragödie, die sein Leben auf dramatische Weise prägte. In einer Szene betrachtet Camps Freundin das Abbild des Universums in einem Museum und sagt, „ich bin nur ein Stern in einem unendlichen Universum“.

Diese bescheidene Beobachtung beeindruckte mich, vor allem, als Camp antwortete, „aber manche Sterne scheinen heller als andere“. Schauen Sie manchmal in einer wolkenlosen Nacht in den Himmel und bewundern die Sterne? Mit dem bloßen Auge sehen wir nur einen winzigen Bruchteil der Milliarden von Sternen, die laut Astronomen unser Universum bewohnen. Welchen Unterschied kann ein Stern da machen? Nun, einen ziemlich großen.

Wenn wir den Stern betrachten, den wir Sonne nennen, wissen wir, dass ohne sie auf der Erde kein Leben möglich wäre. Sie erscheint uns als riesiger Feuerball, gehört aber in der Myriade von Galaxien zu den kleinsten Sternen. Dennoch sind wir und alles Leben auf unserem Planeten von ihrer Wärme und ihrem Licht abhängig; so ermöglicht sie die Photosynthese, um nur ein Beispiel zu nennen.

Es bedeutet also nicht, dass wir unbedeutend sind, wenn wir „nur ein Stern im unendlichen Universum“ sind. Ich liebe die Geschichte des Mannes, der am Strand entlangläuft und gestrandete Seesterne ins Meer zurückwirft. Als er gefragt wird, was er da mache, antwortet er, „ich werfe die Seesterne ins Wasser zurück, damit sie nicht eingehen“. Er bekommt die Antwort, dass doch Hunderte von Seesternen auf dem Strand gelandet seien und er nicht alle rette könne. Ohne aufzublicken wirft der Mann einen weiteren Seestern ins Wasser zurück und sagt, „für diesen hier macht es einen Unterschied“.

Wenn wir unseren Fokus nun auf die Geschäftswelt richten, streben manche Menschen danach, eine international bekannte Führungspersönlichkeit zu werden, während andere davon träumen, ein bedeutender Erfinder oder Visionär zu werden. Doch wir alle können dieser eine Stern werden, der einen Unterschied macht.

Führungskräfte können für vielversprechende Mitarbeiter Lehrer, Trainer, Ermutiger, ja sogar Freunde werden. Sie können als Mentoren ihre Erfahrung und Weisheit weitergeben und ihnen helfen, wichtige Entscheidungen für Leben und Karriere zu fällen. Wir alle können Mitarbeiter und Kollegen auf positive Art und Weise beeinflussen: „Wie man Eisen durch Eisen schleift, so schleift ein Mensch den Charakter eines anderen.“ (Sprüche 27,17).

Ich verdanke anderen Menschen viel: Ein Grundschullehrer sagte meinen Eltern, dass ich aufs College gehen sollte. Der Englischlehrer auf dem College ermutigte mich, zu schreiben. Der Herausgeber einer Zeitung gab mir praktische Tipps, die mir in meiner Karriere als Journalist nützlich waren. Ein Vorgesetzter war bereit, mich zu fördern, so dass ich meinen Horizont als Herausgeber eines Magazins und Buchautor erweitern konnte.

Menschen, die mit der Bibel vertraut sind, kennen den Apostel Paulus, doch Barnabas, sein mutiger Mentor, ist weit weniger bekannt. Mose führte die Israeliten aus Ägypten heraus, aber es war sein Schützling Josua, der sie in das Gelobte Land führte. Der Prophet Elia lehrte seinen Nachfolger Elisa, Gottes Instrument in noch größeren Wundern zu werden. Falls Sie sich als „einen Stern im unendlichen Universum“ betrachten, denken Sie darüber nach, wem Sie helfen können, heller als andere zu scheinen.

 

 

© 2020. Robert J. Tamasy ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher. Er bloggt alle 14 Tage unter www.bobtamasy.blogspot.com.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
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