Lektionen für Leben und Arbeit – von Noahs Arche (Ken Korkow)

14.09.2020

Mal ganz ehrlich: Wer hätte Anfang 2020 an so etwas wie eine Pandemie gedacht? Zu Jahresanfang wusste niemand von uns etwas über COVID-19 und seine globalen Folgen. Doch als ich über diese unvorhergesehenen Umstände und unseren Umgang damit nachdachte, kam mir eine andere globale Krise in den Sinn – eine, die niemand von uns miterlebt hat.


Erinnern Sie sich an die Arche Noah? In den Kapiteln 6-9 des alttestamentlichen Buches 1. Mose wird ihre Geschichte erzählt. „Der Herr sah, dass die Menschen voller Bosheit waren.“, so beginnt sie (1. Mose 6,5). Darüber war Gott so erzürnt, dass Er beschloss, durch eine globale Flut die Menschen vom Erdboden zu vertilgen. Doch Noah wurde beschrieben als „rechtschaffener Mensch – ganz im Gegensatz zu seinen Zeitgenossen. Er ging seinen Weg mit Gott und hörte auf ihn.“ (1. Mose 6,9).

Deshalb beschloss Gott, Noah und seine Familie zu verschonen. Noah erhielt Anweisungen, eine massive Arche zu bauen und sie mit „Vertretern“ von jeder Tier- und Vogelart zu füllen, um die Erde wieder zu bevölkern. Und was hat das mit der Pandemie zu tun? Wir können viel von der Arche Noah lernen. Hier eine Zusammenfassung:

1. Verpasse das Boot nicht. Wenn wir die Gelegenheit haben, ein größeres Problem zu vermeiden, sollten wir reagieren – und zwar schnell.

2. Wir sitzen alle im selben Boot. Dies hören wir immer wieder, vor allem von Menschen in luxuriösen, gut ausgestatteten Häusern. Aber es stimmt: Die Pandemie betrifft uns alle.

3. Plane im Voraus. Als Noah die Arche baute, regnete es nicht. Anfang 2020 ahnten wir noch nichts von der Pandemie. Aber weise Menschen haben bei Bedarf immer einen Plan B oder C.

4. Bleib fit. Vielleicht bekommst du mit 60 nochmal einen richtig großen Auftrag. Pass also gut auf dich auf! Und wenn du schon 60 bist oder noch älter, bleib fit!

5. Tu, was getan werden muss. Viele Menschen wollten Noah davon abhalten, die Arche zu bauen. Aber er hielt durch. Tu das, was du als richtig erkannt hast.

6. Bringe dich für die Zukunft in Position. Ob inmitten einer Pandemie, eines Geschäftsrückgangs oder einer persönlichen Krise: Bring dich in Position, um dem Sturm standhalten zu können.

7. Gemeinschaft bringt Sicherheit. Die Tiere betraten die Arche Noah paarweise. Am Arbeitsplatz und in der Familie ist es ratsam, sich mit andern zusammenzuschließen, um den Druck und die Arbeit gemeinsam zu bewältigen.

8. Geschwindigkeit ist nicht alles. Schnecken bevölkerten die Arche genauso wie Rennmäuse. Wenn du einen guten Job machst, ist Schnelligkeit nicht ausschlaggebend.

9. Wenn du gestresst bist, lass dich eine Weile treiben. Sobald der Regen einsetzte, konnte Noah nicht mehr tun als warten. In Krisenzeiten ist dies nun mal häufig unsere einzige Möglichkeit.

10. Die Arche wurde von Amateuren gebaut, die Titanic von Profis. Sogenannte „Experten“ wissen nicht immer alles. Wenn Gott dich zu etwas beruft, mach dir keine Sorgen, ob du auch dazu qualifiziert bist.

11. Egal wie heftig der Sturm tobt, bei Gott wartet immer ein Regenbogen. Wir erleben gerade einen großen, globalen Sturm. Niemand weiß, wie lange er dauern wird. Aber wir können darauf vertrauen, dass Gott bei uns ist, bis zum Ende.

 

Ken Korkow lebt in Omaha, Nebraska, USA, wo er als Regionalleiter für die CBMC tätig ist, die die Montags Mannas herausgibt.
Mit freundlicher Genehmigung.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
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