Erwartungen übertreffen (Robert J. Tamasy)

20.04.2020

Wann waren Sie zuletzt positiv überwältigt, als Sie mit jemandem ins Geschäft gekommen sind? Eine Erfahrung, die nur mit „Wow!“ oder „unglaublich“ beschrieben werden kann?

Vielleicht ein Handwerker, der Ihre Erwartungen bei weitem übertraf. Oder ein Restaurant, in dem das Essen außergewöhnlich gut war, die Atmosphäre wundervoll und der Service exorbitant gut.

In der heutigen Welt scheinen solche Erfahrungen eher die Ausnahme als die Regel zu sein. Außergewöhnlicher Service scheint zunehmend rar zu werden. Kosten müssen gesenkt werden, um Gewinn zu machen. Manchmal sind die Servicekräfte aber auch einfach nur faul. Anstatt „das Beste“ zu bekommen, müssen wir wohl oder übel akzeptieren, dass es gerade mal zu „gut genug“ reicht.

Im Laufe der Jahre lernte ich dennoch ein paar Unternehmen kennen, die außergewöhnlichen Service zu ihren Unternehmenszielen gemacht hatten. Wäre es nicht wunderbar, wenn das eher die Regel als die Ausnahme wäre?

Eine Reihe von Bibelstellen unterstreicht, wie wichtig es ist, Erwartungen zu übertreffen. Alles beginnt mit Gott, unserem Schöpfer, der in allem, was wir tun, unser Vorbild für Exzellenz sein will. Hier einige Prinzipien, die zu diesem Thema in der Bibel zu finden sind:

Unermesslich viel mehr. Wie fänden Sie Dienstleister, die alles für Sie tun – und das bestens? Die Bibel verspricht, dass Gott das für uns, in uns und durch uns tun will: „Gott aber kann viel mehr tun, als wir jemals von ihm erbitten oder uns auch nur vorstellen können. So groß ist seine Kraft, die in uns wirkt.“ (Epheser 3,20).

Wem dienen wir? Wie wir unsere Arbeit angehen, hängt normalerweise davon ab, wem wir dienen. Manchmal sind wir versucht, nur das absolut Notwendige zu tun, aber wenn wir im Blick behalten, wer unsere Bemühungen letztendlich beurteilen wird, wird das für die Qualität unserer Arbeit und unsere Einstellung zu ihr einen enormen Unterschied machen. „Denkt bei allem daran, dass ihr letztlich für ihn und nicht für die Menschen arbeitet. Als Lohn dafür wird er euch das Erbe geben, das er versprochen hat. Das wisst ihr ja. Denn Jesus Christus ist euer wahrer Herr!“ (Jakobus 1,19).

Auch für die, die wir nicht mögen. Für Menschen, die wir mögen oder von denen wir uns einen Vorteil erhoffen, fällt es uns nicht schwer, ein bisschen mehr zu tun. Aber wie sieht es mit denen aus, die wir nicht mögen, die alles daransetzen, uns das Leben schwer zu machen? Jesus gab uns diese radikalen Gebote: „Ihr wisst, dass den Vorfahren auch gesagt wurde: Auge um Auge, Zahn um Zahn! Doch ich sage euch: Leistet keine Gegenwehr, wenn man euch Böses antut! Wenn jemand dir eine Ohrfeige gibt, dann halte die andere Wange auch noch hin! Wenn einer dich vor Gericht bringen will, um dein Hemd zu bekommen, so lass ihm auch noch den Mantel! Und wenn einer von dir verlangt, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei Meilen mit ihm!“ (Matthäus 5,38-41).

© 2020. Robert J. Tamasy ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher. Er bloggt alle 14 Tage unter www.bobtamasy.blogspot.com.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
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