Die Krafz der Disziplin (Jim Langley)

27.11.2023

An was denken Sie, wenn Sie den Begriff „Disziplin“ hören? Hat er eine positive oder negative Bedeutung für Sie? Die Idee eines disziplinierten Lebens hat mich immer fasziniert, vor allem seit ich bemerkt habe, dass Verfechter einer Theorie oder Sache normalerweise sehr diszipliniert sind und beim Erreichen ihrer Ziele nach Exzellenz streben. Sie sind besessen von dem Wunsch, das Beste aus sich herauszuholen.

Ein gutes Beispiel dafür sind Ausnahmesportler. Disziplin ist notwendig für sie, um ihr wahres Potential zu entfalten. Auch in der Bibel verwendet der Apostel Paulus eine Analogie aus dem Sport. Er schrieb: „Ich gebe alles für diesen Sieg und hole das Letzte aus meinem Körper heraus. Er muss sich meinem Willen fügen. Denn ich will nicht andere zum Kampf des Glaubens auffordern und selbst als untauglich ausscheiden.“ (1Kor 9,27). In vielen Berufen gibt es einen ähnlichen Ansatz mit außergewöhnlich hohen Standards. Für viele von uns ist „gut“ nicht „gut genug“. Wir wollen die Besten werden, oder zumindest zu den Besten in unserem Beruf gehören.

Echte Disziplin bedeutet tiefe Hingabe zu einer Sache. Die vielen Jahre, in denen ich danach strebte, meinen Glauben im Geschäftsleben zu leben, haben mich davon überzeugt, dass ich dazu das Vertrauen auf Gott an die erste  Stelle setzen muss, noch vor meinen Bedürfnissen und denen anderer. Das geschieht jedoch nicht von selbst, denn unsere selbstsüchtige menschliche Natur steht uns immer wieder im Weg. Dazu brauchen wir übernatürliche Kraft, eine lebensverändernde Begegnung mit Jesus Christus, die unser tiefstes Inneres berührt. Diese Veränderung begann in meinem Leben vor vielen Jahren, dauert aber bis heute an.

Auch das Leben als Christ erfordert ein hohes Maß an Disziplin, was unsere beruflichen Ziele einschließt, aber noch weit darüber hinausgeht. Wenn wir uns Jesus hingeben, hat das Auswirkungen darauf, wie wir unser Leben und unsere Arbeit angehen, sei es als Geschäftsführer eines Unternehmens, als Abteilungsleiter, Verkäufer oder als Handwerker.

Das gilt sogar für Könige. In Ps 86,1-4 betet König David von Israel: „Höre mich, o Herr, und antworte mir, denn ich bin hilflos und auf dich angewiesen! Rette mein Leben – ich gehöre doch zu dir! Hilf mir, denn auf dich setze  ich mein Vertrauen! Du bist mein Gott, dem ich diene. Den ganzen Tag rufe ich nach dir; hab doch Erbarmen mit mir, Herr! Schenke mir wieder neue Freude, nach dir sehne  ich mich!“ Spüren Sie die Hingabe Davids in seinen Worten?

Verspüren auch Sie den Wunsch, Gott durch Ihre Arbeit zu gefallen? Dann sollten Sie ein diszipliniertes Leben führen, das Ihm gefällt. Meistens erwartet Er von uns nicht, dass wir in Klöstern leben oder alle unsere weltlichen Besitztümer aufgeben. Doch Er erwartet von uns, dass wir Ihn an die erste Stelle setzen und die Bedürfnisse anderer Menschen vor unsere eigenen Bedürfnisse.

Egal wie diszipliniert wir sind, wir alle geraten von Zeit zu Zeit in Versuchung und geben ihr nach. Doch als Nachfolger Christi ist uns verheißen, dass wir immer wieder auf den Weg zurückkommen dürfen, den wir gehen sollen. In 1Kor 10,13 heißt es: „Was eurem Glauben bisher an Prüfungen zugemutet wurde, überstieg nicht eure Kraft. Gott steht treu zu euch. Er wird auch weiterhin nicht zulassen, dass die Versuchung größer ist, als ihr es ertragen könnt. Wenn euer Glaube auf die Probe gestellt wird, schafft Gott auch die Möglichkeit, sie zu bestehen.“ In den nächsten beiden Versen schreibt Paulus weiter: „Darum, liebe Freunde, hütet euch vor jedem Götzendienst! Ihr seid doch verständige Menschen. Überlegt einmal selbst…“ Wie Sie sich vorstellen können, erfordert dies Disziplin und Hingabe.

 

Copyright 2023, alle Rechte vorbehalten. Jim Langley ist seit über 30 Jahren in der Versicherungsbranche tätig
und engagiert sich seit langem bei CBMC. Auch durch sein Schreiben ermutigt er gerne andere Menschen zu
einer persönlichen Beziehung zu Gott.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.