Der Wert unserer Hände Arbeit (Robert J. Tamasy)

29.01.2024

Wie beurteilen Sie Ihre gegenwärtige Situation? Haben Sie den besten Job, den Sie je hatten? Ist er momentan passend, aber nur ein Meilenstein für Ihre zukünftige Karriere? Schauen Sie sich aktiv nach etwas Besserem um?  Oder fühlen Sie sich wie gefangen und kommen morgens kaum aus dem Bett heraus?

Die meisten von uns waren wahrscheinlich schon mindestens einmal in zwei oder drei dieser Umstände. Zugegebenermaßen ist selbst der beste Job nicht perfekt. Auch im „idealen Job“ wird es Dinge geben, die wir gerne  ändern würden, denn wo wir mit Menschen zu tun haben, gibt es Probleme.

Die Frage ist, wie es uns in dem Beruf, den wir aktuell ausüben, geht, ungeachtet dessen, ob wir uns auf unsere tägliche Arbeit freuen oder nicht. Vor allem für uns Jesus-Nachfolger ist dies wichtig, denn wir sind „Botschafter  von Christus“, so 2Kor 5,20. Machen wir einen Unterschied und spiegeln das Licht Jesu für unsere Arbeitgeber, Kollegen und Kunden wider und für all jene, denen wir tagtäglich begegnen, oder schimpfen und klagen wir den ganzen Tag?

In Ps 90,17 lesen wir diese ergreifende Bitte: „Herr, unser Gott! Zeige uns deine Güte! Lass unsere Mühe nicht vergeblich sein! Ja, lass unsere Arbeit Früchte tragen!“. Vielleicht sehnen wir uns von Zeit zu Zeit nach einer anderen Tätigkeit, doch Gott erwartet von uns, dass wir Ihm da dienen und Ihn da repräsentieren, wo wir sind – und sicherlich nicht da, wo wir nicht sind.

Wie versöhnen wir also unsere aktuelle gute oder schlechte  obsituation mit unserer Berufung, überall Jünger Jesu zu sein? Hier einige hilfreiche biblische Prinzipien:

Wir sollen unsere Arbeit mit Frieden und Dankbarkeit angehen. Wen wir mit Gnade und Freude mit schwierigen Situationen umgehen, werden andere Menschen das bemerken. „Und der Friede, den Christus schenkt, soll euer ganzes Leben bestimmen. Gott hat euch dazu berufen, in Frieden miteinander zu leben; ihr gehört ja alle zu dem einen Leib von Christus. Dankt Gott dafür!… Denkt bei allem daran, dass ihr letztlich für ihn und nicht für die Menschen arbeitet. Als Lohn dafür wird er euch das Erbe geben, das er versprochen hat. Das wisst ihr ja. Denn Jesus Christus ist euer wahrer Herr!“ (Kol 3,15–24).

Wir sollen das Licht Jesu Christi durch unsere Arbeit und durch unsere Worte widerspiegeln. In einer Welt voller Finsternis wird unser Glaube an den Herrn noch heller scheinen. „Ihr seid das Licht, das die Welt erhellt. Eine  Stadt, die oben auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben… Genauso soll euer Licht vor allen Menschen leuchten. Dann werden sie eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen.“ (Mt 5,14–16).

Wir sollen Gottes Gegenwart durch unser Streben nach Exzellenz widerspiegeln. Gott macht alles gut. Als Seine Kinder sollten wir auch danach streben. „Kennst du jemanden, der gute Arbeit leistet? Er wird erfolgreich sein und Königen statt einfachen Leuten dienen.“ (Spr 22,29).

Wir sollen für unsere Ehrlichkeit und Integrität bekannt werden. In einer Arbeitswelt, in der Kompromisse nichts Ungewöhnliches sind, fallen wir auf, wenn wir in allem ehrlich und integer handeln. „Der Herr will, dass Waage und Gewichte stimmen, denn er selbst hat diese Ordnung aufgestellt.“ (Spr 16,11). „Ehrlichkeit leitet den Aufrichtigen auf seinem Weg; ein Unehrlicher zerstört sich selbst durch seine Falschheit.“ (Spr 11,3).

 

© 2024 Robert J. Tamasy ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher. Er bloggt alle 14 Tage unter
www.bobtamasy.blogspot.com.
Übersetzung: Susanne Nebling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.