Den Blick hinter den „Vorhand“ überwinden (Ken Korkow)

25.01.2021

Vor vielen Jahren besichtigte ich eine Fleischverarbeitungsfabrik. Nachdem ich zum ersten Mal gesehen hatte, wie Hot Dogs hergestellt werden, konnte ich über ein Jahr lang keine mehr essen. Es ist interessant zu sehen, was hinter den Szenen, die uns sehr vertraut sind, wirklich vorgeht, und wie wir darauf reagieren.

Da ich im Militär gedient habe und mich aktiv in der Kirchengemeinde sowie in kommunalen und beruflichen Organisationen engagiert habe, hatte ich die Gelegenheit, aus erster Hand zu erfahren, was „hinter dem Vorhang“ vor sich geht. Sobald der Vorhang – im wörtlichen oder im übertragenen Sinne – wieder zugezogen wird, ist die Versuchung groß, zynisch, sarkastisch oder sogar distanziert zu reagieren.

Was haben diese Einrichtungen gemeinsam? Hinter dem metaphorischen Vorhang werden sie alle von Menschen geführt, die nicht perfekt sind, oft sogar große Fehler haben. Menschen, die entmutigen, desillusionieren und sogar unser Vertrauen in sie und die Organisation verraten können. Warum engagiere ich mich also immer noch in so vielen Organisationen?

Meine Antwort ist eine sehr einfache. Ich konnte hinter den einen „Vorhang“ schauen, der wirklich zählt. Nicht auf den gegenwärtigen Ärger und die Frustration. Sondern auf denjenigen, der für alle Ewigkeit gilt.

Vor allem ein Bibelvers spricht von dieser ewigen Perspektive und hat meine Aufmerksamkeit geweckt: „Diese Hoffnung ist für uns ein sicherer und fester Anker, der hineinreicht in den himmlischen Tempel, bis ins Allerheiligste hinter dem Vorhang. Dorthin ist uns Jesus vorausgegangen. Er ist unser Hohepriester für alle Zeiten…“ (Hebräer 6,19-20). Dies erinnert mich daran, meinen Blick auf die aufregende Zukunft zu richten, die uns versprochen ist, statt auf all das Negative, das der Alltag zwangsläufig mit sich bringt.

Sind Sie müde von der Politik, sei es in der Regierung, an Ihrem Arbeitsplatz, in der städtischen Kommune oder in Ihrer Kirchengemeinde? Wie können wir uns davor schützen, uns von all dem Negativen ermüden zu lassen? Mir hilft nur, das Wort Gottes zu lesen und darüber nachzudenken, so dass ich meinen Fokus auf Seine vollständige, perfekte und souveräne Macht richte. Dann kann ich mit Jesus beten: „Aber nicht was ich will, sondern was du willst, soll geschehen.“ (Lukas 22,42).

Wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott in Allem das Beste für uns im Sinn hat, egal in welchen Umständen wir uns gerade befinden, und dann einfach das tun, was Sein Geist uns eingibt. Wenn ich das vergesse oder ablehne, werde ich rasch von Problemen, Sorgen und Ängsten überwältigt. Dazu finden wir viele ermutigende Bibelstellen. Hier eine kleine Auswahl:

Schauen Sie in die richtige Richtung. „Ja, richtet eure Gedanken auf Gottes himmlische Welt und nicht auf das, was diese irdische Welt ausmacht.“ (Kolosser 3,2).

Folgen Sie dem richtigen Vorbild. „Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an, sondern lasst euch von Gott verändern, damit euer ganzes Denken neu ausgerichtet wird. Nur dann könnt ihr beurteilen, was Gottes Wille ist, was gut und vollkommen ist und was ihm gefällt.“ (Römer 12,2).

Achten Sie auf Ihre Gedanken. „Schließlich, meine lieben Brüder und Schwestern, orientiert euch an dem, was wahrhaftig, vorbildlich und gerecht, was redlich und liebenswert ist und einen guten Ruf hat. Beschäftigt euch mit den Dingen, die auch bei euren Mitmenschen als Tugend gelten und Lob verdienen.“ (Philipper 4,8).

 

 

Ken Korkow lebt in Omaha, Nebraska, USA, wo er als Regionalleiter für die CBMC tätig ist, die die Montags
Impulse („Monday Mannas“) herausgibt. Mit freundlicher Genehmigung.
Übersetzung: Susanne nebeling-Ludwar, tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
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