Danken trotz Widrigkeiten (Robert J. Tamasy)

23.11.2020

Der Herbst ist in vielen Teilen der Welt eine Zeit des Dankens. Manchmal müssen wir daran erinnert werden, vor allem in einem Jahr wie diesem, das viele Widrigkeiten mit sich brachte. Da fragen manche sich schon: „Danken? Wofür?“.

Zweifelsohne hat die globale Pandemie jeden von uns auf unterschiedliche Weise beeinträchtigt. Manche sind selbst daran erkrankt, andere haben geliebte Menschen verloren. Praktisch jeder bekam die wirtschaftlichen Auswirkungen der angeordneten „Shutdowns“ zu spüren, sei es durch Verlust des Arbeitsplatzes oder durch verminderte Gewinne und Einkommen.

Das Ergebnis ist, dass es eine Herausforderung für uns geworden ist, Dankbarkeit zu empfinden. Doch ich denke an meinen Freund Albert, der in seinem Leben viele Tiefschläge verkraften musste: Als Kind in den Niederlanden während des Zweiten Weltkriegs aufgewachsen, hatte er immer wieder mit verschiedenen Krankheiten zu kämpfen und musste als Unternehmer viele Herausforderungen überwinden.

Statt wütend auf Gott zu sein, schaut Albert mit echter Dankbarkeit auf sein Leben zurück. Er schrieb sogar ein Buch über Dankbarkeit. Darin führt Albert nicht nur die Nöte auf, die er und seine Familie zu ertragen hatten, sondern auch wie der Herr diese schweren Zeiten nutzte, um ihn zu verändern und ihm Chancen schenkte, die er sich selbst niemals erträumt hätte. So lebte und lebt er mit Freude und tief erfüllt.

Was ist das Geheimnis? Ein anderer Freund von mir sagt gerne: „Am Ende bleiben zwei Dinge: Gottes Wort und die Menschen.“ Gott hat uns in Seinem Wort zeitlose Wahrheiten gegeben. Und wir können in unseren Tagen auf dieser Erde die Herzen von Menschen für die Ewigkeit berühren. Wenn wir darauf unseren Fokus setzen, können wir ungeachtet unserer Umstände dankbar sein.

Hier finden Sie in Kurzfassung einige hilfreiche biblische Prinzipien zum Thema Danken:

Beständig danken. Zum Danken braucht man keinen speziellen Anlass. Es sollte eine Herzenseinstellung sein. „Freut euch zu jeder Zeit! Hört niemals auf zu beten. Dankt Gott, ganz gleich wie eure Lebensumstände auch sein mögen.“ (1. Thessalonicher 5,16-18).

Erwartungsvoll danken. Auch mitten in Widrigkeiten ermöglicht uns das Vertrauen in Gott, mit Zuversicht zu glauben, dass Er unsere Umstände zu Seinem und unserem Besten gebrauchen wird. „Das eine aber wissen wir: Wer Gott liebt, dem dient alles, was geschieht, zum Guten. Dies gilt für alle, die Gott nach seinem Plan und Willen zum neuen Leben erwählt hat.“ (Römer 8,28). „Im Namen unseres Herrn Jesus Christus dankt Gott, dem Vater, zu jeder Zeit und für alles!“
(Epheser 5,20).

Gott danken. Gott zu danken bedeutet, das anzuerkennen, was Er für uns getan hat, im Wissen, dass Er uns Seine Liebe, Gnade und Barmherzigkeit sowie die materiellen Segnungen in
unserem Leben aus freien Stücken gegeben hat, auch wenn wir sie nicht verdient haben. „Lasst uns dankbar zu ihm kommen und ihn mit dankbaren Liedern besingen!“ (Psalm 95,2). „Geht
durch die Tempeltore ein mit Dank, betretet die Vorhöfe mit Lobgesang! Preist ihn und rühmt seinen Namen!“ (Psalm 100,4).

 

 

 

© 2020. Robert J. Tamasy ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher. Er bloggt alle 14 Tage unter www.bobtamasy.blogspot.com.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
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