Beziehungen wieder aufnehmen (Jim Langley)

30.11.2020

Die globale Pandemie hat in vielerlei Weise ihren Tribut gefordert. Was häufig vergessen wird: Aufgrund von „Shutdowns“ und „Social Distancing“ wurden wir von wichtigen persönlichen Beziehungen abgeschnitten.

Manche Menschen brauchen mehr Gesellschaft als andere, aber selbst Introvertierte brauchen für ein ausgeglichenes Leben regelmäßigen Kontakt zu anderen Menschen.

So haben uns die Pandemie-Beschränkungen vor ein neues Problem gestellt: Wie wir die auf Eis gelegten Beziehungen wieder aufnehmen können. Zum Glück gibt es technische Lösungen, die es in vergangenen Jahrzehnten noch nicht gab, z.B. Skype, FaceTime und Zoom.

In den letzten Wochen haben Zoom-Meetings meinen Verlust wertgeschätzter Kontakte etwas gemildert. Zunächst hatte ich geschäftlich mit Zoom zu tun, aber inzwischen ermöglicht es mir auch, die Verbindung zu Freunden und Gruppen, die für mein geistliches Wohlergehen wichtig sind, zu halten.

Bei diesen virtuellen Treffen wurde ich oft an die Ermahnung in Hebräer 10,24-25 erinnert: „Lasst uns aufeinander achten! Wir wollen uns zu gegenseitiger Liebe ermutigen und einander anspornen, Gutes zu tun. Versäumt nicht die Zusammenkünfte eurer Gemeinde, wie es sich einige angewöhnt haben. Ermahnt euch gegenseitig dabeizubleiben. Ihr seht ja, dass der Tag nahe ist, an dem der Herr kommt.“. Diese Bibelstelle wird häufig hinsichtlich des Gottesdienstbesuchs gebraucht, doch durch die Verbindung mit anderen Gläubigen können wir jederzeit ermutigt und „angespornt“ werden.

In diesen herausfordernden Zeiten brauchen wir alle Ermutigung. Elektronische Treffen können solche von Angesicht zu Angesicht nicht ersetzen, sind aber besser als reine Telefonate. Die Nachrichten konzentrieren sich auf die Infektionszahlen und Sterbefälle. Doch über die Auswirkungen der Einsamkeit hört man wenig.

Isolation kann extremen Stress verursachen. Wir alle wollen ab und zu unser Zuhause verlassen. Wir brauchen Ablenkung von unseren Problemen ebenso wie die unermüdliche Berichterstattung über die scheinbar unendliche Pandemie. Zu viel Fernsehen kann unserem mentalen Wohlergehen schaden.

Deshalb können virtuelle Treffen so nützlich sein. In Sprüche 27,17 heißt es: „Wie man Eisen durch Eisen schleift, so schleift ein Mensch den Charakter eines anderen.“ Wir brauchen nicht nur freundschaftlichen Austausch, sondern auch die kreative Reibung mit anderen, die mit uns an einer gemeinsamen Sache arbeiten.

Doch in Zeiten wie diesen dürfen wir unsere wichtigste Beziehung nicht vergessen: die zu Gott. Beziehungen zu anderen Menschen sind wundervoll, doch nichts kann die Zeit ersetzen, die ich mit dem Herrn und Seinem Wort verbringe.

Denjenigen, die sich fragen, wo sie die Antworten bekommen, die sie für ein erfülltes und sinnvolles Leben brauchen, empfehle ich den Blick in die Bibel. Jetzt ist die beste Zeit, um die Beziehung zu Gott wiederaufzunehmen. In Matthäus 11,28 ruft Jesus Christus: „Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben.“ Er wartet heute auf jede und jeden von uns!

 

 

©2020, alle Rechte vorbehalten. Jim Langley ist seit über 30 Jahren in der Versicherungsbranche tätig und engagiert sich seit langem
beim CBMC. Auch durch sein Schreiben ermutigt er gerne andere Menschen zu einer persönlichen Beziehung zu Gott.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.
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