10 Regeln für Landwirtschaft und Leben (Ken Korkow)

25.09.2023

Obwohl ich viele Jahre erfolgreich in der Immobilienbranche tätig war, hat es mich immer geprägt, dass ich in der Landwirtschaft aufgewachsen bin. Meine Familie besitzt immer noch eine Ranch in Pierre, South Dakota, USA und ich bin häufig dort. In diesem relativ ruhigen landwirtschaftlichen Umfeld lernte ich zwischen Kühen, Bullen, Pferden und anderem Vieh viele wichtige Lektionen.

Dazu gehört das, was ich die „10 Regeln für erfolgreiche Landwirtschaft und erfolgreiches Leben“ nenne. Diese sind bestimmt auch für Sie nützlich, deshalb hier die 10  Regeln:
Regel Nr. 1: Erledigen Sie Ihre Arbeit, wenn sie erledigt werden muss.
Regel Nr. 2-10: Erledigen Sie Ihre Arbeit, wenn sie erledigt werden muss.

Auch wenn ich nicht mehr in der Landwirtschaft tätig bin, so erinnern und motivieren mich diese „10 Regeln“ weiterhin und helfen mir bei meiner alltäglichen Arbeit. Meine tägliche „To-do-Liste“ enthält häufig mehr, als ich erledigen kann.

Und dennoch habe ich das Gefühl, dass alles  auf meiner Liste wichtig ist und getan werden muss. Sie enthält keine überflüssigen oder nur wünschenswerten Punkte.

Doch wie kann ich dann jemals all diese wichtigen Aufgaben erledigen? Soll ich noch früher aufstehen als ich das sowieso schon tue, und später ins Bett gehen? Meiner Erfahrung nach kann das nicht die Lösung sein. Ein besserer Ansatz ist, all die zu erledigenden Dinge vor meinen Herrn zu bringen und Ihm zu vertrauen.

In Psalm 127,2 finden wir diese Einsicht: „Ihr steht frühmorgens auf und gönnt euch erst spät am Abend Ruhe, um das sauer verdiente Brot zu essen. Doch ohne Gottes  egen ist alles umsonst! Denen, die er liebt, gibt Gott alles Nötige im Schlaf!“ Ob auf einer Farm, im Büro oder zu Hause – immer ist mehr zu tun als wir jemals tun können. Wenn wir auf Gott vertrauen, finden wir die Kraft und Fähigkeiten, die wir brauchen.

Das bedeutet nicht, dass wir im Bett liegen bleiben oder faul an unserem Schreibtisch sitzen sollen und erwarten, dass der Herr unsere Aufgaben ohne unser Zutun erledigt. Ich finde die Sichtweise des Theologen Martin Luther sehr weise: „Bete, als ob alles von Gott abhängt, und dann arbeite, als ob alles von dir abhängt.“ Von ihm ist auch folgende Aussage überliefert: „Ich habe heute so viel zu tun, dass ich eine Stunde länger beten muss.“

Ich bin häufig gezwungen, Extra-Zeit mit Bibellesen und Beten zu verbringen – und dann konzentriere ich mich für den Rest des Tages auf die „eine Sache“, die Gott mir gezeigt hat. So versuche ich Gott zu gefallen, nicht den Menschen oder mir selber. Dies nimmt viel Druck von mir und reduziert den Stress, den ich täglich erlebe. Wenn ich die Einstellung annehme, dass alles, was ich tue, letztlich zur Ehre des Herrn dient, kann ich sicher sein, dass Er bei mir sein wird und mich bevollmächtigen wird, das zu tun, was zu tun ist.

In Kolosser 3,23-24 kommt dies klar zum Ausdruck: „Denkt bei allem daran, dass ihr letztlich für ihn und nicht für die Menschen arbeitet. Als Lohn dafür wird er euch das Erbe geben, das er versprochen hat. Das wisst ihr ja. Denn Jesus Christus ist euer wahrer Herr!“ Alles, was wir tun, ist „für den Herrn“. Mögen Sie (und ich) diesen Tag gut zu Ende bringen – zu Seiner Ehre und dem Nutzen anderer Menschen.

 

Ken Korkow lebt in Omaha, Nebraska, USA, wo er als Regionalleiter für die CBMC tätig ist, die die Montags
Impulse („Monday Mannas“) herausgibt. Mit freundlicher Genehmigung.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.