Unternehmer: Von „Work-Life-Balance“ halte ich nicht viel

Wenn man sich eine erfüllende Arbeit sucht, muss man nicht ständig nach dem nächsten Freizeitausgleich suchen. Das sagte der Geschäftsführer des weltweit tätigen Maschinenbauers VEIT Group, Christopher Veit (Landsberg am Lech), beim Kongress Christlicher Führungskräfte (KCF). Heute sei häufig die Rede von der „Work-Life-Balance“ (Ausgewogenheit von Arbeit und Leben). Davon halte er jedoch nicht viel, so Veit.

Hart zu arbeiten sei eine „tolle Sache“. Das sei vielleicht eine konservative Einstellung, aber Arbeit könne auch als Geschenk Gottes verstanden werden. Diese Einstellung helfe, anders mit der täglichen Arbeitsbelastung umzugehen. Er nehme sich zugleich regelmäßige Ruhephasen und Zeit für seine Familie. Sein Ziel bestehe darin, Arbeitsplätze zu erhalten und gleichzeitig dem „Gemeinwohl“ zu dienen. Dazu habe er in der Pandemie beispielsweise durch die Produktion von Luftreinigern beitragen wollen.

Der Inhaber der Joachim Loh Unternehmensgruppe, Sebastian Loh (Haiger), berichtete, wie er aufgrund seiner christlichen Einstellung wirtschaftliche Nachteile auf sich genommen habe. Vor vielen Jahren sei eine Maschine, die an eine Tochtergesellschaft seiner Firma in Brasilien gehen sollte, acht Wochen lang am Zoll aufgehalten worden: „Die wollten Geld sehen.“ Der geforderte Betrag sei nicht das Problem gewesen: „Hier ging es ums Prinzip.“ Die Maschine sei dringend gebraucht worden, um produzieren zu können. Die Verzögerung habe man in der Firma dennoch bewusst in Kauf genommen, um nicht die Korruption zu fördern.

idea

Ein Wochenende für in der Wirtschaft Tätige ab 58 Jahren (Ü58).

Die einen richten sich auf das Ende des (bezahlten) Arbeitslebens ein, die anderen auf mindestens 20 weitere Arbeitsjahre. Wir arbeiten an den gemeinsamen Fragestellungen…

Newsletter bestellen

Bitte tragen Sie in das Feld Ihre Mailadresse ein.

     Ich bin damit einverstanden, dass meine Daten im Rahmen der Datenschutzerklärung verwendet werden.