Theologe: Kirche muss für Männer attraktiver werden

Die Kirche muss für Männer attraktiver werden. Diese Ansicht vertritt der Theologieprofessor Alexander Dietz (Hannover) in der Verbandszeitschrift der evangelischen Pfarrerschaft „Deutsches Pfarrerinnen- und Pfarrerblatt“ (ehemals „Deutsches Pfarrerblatt“). Studien der EKD aus den vergangenen Jahren zeigten, dass Frauen in der Kirche häufiger eine religiöse Heimat fänden als Männer. Das lege die Vermutung nahe, dass speziell die kirchlichen Frömmigkeitspraktiken im modernen Christentum für sie attraktiver seien als für Männer. So wollten Männer etwa von der Kirche stärker „in ihrer Mündigkeit ernst genommen werden“. Die Tendenz der Kirchen zur religiösen und moralischen „Besserwisserei“ rufe deshalb bei ihnen Abwehrreaktionen hervor.

 

Auch würden die Lebensbereiche von Arbeit und Beruf aus Gottesdiensten weitgehend ausgeklammert. Das mache sie für Männer unattraktiv, da sie sich oft noch stärker als Frauen über ihre Berufstätigkeit definierten. Für ihr Selbstverständnis spielten Werte wie Erfolg, Leistung und Kampf im Berufsleben häufig eine wichtige Rolle, die aber in der Kirche „eher theologisch verdächtigt als gewürdigt“ würden.

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