Stiftung: Unverkaufte Kleidung spenden!

Die Deutsche Kleiderstiftung und der „Dachverband FairWertung“ haben Ladeninhaber und Großhändler aufgerufen, unverkaufte Saisonware zu spenden. Wegen des Lockdowns hingen in vielen Geschäften Unmengen an Textilien auf den Kleiderbügeln, die nicht an Kunden abgegeben werden konnten, sagte Markus Böck von der Deutschen Kleiderstiftung mit Sitz in Helmstedt dem Evangelischen Pressedienst (epd). Nach Schätzungen des Textilverbandes häufen sich rund 500 Millionen Kleidungsstücke und Schuhe in den Lagern.

Bisher sei das Spenden von Kleidung für die Geschäftsinhaber eine teure Wohltat gewesen, sagte Böck. „Obwohl sie die Ware nicht verkauft haben, mussten sie die fällige Mehrwertsteuer auch bei einer Spende an den Fiskus zahlen.“ Darum sei das Vernichten der Kleidung oft günstiger gewesen, als sie zu spenden. Dies sei zumindest in diesem Jahr anders: Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) habe den Händlern bis zum Jahresende die Mehrwertsteuer erlassen, wenn sie die Ware an steuerbegünstigte Organisationen spenden. „Kleidung zu spenden ist immer besser, als sie zu vernichten“, unterstrich Böck.

epd

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