Rüstungsboom alarmiert Hilfswerke

Hilfsorganisationen sehen in der anhaltenden Militarisierung der Welt eine alarmierende Entwicklung. „Es ist ein Skandal, dass die Umsätze der 25 größten Rüstungsfirmen weltweit steigen, während das Geld für eine nachhaltige Bekämpfung des Hungers fehlt“, sagte Mathias Mogge, Generalsekretär der Welthungerhilfe, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Mogge reagierte damit auf den aktuellen Bericht des Sipri-Friedensforschungsinstituts in Stockholm.

Dem Bericht zufolge schlossen allein die 25 größten Rüstungskonzerne der Welt im vergangenen Jahr Geschäfte im Wert von 361 Milliarden Dollar (297 Milliarden Euro) ab. Das waren 8,5 Prozent mehr als 2018 und 15 Prozent mehr als 2015. Marktführer bleiben die USA. Erstmals ist auch ein Konzern im Mittleren Osten unter den Top 25.

„Aktuelle Studien zeigen, dass jährlich 40 bis 50 Milliarden Euro für die kommenden zehn Jahre ausreichen würden, um den Hunger in der Welt bis 2030 zu besiegen“, sagte Mogge und fügte hinzu: „Das heißt, dass der Jahresumsatz der 25 größten Firmen im Rüstungsgeschäft fast ausreichen würde, um keinen Menschen mehr hungern zu lassen.“ Kriege und Konflikte, die durch den internationalen Waffenhandel befeuert würden, seien „die größten Hungertreiber“.

epd

 

Aus dem faktor c Magazin 01/2021

 

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