„Marktwirtschaft ist Teil von Gottes Ordnung“

Der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Jürgen von Hagen (Bad Honnef bei Bonn) hat Christen dazu aufgerufen, die Marktwirtschaft wieder stärker als Teil von Gottes Ordnung zu begreifen. Die in den letzten Jahrzehnten auch in den Kirchen in Mode gekommene Kritik an freien Märkten entspreche nicht der Tradition christlicher Ökonomie, so von Hagen. Er sprach vor rund 100 Teilnehmern auf der Mitgliederversammlung von „faktor c, einer Initiative von Christen in der Wirtschaft“ in Remchingen bei Karlsruhe anlässlich des 120-jährigen Bestehens der Organisation.

 

Der Begründer der modernen Nationalökonomie, Adam Smith (1723–1790), habe von einer „unsichtbaren Hand“ gesprochen, die das Verhalten von Menschen in der Wirtschaft steuere. Das sei keine „unsichtbare Hand des Marktes, sondern eine in Smiths Zeit gebräuchliche Metapher für göttliche Fügung“. Smith wie auch die Reformatoren vor ihm seien der Überzeugung gewesen, dass Arbeitsteilung, Handel und Warenverkehr Ergebnis von Gottes Ordnung der Welt seien. Der Markt sei in dieser Sicht „ein moralischer Ort“, auf dem christliche und bürgerliche Tugenden eingeübt und vermittelt würden.

Der Professor für Evangelisation und Apologetik an der Evangelischen Hochschule Tabor, Matthias Clausen, betonte, dass das Christentum und die Vernunft gut zusammenpassten. Er selbst habe sich als Jugendlicher bekehrt und festgestellt, dass sich der Glaube an Jesus sehr wohl mit Hilfe des Verstandes begründen lasse. „Der Verstand ist ein Geschenk Gottes, und wir sollen ihn einsetzen.“ Das helfe, sich einer für Verschwörungstheorien und Propaganda anfälligen Zeit zu orientieren.

Der Vorsitzende der Initiative, der Unternehmer Friedbert Gay (Remchingen), und der Geschäftsführer der Vereinigung, Michael vom Ende (Würzburg), berichteten der in den Festtag integrierten Mitgliederversammlung, dass es aktuell noch viele „weiße Flecken auf der Landkarte“ gebe, in denen der Verein wegen der Corona-Krise keine Regionalgruppen mehr habe oder in denen es noch keine gebe. Zukünftig sollten Treffen sowohl vor Ort als auch digital angeboten werden. „faktor c“ werde dabei die technische Infrastruktur zur Verfügung stellen, so vom Ende.

Auf der Versammlung wurde Gay für weitere drei Jahre in seinem Amt bestätigt. Stellvertreterin bleibt die Unternehmerin Doris Schlereth (Unterpleichfeld bei Würzburg). Neuer Schatzmeister ist der Bankbetriebswirt i. R. Michael Schultes (Brackenheim bei Heilbronn).

„faktor c“ hat rund 750 Mitglieder aus Industrie, Dienstleistung, Handel und Handwerk. Sie laden unter anderem zu Impulsabenden, Gesprächskreisen, Seminaren und Tagungen ein. Bis 2020 hieß der Verein „CiW – Christen in der Wirtschaft“.

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Ort: Christliches Gästezetrum Schönblick, Willy-Schenk-Straße 9; 73527 Schwäbisch Gmünd

Termin: 27.-29.09.2024

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