Katholische Unternehmer fordern Generationengerechtigkeit

In der Debatte um die Sicherheit der Renten in Deutschland fordert der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) mehr Generationengerechtigkeit. „Wir können nicht alle Belastungen bei den jungen Menschen abladen“, sagte der BKU-Vorsitzende Ulrich Hemel in Köln. Die Politik sei in der Pflicht, „endlich Lösungen zu entwickeln, die nachhaltig wirken und im Sinne der Christlichen Soziallehre die richtige Balance der Belastung zwischen Person, Unternehmen und Staat finden“, betonte er.

Nach Angaben des BKU hat der aktuelle Bericht des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundeswirtschaftsministerium erneut gezeigt, wie problematisch die Situation bei der Entwicklung der Renten ist. Nach den Feststellungen der Experten lässt sich das Rentenproblem am besten durch eine Anpassung der Arbeitszeit an das steigende Lebensalter gestalten. Die Alternativen dazu wären eine Anhebung des Rentenbeitrags oder eine noch höhere Steuerquote.

Statt die Beitragszahlungen oder die Steuerbelastungen weiter zu erhöhen, seien andere Konzepte nötig, erklärte der BKU. Dazu gehöre eine Reform der Gesetzlichen Rentenversicherung, bei der verstärkt Familien mit Kindern von Rentenversicherungsbeträgen entlastet werden. Überdies sei die Einführung einer allgemeinen Versicherungspflicht von Selbstständigen ein – wobei zwischen privater Vorsorge und gesetzlicher Rentenversicherung gewählt werden kann.

Dem 1949 gegründeten Bund Katholischer Unternehmer gehören nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Unternehmer, Selbstständige und leitende Angestellte an.

epd

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