Digitalisierung verschärft sexuellen Missbrauch

Deutliche Lücken beim digitalen Kinderschutz sieht die christliche Hilfsorganisation World Vision. Der weltweit verstärkte Einsatz von digitalen Endgeräten im Zuge der Corona-Pandemie habe zu einem deutlichen Anstieg von sexuellem Missbrauch im Internet geführt. Das habe eine Studie der Organisation ergeben, so World Vision Deutschland (Friedrichsdorf bei Frankfurt am Main) in einer Pressemitteilung. Das Werk hatte dazu Experten und Betroffene in vier Ländern befragt, darunter auch in Deutschland.

Zum Hintergrund: Als Teil der Corona-Maßnahmen waren weltweit Schulen vorübergehend geschlossen worden. Um den Unterrichtsausfall auszugleichen, wurden in vielen Ländern digitale Endgeräte eingesetzt, um über virtuelle Lernplattformen Unterrichtsinhalte zu vermitteln. Dies hatte laut World Vision aber ungewollt zur Folge, dass sich damit auch die Möglichkeiten von sexuellem Missbrauch über das Internet deutlich erhöhten.

Ekkardt Sonntag, Leiter des World Vision Instituts für Forschung und Entwicklung, erklärte dazu: „Sexualisierte Online-Gewalt kann jedes Kind überall auf der Welt betreffen und verschiedenste Formen annehmen: Von sogenanntem Cyberbullying unter Gleichaltrigen über gefilmte und online veröffentliche analoge Gewalthandlungen bis hin zu armutsbedingtem Livestreaming ist im Netz alles möglich.“

Laut World Vision werden Kinder von Mittelspersonen, teils der eigenen Familie, vor die Livestreaming-Kamera gestellt, um gegen Bezahlung nackt zu posieren oder sogar von Dritten vergewaltigt zu werden. Die zahlenden Konsumenten solchen Materials befänden sich oft in den reicheren Ländern des globalen Nordens.

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Die Corona-Pandemie habe die Lage bleibend verschärft. Täter unterlägen durch die Homeoffice-Regelungen weniger sozialer Kontrolle als zuvor und könnten wesentlich mehr Zeit im Internet verbringen.

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