Deichmann: Geschäfte müssen wieder öffnen

Der Chef von Europas größter Schuhhandelskette Deichmann, Heinrich Deichmann (Essen), hat eine Öffnung der Einzelhandels gefordert. Dem Handel gehe es, abgesehen vom Lebensmittel- und Onlinehandel, „dramatisch schlecht“, sagte er in einem Interview mit dem „Handelsblatt“. Wegen der Geschäftsschließungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie (Lockdown) seien 50.000 Händler und 250.000 Arbeitsplätze in Gefahr.

„Jeder Tag, den die Geschäfte länger geschlossen bleiben, wird die Zahl der Insolvenzen und der Arbeitslosen erhöhen“, so Deichmann. Bei der Bekämpfung der Pandemie sei „die Politik bislang leider sehr einfallslos“, sagte der Unternehmer weiter. Es sei ein Armutszeugnis, dass der Lockdown „die einzige große Antwort auf die Pandemie“ sei. Für die Zukunft sei eine umfassende Teststrategie nötig. Außerdem müssten neben der Zahl positiver Corona-Tests pro 100.000 Einwohner (Inzidenz) auch andere Werte wie die Belegung von Intensivbetten und Todeszahlen berücksichtigt werden.

Zur Lage seiner Schuhhandelskette sagte Deichmann, sie habe 2020 in Deutschland rund 20 Prozent Umsatz verloren. Er habe bisher darauf verzichtet, vor Gericht auf Wiederöffnung zu klagen und stattdessen das Gespräch mit Politikern gesucht. Er könne aber „jeden Händler verstehen, der klagt“. Die Schuhhandelskette Deichmann verkaufte 2019 über 178 Millionen Paar Schuhe und machte in 30 Ländern einen Umsatz von 6,4 Milliarden Euro. In rund 4.200 Filialen sind etwa 43.000 Mitarbeiter beschäftigt, davon über 16.000 in Deutschland.

idea

Ein Wochenende für in der Wirtschaft Tätige ab 58 Jahren (Ü58).

Die einen richten sich auf das Ende des (bezahlten) Arbeitslebens ein, die anderen auf mindestens 20 weitere Arbeitsjahre. Wir arbeiten an den gemeinsamen Fragestellungen…

Newsletter bestellen

Bitte tragen Sie in das Feld Ihre Mailadresse ein.

     Ich bin damit einverstanden, dass meine Daten im Rahmen der Datenschutzerklärung verwendet werden.