Christ und Ökonom Lachmann ist 80

Der Ehrenvorsitzende der Gesellschaft zur Förderung von Wirtschaftswissenschaften und Ethik (GWE), Werner Lachmann (Roth bei Nürnberg), hat am 5. April sein 80. Lebensjahr vollendet. Er gründete 1988 zusammen mit Professorenkollegen und Wirtschaftspraktikern die GWE. Den Vorsitz hatte er seit dem Gründungsjahr bis 2017 inne. Seither amtiert Christian Müller (Münster) als Vorsitzender.

Kollegen und Freunde nennen Lachmann respektvoll „Mr. GWE“. Er bezeichnet die Marktwirtschaft als „Wirtschaftsordnung für Sünder“: „Im Markt kann der Mensch bleiben, wie er ist, nicht immer dem Guten zugewandt, aber auch nicht immer böse.“ 2009 sagte er: „Die Marktwirtschaft funktioniert auch mit Sündern, der Sozialismus hingegen nur mit Engeln.“ Nach wie vor kommentiert Lachmann das aktuelle Wirtschaftsgeschehen im GWE-Mitteilungsblatt „Wirtschaft und Ethik“.

Der gebürtige Essener fand im dortigen Weigle-Haus als junger Mann bei Pastor Wilhelm Busch (1897–1966) zum christlichen Glauben. Er studierte Theologie und Volkswirtschaftslehre in Heidelberg, letztere danach auch in den USA, wo er seine Doktorarbeit machte. 1981 habilitierte er sich in Frankfurt am Main. 1983 erhielt er den Ruf auf einen Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik in Mainz. Von 1992 bis zu seiner Emeritierung 2006 war er Ordinarius für Wirtschaftspolitik und Entwicklungsökonomik an der Universität Erlangen-Nürnberg.

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