Wenn man den Betriebswirtschaftler Christoph Wegert mit etwas begeistern kann, dann sind es Innovationen und Neugier auf neue Technologien. Vor allem im digitalen Bereich. So experimentiert er schon früh mit dem Internet und gründet erste IT-Firmen. Heutzutage spielen sich die Innovationen im Bereich KI ab, und daher ist es kein Wunder, dass Christoph Wegert darauf sein Hauptaugenmerk legt. Zudem findet er: KI kann sehr nützlich sein, wenn wir sie klug nutzen und dabei christliche Werte zum Maßstab machen.

 

Gebete und Experimente

Passen nüchterne digitale Prozesse aus den Bereichen Robotik, IT und KI auf der einen Seite und Spiritualität und Religion auf der anderen Seite zusammen? Für Christoph Wegert ist das keine Frage. Denn als Christ beschäftigt er sich nicht nur damit, wie Bits und Bytes zusammenwirken und demnächst Quantensprünge in neue Dimensionen machen, sondern vor allem damit, wie wir sie nachhaltig, ethisch verantwortungsvoll und zum Wohle der Menschheit einsetzen.

Beides ging für ihn schon immer Hand in Hand. Während er noch mit seinen ersten Computern experimentiert, besucht er zusammen mit Freunden und Kollegen einen christlichen Gebetskreis.

 

Werte werden immer wichtiger

Auch die dann folgende Entwicklung von Anwendungen im Bereich Augmented Reality, AR, bei der in vorhandene Szenarien virtuell zusätzliche Informationen eingespeist werden (wie etwa virtuelle Ansichten eines Urlaubsgebiets, oder Verkehrsdaten im Szenario einer Straße), hat Christoph Wegert immer wieder darin bestätigt, dass eine ethische Basis dringend erforderlich ist, damit die Dinge dienlich für den Menschen bleiben und nicht manipulativ gegen ihn missbraucht werden – sei es im Marketing aber auch in der Industrie, aus denen sich sein Kundenkreis seinerzeit generiert.

So ist der Unternehmer und KI-Manager fest davon überzeugt:

„Gerade in einer automatisierten Welt werden Werte wichtiger und nicht unwichtiger.“

 

Unabhängigkeit und Datensicherheit

Schon seit einiger Zeit steht nunmehr die Nutzung von Daten in Verbindung mit Künstlicher Intelligenz im Fokus seiner Arbeit. Seit 2025 ist er Teil von Schwarz Digits, dem digitalen Arm der Schwarz Gruppe, zu der u.a. Lidl und Kaufland gehören, mit Sitz im baden-württembergischen Bad Friedrichshall. Schwarz Digits beschäftigt weltweit rund 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Schwerpunkt ist mit der Marke STACKIT der Aufbau und Entwicklung einer europäischen Cloud, um angesichts der aktuelle globalen Entwicklung unabhängig von anderen Cloud Anbietern zu werden; zum einen für die eigene Unternehmensgruppe, aber mittlerweile auch als souveränes Angebot für viele europäische staatliche Organisation, Länder, Kommunen und Unternehmen.

So errichtet Schwarz Digits derzeit neben bereits eigenen Rechenzentren in Deutschland und Österreich ein weiteres  Großprojekt dieser Art in Lübbenau im Spreewald.

 

Technik macht nicht alles automatisch besser

Doch für Christoph Wegert beginnt die Verantwortung schon viel früher, auch im kleineren Rahmen. Denn für ihn geht die Veränderung sämtlicher Arbeitsprozesse durch KI schneller als alles bisher Gekannte.

Ständig entwickelten sich neue Geschäftsmodelle, ständig würden Prozesse verändert und durch Automatisierung beschleunigt, berichtet er Michael vom Ende im Interview für Faktor C auf Hope TV.

Was früher zuweilen Wochen oder gar Monate brauchte, sei mittlerweile in wenigen Minuten zu haben. Nicht per se schlecht, und schon gar nicht für jemanden, der wie Christoph Wegert Innovationsfan ist, aber dennoch gibt der Betriebswirtschaftler zu bedenken:

„Nur weil etwas schneller geht, ist es noch nicht automatisch besser.“

 

Ethik- und Werte weiter in Menschenhand

Genau deshalb bleibt für ihn die KI nicht mehr als ein Werkzeug, wenn auch ein revolutionäres, das viele unserer Abläufe, Prozesse und Arbeitsgewohnheiten bereits auf den Kopf gestellt hat und noch viel mehr als bisher durchwirbeln wird.

Anwendung und verantwortungsvoller Einsatz muss daher aus seiner Sicht entschlossen in Menschenhand bleiben.

Was die Technologie KI oft besser oder zumindest schneller als der Mensch kann, sind Faktenrecherche, Datenanalyse, Mustererkennung, Prozessoptimierung, Bündelung und Durchführung von Organisations- und Routinetätigkeiten sowie komplexe Planungsaufgaben.

Was sie aber nicht kann, ist für Christoph Wegert genauso wichtig: Verantwortung übernehmen, Wahrheit und Lüge erspüren und auseinanderhalten, echtes Mitgefühl entwickeln, das über ein schematisches Widerspiegeln des Gesagten hinausgeht.

Vor allem aber könne die KI eines nicht: moralische Entscheidungen treffen.

„Die Verantwortung bleibt immer beim Menschen“,

sagt Wegert. Der Mensch müsse auch weiterhin entscheiden, steuern, priorisieren.

 

Glaube in der digitalen Zukunft weiter unerlässlich

Somit geht für den KI-Experten der christliche Glaube ganz automatisch über den reinen Privatbereich hinaus, weil er die Grundlage weitreichender ethischer Entscheidungen liefert.

Die unternehmerische Frage könne daher nicht nur lauten:

„Wie können wir erfolgreich sein?“

Sondern:

„Wie können wir Menschen dienen?“

 

Werte zeigen sich bereits im Alltag

Auf Basis dieser Fragestellung hatten christliche Werte für Christoph Wegert schon immer einen zentralen Stellenwert:

Ehrlichkeit gegenüber Kunden. Fairness gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Verlässlichkeit im Umgang mit Geschäftspartnern.

„Werte müssen sichtbar werden“, sagt er.

 

KI als Werkzeug für mehr Menschlichkeit

Und das setze sich erst recht in den großen Fragen rund um KI fort. Anders als manche Kritiker sieht Wegert in KI keine Bedrohung für die Menschheit.

Im Gegenteil.

Wenn die KI-Technologie richtig eingesetzt wird, könne sie Zeit freisetzen, für das, was Menschen am besten können – kommunizieren und kreativ sein, Gespräche von Mensch zu Mensch führen, nachhaltig in Beziehungen investieren:

„Der eigentliche Maßstab ist deshalb nicht die technische Leistungsfähigkeit, sondern der menschliche Nutzen.“

 

Mit Optimismus in die digitale Zukunft

Christoph Wegert blickt somit als Fan von Innovationen optimistisch auf die kommenden Jahre. Er ist davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz weit mehr Chancen als Risiken bietet.

Gleichzeitig warnt der experimentierfreudige Betriebswirtschaftler davor, Technologie zum Selbstzweck zu machen.

„Die entscheidende Frage ist nicht, wie intelligent Maschinen werden. Sondern wie verantwortungsvoll Menschen mit dieser Intelligenz umgehen.“

Denn die Zukunft brauche nicht nur leistungsfähige Algorithmen – sondern Menschen mit Werten, Charakter und Haltung.

Die wichtigsten Erkenntnisse des Betriebswirts mit Schwerpunkt KI, Christoph Wegert, auf einen Blick:

 

1. Innovation entsteht durch Mut zum frühen Ausprobieren:

Christoph Wegert gehört zu den Menschen, die schon früh mit Augmented Reality und KI experimentierten. Sein Erfolgsrezept: Nicht warten, bis alles ausgereift ist, sondern Chancen erkennen und verantwortungsvoll testen.

2. KI verändert die Wirtschaft schneller als jede Technologie zuvor:

Prozesse, die früher Wochen oder Monate dauerten, werden heute oft in Minuten erledigt. KI beschleunigt Recherche, Analyse, Planung und Organisation massiv.

3. Schneller bedeutet nicht automatisch besser:

Trotz aller Begeisterung für Innovation warnt Wegert davor, Geschwindigkeit mit Qualität zu verwechseln:

„Nur weil etwas schneller geht, ist es noch nicht automatisch besser.“

4. Ethik und Verantwortung müssen weiter in Menschenhand bleiben:

Wenn die KI-Technologie richtig eingesetzt wird, könne sie Zeit freisetzen, für das, was Menschen am besten können – kommunizieren und kreativ sein, Gespräche von Mensch zu Mensch führen, nachhaltig in Beziehungen investieren:

„Der eigentliche Maßstab ist deshalb nicht die technische Leistungsfähigkeit, sondern der menschliche Nutzen.“

5. Glaube ist zwangsläufig mehr als Privatsache:

Für den KI-Experten geht der christliche Glaube ganz automatisch über den reinen Privatbereich hinaus, weil er die Grundlage weitreichender ethischer Entscheidungen liefert.

Die unternehmerische Frage könne daher nicht nur lauten:

„Wie können wir erfolgreich sein?“, sondern: „Wie können wir Menschen dienen?“

6. Sein Fazit zur derzeitigen Entwicklung der KI:

„Die entscheidende Frage ist nicht, wie intelligent Maschinen werden. Sondern wie verantwortungsvoll Menschen mit dieser Intelligenz umgehen.“

Das entspricht dem heutigen Stand der Technik und der aktuellen Debatte deutlich genauer.