Wer Jesus lange genug in der Arbeitswelt nachfolgt, wird dies zu spüren bekommen. Leiser Druck, immer in dieselbe Richtung. Wir sollen handeln wie alle anderen. Die Zahlen sollen stimmen, unsere Überzeugungen sollen wir für uns behalten. Es geht um den Profit.

In der Bibel finden wir viele Beispiele dafür. Den Zauberer Simon, der die Kraft des Heiligen Geistes mit Geld kaufen wollte (Apg. 8,18-24). Den Silberschmied Demetrius, der in Ephesus einen Aufruhr vom Zaun brach, als das Evangelium ihm in seinem Handel in die Quere kam (Apg. 19,24). In Philippi wurde ein Sklavenmädchen von Dämonen befreit. Ihre Besitzer tobten vor Zorn, als sie feststellten, dass sie kein Geld mehr mit ihr verdienen konnten (Apg. 16,16-19).

Jedes Mal war Geld der Auslöser für den Ärger. Wo Jesus Christus Raum gewinnt, geht irgendwo das Einkommen zurück und es gibt Widerstand. Nichts davon sollte einen gläubigen Menschen überraschen. Das Evangelium verändert einen Menschen. Alle anderen schwimmen weiter im Mainstream, während ein Jünger Jesu umkehrt und gegen den Strom schwimmt.

Stellen Sie sich einen vollen Bürgersteig mitten in der Großstadt vor. Hunderte Menschen laufen in dieselbe Richtung, Smartphone in der einen, Kaffee in der anderen Hand. Dann dreht sich einer um und läuft in die Menschenmasse hinein. Erst erstaunte Blicke, dann Rempler. Jemand flucht. Ein anderer will wissen, warum man nicht in die Richtung läuft, in die alle laufen. So fühlt sich Nachfolge oft an.

Das Evangelium verändert einen Menschen grundlegend. Sehnsüchte und Motive verändern sich. Der Profit fällt vom Thron und wird zum Werkzeug. Bei Entscheidungen geht es nicht länger um materiellen Gewinn, sondern um Gehorsam. Der Fokus liegt nicht länger auf uns selber, sondern auf Christus. Und dann werden Dinge offenbar. Jesus sagte es frei heraus: „Und so vollzieht sich das Urteil: Das Licht ist in die Welt gekommen, aber die Menschen lieben die Finsternis mehr als das Licht. Denn alles, was sie tun, ist böse.“ (Joh. 3,19). Licht muss nicht schreien, es leuchtet einfach.

Einstellungen und Praktiken kommen ans Tageslicht und werden so in Frage gestellt. Entscheidungen brauchen mehr Zeit. Es werden Linien gezogen, wo bisher keine waren. Das Licht führt zu Unbehagen. Gier mag die Dunkelheit, sie scheut das Licht. Menschen fühlen sich verurteilt, auch wenn niemand etwas gesagt hat. Andere fühlen sich in ihrem Lebensstil, den sie genießen, gestört.

Die Bibel bringt es auf den Punkt: „Jeder, der an Jesus Christus glaubt und so leben will, wie es Gott gefällt, muss mit Verfolgung rechnen.“ Meistens geschieht dies leise. Ein Vertrag, der nicht zustande kommt. Eine Beförderung, die wir nicht bekommen. Einladungen, die ausbleiben. Druck, subtil, aber real.

Spannung ist kein Versagen, sondern ein klares Anzeichen, dass wir nicht mehr mit dem Strom schwimmen, wie es tote Fische tun. Lebendige Fische schwimmen gegen den Strom. Gott hat schon immer Menschen gebraucht, die gegen den Strom unterwegs sind. Nicht laut, aber stetig. Und dieser leise Gehorsam stört Menschen auf, die nicht wussten, dass sie in der falschen Richtung unterwegs waren. Einige von denen, die heute verärgert sind, danken Ihm vielleicht noch dafür, dass wir uns geweigert haben, mit dem Strom mitzulaufen.

©2026. Tief bewegt von der transformatorischen Kraft des Evangeliums ist es das Anliegen von Christopher C. Simpson, den Glauben in der Geschäftswelt zu verbreiten. Christopher ist Präsident von CBMC International; zuvor diente er 28 Jahre lang in der US Marine und beim Secret Service, wo er für den Schutz von 7 Präsidenten zuständig war. Mit seiner Frau Ana lebt er in Boca Raton, Florida, USA.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.