Egal ob zu Beginn eines neuen Jahres oder mittendrin, es ist gut, sich nicht zu sehr mit der Vergangenheit aufzuhalten, sondern die Gegenwart zu genießen und eine vielversprechende Zukunft zu erwarten. Unsere finanziellen oder sonstigen Fehler liegen hinter uns, aber natürlich auch unsere Erfolge. Wir können uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Wir können aber jeden Tag neu anfangen. Neue Chancen warten auf uns und es gibt viel zu tun.

Die Verantwortung, die uns Gott gegeben hat, gilt für das ganze Leben. Ihm gehört – wie in 1. Chr. 9,11 beschrieben – alles: „Du, Herr, besitzt Größe, Kraft, Ruhm, Glanz und Majestät. Alles, was im Himmel und auf der Erde lebt, ist dein. Du bist König, der höchste Herrscher über alles.“ Doch Er hat uns zu Verwaltern Seiner Besitztümer gemacht. Wie Jesus in einem Seiner Gleichnisse sagte: „Es wird dann so sein wie bei einem Mann, der vorhatte, ins Ausland zu reisen. Er rief alle seine Verwalter zusammen und vertraute ihnen sein Vermögen an.“ (Mt. 25,14).

Jeder von uns dient in Seinem Weinberg, entsprechend der Gaben, die Er uns anvertraut hat. Hinsichtlich unserer finanziellen Angelegenheiten sollen wir sorgsam sein (Kol. 3,23-24), unser Geld weise ausgeben (Spr. 21,20), wir sollen sparen (Spr.  6,6-8), strategisch investieren (Pred. 11,2) und großzügig sein (2. Kor. 9,7).

Als Christen arbeiten wir für Gott: „All euer Tun – euer Reden wie euer Handeln – soll zeigen, dass Jesus euer Herr ist.“ (Kol. 3,17). Das bedeutet auch, „alles zu befolgen, was ich euch aufgetragen habe.“ (Mt. 28,20). In der Gegenwart des Herrn wird unser Innerstes verwandelt und Seine natürlichen (und übernatürlichen) Taten werden in unserem Leben sichtbar. In Jesu Augen gibt es keinen guten Grund, das was Er sagt, nicht zu tun, denn Er lässt uns nur das Beste tun.

Als Christen sollen wir also gehorsam sein. Aber dieser letzte Satz „Er lässt uns nur das Beste tun“ ermutigt und tröstet uns. Gott verfügt über die besten Informationen für ein glückliches, erfülltes Leben und hat uns Seine Gebote zu unserem Besten gegeben.

Wenn wir gehorsam unsere Talente einsetzen, machen wir das, wozu wir geschaffen sind: Wir ehren Gott und dienen Seinem Königreich. Nichts ist so erfüllend. Zu sehen ist das in dem ausgezeichneten Film „Die Stunde des Siegers“, der zum Teil die Geschichte von Eric Lidell erzählt, einem Schotten, der 1924 bei den olympischen Spielen die Goldmedaille erhielt und später in China als Missionar arbeitete.

Meine Lieblingsszene findet zwischen Eric und seiner Schwester Jennie statt, die sich darum sorgt, dass sein Sport ihn von seiner missionarischen Tätigkeit abhält. Eric teilt Jennie die guten Neuigkeiten mit, dass er von der Missionsgesellschaft nach China entsandt wird. Dann fügt er hinzu: „Aber zuerst muss ich viel Laufen. Jennie, du musst verstehen. Ich denke, dass Gott einen Plan für mich hat – China. Aber Er hat mich auch schnell gemacht und wenn ich laufe, spüre ich Seine Freude… Wenn ich gewinne, ehre ich Ihn.“

In einem emotionalen späteren Moment sehen wir, wie Eric läuft, voller Freude, und Sein Bestes gibt. So wurde Gott geehrt und Eric bekam Aufmerksamkeit und schließlich Unterstützung für seine Missionstätigkeit.

Wir sind auf viele verschiedene Arten und Weisen dazu berufen, dem Herrn zu dienen. Eine davon besteht darin, auf den Heiligen Geist zu hören und gut mit den uns von Gott vertrauten Ressourcen umzugehen. Es ist dein Rennen. Renne mit Leidenschaft.

© 2025 Austin Pryor hat über 40 Jahre Erfahrung im Investmentbanking und ist außerdem als Autor tätig. Er lebt mit seiner
Frau Susie in Louisville, Kentucky, USA.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.