Im vorletzten Kapitel der gesamten Bibel, im Buch der Offenbarung Kapitel 21, Vers 5, steht ein kurzer, inhaltsschwerer Satz. Mitten im Schlussakkord des großen und großartigen Zukunftsbildes der Weltgeschichte versteckt er sich. An ihm macht sich unsere Hoffnung fest, heute und jeden Morgen neu aufzustehen und motiviert unsere Bestimmung zu suchen und zu leben. 

Kurz ist er, dieser Satz: „Siehe, ich mache alles neu.“ (Offenbarung 21, 5) Fünf Worte, im griechischen Originaltext sind es sogar nur vier Worte: „Siehe, neu (ich) mache alles.“ – δο καιν ποι πάντα (Idou kaina poio panta). Vier Worte, die es in sich haben. Vier Gedanken zu vier Worten:  

1. Schau hin: „Siehe“ 

Mit dem Wort „SIEHE“ beginnt der Vier-Worte-Satz. Von Zeit zu Zeit müssen wir hingewiesen werden auf die Dinge, die wir vielleicht sehen, aber nicht wirklich wahrnehmen. Schau hin! Lenke deinen Fokus auf das, was wichtig ist und jetzt kommt. „Alle mal herhören!“. „Augen auf!“. „Achtung!“. „Konzentration!“. Das alles steckt in diesem ersten Wort „SIEHE“ drin. Also, aufgepasst:  

2. Es wird anders: „neu 

Alleine das Wort NEU triggert uns. Menschen zu allen Zeiten waren und sind neu-gierig. Und wenn ein Artikel, ein Produkt, ein Angebot oder eine Sache mit dem Label „neu“ versehen wird, können wir sicher sein, dass es Aufmerksamkeit auf sich zieht. Und wenn „neu“ draufsteht, dann kann es vieles bedeuten: Das Produkt kann refurbished, erneuert sein – wie neu! Oder es kann „weiterentwickelt“ worden sein. Oder es hat es tatsächlich so noch nicht gegeben, eine Neuerfindung. Das Wort „neu“ triggert uns besonders dann, wenn das Bekannte, das Alte, das Bisherige nicht gut oder nicht mehr gut ist. Wenn Gott etwas NEU macht, dann kann er alles: von „refurbished“ bis „noch nie dagewesen“.   

3. Es läuft: „mache ich“ 

MACHE ICH.“ – Gott ist ein Macher. Ein Macher der besonderen Art. Er macht Dinge neu, oft aus dem Nichts. Schon das zweite Wort der (hebräischen) Bibel ist das Wort „machte, schuf“. Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Er macht auch ein neues Herz, einen neuen Bund, einen neuen Himmel und eine neue Erde – und alles andere auch. Er macht, weil er die Macht hat. Er macht, weil er es mag. Er macht die Dinge selbstbewusst, sitzt am Ende der Zeiten auf dem Thron und sagt wie selbstverständlich „MACHE ICH.“ Und es gilt, was immer galt: Wenn Gott etwas sagt, dann macht er es auch!   

4. Keine Ausnahmen: „alles“ 

Unfassbar: Neu macht Gott ALLES, nicht nur einiges oder manches. Soviel Kraft und Macht hat kein Mensch, kein Volk und keine Community auf dieser Welt, dass er, es oder sie alles neu machen könnte. Wir entwickeln ein neues Produkt, gründen eine neue Firma, erneuern unsere privaten und beruflichen Schwerpunkte, entwickeln etwas Neues. Vielleicht machen wir diese Dinge nicht nur ein-, sondern mehrmals. Aber niemals schaffen wir Menschen, alleine oder mit anderen, ALLES neu zu machen.  

Am Ende der Zeiten sitzt Gott auf dem Thron und sagt diesen Satz. Der Widerhall dieses Ausspruchs wird überall zu hören sein. Und klingt sogar hinein in diesen Moment, wo wir diesen Vier-Worte-Satz heute lesen und hören. Siehe, neu mache (ich) alles“. Am Ende der Zeiten, aber auch jetzt gerade in diesem Moment. Denn Gott ist noch nicht fertig. Dieser Vier-Worte-Satz hat Kraft für heute: 

SIEHE: Achte darauf, wie Gott jetzt gerade dich verändert – in deinem Denken und Glauben, deinem Fühlen und Wollen.  

NEU: Vertraue darauf, wie Gott Haltungen und Einstellungen, aber auch Situationen und Lebensbedingungen neu macht.  

MACHE ICH: Schaue Gott zu, wie er mit seiner einzigartigen Macht in der Welt wirkt.  

ALLES: Und warte gespannt darauf, wie Gott am Ende der Geschichte, wie wir sie kennen, alles neu machen wird.  

Michael vom Ende, im Januar 2026
Geschäftsführer faktor c, einer Initiative von Christen in der Wirtschaft
www.faktor-c.org