Fünf Fragen an Friedrich Rominger

Status und Geld sind nicht alles bei der Karriereplanung, Sinnerfüllung und nachhaltige Ziele sind mindestens genauso wichtig, sagt Friedrich Rominger, Vorstandsvorsitzender von Fak+or C und selbst Jahrzehnte lang in einem internationalen Konzern in der Leitung tätig, bevor er noch einmal im Nonprofitbereich neue Akzente gesetzt hat. Wie aus seiner Sicht eine gute Karriereplanung aussehen kann, schildert er hier in unserer Rubrik „Fünf Fragen an…“:

 

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Fünf Fragen an Friedrich Rominger

Status und Geld sind nicht alles bei der Karriereplanung, Sinnerfüllung und nachhaltige Ziele sind mindestens genauso wichtig, sagt Friedrich Rominger, Vorstandsvorsitzender von faktor c und selbst Jahrzehnte lang in einem internationalen Konzern in der Leitung tätig, bevor er noch einmal im Nonprofitbereich neue Akzente gesetzt hat. Wie aus seiner Sicht eine gute Karriereplanung aussehen kann, schildert er hier in unserer Rubrik „Fünf Fragen an…“:

 

Was raten Sie jemandem, der am Anfang seiner Karriere den nächsten Schritt plant?

Grundsätzlich alle Aufgaben, die anstehen, mit Freude und Elan ausführen und ausfüllen. Nicht nur auf den nächsten Karriereschritt fokussieren, sondern durch Leistung und Begeisterung auffallen und damit signalisieren, da ist jemand, der für die nächste Stufe bereit ist. Ich habe immer meine Aufgaben mit Elan und Begeisterung erledigt und dann kam der nächste Karriereschritt automatisch, natürlich bei entsprechender Eignung, so selbstkritisch muss man sein.

Und, was vielleicht komisch klingt in dieser Situation: zufrieden und dankbar sein mit der Rolle, die man zurzeit hat – nicht nur die nächste Stufe erzwingen wollen, was sogar das Gegenteil bewirken könnte.

 

Welche Werte sind Ihnen wichtig, wenn Sie jetzt auf ein erfülltes Berufsleben zufrieden zurückblicken?

Authentisch sein, loyal sein, ehrlich sein – keine krummen Dinge zulassen bzw. mitmachen. Nicht die Ellenbogen benützen, sondern als Teamplayer mit anderen zusammenarbeiten und nicht gegen sie agieren. Als Vorgesetzter nicht Macht ausüben, sondern die Mitarbeitenden auf Augenhöhe mit einbeziehen und fair behandeln.

 

Wie würden Sie konkret Gott in die Karriereplanung einbinden?

Gebet ist sehr wichtig – wir brauchen die Unterstützung und den Beistand von Gott. Auf dem Gebet liegt so viel Verheißung und Macht. Auch Gott klar fragen, wo soll es hingehen und um Weisheit für die richtige Entscheidung bitten. Er hilft dann, Klarheit zu bekommen.

 

Wie weit sind christliche Werte in einem weltumspannenden Konzern tragfähig, wieweit sind sie lebbar und wo sind Sie damit an Grenzen gestoßen?

Die sind sehr wohl lebbar und tragfähig, vor allem im eigenen Team kann man die schon durchsetzen bzw. einfordern. Das christliche Weltbild und die Konzernwerte waren aus meiner Sicht nicht konträr zueinander.

 

Sie haben Anfang des Jahres 2026 in einem Video-Statement werbend auf die Regionalgruppen von faktor c hingewiesen. Warum halten Sie den Austausch und die Begegnungen dort für wertvoll?

Als Vorgesetzter, speziell im Senior Executive Bereich oder als Unternehmer hat man sehr häufig Herausforderungen oder Problemstellungen, welche normalerweise niemand aus der Ortsgemeinde oder der lokalen Kleingruppe (zu der man hoffentlich zugehörig ist) versteht, und mit dem man sich da im christlichen Umfeld austauschen kann.
Die Themen wiederum verstehen Kollegen auf selbem Level, aber die haben häufig ein anderes Wertesystem als wir als Christen.

Deshalb ist es umso wichtiger, dass christliche Führungskräfte und Unternehmer eine Gruppe haben, die dieselbe Sprache sprechen, die einen verstehen und auch unterstützen können, und die einen im Gebet begleiten können. Ich hätte mir als Senior Executive gewünscht, so eine Gruppe zu haben – hatte ich aber nicht. Deshalb werbe ich bei faktor c jetzt so intensiv für diese Gruppen. Es ist so einfach und so hilfreich, so eine Gruppe zu starten und aufzubauen.