Das Kalenderjahr nähert sich seinem Ende zu. Zeit zu danken. Dankesfeste gibt es im Oktober und November in Kanada, den USA, Liberia, Sankt Lucia, in Brasilien, Deutschland und anderen Teilen der Welt. Doch Dankbarkeit lässt sich jeden Tag zum Ausdruck bringen. Wie unsere Umstände auch aussehen mögen, es gibt immer etwas, für das wir dankbar sein können.
Mit zunehmendem Alter merkte ich, wie fragil das Leben ist. Eine OP am offenen Herzen 2006 half mir, das zu verstehen. Wenn ich morgens aufwache, lese ich nun gerne die Zusage in Psalm 118,24: „Diesen Freudentag hat er gemacht, lasst uns fröhlich sein und jubeln!“ Jeder Tag ist ein Geschenk Gottes, ob wir einen spannenden oder herausfordernden Tag bei der Arbeit vor uns haben, am Wochenende entspannen, in den Gottesdienst oder auf eine lang-ersehnte Reise gehen.
Wenn wir wissen, dass bei der Arbeit ein schwieriger Tag auf uns wartet, können wir dafür danken, dass wir einen Job haben, eine wichtige Führungsposition oder ein eigenes Unternehmen. Wenn wir einen unerwarteten Rückschlag verkraften müssen, wie einen geplatzten Verkauf oder Vertrag, können wir Gott für zukünftige Erfolge danken, wenn wir Durchhaltevermögen haben.
Ich selber kann dankbar sein für über 50 Jahre Ehe mit Höhen und Tiefen, Kinder und Enkelkinder, die ich liebe und die mich lieben, eine erfüllende Karriere als Autor und Herausgeber, die meine größten Erwartungen bei Weitem übertroffen hat, und auch dafür, dass mein Herz schlägt.
Vor allem bin ich Gott dankbar, dass Er mich vor einem fehlgeleiteten Leben bewahrt hat, mir nicht nur zugesichert hat, dass mein Leben nicht enden wird („…dass ihr das ewige Leben habt.“ – 1. Joh. 5,13), sondern mir auch ein wirkliches Leben im Überfluss gegeben hat, wie Jesus in Joh. 10,10 versprach: „Ich aber bringe Leben – und dies im Überfluss.“
In einer Welt, in der uns gesagt wird, dass wir immer mehr brauchen, dass zu viel niemals genug ist, können wir dankbar sein für eine Beziehung zu dem Herrn, der uns erkennen lässt, dass es in diesem Leben um mehr als nur materielle Dinge geht. Hier einige Gedanken zum Thema Dankbarkeit aus der Bibel:
Für alles danken. Es ist leicht, dankbar zu sein, wenn unser Leben gut läuft, aber weniger leicht, wenn wir in Nöte geraten. Doch durch diese schweren Zeiten lernen wir oft am meisten. „Dankt Gott, ganz gleich wie eure Lebensumstände auch sein mögen. All das erwartet Gott von euch…“ (1. Thess. 5,18).
Dafür danken, dass wir für unsere Bedürfnisse beten können. Wenn die Dinge außer Kontrolle geraten, können wir dankbar sein, dass wir uns an Gott wenden können, der die Kontrolle hat. „Macht euch keine Sorgen! Ihr dürft in jeder Lage zu Gott beten. Sagt ihm, was euch fehlt, und dankt ihm!“ (Phil. 4,6).
Dafür danken, wer Gott ist. Als Christen liegt unsere Hoffnung in dem unveränderlichen Charakter und der Treue Gottes. „Geht durch die Tempeltore ein mit Dank, betretet die Vorhöfe mit Lobgesang! Preist ihn und rühmt seinen Namen! Denn der Herr ist gut zu uns, seine Gnade hört niemals auf, für alle Zeiten hält er uns die Treue.“ (Ps. 100,4-5).
Copyright 2025 Robert J. Tamasy ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher. Er bloggt alle 14 Tage unter www.bobtamasy.blogspot.com.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.