Atmosphäre ist die Luft um uns herum, der Sauerstoff, der unsere Lungen füllt und unser Leben erhält, ohne dass wir darüber nachdenken. Wir achten nicht oft darauf, aber ohne sie könnten wir keinen Moment überleben.

Das Gleiche gilt im übertragenen Sinne für unsere Arbeit. Jedes Büro, jedes Meeting, jedes Gespräch hat eine bestimmte Atmosphäre. Manchmal eine leichte, manchmal eine, die schwer auf uns lastet. Und auch wir selber schaffen überall, wo wir sind, eine Atmosphäre.

Unser Körper verändert die Luft. Unsere Stimme trägt. Unsere Präsenz füllt den Raum aus. Neutral gibt es nicht. Sobald wir einen Raum betreten, verändern wir seine Atmosphäre. Das gilt für jeden und jede, vor allem aber für uns Christen. Wir bringen nicht nur unseren Körper, sondern auch den Heiligen Geist mit. Wo wir hinkommen, muss sich etwas verändern.

Apostel Paulus drückte das folgendermaßen aus: „Ob die Menschen nun die Botschaft annehmen und gerettet werden oder ob sie sie ablehnen und verloren gehen: Durch Christus sind wir ein Wohlgeruch für Gott.“ Wir sind der Duft des Himmels in einer Welt, die viel zu oft nach Eile, Angst und Druck stinkt.

Denken Sie an Ihren Arbeitsplatz: Ein angespanntes Meeting. Ein Gespräch im Flur. Das Telefonat mit einem Kunden, das ein gutes Resultat bringen kann, oder eben auch nicht. Wie Sie sprechen, kann die Seele eines Menschen ersticken oder mit Sauerstoff erfüllen. Ihre Präsenz ist niemals ein Hintergrundrauschen, sie gibt den Ton an. Deshalb haben Paulus‘ Worte im Galaterbrief Gewicht: „Dagegen bringt der Geist Gottes in unserem Leben nur Gutes hervor: Liebe und Freude, Frieden und Geduld, Freundlichkeit, Güte und Treue, Besonnenheit und Selbstbeherrschung.“ (Gal. 5,22-23). Das sind nicht nur private Tugenden. Man könnte sie auch als Unternehmensatmosphäre bezeichnen. Sie können die Kultur prägen, die Stimmung in einem Raum. Sie beschreiben, wie Menschen Sie bei der Arbeit erleben. Führung ist nicht nur Vision und Management, sondern auch Atmosphäre. Die Luft, die die Menschen um uns herum atmen. Was Psychologen als „emotionale Ansteckung“ bezeichnen. Jesus nannte es „Salz und Licht“ (Mt. 5,13-16).

Im Folgenden drei diesbezüglich wichtige Prinzipien:
• Bevor Menschen die Strategie hören, nehmen sie den Geist wahr.
• Präsenz ist immer wichtiger als Position.
• Atmosphäre breitet sich aus: Angst und Druck vermehren sich schnell, aber das tun Frieden und Liebe genauso.

Paulus schrieb den Jesus-Nachfolgern in Kolossä: „Redet mit jedem Menschen freundlich; alles, was ihr sagt, soll gut und hilfreich sein. Bemüht euch darum, für jeden die richtigen Worte zu finden.“ (Kol. 4,6). Denken Sie an einen Arbeitsplatz, an dem Worte mit Gnade gewürzt sind und Liebe, Mitgefühl und Freundlichkeit widerspiegeln, an dem Ihre Präsenz andere Menschen still auf das Leben in Christus hinweist.

Nicht jeder wird positiv darauf reagieren. Paulus stellte ebenso fest: „Für die einen ist es ein Verwesungsgeruch, der ihnen den Tod bringt; für die anderen aber ein angenehmer Duft, der ihnen neues Leben gibt.“ (2. Kor. 2,16). Doch alles, was wir tun können, besteht darin, Jesus widerzuspiegeln. Atmen wir den Geist ein, und Gnade aus. Dann wird sich die Atmosphäre verändern.

 

©2025. Tief bewegt von der transformatorischen Kraft des Evangeliums ist es das Anliegen von Christopher C. Simpson, den Glauben in der
Geschäftswelt zu verbreiten. Christopher ist Präsident von CBMC International; zuvor diente er 28 Jahre lang in der US Marine und beim Secret
Service, wo er für den Schutz von 7 Präsidenten zuständig war. Mit seiner Frau Ana lebt er in Boca Raton, Florida, USA.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.