Als junger Berufstätiger war ich mit Arbeitgebern gesegnet, die Fortbildung zu schätzen wussten. So konnte ich an wertvollen und hilfreichen Fortbildungen teilnehmen; manchmal entpuppten sich diese allerdings auch als kurzlebige Trends, die von wenig Nutzen und schnell vergessen, ja vielleicht sogar konträr zu Gottes Weisheit waren.  

Die Ideen und Philosophien von Geschäftspraktiken mögen sich mit der Zeit und der Technik verändern, doch die Wahrheiten und Prinzipien der Bibel sind zeitlos und nicht der Veränderung unterworfen. Dies gilt besonders in Hinblick auf Ethik, Werte und unsere Beziehungen zu anderen und zu Gott.  

Im Alten Testament lehrt uns der Herr durch den Propheten Hosea: „Wer klug und weise ist, der hört auf alle diese Worte und nimmt sie sich zu Herzen. Denn der Herr zeigt uns den richtigen Weg. Wer ihm vertraut, kommt ans Ziel, doch wer sich vom Herrn abwendet, stürzt ins Verderben.“ (Hosea 14,10).   

Wissen und Erfahrung sind nützlich, aber nicht mit Weisheit gleichzusetzen. Im Neuen Testament lesen wir: „Wenn es jemandem von euch an Weisheit fehlt, soll er Gott darum bitten, und Gott wird sie ihm geben.“ (Jak. 1,5). Die „Weisheit“ der Wirtschaft kann sich jeden Tag verändern, doch die zeitlose Weisheit Gottes ist unveränderlich und immer verlässlich.   

Dasselbe gilt auch im Hinblick auf die Ausbildung. Ich war immer der Auffassung, dass eine gute Ausbildung wichtig für mein Fortkommen ist. So habe ich möglichst hohe Abschlüsse angestrebt und mich beständig fortgebildet, um bessere Arbeit zu leisten und Engagement zu zeigen.  

Als ich Christ wurde, machte ich es in meinem Glauben genauso; ich las kontinuierlich in der Bibel, um mehr Wissen zu erlangen. Doch ich erkannte bald, dass ich damit an Grenzen kam. Wie der Apostel Jakobus schrieb: „Wer Gelegenheit hat, Gutes zu tun, und tut es trotzdem nicht, der wird vor Gott schuldig.“ (Jak. 4,17).

Es ist wichtig, Gottes Wort kennen zu lernen, doch dabei können wir es nicht belassen. Es geht nicht darum, nur Wissen anzuhäufen, sondern wir dienen Gott, indem wir nach unserem Wissen handeln und es auch bei unserer täglichen Arbeit umsetzen.

Wir sind gewiss: „Denn die ganze Heilige Schrift ist von Gott eingegeben. Sie soll uns unterweisen; sie hilft uns, unsere Schuld einzusehen, wieder auf den richtigen Weg zu kommen und so zu leben, wie es Gott gefällt. So werden wir reife Christen und als Diener Gottes fähig, in jeder Beziehung Gutes zu tun.“ (2. Tim. 3,16-17). Wenn wir in der Wahrheit der Bibel leben, befähigt uns das, unsere Arbeit gut und richtig zu tun.

Eine Ausbildung und praktisches Training können – in welchem Bereich auch immer – sehr wertvoll sein. Doch das Training des Herrn durch Sein Wort wird sich für Ihren Werdegang als noch viel gewinnbringender erweisen. Wie es in Eph. 2,10 heißt: „Gott hat etwas aus uns gemacht: Wir sind sein Werk, durch Jesus Christus neu geschaffen, um Gutes zu tun. Damit erfüllen wir nur, was Gott schon im Voraus für uns vorbereitet hat.“

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Aus „UBN Integrity Moments“, eine Kommentarreihe über Ehrlichkeit am Arbeitsplatz aus christlicher Sicht.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.