Im Arbeitsleben zählen Wettbewerb, Zahlen, schnelles Wachstum und ständiges Streben nach Gewinn. Der Druck lässt niemals nach. Doch die Wahrheit ist, dass man sich anstrengen und dennoch durch die falsche Ziellinie laufen kann.

Wie können wir also wissen, welches die richtige Ziellinie ist? Die Worte Jesu Christi durchschneiden den Lärm: „Sorgt euch vor allem um Gottes neue Welt, und lebt nach Gottes Willen! Dann wird er euch mit allem anderen versorgen.“ (Mt. 6,33). Das bedeutet nicht, Exzellenz oder Ergebnisse zu vernachlässigen, sondern sie neu zu ordnen. Exzellenz zählt immer noch, aber das Ziel ist ein anderes. Es geht nicht länger um Expansion oder Applaus, sondern um Gehorsam. Den Takt gibt weder das Adrenalin noch der Ehrgeiz vor, sondern die Ewigkeit.

In Hebräer 12 heißt es: „Mit zäher Ausdauer wollen wir auch noch das letzte Stück bis zum Ziel durchhalten. Dabei wollen wir nicht nach links oder rechts schauen, sondern allein auf Jesus. Er hat uns den Glauben geschenkt und wird ihn bewahren, bis wir am Ziel sind.“ „Nicht nach links oder rechts schauen„, das bedeutet die Wegstrecke zu laufen, die Gott für uns vorbereitet hat, und für niemand anderen sonst. Nicht den Weg, den die Kultur oder das Ego feiert, sondern den Weg, der Gottes Willen für unser Leben entspricht. Und dennoch vergleichen wir uns, wollen den Einfluss anderer haben statt unserer Berufung zu folgen. Bequemlichkeit bringt uns in die Versuchung, das Rennen sicher gestalten zu wollen. Wir werden vom Ziel abgelenkt, verlieren die Ewigkeit aus dem Blick. Doch es bleibt: Wir sollen das Rennen laufen, das Gott für uns bestimmt hat.

Wie kann das in der Arbeitswelt aussehen? Drei Dinge machen einen guten Läufer aus.

Das richtige Rennen laufen. Vergleichen ist Gift. Glauben bedeutet nicht Nachahmen, sondern Gehorsam. Hören wir auf, nach links oder rechts zu schauen, laufen wir stattdessen mit Ausdauer und Überzeugung vorwärts. Unsere eigene Spur ist breit genug, um Seinen Willen zu erfüllen.

Sich vor allem um Gottes neue Welt sorgen. Wenn wir das tun, geben wir unser Bedürfnis nach Bequemlichkeit und Kontrolle auf. Erfolg ist, was in Einklang mit Gottes Charakter, Zusagen und Geboten ist. Das wird uns immer wieder aus unserer persönlichen Komfortzone herausbringen, dahin, wo die Gnade auf uns wartet.

Das Rennen gut zu Ende laufen. Jesus wird wieder kommen. Dann werden nicht mehr die Maßstäbe unseres Terminkalenders zählen, sondern die Ausdauer. Sind wir drangeblieben, mit festem Blick auf Jesus? In der Nachfolge geht es nicht um Fehlerlosigkeit, sondern um beständige Treue. Wenn wir fallen, stehen wir wieder auf und laufen weiter. Wir lieben auch dann, wenn es uns etwas kostet, wir vergeben auch dann, wenn es weh tut, wir dienen, auch wenn es niemand sieht. Ausdauer zeigt wahre Hingabe.

In der Welt werden wir immer an unserer Geschwindigkeit und Leistung gemessen werden. Jesus hingegen misst uns an der Ausdauer, an der ruhigen Kraft eines Herzens, das sich weigert, aufzugeben. Ihn beeindrucken weder Geschwindigkeit noch Prominenz, Ihn beeindrucken Hingabe und Treue.

©2026. Tief bewegt von der transformatorischen Kraft des Evangeliums ist es das Anliegen von Christopher C. Simpson, den Glauben in der Geschäftswelt zu verbreiten.
Christopher ist Präsident von CBMC International; zuvor diente er 28 Jahre lang in der US Marine und beim Secret Service, wo er für den Schutz von 7 Präsidenten zuständig war.
Mit seiner Frau Ana lebt er in Boca Raton, Florida, USA.

Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.