Die Wirtschaftswelt braucht Talente. Strategische Denker. Visionäre Unternehmer. Leistungsfähige Manager. Wer etwas bewegen kann, wird gesehen. Der Lebenslauf wird zur Marke, Ergebnisse sind wertvoll.

Ich bin der lebendige Beweis. Die Fähigkeiten, die mich beim Secret Service effektiv machten, Präsenz, entschlossene Führung, Arbeiten unter Druck, waren auch im Wirtschaftsleben Gold wert. Und ich gebrauchte sie eine Zeit lang, um die Karriereleiter zu erklimmen und mich zu beweisen.

Doch diese Gaben wurden erst heilig für mich, als ich mein Leben und meine Arbeit Jesus Christus hingab. Als ich aufhörte, zu fragen, wie sie mir dienen konnten, und stattdessen fragte, wie sie Ihm dienen konnten. Erst als ich meine Führungsqualitäten nutzte, um andere in Jesu Namen zu lieben, zu lehren und zu ermutigen, brachten diese ewige Frucht, laut Jesus „Frucht, die bleibt“ (Joh. 15,16). Ab da machte meine Arbeit einen Unterschied.

Das von mir beschriebene Mindset ist nichts neues. Im Neuen Testament spricht Jesus mit Religionsführern darüber. Diese verehrten die Gabe, das, was glänzte und eindrucksvoll erschien, während sie den Altar vernachlässigten, die Quelle, von der sie ihre Führungsgaben erhalten hatten. Jesus verpasste ihnen und uns in Mt. 23,19 einen schweren Dämpfer: „Ihr Verblendeten! Was ist denn wichtiger: die Gabe auf dem Altar oder der Altar, der die Gabe erst zum Opfer werden lässt?

Es ist der Altar, an dem etwas stirbt, an dem etwas als Form von Anbetung geopfert wird. An dem Ambitionen abgelegt werden. Es ist ein Ort der Aufgabe, wo deine Gabe heilig wird, weil sie dich etwas kostet.

Vor 2.000 Jahren sprach Jesus zu Religionsführern, doch das macht es noch lange nicht zu altem Tempelgerede. Es ist Montagmorgenpraxis. Unsere Talente werden nicht heilig, indem wir sie erfolgreich einsetzen. Sie werden heilig, wenn wir sie Gott als ein Opfer darbringen, nicht für unseren eigenen Nutzen, sondern zu Seiner Ehre und für Sein Reich.

Eine talentierte Führungspersönlichkeit kann erfolgreich sein und gleichzeitig Gottes Reich verpassen. Ein visionärer Unternehmer kann schnell expandieren und gleichzeitig Gott keine Ehre machen. Selbst Großzügigkeit kann zur Leistungsschau werden, ohne damit Gott demütig zu gehorchen. Doch wenn wir unsere Arbeit, unser Handeln, unser Planen auf Gottes Altar ablegen, geschieht Veränderung. Es geht nicht mehr nur um Leistung, es geht um Anbetung.

Das ist der Unterschied zwischen vergänglichem Applaus und ewiger Wirkung. Sie können die kompetenteste Person in der Unternehmensleitung sein und dennoch ein Hindernis für Gottes Mission, wenn Sie Ihre Gaben nicht Jesus vor die Füße legen. In Seinem Königreich ist es Hingabe, die etwas bewegt. Ein Talent ist eine Gnadengabe. Wenn wir diese Gabe entwickeln, sind wir gute Verwalter. Doch wenn wir sie Ihm auf den Altar legen, dann ist das Anbetung. Und dann betreten wir heiligen Boden.

©2025. Tief bewegt von der transformatorischen Kraft des Evangeliums ist es das Anliegen von Christopher C. Simpson, den
Glauben in der Geschäftswelt zu verbreiten. Christopher ist Präsident von CBMC International; zuvor diente er 28 Jahre lang
in der US Marine und beim Secret Service, wo er für den Schutz von 7 Präsidenten zuständig war. Mit seiner Frau Ana lebt er
in Boca Raton, Florida, USA.
Übersetzung: Susanne Nebeling-Ludwar, Tübingen: S.Ludwar@gmx.de
Bibelzitate sind der Übersetzung Hoffnung für Alle entnommen, wenn nicht anders angegeben.