Regionalgruppe Süd
Thomas Biggel
Glauben leben. Wirtschaft gestalten. Gemeinsam wachsen. Herzlich Willkommen!
Mehr Infos und Anmeldung bei Thomas Biggel: thomas.biggel@gmx.de
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Prinz Constantin zu Salm-Salm über Glauben, Berufung und die Kunst, loszulassen
Constantin zu Salm ist Unternehmer, Vermögensberater, Christ, Vater von fünf Kindern – und ein Mensch, der erst lernen musste, seinen Platz zu finden. Als Jugendlicher hätte er wohl am wenigsten akzeptiert, dass sein Platz dort liegen würde, wo er geboren wurde. Heute ist er angekommen und kann seine Berufung leben. In der TV-Reihe von fak+or c auf Hope TV hat er seine Lebens- und Lerngeschichte erzählt.
Selten werden Menschen im 21. Jahrhundert an Gebäuden und über Einfahrten mit Bibelversen begrüßt. Über dem Torbogen des Weinguts von Prinz Constantin zu Salm-Salm in Wallhausen (Rheinland-Pfalz, Anbaugebiet Rhein-Hessen) ist so ein Bibelvers zu finden:
„Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen.“
Eine Reminiszenz an ein altes Adelsgeschlecht? Keineswegs. Der Vers stammt aus jüngster Vergangenheit. „Meine Frau und ich haben den Vers aus dem Buch Josua anbringen lassen, als wir das Gut übernommen haben“, erzählt der Adlige, der sich im TV-Interview bei fak+or c ganz locker von Moderator Michale vom Ende mit Constantin ansprechen und Duzen lässt. „Der Vers erinnert uns jeden Tag daran, wofür wir Verantwortung tragen – und wem wir letztlich dienen.“
Dennoch scheint sein Weg in dem traditionsreichen Haus, in dem er aufwächst, vorgezeichnet: Irgendwann würde er in Wallhausen das Familienunternehmen übernehmen, das Weinbau, Forstwirtschaft und Vermögensverwaltung verbindet. „Als Kind war mir das zwar bewusst,“ erinnert er sich, „aber ich habe mich oft gefragt, ob das wirklich mein Platz ist.“
Sein Jugendleiter in der Kirchengemeinde nimmt ihm die Zweifel: „Dort wo du bist, bist du richtig“. Ein Zuspruch, den Constantin wörtlich nimmt. So kann er sich mit der Vorstellung, sein Leben und Wirken auf dem Stammgut der Familie zu verbringen, immer besser vorstellen.
Doch dann schicken ihn die Umstände erstmal weit weg von Hause. Seine Lehr- und Wanderjahre beginnen, und zwar im Ausland.
Denn in der Schule läuft es zunächst nicht gut. Legasthenie, schlechte Noten, Lehrer, die ihn vor allem an seinen Schwächen messen. „Ich hatte in der siebten Klasse ganz viele Fünfen. Heute würde man sagen: Ich wurde gemobbt.“ Seine Eltern entscheiden, ihn auf ein Internat nach England zu schicken – ein Benediktinerkloster. Das bringt die Wende. Dort erlebte Constantin zu Salm zum ersten Mal, was es heißt, als ganze Person mit all ihren Gaben gesehen zu werden. „Die Engländer schauten nicht auf meine Schwächen, sondern auf das, was ich gut kann. Das hat alles verändert.“
Neben dem Unterricht entdeckt er den Sport für sich – Rugby wird zu seinem Lieblingssport und zur Lebensschule. „Wir haben anfangs jedes Spiel verloren – aber keiner hat aufgegeben. Diese Haltung, immer weiterzumachen, hat mich geprägt.“
Rugby lehrt ihn Teamgeist, Durchhaltevermögen und Fairness – Tugenden, die er in allen Bereichen für prägend hält. „Wenn in einer Rugby-Mannschaft einer nicht 100 Prozent gibt, verliert das ganze Team. So ist es auch im Unternehmen oder in der Familie.“
Nach seiner Ausbildung kehrt Constantin zurück nach Wallhausen. Gemeinsam mit seinem Bruder führt er das Familienunternehmen fort. Während Felix den Weinbau verantwortet, leitet Constantin die Bereiche Forstwirtschaft und Finanzen.
„Ich bin geschäftsführender Gesellschafter – aber ehrlich gesagt, das Führen fiel mir früher schwer“, gibt er zu. Erst ein Berufungsseminar öffnet ihm die Augen: „Da wurde mir klar, dass Menschen völlig unterschiedliche Begabungen haben. Manche leiten, andere lehren, wieder andere dienen. Das hat mir geholfen, mich selbst einzuordnen – und andere besser zu verstehen.“
Heute sieht er Führung als Dienst – als Aufgabe, Menschen zu befähigen, ihren Platz zu finden.
„Wenn jeder das tut, was er wirklich gut kann, entsteht Frieden – im Team und im Herzen.“ (Prinz Constantin zu Salm-Salm)
In dieser Haltung spiegelt sich eine biblische Gestalt wider, die ihn besonders fasziniert: Nehemia. „Nehemia hat nicht aufgegeben, aber er hat auch nicht übereilt gehandelt. Er hatte ein Gespür für das richtige Timing.“ Dieses Vertrauen auf Gottes Zeit habe er selbst erst lernen müssen. „Manchmal ist eine Entscheidung einfach noch nicht reif. Dann darf man warten – und darauf vertrauen, dass der richtige Moment kommt.“
Als Unternehmer adeliger Herkunft wird Constantin oft mit automatisch vorhandenem Wohlstand in Verbindung gebracht. Doch das Bild trügt, wendet der durchaus erfolgreiche Unternehmer ein. Wohlstand müsse immer wieder neu erarbeitet und gepflegt werden, sagt er.
Das Entscheidende sei die Haltung zum Geld. „Ich bin katholisch geprägt, da ging es immer ums Dienen, um Barmherzigkeit. Geld war fast etwas Verdächtiges. Aber irgendwann habe ich verstanden: Wenn meine Begabung wirtschaftlicher Erfolg ist, dann darf ich sie nutzen. Unternehmerisch zu denken ist keine Sünde – es ist eine Berufung. Wichtig ist, was man damit tut.“
Erfolg sieht er daher als Ruf zur Verantwortung, nicht als Selbstzweck. „Wenn wir Geld verdienen, schaffen wir Arbeitsplätze. Das ist für mich ein Dienst an anderen.“
So ist Constantin zunächst der klassische Unternehmer, der seine Arbeit und das Wohl und Wehe seines Unternehmens in den Mittelpunkt stellt. Erst vor rund vier Jahren beginnt für ihn ein innerer Wandel. „Ich habe gefastet, war danach eine Woche im Kloster – und habe gemerkt: Meine Reihenfolge stimmt nicht. Ich sagte immer: Gott, Familie, Arbeit. Aber gelebt habe ich: Arbeit, Familie, Gott.“
Seitdem hat Constantin seine Prioritäten neu justiert. „Mein ältester Sohn wollte, dass ich mit auf ein CVJM-Zeltlager komme. Früher hätte ich gesagt: keine Zeit. Diesmal fuhr ich mit – und es war großartig.“
Heute nimmt er sich gezielt Zeit für jedes seiner fünf Kinder, schwärmt er: Reiten mit der Tochter, Fußballspielen mit einem der Söhne, Besuche im Internat. „Jedes Kind hat seine Vorlieben und Hobbys, daran kann ich bewusst anknüpfen, und für die Kinder besonders wertvolle Zeit mit ihnen verbringen.“ Das habe er für sich herausgearbeitet.
Prinz Constantin zu Salm-Salm ist angekommen. Die Zweifel, die er als Kind über seinen Platz auf der Welt hatte, sind verflogen. Heute empfindet er es als Berufung, das Erbe seiner Vorfahren weiterzuführen und nach heutigen Maßstäben zu gestalten.
Dazu gehöre auch, die Gaben seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schätzen und zielgerichtet einzusetzen. Und das bezieht er auch auf sich selbst. So habe er endlich gelernt, nicht alles selbst machen zu müssen. „Früher dachte ich, ich müsse in allem der Beste sein. Heute weiß ich: Es ist ein Geschenk, wenn andere etwas besser können.“
Diese Haltung – Vertrauen, Loslassen, Berufung leben – prägt sein Denken heute. Was er den Menschen mitgeben wolle, wird er in dem TV-Interview gefragt. Seine Antwort:
„Sucht eure Berufung, wenn ihr die gefunden habt, führt das zu tiefer Zufriedenheit.“ (Prinz Constantin zu Salm-Salm)
Prinz Konstantin zu Salm hat seinen Platz gefunden – nicht, weil er ihn gesucht hat, sondern weil er gelernt hat, auf Gottes Führung zu vertrauen. Sein Leben zeigt: Berufung ist weniger ein Ziel als eine Haltung. Sie beginnt dort, wo man sagt: „Hier bin ich – und hier will ich treu sein.“
Was ist unsere größte Verantwortung?
Für jeden von uns hat Gott eine Aufgabe, jeder hat eine Berufung. Unsere Verantwortung ist es, diese Berufung zu suchen bzw. sich rufen zu lassen.
Was ist deine größte Stärke?
Es liegt mir, neue Unternehmen zu gründen, das mache ich richtig gerne.
Was ist deine größte Schwäche?
Im eigentlichen, operativen Prozess bin ich nicht der beste Geschäftsführer. Das zu erkennen und das zuzulassen, war ein Prozess. Ich musste zulassen, mir jemanden an die Seite zu holen, der das Geschäftsführerische besser kann als ich.
Wo hast du deine größte Unterstützung erlebt?
Im Internat in England hat man auf meine Stärken gesetzt und nicht auf meine Schwächen als Mensch mit Legasthenie geschaut wie in der deutschen Schule.
Rugby ist dein Lieblingssport, was hast du dort gelernt?
Beim Rugby muss jeder 100% geben, sonst verliert die ganze Mannschaft, auch das habe ich im Internat in England gelernt.
Was ist in deinem Unternehmen das größte Geschenk?
Es gibt so viele Mitarbeiter in unserem Unternehmen mit so vielen Gaben. Das mitzuerleben ist ein Geschenk. Aber auch das war ein Prozess. Erst in einem Berufungsseminar habe ich bewusst gelernt, die Stärken des anderen zu sehen und zu erkennen: für jeden gibt es einen Platz.
Was war dein wertvollster Umdenkungsprozess?
Ich habe immer von den Prioritäten her gedacht: Gott, Familie, Firma. Gehandelt habe ich in Wirklichkeit aber genau umgekehrt. Erst nach Exerzitien im Kloster habe ich angefangen, die Reihenfolge in echt zu leben. Statt einem wichtigen Termin in Firma bin ich mit einem meiner Söhne in ein Zeltlager gefahren. Das war sehr bereichernd. Jetzt versuche ich, Familie ganz anders zu leben.
Wo beginnt Verantwortung?
Verantwortung lernt man schon in der Familie. Wenn ich als Vater morgens schlechte Laune habe, dann verderbe ich allen anderen den Tag.
Die Grundlage für diesen Artikel wurde durch Transkription aus dem TV-Interview durch ChatGPT geschaffen. Redaktionelle Fassung Andreas Odrich.
Liebe Velotaxi-Kolleginnen und Kollegen, Mitarbeitende und Freunde,
die meisten von euch haben es im letzten Jahr mitbekommen oder sogar live verfolgt. Nun ist es soweit und ich habe vor einigen Tagen Velotaxi Frankfurt nach 22 Jahren in die Hände von Chris Kügler gegeben, der das Unternehmen weiterführen wird.
Es war ein langer Prozess, den wir bereits im Dezember 2021 gestartet und kontinuierlich verfolgt haben. Die Corona-Pandemie war gerade vorbei und hatte uns gezeigt, dass Velotaxi auch “Krise“ kann.
Als ich im April 2004 in die 1. Velotaxi-Saison startete war meine Zukunft noch ungewiss. Ich war vorher bereits 9 Jahre selbstständig im Eventbereich tätig, Velotaxi war dennoch etwas ganz Neues für mich, fühlte sich aber gut und richtig an. Bis 2004 gab es nur den „Mutterbetrieb“ in der Hauptstadt und ich hoffte hier ähnlichen Erfolg zu erlangen. Das Vorbild meiner Heimat Berlin hat sicher geholfen, aber Frankfurt hatte von Beginn an ganz andere Herausforderungen, aber auch Chancen und großes Potential.
Die Liebe zu beiden Städten, die Liebe zu den Menschen aus aller Welt und die Chance mit Velotaxi auch das Stadtbild positiv zu prägen, eine völlig neue Dienstleistung zu etablieren und etwas zu gestalten und aufzubauen, stärkte meine Vision und gab mir die Kraft und den Antrieb. Velotaxi wurde Ausbildungsbetrieb und bekam für das Engagement im Tourismus, Klimaschutz und Ehrenamt immer wieder Auszeichnungen und Preise. Der Fortschritt und Lifestyle hob uns regelmäßig neu in den Blickwinkel unserer Kunden. Bis heute immer wieder aktuell: Die Elektromobilität, das Thema Fahrrad und die Nachhaltigkeit. So zeigen sich auch die Politiker:innen in Hessen gerne mit oder in einem Velotaxi, denn es ist nach wie vor ein absoluter Sympathieträger und Themen-Botschafter.
Mit der Zeit kam ein neuer starker und wichtiger Arbeitsbereich für uns dazu: Social Media! Unsere ganze Arbeit wurde von da an bis heute in Wort und Bild dokumentiert, gepostet, verfolgt und kommentiert. Immer wieder haben wir uns für Foto- und Videosessions getroffen und uns und unsere Kunden ins „richtige Licht“ gerollt.
Die Velotaxi-Fahrer:innen sind inzwischen zu echten Botschafter:innen unserer Stadt geworden. Meistens mehrsprachig, jede und jeder mit einem ganz eigenen Talent der Gästeführung. Mal ruhiger – mal lauter. Mal Teammensch – mal Einzelgänger:in. Immer interessant als Persönlichkeit. Bei Velotaxi gab und gibt es für alle einen Platz. Die einen fahren engagiert stunden- oder tageweise, andere seit 20 Jahren im Tagesgeschäft! Gingen manchmal für ein paar Jahre fort und kamen oft nach einiger Zeit zurück. Aus einem reinen Sommerbetrieb hat sich ein Ganzjahresgeschäft entwickelt. Viele berichten noch heute, dass Velotaxi ihr Leben positiv geprägt und verändert hat. Oft hörte ich den Satz: „Ich habe keinen Job länger in meinem Leben gemacht, der mir so viel Spaß, Freiheit, Kontakte und Abwechslung gegeben hat“. Viele lustige, bunte und spannende Velotaxi-Geschichten könnten sicher ein ganzes Buch füllen.
Ja, und auch mir ging es so!
Kein Job hat mich länger begeistert, keine Arbeit hat mir über so eine lange Zeit mehr Freu(n)de und
Flexibilität geschenkt und ich hoffe Ihr alle habt meine Leidenschaft gespürt.
Jeder Tag hat sich für mich neu angefühlt. Jeder Tag war eine neue Chance und wurde durch eine
neue wertvolle Begegnung mit euch und unseren Fahrgästen belohnt.
„Wie kannst Du denn Velotaxi verlassen? Es ist doch Dein Baby!“
Diese Frage habe ich in der letzten Zeit oft gehört.
Weil sich dieser Abschied richtig für mich anfühlt und ein Führungs- und Generationswechsel wichtig
ist, um Velotaxi erfolgreich in die Zukunft zu führen.
Weil mit Chris Kügler, der das Unternehmen seit 13 Jahren kennt und liebt, ein passender
Nachfolger und toller Mensch gefunden wurde, der viele Talente mitbringt, eigene Visionen hat und
Verantwortung übernehmen möchte. Weil wir Werbepartner und Kunden haben, die diesen Prozess gut finden und uns treu bleiben.
Das alles ist in der heutigen Zeit eher selten zu finden.
Häufig schließen Betriebe, wenn der Besitzer alt geworden ist, ohne eine Chance, dass es für
die Mitarbeitenden und Kunden weitergeht.
Ja und weil es auch für mich ein guter Zeitpunkt ist, eine neue berufliche Aufgabe zu finden, die mich
ebenfalls erfüllt. 2026 wird für mich deshalb ein Jahr der Neuorientierung werden. Dafür nehme ich mir ausreichend
Zeit. Wer mich und meinen Lebenslauf kennt weiß, dass ich Veränderungen und Neustarts liebe.
Dankbar für einen großen Schatz an Erfahrungen und Wissen, den ich in den letzten 22 Jahren bei
Velotaxi erhalten habe.
Mit Menschen, die mir auch nach meinem Abschied von Velotaxi in Freundschaft verbunden bleiben.
In meiner E-Mail Signatur steht nun anstelle von „Inhaber“ ein „Velotaxi-Botschafter“.
Dieser möchte ich gerne weiterhin für euch alle bleiben und mit meinen Empfehlungen, meinem
Wissen und meinen Kontakten im Hintergrund wirken.
Mein Heimatort Altenstadt bekommt in diesem Jahr 2 eigene Velotaxis die ehrenamtlich betrieben
werden. ( 1 x für das AWO Seniorenheim und 1 x für unsere Kommune )
Das Thema wird mir also automatisch immer wieder vor die Füße fahren.
Ich wünsche Velotaxi eine großartige Zukunft, viele treue Fahrer:innen, die Chris auf der
neuen Etappe begleiten und zu ihm halten, auch wenn es mal etwas holprig rollen sollte.
Ein gutes Mit- und Füreinander mit unseren langjährigen und auch neuen Kunden.
Eine ständige wichtige Weiterentwicklung der Technik und des Materials. Ich wünsche euch viele
spannende Events und neue Kampagnen. Sonne, die nicht nur in Bockenheim scheint.
Mut immer neue (Lebens-) Wege zu fahren. Die Kraft einander zu vergeben wenn es Not tut und
jeden Tag als neue Chance zu entdecken. Vielen Dank für die großartige Zeit mit euch allen!
Alles Gute & Gottes Segen
Euer Matthias Graf
PS: Leite diesen Brief gerne mit vielen Grüßen an Deine persönlichen Velotaxi-Kontakte weiter.
PPS: Im Mai werden wir den Abschied und Neubeginn noch einmal zusammen feiern.
Liebe faktor c-Freundinnen und -Freunde, liebe Mitglieder, liebe Young Professionals,
als Vorstandsvorsitzender von faktor c melde ich mich in diesem ersten Newsletter des Jahres 2026 gleich zweimal zu Wort: mit den folgenden Zeilen und mit dem Video, in dem dich sonst immer Michael vom Ende als unser Geschäftsführer begrüßt. Zunächst bedanke ich mich aber im Namen des gesamten Vorstands für alle finanzielle Unterstützung, die uns dem Spendenziel 2025 sehr nahegebracht hat. Jetzt aber:
Was sich bei faktor c gerade verändert – und warum das für Dich zählt
Viele Netzwerke haben gute Ideen.
Wenige haben klare Führung, geistliche Tiefe und echte Umsetzungskraft.
Genau daran arbeiten wir als neuer Vorstand – bewusst, strukturiert und transparent.
Wie wir als Vorstand arbeiten – damit aus Vision Wirkung wird
Unsere wichtigste Vorstandsrunde ist kein Strategie-Call, sondern ein wöchentliches Vorstandsgebet.
Hier bringen wir aktuelle Entscheidungen, Spannungen und offene Fragen bewusst vor Gott.
Nicht als Ritual – sondern aus der Überzeugung:
Gute Führung beginnt mit geistlicher Klarheit.
Das schützt vor Aktionismus und schärft unseren Fokus.
Als Vorstandsvorsitzender treffe ich mich wöchentlich mit unserem Geschäftsführer Michael vom Ende.
Ziel:
So verhindern wir Reibungsverluste – und gewinnen Tempo.
Der geschäftsführende Vorstand trifft sich alle zwei Monate persönlich in Würzburg.
Warum?
Weil manche Themen Augenkontakt, Vertrauen und Tiefe brauchen – nicht noch einen Video-Call.
Hier klären wir:
Der erweiterte Vorstand arbeitet
Diese Runden sind kein Update-Marathon, sondern echte Arbeitsräume für Strategie, Priorisierung und Zukunftsfragen.
Ein Schwerpunkt: die Umsetzung der Empfehlungen aus der Taskforce „Zukunft faktor c“.
Warum wir das so machen
Weil wir überzeugt sind:
Struktur dient der Berufung.
Klarheit schafft Vertrauen.
Geistliche Tiefe trägt langfristige Wirkung.
Was das für Dich konkret bedeutet
Unser Anspruch
faktor c soll ein Ort sein, an dem christliche UnternehmerInnen und Führungskräfte:
Daran arbeiten wir – Woche für Woche.
Sichtbar, nahbar und im Austausch
Als Vorstand ist es uns außerdem wichtig, sichtbar und nahbar zu sein. Deshalb werden wir ab diesem Monat monatlich einen Impuls, Beitrag oder Gedanken aus dem Vorstand teilen – jeden Monat von einer anderen Person.
So sollt Ihr uns erleben können, unseren Herzschlag hören und besser verstehen, was uns bewegt und antreibt.
Was passiert, wenn ein Unternehmer seine Berufung neu entdeckt – und sein Leben radikal neu ordnet?
Prinz Constantin zu Salm-Salm spricht offen über Glaube, Führung, Verantwortung und Familie. Seine Geschichte inspiriert – gerade in einer Zeit, in der viele Menschen nach Orientierung suchen.
Constantin zu Salm-Salm hatte als Kind alles andere als ideale Voraussetzungen: Legasthenie, schlechte Noten und Mobbing prägten seine Schulzeit. Erst im englischen Internat erlebte er, was es heißt, nach Stärken statt Schwächen beurteilt zu werden. Rugby formte seinen Teamgeist und sein Durchhaltevermögen – Eigenschaften, die ihn bis heute prägen.
Obwohl das Familienunternehmen für ihn vorgezeichnet war, kämpfte er lange mit Zweifeln. Ein Berufungsseminar wurde zum Wendepunkt: Er erkannte, dass Führung ein Dienst ist – und dass Menschen aufblühen, wenn sie ihre Gaben leben dürfen.
Wohlstand ist für ihn kein Automatismus der Herkunft. Er sagt offen: Erfolg muss neu erarbeitet werden – und verpflichtet dazu, Arbeitsplätze zu schaffen und Menschen zu fördern.
Ein Leitgedanke, der über reine Unternehmensstrategie hinausgeht.
Ein geistlicher Prozess führte dazu, dass Constantin seine Reihenfolge neu sortierte:
Gott – Familie – Arbeit
Und diesmal nicht nur im Kopf, sondern im Alltag. Heute nimmt er sich gezielt Zeit für jedes seiner fünf Kinder.
„Sucht eure Berufung. Wenn ihr sie findet, entsteht tiefe Zufriedenheit.“ – Prinz Constantin zu Salm-Salm
Ein Satz, der hängen bleibt. Und ein Impuls, der Mut macht, eigene Prioritäten zu überdenken.
👉 Der ausführliche Artikel zu diesen 5 Punkten
👉 Fünf Fragen an Prinz Constantin zu Salm-Salm „Worin sollte ein Unternehmer 2026 klug investieren?“
In der neuen Serie, „Fünf Fragen an…“, befragen wir zukünftig Mitglieder von Faktor C und wollen vor allem ihre unternehmerische und wirtschaftliche Expertise für alle nutzbar machen. Davon versprechen wir uns einen neuen Netzwerkeffekt. Jeder profitiert von jedem.
Den Anfang im Januar macht Prinz Constantin zu Salm-Salm, Unternehmer, Weinbauer und Vermögensberater aus Walhausen bei Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz).
Immobilienpreise sind deutlich zurückgekommen, und es würde mich nicht überraschen, wenn wir weitere Abschläge sehen. Der Druck auf dem Immobilienmarkt ist hoch, und ich bin nicht sicher, ob alle Bewertungsanpassungen bereits verarbeitet sind. Hinzu kommt eine zunehmende Regulierung, etwa durch Mietpreisbremse und Mieterschutz, die Investitionen komplexer und riskanter macht. Immobilien müssen heute sehr selektiv betrachtet werden. Ehrlich gesagt begrüße ich es, dass die Risiken dieser Anlageklasse endlich sichtbar geworden sind, nachdem Immobilien lange als vermeintlich sicheres Investment galten.
Liquidität ist immer wichtig. Meine Beobachtung ist jedoch, dass sehr viel Liquidität nicht arbeitet. Sowohl in Unternehmen als auch bei privaten Unternehmern liegt Kapital unverzinst auf Konten und wird durch Inflation kontinuierlich entwertet. In Deutschland haben wir strukturell das Problem, dass zu viel Kapital passiv bei Banken liegt. Viele wären überrascht, wie groß dieser Bodensatz an ungenutzter Liquidität tatsächlich ist. Dieses Kapital sollte am Kapitalmarkt angelegt werden. An Aktien führt dabei kein Weg vorbei.
Ja, unbedingt, unabhängig von der Unternehmensgröße. Man muss sich intensiv mit KI beschäftigen, weil die Effizienzgewinne enorm sind. Ich vergleiche das gerne mit dem Lernen einer neuen Sprache. Wer sie nicht regelmäßig übt, wird sie nie beherrschen. Unternehmen sollten deshalb früh, tief und praxisnah einsteigen. Wer wartet, verliert wertvolle Zeit und Wettbewerbsfähigkeit.
Für mich verlagert sich der Fokus von Investitionen immer stärker auf Menschen, auf gute Mitarbeiter, Führungskräfte und Partner. Wir haben eine junge, ambitionierte Generation, die bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Mit diesen Menschen gemeinsam Wachstum, Projekte oder auch M&A umzusetzen, kann sehr sinnvoll sein. Gerade beim Thema Unternehmensnachfolge sehe ich aktuell eine Vielzahl an Chancen, vorausgesetzt, man traut sich und übernimmt Verantwortung.
Der wichtigste Punkt ist, auf privater Ebene Vermögen aufzubauen, idealerweise breit diversifiziert. Das ist entscheidend für Nachfolgefragen, aber auch für Krisensituationen im Unternehmen. Ich sehe viele Unternehmer, die vollständig im eigenen Unternehmen investiert sind und weder für schwierige Phasen noch für einen Insolvenzfall vorbereitet sind. Deshalb rate ich klar dazu, außerhalb des Unternehmens vorzusorgen, etwa über eine professionelle Vermögensverwaltung oder eine saubere private Vermögensplanung. An Aktien führt dabei kein Weg vorbei, und zwar global investiert und nicht nur in Deutschland. Unternehmerisches Risiko braucht immer ein privates Sicherheitsnetz. Das gilt im Übrigen auch für Mitarbeiter, denn vielen ist nicht bewusst, dass für ihre Rente bislang noch kein Cent zurückgelegt wurde.
Im vorletzten Kapitel der gesamten Bibel, im Buch der Offenbarung Kapitel 21, Vers 5, steht ein kurzer, inhaltsschwerer Satz. Mitten im Schlussakkord des großen und großartigen Zukunftsbildes der Weltgeschichte versteckt er sich. An ihm macht sich unsere Hoffnung fest, heute und jeden Morgen neu aufzustehen und motiviert unsere Bestimmung zu suchen und zu leben.
Kurz ist er, dieser Satz: „Siehe, ich mache alles neu.“ (Offenbarung 21, 5) Fünf Worte, im griechischen Originaltext sind es sogar nur vier Worte: „Siehe, neu (ich) mache alles.“ – ἰδοὺ καινὰ ποιῶ πάντα (Idou kaina poio panta). Vier Worte, die es in sich haben. Vier Gedanken zu vier Worten:
1. Schau hin: „Siehe“
Mit dem Wort „SIEHE“ beginnt der Vier-Worte-Satz. Von Zeit zu Zeit müssen wir hingewiesen werden auf die Dinge, die wir vielleicht sehen, aber nicht wirklich wahrnehmen. Schau hin! Lenke deinen Fokus auf das, was wichtig ist und jetzt kommt. „Alle mal herhören!“. „Augen auf!“. „Achtung!“. „Konzentration!“. Das alles steckt in diesem ersten Wort „SIEHE“ drin. Also, aufgepasst:
2. Es wird anders: „neu
Alleine das Wort NEU triggert uns. Menschen zu allen Zeiten waren und sind neu-gierig. Und wenn ein Artikel, ein Produkt, ein Angebot oder eine Sache mit dem Label „neu“ versehen wird, können wir sicher sein, dass es Aufmerksamkeit auf sich zieht. Und wenn „neu“ draufsteht, dann kann es vieles bedeuten: Das Produkt kann refurbished, erneuert sein – wie neu! Oder es kann „weiterentwickelt“ worden sein. Oder es hat es tatsächlich so noch nicht gegeben, eine Neuerfindung. Das Wort „neu“ triggert uns besonders dann, wenn das Bekannte, das Alte, das Bisherige nicht gut oder nicht mehr gut ist. Wenn Gott etwas NEU macht, dann kann er alles: von „refurbished“ bis „noch nie dagewesen“.
3. Es läuft: „mache ich“
„MACHE ICH.“ – Gott ist ein Macher. Ein Macher der besonderen Art. Er macht Dinge neu, oft aus dem Nichts. Schon das zweite Wort der (hebräischen) Bibel ist das Wort „machte, schuf“. Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Er macht auch ein neues Herz, einen neuen Bund, einen neuen Himmel und eine neue Erde – und alles andere auch. Er macht, weil er die Macht hat. Er macht, weil er es mag. Er macht die Dinge selbstbewusst, sitzt am Ende der Zeiten auf dem Thron und sagt wie selbstverständlich „MACHE ICH.“ Und es gilt, was immer galt: Wenn Gott etwas sagt, dann macht er es auch!
4. Keine Ausnahmen: „alles“
Unfassbar: Neu macht Gott ALLES, nicht nur einiges oder manches. Soviel Kraft und Macht hat kein Mensch, kein Volk und keine Community auf dieser Welt, dass er, es oder sie alles neu machen könnte. Wir entwickeln ein neues Produkt, gründen eine neue Firma, erneuern unsere privaten und beruflichen Schwerpunkte, entwickeln etwas Neues. Vielleicht machen wir diese Dinge nicht nur ein-, sondern mehrmals. Aber niemals schaffen wir Menschen, alleine oder mit anderen, ALLES neu zu machen.
Am Ende der Zeiten sitzt Gott auf dem Thron und sagt diesen Satz. Der Widerhall dieses Ausspruchs wird überall zu hören sein. Und klingt sogar hinein in diesen Moment, wo wir diesen Vier-Worte-Satz heute lesen und hören. Siehe, neu mache (ich) alles“. Am Ende der Zeiten, aber auch jetzt gerade in diesem Moment. Denn Gott ist noch nicht fertig. Dieser Vier-Worte-Satz hat Kraft für heute:
SIEHE: Achte darauf, wie Gott jetzt gerade dich verändert – in deinem Denken und Glauben, deinem Fühlen und Wollen.
NEU: Vertraue darauf, wie Gott Haltungen und Einstellungen, aber auch Situationen und Lebensbedingungen neu macht.
MACHE ICH: Schaue Gott zu, wie er mit seiner einzigartigen Macht in der Welt wirkt.
ALLES: Und warte gespannt darauf, wie Gott am Ende der Geschichte, wie wir sie kennen, alles neu machen wird.
Michael vom Ende, im Januar 2026
Geschäftsführer faktor c, einer Initiative von Christen in der Wirtschaft
www.faktor-c.org
In vielen Teilen der Welt feiern wir diese Woche Weihnachten. Für viele Menschen geht es dabei um den Weihnachtsmann, in anderen Nationen bekannt als Santa Claus, Père Noël, Sinterklaas, St. Nicholas, Father Christmas, Noel Baba, Babbo Natale und Kris Kringle. Traditionen und Vorstellungen hinsichtlich dieser Person variieren stark.
Vor einigen Jahren hatte ich ein Treffen mit Senior-Managern aus den unterschiedlichsten Bereichen – ein Publikum, das nicht leicht zu beeindrucken ist. Wir diskutierten über Integrität von Führungspersönlichkeiten und ich endete mit einer pointierten Herausforderung: „Was würde es dich kosten, das Richtige zu tun, wenn niemand zuschaut?“ Dann hörte ich auf zu reden. Stille.
In diesem Jahr ist in Norwegen ein neues Weihnachtslied entstanden. Lyset skal stråle – Licht soll erstrahlen. Geschrieben von Hans-Olav Mørk und Tore W. Aas. Letzterer ist Chorleiter des auch über Europa hinaus bekannten Oslo Gospel Choir, und ich habe das Vorrecht, mit ihm befreundet zu sein.
Das Lied hat eine wunderbare Botschaft für die Advents- und Weihnachtszeit, in der wir – in diesem Jahr besonders – intensiv nach Hoffnung, Freude und Frieden suchen. Die Liedschreiber haben mir die Erlaubnis gegeben, den von mir erstellten deutschen Text zu verwenden. Und so tue ich es hiermit. Am Ende hänge ich die digitalen Hinweise auf die gesungenen Versionen an; im norwegischen Original und in meiner deutschen Übersetzung. Ich wünsche Segen, Freude und einen starken Moment der Hoffnung auf Gottes Licht und seinen Frieden beim Lesen des Textes und Hören des Liedes.
Licht soll erstrahlen (Friedenszeit)
Refrain
Licht soll erstrahlen,
die Dunkelheit weicht.
Jetzt strahlt die Freude wie die Dämm‘rung, die uns am Morgen erreicht.
Die Nacht ist zu Ende,
das Licht kommt von weit.
Für alle Menschen heißt die Botschaft: Friedenszeit!
1. Strophe
Wer davon noch träumt,
dass der Tag des Friedens nah ist,
sieht ein Himmelslicht, hört die Engelsheere sing‘n.
Unterm Sternenmeer
singen sie von Hoffnung, Freude:
Gott ist hier, als Neugebor‘ner ist er uns ganz nah.
Refrain
Licht soll erstrahlen,
die Dunkelheit weicht.
Jetzt strahlt die Freude wie die Dämm‘rung, die uns am Morgen erreicht.
Die Nacht ist zu Ende,
das Licht kommt von weit.
Für alle Menschen heißt die Botschaft: Friedenszeit!
2. Strophe
Zu ihm woll’n wir gehen,
wie er ruht in seiner Krippe,
Hoffnung gibt er uns, Licht in dieser dunklen Nacht.
Himmelskönigs-Sohn,
knien wir an deiner Krippe,
hängen wir an deinen Lippen: Es wird Friedenszeit.
Refrain
Licht soll erstrahlen,
die Dunkelheit weicht.
Jetzt strahlt die Freude wie die Dämm‘rung, die uns am Morgen erreicht.
Die Nacht ist zu Ende,
das Licht kommt von weit.
Für alle Menschen heißt die Botschaft: Friedenszeit!
T/M: Tore W. Aas/Hans-Olav Mørk („Lyset skal stråle“)
deutsche Übersetzung: Michael vom Ende 2025
Hör-Link zum norwegischen Original: https://youtu.be/40BVfiZbd4o?si=PH1OhOVil4ied6qQ
Hör-Link zur deutschen Übersetzung: https://youtu.be/d6dY5-IbmYY
Michael vom Ende
Geschäftsführer faktor c, einer Initiative von Christen in der Wirtschaft
www.faktor-c.org
Mike Sharrow, der mit Führungskräften aus der Wirtschaft zusammenarbeitet und ihnen hilft, in allen Bereichen ihres Lebens Spitzenleistungen zu erzielen, wurde in einem Magazin zu seinem persönlichen Werdegang und seiner Berufung interviewt. Er erzählte, wie er mit einer gespaltenen Denkweise zwischen Sakralem und Säkularem und mit seiner Identität, die eng mit seiner Berufung verbunden war, zu kämpfen hatte.
Atmosphäre ist die Luft um uns herum, der Sauerstoff, der unsere Lungen füllt und unser Leben erhält, ohne dass wir darüber nachdenken. Wir achten nicht oft darauf, aber ohne sie könnten wir keinen Moment überleben.
Das Kalenderjahr nähert sich seinem Ende zu. Zeit zu danken. Dankesfeste gibt es im Oktober und November in Kanada, den USA, Liberia, Sankt Lucia, in Brasilien, Deutschland und anderen Teilen der Welt. Doch Dankbarkeit lässt sich jeden Tag zum Ausdruck bringen. Wie unsere Umstände auch aussehen mögen, es gibt immer etwas, für das wir dankbar sein können.
Sie ist Geschäftsführerin des mittelständischen Betriebs „Profilmetall“ und engagierte Christin: Daniela Eberspächer-Roth hat in ihrer Doktorarbeit die Herausforderung der Digitalisierung für Führungskräfte erforscht. Im Gespräch mit Faktor-C-Chefredakteur Marcus Mockler erklärt sie, warum der Mensch in Zukunft noch wichtiger sein wird und worauf es im digitalen Wandel wirklich ankommt.
Frau Dr. Eberspächer-Roth, Ihre Doktorarbeit geht von der Beobachtung aus, dass der deutsche Mittelstand die Digitalisierung als Führungsaufgabe unterschätzt. Wie kommt das?
Vielleicht unterschätzt der Mittelstand sie nicht, doch es wird viel darüber diskutiert. In Deutschland hört man oft den Satz: „Du musst digitalisie-ren.“ Aber niemand sagt, wie es geht. Deshalb habe ich dieses Thema in meiner Dissertation erforscht. Denn als mittelständische Unternehmensgruppe ist „Profilmetall“ unmittelbar betroffen. Wie kann Digitalisierung so gestaltet werden, dass sie den Menschen und dem Unternehmen dient?
Heißt das, die Deutschen sind gar nicht so weit hintendran, wie man immer wieder hört?
Ich beobachte eine gewisse Hilflosigkeit auf allen Seiten. Statt zu kritisieren und zu sagen, wir hätten da etwas verschlafen, ist es doch viel wichtiger, dass wir einander befähigen, Wege zu finden, um digitale Technik sinnvoll einzusetzen.
Digitale Kultur fehlt
Dennoch: Haben wir etwas verschlafen?
Die Frage ist schwierig zu beantworten. Die pauschale Behauptung, in den USA und China seien die Unternehmen so viel weiter, kann ich aus eigener Anschauung nicht bestätigen. Ich war erst vor kurzem in China. In einzelnen Bereichen sind Firmen weiter, weil dort bestimmte Interessen verfolgt werden. In anderen Bereichen nicht.
Was wir in der Tat in Deutschland nicht haben, ist eine digitale Kultur. Gegenüber digitaler Technik sind wir eher mit Ängsten beschäftigt und umarmen den digitalen Gestaltungsraum weniger als andere Kulturen. Wir sind jedoch auch weniger leichtsinnig als andere Kulturen. Digitalisierung kann ja auch schnell in Datentyrannei und Überwachung ausarten. Deshalb war der ursprüngliche Wille, mit einem Datenschutzgesetz einen positiven Gebrauch von Daten zu ermöglichen, durchaus verständlich.
Wie verändert der digitale Wandel unsere Unternehmenskultur?
Die Digitalisierung macht den Menschen noch wichtiger als bisher. Das ist vielleicht ein überraschender Gedanke, wenn wir von Industrie 4.0 reden. Es gilt ja eher die Meinung, dass digitale Technik den Menschen wegrationalisiert. Meine These ist: Nein, er wird nicht wegrationalisiert, sondern wir Menschen entscheiden, wie digitale Technik genutzt wird. Praktisch erlebe ich, dass die Einführung von digitalen Lösungen arbeits-intensiv und teuer ist. Digitalisierung wird im öffentlichen Diskurs auch überschätzt, da gibt es eine Menge Illusionen.
Die Arbeit geht nicht aus
Welche Illusionen zum Beispiel?
Naja, gerade die Angst um die Jobs. Ich bin über-zeugt: Die Digitalisierung schafft zahlreiche Arbeitsplätze – jedoch mit anderen Arbeitsinhalten. Doch Arbeitsinhalte ändern sich, das ist schon seit 2000 Jahren so. Jetzt ist der nächste Schritt gefragt, mit einem erweiterten Verständnis für Arbeit. Die Arbeit der Zukunft wird mehr sein, als dass ich mein Menschsein am Fabriktor abgebe und Teil eines Fließbandes werde. Die Arbeitswelt der Zukunft fordert, dass ich meine Fähigkeit zur
kreativen Gemeinschaft und positiven Kommunikation einbringe, meine Denk- und Lernfähigkeit nutze und dass ich Verantwortung lebe.
Geht die Schere nicht weiter auseinander? Hier die anspruchsvollen gut bezahlten Jobs, da die anspruchslosen Hilfsjobs?
Diese Gefahr besteht. Und deshalb ist es für uns als Gesellschaft so wichtig, den Wert von Arbeit neu zu definieren. Manch einer beherrscht dann zehn Programmiersprachen und wird Roboter prima programmieren können. Aber will ich wirklich, dass diese Roboter im Altersheim nach meiner Mutter schauen? Oder gelingt es uns als Gesellschaft, menschliche Zuwendung mehr als bisher wertzuschätzen? Digitale Technik und Künstliche Intelligenz befreien uns in speziellen Anwendungsgebieten von Arbeits- und Sicherheitsroutinen. Damit können wir Menschen die gewonnene Freiheit sinnvoll für ein gutes Miteinander in unserer Gesellschaft einbringen. Ein gigantisches Potential, größer als das von Künstlicher Intelligenz.
Der Nachteil des Mittelstands
Sie schreiben, Digitalisierung könne das Angebot von Firmen schneller, besser und kostengünstiger machen. Warum springen Unternehmen dann so langsam auf diese Reize an?
Die Unternehmen sind äußerst innovativ und bemüht. Was uns von China und den USA unterscheidet, ist die mittelständische Struktur. Das ist hinsichtlich Innovationspotential von Vorteil, doch für digitale Großprojekte ist es ein Wettbewerbsnachteil.
Inwiefern?
Der deutsche Mittelstand ist kleinteilig strukturiert, was zur Folge hat, dass keine großen Forschungs- und Investitionsvolumen zur Verfügung stehen. Es sind eine Vielzahl kleiner Organisationen, die mit begrenzten Ressourcen über große Investitionen entscheiden sollen. Wie können wir diesen strukturellen Nachteil ausgleichen?
Wir brauchen eine Art Volksbank-System, digitale Genossenschaften, in denen alle Teilnehmer von digitalen Daten profitieren. Es liegt also nicht am einzelnen Unternehmen und auch nicht unbedingt an der Politik, sondern an einer gewachsenen Struktur, wenn kleinere Firmen sich mit einer digitalen Zukunft schwertun. Jetzt gilt es, Wissen zu teilen. Deshalb sind vertrauenswürdige Zusammenschlüsse, Digital Hubs und andere Kooperationen, so wichtig. Vergleichbar mit dem Erobern von Neuland – in so einer Situation werden alle Ressourcen gebündelt, denn Eroberer reisen in Teams.
Überforderte Unternehmer
Wo sehen Sie konkret die größten Barrieren – immerhin nutzen doch auch alle Mittelständler Smartphones, Datenaustausch via Internet, automatisierte Prozesse?
Letztlich sind die Mittelständler mit der Frage überfordert, wie sie die Digitalisierung optimal für ihre künftige Wettbewerbsfähigkeit einsetzen können. Das Identifizieren von digitalen Potenzialen für das eigene Unternehmen, statt einfach neue Hard- und Software zu kaufen, nehme ich als große Herausforderung wahr. Jede Führungskraft ist gefordert, in der Beantwortung dieser Frage mitzuwirken – kein einfacher Weg. Ein gutes Grundwissen für digitale Technik wie auch gedankliche Freiheit sind in den Firmenalltag schwierig inte-grierbar. So haben auch Politik und Wirtschafts-verbände den Auftrag, passende Ressourcen zur Verfügung zu stellen.
Sie sind selbst mittelständische Unternehmerin. Welche Konsequenzen haben Sie aus Ihrer Forschungsarbeit gezogen?
Wir haben mit unseren Teams die Herstellung von rollgeformten Metallprofilen mutig neu gedacht. Die Profilieranlage der Zukunft besteht aus einzelnen Fertigungszellen, die über plug & produce vernetzt zusammenarbeiten. Dieses integrierte Produktionssystem erlaubt völlig neue Flexibilität in Produkten und Prozessen und dazu eine erweiterte Kommunikationsebene.
Maschine rund um den Menschen
Erklären Sie bitte den Unterschied zu einer herkömmlichen Maschine.
Der traditionelle Maschinenaufbau ist starr – alles Weitere wird angeflanscht. Jetzt gestalten wir Mechanik mit integrierten digitalen Prozessen flexibel für die Bedürfnisse von Menschen. Außerdem haben wir das Thema Datenerfassung und -auswertung neu angepackt. Daten ermöglichen Information und Wissen für gute Entscheidungen. Deshalb legen wir inzwischen großen Wert darauf, dass die IT-Systeme genutzt werden. Doch Daten müssen zuerst aufgeräumt sein, damit man guten, schnellen und einfachen Zugriff auf sie hat. Dazu braucht es kluge Standards und ein hervorragendes Wissensmanagement.
Kritiker, darunter manche Christen, warnen vor negativen Folgen der Digitalisierung, sei es die Strahlenbelastung durch G5-Mobilfunk, sei es das Problem des Datenschutzes. Ist Zurückhaltung bei dem Thema nicht vielleicht doch besser?
Wir brauchen beides: eine extreme Bereitschaft zur Innovation und gleichzeitig eine bewusste Auswahl, was wir einsetzen und was nicht. Ich kann nicht die Bequemlichkeit von Alexa nutzen und gleichzeitig kritisieren, dass ich abgehört werde. Es fällt mir gelegentlich schwer, solche Kritik anzuhören, wenn die Konsequenz fehlt.
Mutig anpacken
Was meinen Sie: Sind wir eher zu kritisch oder eher zu unkritisch im Umgang mit den neuen technischen Möglichkeiten?
Das wissen wir erst hinterher. Doch statt vieler Diskussionen um übernächste Fragen sollten wir – auch als Gesellschaft – unsere gestalterische Verantwortung mutig anpacken. Auch beim Thema Arbeitsplätze steuern wir als Konsumenten, welche Produkte und Leistungen Unternehmen anbieten. Zum einen über die Nachfrage, wie auch über die persönliche Bereitschaft, durch die Preisgabe von Daten persönliche Freiheit aufzugeben. Vielleicht sollte uns die liebevolle menschliche Betreuung mehr wert sein als ein routinierter Pflegeroboter.
Sie erwähnen im Vorwort zu Ihrer Promotionsarbeit die Goldene Regel der Nächstenliebe, wie sie Jesus Christus formuliert hat. Was hat diese Regel mit Digitalisierung zu tun?
Sehr viel. Bei Digitalisierung geht es neben dem Einsatz von Technik auch um wichtige gesellschaftliche Fragen der menschlichen Zukunft. Ich bin überzeugt: Wenn wir die Goldene Regel oder sogar die Nächstenliebe aus der Beziehung zu Gott heraus leben, werden uns gute Entscheidungen leichter fallen. Also eine Art Industrie 4.1 statt 4.0, wobei die 1 für den Menschen steht.
Mit Goldener Regel digitalisieren
Wie meinen Sie das?
Damit legen wir den Maßstab an digitale Programme so an, dass Menschen frei über ihre Daten verfügen. Dann gestalten wir digitale Arbeitsplätze so, dass menschliche Stärken zur Geltung kommen. Dann orientieren wir uns als Anwender von digitaler Technik nicht ausschließlich an der eigenen Bequemlichkeit, sondern denken auch an Konsequenzen. Wenn die Goldene Regel die Grundlage für unser Handeln ist, gestalten wir eine digitale Geschäftswelt, die uns Menschen dient.
Wir danken für das Gespräch.
Daniela Eberspächer-Roth, Jahrgang 1964, ist diplomierte Betriebswirtin und trägt einen Doktortitel in Unternehmensführung. Mit ihrem Mann leitet sie die Firma „Profilmetall“ in Hirrlingen (Kreis Tübingen). Zu ihren Ämtern gehören die Vizepräsidentschaft bei der IHK Reutlingen, ehrenamtliche Handelsrichterin, Aufsichtsrätin in der christlichen Initiative „Seehaus“ für junge Straffällige sowie stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzende beim Deutschen Institut für Ärztliche Mission.
Ihre Doktorarbeit trägt den Titel „Leadership for a Digital Culture Transformation: A systemic approach for manufacturing enterprises“ (Verlag Pro Business, 2019)
Wenn ein internationaler Marktführer darüber spricht, wie unternehmerischer Erfolg und gelebte Werte zusammenpassen, entsteht eine besondere Aufmerksamkeit. So auch an diesem Abend in der Regionalgruppe Hamburg, in der acht Teilnehmende online zusammenkommen. Unser Gast: Christian Filseth, Sales Director Export Europa bei ABUS – einem Unternehmen, das eindrucksvoll zeigt, wie moderne Führung und christliche Grundsätze sich gegenseitig stärken können.
Werte, die man spürt
ABUS versteht sich als „christlich geführtes Unternehmen“. In der Chefetage spielt der Glaube eine prägende Rolle – und dieser Einfluss ist im Arbeitsalltag sichtbar. Bescheidenheit, Dankbarkeit und ein echtes Miteinander prägen die Kultur. Statt Prestige und Ellenbogenmentalität steht die Frage im Vordergrund: „Wie kann ich dir helfen?“
Diese Haltung kommt von oben: Führungskräfte leben vor, was sie vermitteln möchten. Werte hängen nicht an der Wand, sie werden gelebt.
Klarheit, Liebe und eine Portion Mut
Führung bedeutet bei ABUS, Menschen ernst zu nehmen. Dazu gehören klare Rollen, klare Erwartungen und Gespräche, die offen und transparent geführt werden. Gleichzeitig geht es darum, Chancen zu geben, Fehler zuzulassen und daraus zu lernen. Christian Filsek beschreibt das als „Führen mit Klarheit und Liebe“ – eine Haltung, die in einer schnellen, leistungsorientierten Arbeitswelt selten geworden ist und gerade deshalb so kraftvoll wirkt.
Impulse, die nachwirken
Im anschließenden Austausch wurde schnell deutlich, wie sehr das Thema die Gruppe bewegt. Wie wird christliche Haltung im eigenen Arbeitsalltag sichtbar? Wie geht man damit um, wenn Menschen andere Werte leben? Die Gespräche zeigten eine tiefe Sehnsucht nach Führung, die Charakter und Orientierung bietet – mehr als reine Organisation. Eine persönliche Runde, in der jede Person teilte, wie es ihr geht, sowie eine gemeinsame Gebetszeit rundeten den Abend ab.
Die Regionalgruppe Hamburg
Die Gruppe zählt rund 20 Personen und trifft sich alle zwei Monate online – immer am zweiten Mittwoch um 18:30 Uhr. Dazwischen gibt es Präsenztreffen, zum Beispiel auf der Segelyacht „Leadership“, die sonst für Führungstrainings genutzt wird. Neue Interessierte sind jederzeit willkommen.
Leitung: Jörg Friebe, ReSolTat GmbH & Co. KG E-Mail: j.friebe@resoltat.de
Liebe faktor c-Freundinnen und -Freunde, liebe Mitglieder, liebe Young Professionals,
Mein Herzschlag und meine Vision für faktor c:
Ich durfte in meinem Berufsleben viele spannende Jahre erleben – mit Verantwortung, großen Teams, internationalen Projekten. Aber was mich immer am meisten bewegt hat, waren nie nur die Zahlen oder die Technik – sondern die Menschen dahinter.
Ich habe früh gespürt: Glaube und Business gehören zusammen. Gott interessiert sich für Montag genauso wie für Sonntag. Und wenn wir IHN in unsere Entscheidungen, unsere Führung, unsere Haltung hineinnehmen, dann verändert sich alles – in uns und um uns herum.
Über die Jahre durfte ich sehen: Wahre Exzellenz entsteht da, wo Sinn mitschwingt. Erfolg wird stabil, wenn er auf Werten ruht. Und Leadership bekommt Kraft, wenn sie Herz, Kompetenz und Glauben verbindet. Was ich erleben durfte, soll anderen helfen, ihren Platz zu finden – in ihrer Berufung und in ihrem Einfluss.
Darum freue ich mich, faktor c verantwortlich mitgestalten und weiterführen zu können.
Denn das ist unser gemeinsames Herz: Christen in der Wirtschaft zu vernetzen, zu stärken und zu inspirieren, damit das Königreich Gottes sichtbar wird – mitten im Alltag. Das fängt bei den Young Professionals an, das geht bei Unternehmerinnen und Unternehmern und leitenden Führungskräften weiter.
WARUM faktor c?
Als ich faktor c kennengelernt habe, war mir schnell klar: Das ist kein Verein – das ist eine Bewegung. Eine Bewegung, die sagt:
Wenn Christen in der Wirtschaft Montag genauso geistlich leben wie Sonntag, dann verändert das alles. Dann wird Business zu Berufung, Arbeit zu Anbetung, und Erfolg zu Einfluss, der bleibt. Denn wenn wir aufhören, Werte zu leben, verliert die Wirtschaft ihre Seele. Aber wenn wir beginnen, Jesus im Alltag Raum zu geben, verändert sich Kultur – von innen heraus.
Meine VISION – DIE ZUKUNFT VON faktor c
Wir leben in einer Zeit, in der KI vieles kann – und bald vieles ersetzt. Aber das, wofür wir stehen, kann sie nicht: Integrität. Treue. Herz. Eine innere Stimme, die sagt: „Das tun wir so, weil Gott uns sieht.“
Mit dem neuen Vorstand wollen wir faktor c in die nächste Phase führen:
BUSINESS ALS BERUFUNG
Ich glaube zutiefst: Erfolg ist kein Ziel – er ist das Nebenprodukt von Treue. Charakter ist die unsichtbare Bilanz eines Leiters. Werte sind die Währung des Vertrauens. Und Gebet bleibt die stärkste Strategie im Business.
Wir arbeiten nicht für Gott – wir arbeiten mit ihm. Wir investieren nicht, um zu besitzen – sondern um zu segnen. Matthäus 6,33 erinnert uns: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes – dann ordnet sich alles andere.“ Das Reich Gottes denkt nicht in Quartalen, sondern in Generationen.
Wie stellen wir das an? Jeder ist gefragt, aktiv zu werden
Ich habe angefangen, in meinem lokalen Umfeld im Schwarzwald-Baar Kreis gezielt gläubige Unternehmer und Führungskräfte anzusprechen und mit einigen eine Kleingruppe zu starten.
Wir treffen uns alle drei bis vier Wochen – abwechselnd reihum in den Firmen der Teilnehmer, und jedes zweite Mal gehen wir schön zusammen Essen und genießen die Gemeinschaft. So bauen wir ein persönliches Netzwerk auf, in welchem wir uns verstehen – die Sprache und Probleme der Unternehmer und Führungskräfte kennen, füreinander beten und eine vertrauensvolle Beziehung und Gemeinschaft entwickeln. Das ist nicht viel Aufwand und zeitlich auch vertretbar. Und vor allem, das kann in unserem großen bundesdeutschen Netzwerk jeder Unternehmer und jede Führungskraft initiieren und starten.
Es ist so wichtig, dass christliche Unternehmer und Führungskräfte nicht für sich allein kämpfen und Probleme bewältigen, sondern dass wir uns gegenseitig stärken, ermutigen, aufrichten und helfen – und das geht nur, wenn wir mit anderen unterwegs sind.
Ich möchte jeden in unserem Netzwerk dazu ermutigen, darüber nachzudenken und darüber zu beten, ob sowas nicht dran ist, und wenn ja, dann aktiv unser Netzwerk zu beleben und auszubauen – das wird Veränderung bringen und sichtbare Frucht tragen.
Danke, dass Sie bis zum Schluss gelesen haben! Michael vom Ende (m.vom.ende@faktor-c.org) und ich (f.rominger@faktor-c.org) freuen uns auf Ihre Rückmeldungen und den Dialog zu meinem Herzschlag und meiner Vision.
Ihr
Friedrich Rominger, Vorstandsvorsitzender von faktor c
im November 2025
Vier Worte. Ein Satz, der es in sich hat. Eine einfache Wahrheit. Und mir fallen sofort Beispiele ein:
Beispiel 1: Wie geht eine erfolgreiche Kaninchenjagd? Man nehme als Team einen Bussard, ein Frettchen und zwei Menschen. Einer setzt das Frettchen an einen Kaninchenbau, in dem es dann verschwindet und die Kaninchen aus dem Bau treibt. Der zweite hält den Bussard auf der Hand und lässt ihn fliegen und jagen, sobald der andere ein aufgescheuchtes Kaninchen sichtet. „Eroberer reisen in Teams.“
Beispiel 2: Im Frühjahr 2019 wurde das erste Foto von einem schwarzen Loch im Weltall der staunenden Weltöffentlichkeit präsentiert. 4,5 Milliarden Menschen haben dieses Foto gesehen. Die Vorgeschichte begann vor ca. 15 Jahren. Da taten sich Forscher, Astronomen und Astrophysiker zusammen, schalteten mehrere Observatorien auf der ganzen Welt zusammen und konnten so den Traum von diesem Foto wahrmachen. „Eroberer reisen in Teams.“
Beispiel 3: In der höchst erfolgreichen Serie „Game of Thrones“ im letzten Jahrzehnt wurde die fiktive Geschichte von den sieben Königslanden erzählt: Haus Stark und Haus Lennister sind zwei von diesen sieben, die in Kämpfen und Intrigen, mit strategischen Hochzeiten und gezielten Morden um die Herrschaft und um das Überleben kämpfen. Als sich im Verlauf der Serie neue und gefährliche Gegner zeigen, wird immer deutlicher, dass es nur eine Zukunft gibt, wenn man ihnen gemeinsam begegnet. „Eroberer reisen in Teams.“
Beispiel 4: Ein Blick in die Heilige Schrift lehrt: Die ersten Menschen waren zwei. Ein Team, das den feindlichen Lebensraum erobern musste. Mose sandte vor der Eroberung des versprochenen Landes Israel ein Erkundungsteam mit 12 Mitgliedern aus. Jesus Christus schickte seine Nachfolger immer in Zweiterteams als Vorhut an verschiedene Orte: „Danach setzte der Herr zweiundsiebzig andere ein und sandte sie je zwei und zwei vor sich her in alle Städte und Orte, wohin er gehen wollte.“ (Lukas 10, 1) Der Völkerapostel Paulus gründete Gemeinden in Teams. Allen gemeinsam war, dass sie etwas erobern wollten: Die einen Land und Lebensraum, die anderen Herzen und Köpfe. „Eroberer reisen in Teams.“
Beispiel 5: Die Herausforderung der Digitalisierung, auch im deutschen Mittelstand, kann die einzelne Firma nur schwer selbst bewältigen. „Digitale Genossenschaften“ schlägt z. B. unser Mitglied Dr. Daniela Eberspächer-Roth vor. Ihren Artikel, aus dem die Überschrift dieses Textes stammt, lesen Sie gerne hier selbst noch einmal nach. „Eroberer reisen in Teams.“
Wenn Christinnen und Christen andere in ihrem wirtschaftlichen Umfeld beeinflussen und ihnen ihre Erfahrungen mit Gott bezeugen wollen, müssen zweierlei Bedingungen erfüllt sein: Sie haben solche Erfahrungen gemacht. Und sie suchen ihresgleichen und tun sich mit ihnen zusammen. Das legen viele Beispielgeschichten aus der Heiligen Schrift nah. Denn: „Eroberer reisen in Teams.“ Willst du erobern – ein Geschäftsfeld, Menschenherzen, ein (geografisches) Gebiet für die Guten Nachrichten von Jesus Christus, ein gesellschaftliches Thema, eine Position im Sport oder in der Politik? Dann suche Gleichgesinnte, Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die das Ziel teilen – und den Erfolg möglich machen.
Michael vom Ende, im November 2025
Geschäftsführer von faktor c, einer Initiative von Christen in der Wirtschaft
Viele von uns tragen ihre Aktivitäten in Terminkalender ein und vertrauen darauf, dass sich alles so ergeben wird wie geplant. Doch früher oder später unterbrechen unerwartete Krisen Routine. Plötzlich müssen aufgrund von Umständen, die sich außerhalb unserer Kontrolle befinden, wichtige Termine abgesagt werden, und die Arbeit bleibt liegen. In diesen Momenten kann unsere finanzielle und emotionale Stabilität erschüttert werden, was zu Unsicherheit und Sorge führt. Kein Mensch und keine Gruppe bleiben von solch schwierigen Herausforderungen verschont.
Die Wirtschaftswelt braucht Talente. Strategische Denker. Visionäre Unternehmer. Leistungsfähige Manager. Wer etwas bewegen kann, wird gesehen. Der Lebenslauf wird zur Marke, Ergebnisse sind wertvoll.
Der personzentrierte Ansatz nach Tom Kitwood für die Beziehungsgestaltung in der Begegnung mit demenzbetroffenen Menschen.
Inhalt
Die Zahl der Menschen mit Demenz steigt mit dem demografischen Wandel. Auch Verantwortliche in der Wirtschaft können betroffen sein, entweder direkt im eigenen Umfeld oder indirekt, wenn MitarbeiterInnen die Herausforderung familialer Pflegesituationen erleben. In der Begegnung mit demenzbetroffenen Menschen erleben beide Seiten Situationen gegenseitigen Nicht-Verstehens. Die Angehörigen/Zugehörigen und professionell Beteiligten verstehen die Menschen mit Demenz und ihr Verhalten nicht; die Demenzbetroffenen scheinen nicht zu verstehen, was gesagt oder getan wird und die Absicht dahinter. Was könnte helfen für verstehende Begegnungen und für eine hilfreiche Beziehungsgestaltung? Tom Kitwood hat dafür den person-zentrierten Ansatz entwickelt und das DNQP (Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege) hat diesen zur Grundlage gemacht für den Expertenstandard „Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz“. Daraus lassen sich Verhaltens- und Handlungsansätze nicht nur für die Pflege ableiten, sondern auch für Begegnungen im persönlichen Kontext. Uta Bornschein ist seit mehr als 50 Jahren im Pflegeberuf tätig. Sie hat verschiedene Praxis-orientierte Weiterbildungen absolviert. Im Rahmen eines speziellen Bildungsangebotes zum Expertenstandard „Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz“ hat sie sich in den letzten Jahren erneut intensiv mit diesem Thema beschäftigt. Sie ist aktiv mit Bildungsangeboten sowohl für beruflich Pflegende als auch für pflegende Angehörige/Zugehörige.
Wann
20. November 2025, 19 – 20.30 Uhr
Ort
Online per Zoom
Uta Bornschein
ist seit mehr als 50 Jahren im Pflegeberuf tätig. Sie hat verschiedene Praxis-orientierte Weiterbildungen absolviert. Im Rahmen eines speziellen Bildungsangebotes zum Expertenstandard „Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz“ hat sie sich in den letzten Jahren erneut intensiv mit diesem Thema beschäftigt. Sie ist aktiv mit Bildungsangeboten sowohl für beruflich Pflegende als auch für pflegende Angehörige/Zugehörige.
Können Sie sich vorstellen, eine Dienstreise anzutreten, ohne zu wissen, wo es hingeht und warum? Das wäre lächerlich. Wen wir eine Reise planen, haben wir normalerweise auch ein Ziel. Wenn wir nicht gerade einem Abenteuerimpuls folgen und ins Blaue hineinfahren, legen wir zunächst fest, wo es hingeht und aus welchem Grund.
Viele von uns tragen ihre Aktivitäten in Terminkalender ein und vertrauen darauf, dass sich alles so ergeben wird wie geplant. Doch früher oder später unterbrechen unerwartete Krisen unsere Routine. Plötzlich müssen aufgrund von Umständen, die sich außerhalb unserer Kontrolle befinden, wichtige Termine abgesagt werden, und die Arbeit bleibt liegen. In diesen Momenten kann unsere finanzielle und emotionale Stabilität erschüttert werden, was zu Unsicherheit und Sorge führt. Kein Mensch und keine Gruppe bleiben von solch schwierigen Herausforderungen verschont.
Die Versuchung, mächtig zu werden
Wer führt, hat Macht. Eine Firma führen, Mitarbeitende führen, die Geschäfte führen, das alles geht nicht ohne Macht. Gleichzeitig ist Macht eine scharfe Waffe, um gegen andere zu kämpfen, seine eigene Position zu festigen, zu verteidigen oder auszubauen. Macht zu haben ist nötig, Macht haben zu wollen eine Versuchung!
Henri J. M. Nouwen, der niederländische katholische Theologe, Priester und Psychologe macht in seinem leider vergriffenen Buch „Seelsorge, die aus dem Herzen kommt – Christliche Menschenführung in der Zukunft“ eine interessante Gegenüberstellung: Er stellt die drei Versuchungen von Jesus durch den Teufel (Matthäus 4, 1 – 11) den drei Fragen von Jesus an Petrus (Johannes 21, 15 – 19) gegenüber. In diesem dritten Teil schreibe ich über die Versuchung, mächtig zu werden. Diese Versuchung bewegt sich im Spannungsfeld zwischen zwei Sorgen: mächtig zu führen – und ohn-mächtig geführt zu werden. Dieses dritte Spannungsfeld mag wieder überraschen.
„Wiederum führte ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und sprach zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest.“ (Matth. 4, 8 – 9) So lautete die zweite Versuchung des Teufels in der o. g. biblischen Geschichte. Die radikale Botschaft: Anerkenne nicht Gott im Himmel, sondern seinen Gegenspieler, den Satan, als den Herrn – und werde mächtig, weil er dir dann Macht verleiht.
Wer verleiht mir Macht – und wie gehe ich mit ihr um?
Ohne Macht geht es nicht in dieser Welt. Wer verleiht sie uns? Meine Position, ich selbst, mein Erfolg, Gott? Macht wird zum Führen ge-, aber auch missbraucht. Wie gehen wir mit unserer Macht um? Aus der Fürsorge des Stärkeren wird schnell das Recht des Stärkeren. Richtig führen kann ich nur, wenn ich um die Notwendigkeit von Macht einerseits, aber auch um die Gefahr andererseits weiß. Es ist gut, die Antworten auf die Fragen in diesem Abschnitt zu suchen und zu kennen!
Bin ich bereit, mich von anderen führen zu lassen?
Jesus Christus macht ein geheimnisvolles Verhältnis auf von „führen – und geführt werden“: Wer andere führt, setzt seine Macht ein. Wer sich von anderen führen lässt, gibt seine Macht ab, wird ohn-mächtig. Jesus setzte bei einer der letzten Begegnungen mit seinem Jünger Petrus, der sich – so im Neuen Testament immer wieder nachzulesen – auf seine Macht mit Worten, Taten und Waffen verließ, ein deutlich anderes Signal: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Als du jünger warst, gürtetest du dich selbst und gingst, wo du hinwolltest; wenn du aber alt bist, wirst du deine Hände ausstrecken und ein anderer wird dich gürten und führen, wo du nicht hinwillst.“ (Johannes 21, 18)
Die Botschaft ist klar: Nur wer sich ohn-mächtig führen lassen kann, kann richtig mit seiner eigenen Macht über andere umgehen. Nur wer Ohnmacht kennt, kennt die Untiefen der Macht. Wer sich von Jesus Christus darin trainieren lässt, sich von ihm – und dann auch von anderen – führen zu lassen, der kann andere führen und entgeht der Gefahr, seine Macht zu missbrauchen.
So also könnte die dritte Antwort auf die Frage aussehen, wie christlich geprägte Menschenführung geht, wenn ich Verantwortung für andere in der Wirtschaft habe: Sich dauerhaft von Jesus Christus formen, prägen und führen zu lassen und sich darin zu üben, auch sich von anderen führen zu lassen.
Michael vom Ende, im Oktober 2025
Geschäftsführer von faktor c, einer Initiative von Christen in der Wirtschaft
PM faktor c 2025/10
Frankfurt/M. / Würzburg, 13.10.2025 – Der frühere Vorstandsvorsitzende von Daimler Truck AG, Martin Daum, hat zu mehr Zuversicht aufgerufen. Beim diesjährigen Festtag der Wirtschaftsinitiative faktor c von Christen in der Wirtschaft in Frankfurt am Main kritisierte er eine weit verbreitete pessimistische Grundhaltung. Sein zentraler Appell lautete: „Nur Mut, es geht weiter“.
Die aus seiner Sicht sehr guten Jahre zwischen 1990 und 2020 seien vorbei. Drei wesentliche Faktoren hätten diese positive Phase geprägt: das Ende des Kalten Krieges, extrem billige Energie und die Globalisierung. Diese Vorteile schwächten sich nun ab. Energie werde beispielsweise beim Verzicht auf fossile Brennstoffe notwendigerweise teurer.
Seine eigene Zuversicht gründe sich auf seinen christlichen Glauben, sagte Daum. Sein Lieblingsvers aus der Bibel, „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg“, verdeutliche, dass man oft nur den nächsten Schritt sehen könne und nicht schon die ganze Strecke, die vor einem liege. Die Zusage Gottes „Fürchte dich nicht“ komme in der Bibel am häufigsten vor und sei eine zentrale Botschaft. Der Weg in die Zukunft erfordere viel harte Arbeit, doch seien Christen dabei nicht allein.
Beim Festtag mit 170 Gästen wurde Friedbert Gay, von 2013 bis vor wenigen Wochen Vorsitzender von faktor c, offiziell aus dem Amt verabschiedet. Der Leiter der Liebenzeller Mission, Dave Jarsetz, verglich Gays Amtszeit mit einem vollendeten Lauf. Laut einer Analyse hätten von den in der Bibel erwähnten Führungskräften nur 30 Prozent ihren Dienst gut beendet. Gay aber sei das gelungen. Er habe sich für die Initiative „verschenkt“ und nicht sich selbst, sondern Jesus Christus in den Mittelpunkt gestellt.
Gay selbst erklärte in seiner Verabschiedung, sein Anliegen sei es gewesen, den Glauben im Alltag sichtbar zu machen. Unter seiner Führung sei der Verein moderner geworden und die Zusammenarbeit mit anderen christlichen Wirtschaftsinitiativen gewachsen. Seinen Nachfolgern in Vorsitz und Vorstand empfahl er, „geistlich wach zu bleiben“ und mit Mut und in Einigkeit an Herausforderungen heranzugehen.
Gays Nachfolger als Vorsitzender von faktor c, Friedrich Rominger, unterstrich ebenfalls die Bedeutung gelebten Glaubens im Alltag. Gott interessiere sich nicht nur für den Sonntag, sondern auch für den Montag. Für den 62-Jährigen ist das Gebet die „stärkste Strategie im Business“. Ohne Werte verliere die Wirtschaft ihre Seele. Rominger arbeitete zuletzt 14 Jahre als TOP-Manager für einen Automobilzulieferer, heute ist er als Berater tätig.
faktor c hat rund 650 Mitglieder aus Industrie, Dienstleistung, Handel und Handwerk und einen deutlich größeren Freundeskreis. Die Aktiven treffen sich in regionalen Gruppen, laden zu Impulsveranstaltungen oder Gesprächskreisen ein, zu überregionalen Wochenenden, Seminaren und Tagungen und bieten Mentoring an. Geschäftsführer ist Michael vom Ende (Würzburg).
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HINWEISE AN DIE REDAKTIONEN:
* Hier in diesem Link finden Sie Fotos, die Sie in Verbindung mit der Berichterstattung zu der Veranstaltung honorarfrei verwenden können.
* Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an „faktor c / eine Initiative von Christen in der Wirtschaft“, Geschäftsführer Michael vom Ende, Tel. 0931 30699250, E-Mail: info@faktor-c.org, Internet: www.faktor-c.org
Unsere Berufstätigkeit ist für viele von uns ein wichtiger Teil unserer Identität. Welchen Einfluss sollte es dann haben, wenn wir uns bemühen, den Glauben in die Ausübung unserer beruflichen Pflichten einzubeziehen? Das beste Beispiel dafür, wie
Jesus das angegangen ist, finden wir in der Auswahl Seiner engsten Nachfolger.
Delegieren. Manchen fällt das sehr schwer. Sie wollen, dass alles richtig gemacht wird. Wichtige Aufgaben anderen zu überlassen kann herausfordernd sein. Doch oft ist der Arbeitsaufwand für eine einzelne Person zu groß. Im Folgenden vier Schritte, die mir geholfen haben, einen Teil der Arbeitslast anderen zu übertragen.
💬 Hannah Brocksieper: „Was Frauen im Business wirklich brauchen“
Zwischen Afrika, Großkonzern und Start-up:
Hannah Brocksieper spricht über ihren Weg im Business, ihren Glauben und die Frage, wie Frauen im Beruf gestärkt werden können – und was echte Vereinbarkeit von Familie und Arbeit bedeutet.
▶️ Mediathek: hopetv.de/sendungen/faktor-c-christen-in-der-wirtschaft
🎧 Podcast: hopepodcasts.de/serien/faktor-c-christen-in-der-wirtschaft
faktor c – Christen in der Wirtschaft
Wirtschaft und Glaube – passt das zusammen? Was bedeutet es, als Christ unternehmerisch zu denken, Entscheidungen zu treffen, mit Erfolgsdruck umzugehen – und dabei den eigenen Glauben nicht außen vor zu lassen? Diese Fragen beschäftigen viele Unternehmer und Führungskräfte täglich. Mit der neuen Sendereihe „faktor c – Christen in der Wirtschaft“ bietet Hope TV ab Oktober 2025 eine einzigartige Plattform für authentische Geschichten aus der Wirtschaftspraxis.
Echte Geschichten aus der Wirtschaftswelt
Das Besondere an diesem Format liegt in der Kombination von Wirtschaft und Christsein – ein Themenbereich, der bisher kaum im christlichen Fernsehen behandelt wurde. Doch „faktor c“ setzt nicht auf theoretische Abhandlungen oder wirtschaftswissenschaftliche Analysen. Stattdessen stehen echte Menschen mit ihren ganz persönlichen Erfahrungen im Mittelpunkt. Jede Folge erzählt die Geschichte eines Unternehmers oder einer Führungskraft, die ihren Glauben als wesentlichen Faktor in ihrem beruflichen Wirken versteht.
Moderiert wird die wöchentliche Sendung von Michael vom Ende, Kaufmann und Theologe. Der 63-Jährige war nach seiner Zeit in der Stahlindustrie als Pastor tätig und viele Jahre Pressesprecher eines christlichen Medienunternehmens. Heute ist er Geschäftsführer von „faktor c“, einer Initiative von Christen in der Wirtschaft.
Wer sollte einschalten?
Die Sendung richtet sich an Menschen mit unternehmerischer Orientierung und alle, die sich für die Verbindung von Christsein und Wirtschaft interessieren.
Wer sich fragt, „Wie kann ich meinen Glauben authentisch in einer oft kompromisslosen Geschäftswelt leben?“ oder „Muss ich zwischen finanzieller Verantwortung und christlichen Werten wählen?“, der sollte unbedingt einschalten. „faktor c“ stellt sich genau diesen Fragen – und zwar in Form von ehrlichen Einblicken in das Leben erfolgreicher Christen. Die Gäste sprechen offen über ihre Zweifel, Herausforderungen und auch Fehler. Sie erzählen, wie sie schwierige Entscheidungen getroffen haben, wo sie an ihre Grenzen gestoßen sind und wie ihr Glaube sie durch Krisen getragen hat.
Warum „faktor c“?
Der Titel „faktor c“ steht dabei für mehr als nur den Anfangsbuchstaben von „Christ“. Er verkörpert das Extra, das Vitamin C der Wirtschaft – jenes besondere Element, das Geschäfte nicht nur erfolgreich, sondern auch sinnvoll macht. Gerade in Zeiten, in denen wirtschaftliche Entscheidungen massive gesellschaftliche Auswirkungen haben, ist die Frage nach den handelnden Personen und ihren Werten von entscheidender Bedeutung.
Mit dieser neuen Sendereihe betritt Hope TV ein Themenfeld, das bislang in der deutschen Fernsehlandschaft kaum Beachtung fand, und schafft eine Plattform für den Austausch unter Christen in der Wirtschaft. Die Geschichten echter Menschen inspirieren und fordern heraus und zeigen, wie wirtschaftlicher Erfolg und Glaubenstreue keine Gegensätze bleiben müssen, sondern sich ergänzen können.
Schalten Sie ein und entdecken Sie, wie Menschen den „faktor c“ in ihrem beruflichen Alltag leben. Lassen Sie sich begeistern von Berichten, die zeigen: Christsein in der Wirtschaft ist möglich – und macht den entscheidenden Unterschied.
factor c – Christen in der Wirtschaft
Immer donnerstags um 21:00 Uhr auf Hope TV und hopetv.de
| Prinz Constantin zu Salm-Salm | 02.10.2025 | Dort richtig, wo du bist. |
| Stefan und Ania Lindner | 09.10.2025 | BUSINESS braucht BEZIEHUNG |
| Friedrich Rominger | 16.10.2025 | Wenn Gott die Richtung vorgibt |
| Dorothee Schwertfeger | 23.10.2025 | Leben zwischen zwei Welten |
| Axel Kamann | 30.10.2025 | Der reiche Mann und das Meer |
| Friedbert Gay | 06.11.2025 | Vom Techniker zum Menschenentwickler |
| Hauke Hillebrenner | 13.11.2025 | „Invest in People“: Der Mensch zählt |
| Karin und Günther Höhfeld | 20.11.2025 | Mit Zuversicht durch Krisenzeiten |
| Klaus Händel | 27.11.2025 | Vertrauen lernen auf die harte Tour |
| Günter Veit | 04.12.2025 | 50 Jahre Christsein im internationalen Geschäft |
| Keren Pickard | 11.12.2025 | Mut lernen macht einen Unterschied |
| Frank Lehmann | 18.12.2025 | Als Christ erfolgreich wirtschaften |
| Norman Rentrop | 08.01.2026 | Erfolg braucht Verantwortung |
| Christoph Niklaus | 15.01.2026 | Heimat bauen mit Gottvertrauen |
| Dirk und Martina Rosemeier | 22.01.2026 | Mit Menschenliebe durchs Leben |
| David Klenert | 29.01.2026 | Wenn der Weinberg zur Lebensschule wird |
| Hannah Brocksieper | 05.02.2026 | |
| Christoph Jakob | 12.02.2026 | |
| Frank Benner | 19.02.2026 | |
| Petra Waldminghaus | 26.02.2026 | |
| Christoph Wegert | 05.03.2026 |
Wie passt christlicher Glaube in die Wirtschaft?
In der 17:30 SAT.1 Bayern-Sendung „Lebensformen“ zeigen Menschen, wie sie Glauben im Businessalltag leben.
Unter anderem mit dabei:
💬 Michael vom Ende, M. A. vom Ende, unser Geschäftsführter
💬 Christopher Veit, Geschäftsführer der VEIT Group
Beide sprechen offen darüber, wie Glaube und wirtschaftliche Verantwortung zusammengehen was Werte in der Führung bedeuten und warum Erfolg mehr ist als Gewinn.
📺 Jetzt in der Sat.1 Mediathek : Hier klicken
🎥 Auf YouTube: Zum Video-Clip
👉 Schauen Sie rein – und entdecken Sie, wie Glaube den Unterschied macht.
Erfahren Sie, wie kleine und mittlere Unternehmen mit KI effizienter arbeiten, Kosten senken und Mitarbeitende entlasten können. Das Webinar zeigt praxisnahe Anwendungen und vermittelt, wie Sie Schritt für Schritt den Einstieg in die KI-Nutzung meistern. Darüber hinaus kommen der „große Rahmen“ wie KI-Strategie und Führung in Zeiten von KI zur Sprache.
Inhalt
Kostendruck, Personalmangel und ein Arbeitsalltag voller Unterbrechungen – viele kleine und mittlere Unternehmen stehen unter enormem Druck. Künstliche Intelligenz kann dabei überraschend schnell entlasten. Doch die entscheidende Frage lautet: Wo fängt man an?
In diesem Online-Seminar zeigt Joachim Stängle, wie der Einstieg in die KI-Nutzung wirklich gelingt – ohne teure Spezialsoftware und ohne technisches Vorwissen. Anhand konkreter Beispiele aus dem Mittelstand erfahren Sie,
wie KI Routineaufgaben wie Terminplanung, E-Mail-Bearbeitung, Texterstellung oder Rechnungsprüfung übernimmt,
wie Sie mit kleinen Schritten messbare Zeitgewinne erzielen,
wie eine KI-Strategie aussieht, die zu Ihrem Unternehmen passt,
und wie Führung in Zeiten von KI gelingen kann.
Gemeinsam werfen wir einen Blick auf die Chancen, die gerade kleinere Unternehmen oft schneller nutzen können als große Konzerne. Zudem erhalten Sie konkrete Empfehlungen, wie Sie Mitarbeitende einbinden, Vorbehalte abbauen und echte Mehrwerte schaffen.
Wann
15. Januar 2026, 19 – 20.30 Uhr
Ort
Online per Zoom
Joachim Stängle
Jahrgang 1969, begleitet Unternehmen, Organisationen und Führungspersönlichkeiten an den Schnittstellen von KI, digitaler Transformation und Organisationsentwicklung. Digitale Innovation beginnt bei ihm nie bei der Technik, sondern bei der Haltung und der Frage: Was soll sich wirklich verändern – im Alltag, in der Kultur, im Denken? Er lebt mit seiner Familie in Herrenberg bei Böblingen und ist Mitglied bei faktor c.
www.staengle-consulting.de
Wir leben in einer Zeit mit praktisch unbegrenzten Informationen. Wir bekommen sie über das Fernsehen, das Radio, die sozialen Medien, Bücher, Zeitschriften und per Mausklick im Internet. Aufgrund all dieser Informationen können wir großes Wissen anhäufen. Doch eine Fülle von Informationen und Wissen führt nicht automatisch zu Weisheit.
Unser Festtag 2025 am Samstag, den 11. Oktober in Frankfurt war ein besonderer Tag. Rund 170 Gäste kamen zusammen, um sich auszutauschen, zu feiern und neue Impulse für den Alltag mitzunehmen.
Martin Daum, früher Vorstandschef von Daimler Truck, sprach über die Herausforderungen unserer Zeit – und machte Mut. Trotz schwieriger Entwicklungen rief er dazu auf, zuversichtlich zu bleiben. Seine Kraft schöpft er aus seinem Glauben. „Nur Mut, es geht weiter“, war seine zentrale Botschaft.
Ein bewegender Moment war die Verabschiedung von Friedbert Gay, der viele Jahre Vorsitzender von faktor c war. Er hat sich mit ganzem Herzen für die Initiative eingesetzt. Sein Nachfolger, Friedrich Rominger, betonte, wie wichtig Gebet und christliche Werte auch im Berufsleben sind.
Neben den Vorträgen gab es viele gute Gespräche, ein fröhliches Kinderprogramm und eine gelungene Stadtführung. Es war ein Tag voller Begegnungen, Dankbarkeit und neuer Perspektiven.
Wir freuen uns, wenn Ihr den Rückblick mit Bildern anschaut – und wer mag, darf unsere Arbeit auch weiterhin mit einer Spende unterstützen.
Das hatten wir im Programm
Martin Daum
war bis zu seinem Ruhestand Ende 2024 Vorstandsvorsitzender der Daimler Truck AG. Geboren 1959 in Karlsruhe, schloss er nach dem Abitur eine Ausbildung zum Bankkaufmann ab und absolvierte danach ein betriebswirtschaftliches Studium an der Universität Mannheim mit dem Abschluss als Diplom-Kaufmann. 1987 trat Martin Daum in die damalige Daimler-Benz AG ein, für die er u. a. mehr als 13 Jahre in den USA tätig war. Anfang 2017 wurde er in den Vorstand der Daimler AG berufen.
Dave Jarsetz
ist seit 2023 Missionsleiter der Liebenzeller Mission, einer der größten deutschen Missionsgesellschaften. Davor war er Missionar in Papua-Neuguinea, leitete die Studien- und Lebensgemeinschaft der Liebenzeller Mission und war für die weltweite Arbeit des Missionswerks verantwortlich. Er ist verheiratet, die beiden haben einen Sohn.
Friedbert Gay
ist seit 2007 ehrenamtliches Mitglied des Vorstands von faktor c, seit 2013 ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender. Der Geschäftsführer der persolog Management GmbH in Remchingen bei Karlsruhe ist verheiratet mit Birgit, die beiden haben drei erwachsene Kinder.
Stephan und Karl Reissig
sind als Berufsmusiker zwei Trompeter aus Marburg. Sie unterrichten an der Musikschule Marburg und spielen genreübergreifend mit verschiedenen Ensembles zusammen, von klassischer Musik bis zu Avantgarde. Die Spielfreude steht hier an erster Stelle!
Würzburg (25.09.2025) – Wie gelingt es, unternehmerisch Verantwortung zu tragen und dabei den eigenen Glauben authentisch zu leben?
Diese Frage steht im Mittelpunkt der neuen wöchentlichen Interviewreihe „faktor c – Christen in der Wirtschaft“, die ab Oktober auf Hope TV ausgestrahlt wird.
Authentisch: Führungskräfte berichten
Das Format bietet Gespräche mit Unternehmerinnen, Führungskräften und Selbstständigen, die offen über ihre Zweifel, Krisen und Entscheidungsprozesse sprechen.
Sie berichten, wie christliche Werte ihr berufliches Handeln prägen und in schwierigen Momenten Orientierung geben.
Wirtschaftserprobter Moderator
Durch die Interviews führt Michael vom Ende. Der gelernte Kaufmann und Theologe kennt sowohl die Wirtschaft als auch das kirchliche Umfeld.
Nach Stationen in der Stahlindustrie und im pastoralen Dienst ist er heute Geschäftsführer der Initiative „faktor c – Christen in der Wirtschaft“ und bringt seine Doppelperspektive in die Gespräche ein.
Neues Themenfeld im christlichen Fernsehen
Mit „faktor c“ erschließt der Sender Hope TV ein Themenfeld, das im deutschen Fernsehen bislang kaum behandelt wurde: die Verbindung von Christsein und Wirtschaft.
Der Titel steht dabei nicht nur für „Christus“, sondern auch für das besondere Plus – das „Vitamin C“ der Wirtschaft, das Sinn und Werte ins Geschäftsleben trägt.
Eine starke Initiative
faktor c hat rund 660 Mitglieder aus Industrie, Dienstleistung, Handel und Handwerk.
Sie laden zu Impulsabenden oder Gesprächskreisen ein, zu überregionalen Wochenenden, Seminaren und Tagungen und bieten Mentoring an.
faktor c / Christen in der Wirtschaft e.V.
Theaterstr. 16
97070 Würzburg
Deutschland
0931-30699250
info@faktor-c.org
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„Treffen per Videokonferenz“ – es ist eine schöne Möglichkeit miteinander ins Gespräch zu kommen und voneinander zu hören! So pflegen wir Gemeinschaft. Wie klingt das? Herzliche Einladung dazu!
faktor c bietet digitale Begegnungen für Business Senioren an!
Wann: Donnerstag 25. September 2025 um 17:00 Uhr
Ton UND Bild: Weil es schöner und entspannter ist, sich beim Reden zu sehen – so weiß man auch immer gleich, wer da gerade berichtet, sich mitteilt, andere inspiriert. Es ist auch technisch möglich, nur mit seinem Telefon dabei zu sein, auch wenn man dann natürlich niemanden sieht und gesehen werden kann.
1. Ton UND Bild: Für die Teilnahme mit Bild UND Ton benötigt man jedes Mal
– einen Computer, Laptop oder ein Mobilgerät (wie Tablet und Smartphone)
– eigenes Verständnis zur Handhabung oder eine Unterstützung von Kindern/Enkeln/digital Affinen aus dem Umfeld.
– einen Zugangslink des Videoprogramms ZOOM
Und hier sind die Zugangsdaten: https://us02web.zoom.us/j/82862703467?pwd=ais3QmpLWjRXWURGOXRjWXNJZHdhdz09 // Meeting-ID: 828 6270 3467 // Kenncode: URpy8+
2. Nur Ton: Für die Teilnahme mit dem guten alten Telefon (nur mit Ton) benötigt man jedes Mal
– eine Telefonnummer: 069 3807 9883 oder 0695 050 2596
– eine „Meeting-ID: 828 6270 3467
– einen Kenncode: 847073
Wir freuen uns darauf, mit euch/ Ihnen ins Gespräch zu kommen.
Hinweis: Wer technische Unterstützung braucht, meldet sich bitte telefonisch bei uns (0931-306 992 50) und wir vereinbaren einen Testtermin im Vorfeld.
Für Ihre Nutzung von ZOOM weisen wir auf den entsprechenden Absatz in unseren Datenschutz-Hinweisen hin.
Herzliche Einladung zum nächsten faktor c-Abend!
Am Mittwoch, den 24. September 2025, treffen wir uns um 19:00 Uhr im Jesus-Haus in Herrnhut.
An diesem Abend dürfen wir Gerd Weise begrüßen – Leiter für Projektmanagement und Öffentlichkeitsarbeit beim Kultur.Service Görlitz sowie Prokurist.
Er verantwortet u. a. die Organisation des Schlesischen Tippelmarkts, des Altstadtfests Görlitz und des Schlesischen Christkindelmarkts.
Wir freuen uns auf einen spannenden Abend mit inspirierenden Einblicken und guten Gesprächen!
🎉 Das war unsere 50. Jubiläumsveranstaltung
Am 14.11.2025 feierten wir mit 50 Personen unser 50. Netzwerktreffen von faktor c im Ruhrgebiet – ein besonderes Jubiläum und zugleich ein Revival nach der coronabedingten Pause. Umso mehr freuten wir uns über viele neue und erfreulich junge Gesichter!
Nach einem lockeren Ankommen mit Cocktail startete der Abend musikalisch: Maren Tielker & Jan Priemke berührten uns mit ihren tiefgründigen Liedern und sorgten für eine besondere Atmosphäre. Danke für diesen wertvollen Beitrag!
Als Redner begrüßten wir Bernd Bessler, pensionierter Kriminalhauptkommissar. Statt seines geplanten Themas „Teambuilding“ teilte er spontan persönliche Erlebnisse – ehrlich, bewegend und inspirierend. Seine Geschichten machten Mut und erinnerten uns daran, was durch Glauben möglich ist. Danke, Bernd, für deine Offenheit!
Beim Abendessen wurde spürbar, wie sehr seine Worte nachhallten. Viele verabschiedeten sich mit herzlichem Dank – ein schönes Zeichen für die Tiefe und Verbundenheit dieses Abends.
Mit Dankbarkeit und Zuversicht blicken wir auf die Zukunft von faktor c Metropolregion Ruhr und sind gespannt auf die Wege, die vor uns liegen.
Daniel Leuschner & Orga-Team
Bernd Bessler Nach vielen Jahren im Wachdienst leitete er fast 20 Jahre lang einen Einsatzzug der Hundertschaft in Dortmund. Inzwischen frisch pensioniert hat er seinen Beruf 45 Jahre mit Leidenschaft gelebt. Die letzten 8 Jahre seines beruflichen Lebens als Polizist hat er beim Landesausbildungsinstitut die Beweissicherungseinheiten des Landes NRW ausgebildet und hat in dieser Aufgabe junge Menschen dafür qualifiziert in einer solchen spezialisierten Einheit Festnahmen von Straftätern mit hohem Gewaltpotential beweissicher durchzuführen. Seine berufliche Aufgaben „hat ihm immer große Freude bereitet“ – wie er gern sagt 🙂
Bernd Bessler weiß, wovon er redet. Viele Jahrzehnte war er mit seinen Kollegen auf der Straße, um uns Bürger zu schützen. Das geht nur mit einem zuverlässigen und kompetenten Team. Der Zusammenhalt innerhalb des Teams liegt ihm sehr am Herzen. Wie schafft man es, mit den heutigen Herausforderungen, ein zuverlässiges Team aufzubauen und zusammenzuhalten, wo sich jeder Einzelne auf den anderen verlassen kann?
Jan Primke
ist Sprecher, Musiker und Produzent. Als Bassist und Sänger gibt er viele Konzerte, spielt auf diversen Veröffentlichungen und Produziert unterschiedliche Genre und Künstler. Als Sprecher produziert er in seinem Dortmunder Studio für Mittelstand, Multimediaproduktionen, Hörbuchverlage sowie TV- und Radiostationen.
Maren Tielker
ist Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin und als Solistin unterwegs. Sie ist auf verschiedenen CD Produktionen zu hören und arbeitet als Vocal-Coach.
„Es gibt keine Geschäftsethik, es gibt nur Ethik.“, so der renommierte Autor John Maxwell. Das stimmt, denn Ethik lässt sich nicht auf einen Bereich des Lebens beschränken. Leider gerät dieses Thema in einer zunehmend kompetitiven Welt, die auf schnelle Erfolge fokussiert ist, fast in Vergessenheit. Integrität kann unter Druck leicht als Nachteil gesehen werden, ist in Wirklichkeit aber das Gegenteil: Ethik führt zu Vertrauen, und Vertrauen ist die Grundlage jeder festen und dauerhaften Beziehung.
Würzburg, 20.09.2025 – Stabswechsel beim christlichen Wirtschaftsverband faktor c (Christen in der Wirtschaft e. V.): Nach mehr als zwölf Jahren als Vorsitzender hat der Unternehmer Friedbert Gay bei der jüngsten Mitgliederversammlung nicht mehr kandidiert. Als Nachfolger wählten die Mitglieder den ehemaligen Manager Friedrich Rominger. Er bringt langjährige internationale Erfahrung in der Consumer Electronics-, IT- und Automobilindustrie mit. Der neue Vorsitzende sagte, er teile die Vision der Initiative, „Wirtschaft mit Sinn, Orientierung und Herz zu gestalten“.
Rominger arbeitet heute als Berater für werteorientierte Unternehmensführung. Leitende Fragen für ihn seien „Wie kann unser Glaube nicht nur sonntags, sondern gerade montags Relevanz entfalten? Wie können wir als Christen im Job glaubwürdig und mutig leben?“, sagte der verheiratete Vater von zwei erwachsenen Kindern in seiner Vorstellung.
Rückblick auf 12 Jahre Amtszeit
In einem Rückblick erinnerte Friedbert Gay daran, wie er den Vorsitz 2013 in einer „Vertrauenskrise“ und mit finanziellen Schwierigkeiten übernommen hatte. Dank der Unterstützung von Spendern habe die Zahlungsfähigkeit gesichert werden können. In den folgenden Jahren sei der Vorstand neu aufgestellt und die Geschäftsstelle nach Würzburg verlegt worden. Digitale Angebote wie Online-Seminare und digitale Treffen seien ausgebaut worden, was durch die Corona-Pandemie beschleunigt worden sei. Ein neuer Name – faktor c statt „CiW“ – und ein frisches Erscheinungsbild hätten das Profil der Initiative geschärft.
Gay erklärte, er halte die Zeit für gekommen, um neuen Impulsen und frischen Ideen Raum zu geben. Der Auftrag des Vereins, christliche Werte in der Wirtschaft zu verankern, sei heute aktueller denn je. Dafür brauche es unter anderem mehr engagierte Mitarbeiter in den Regionen. Die Mitgliederversammlung ernannte Gay nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand zum Ehrenmitglied.
Neue Gesichter im erweiterten Vorstand
Bei den Vorstandswahlen wurden Doris Schlereth, Geschäftsführerin eines landwirtschaftlichen Betriebs, und der frühere Banker Michael Schultes im Amt für den geschäftsführenden Vorstand bestätigt. Zum erweiterten Vorstand gehören künftig Dorothee Schwertfeger, Hauke Hillebrenner, Klaus Andersen und Stefan Rescigno.
faktor c hat rund 650 Mitglieder aus Industrie, Dienstleistung, Handel und Handwerk. Sie laden zu Impulsabenden oder Gesprächskreisen ein, zu überregionalen Wochenenden, Seminaren und Tagungen und bieten Mentoring an. Geschäftsführer ist Michael vom Ende (Würzburg).
Wie geht christlich geprägte Menschenführung, wenn ich Verantwortung für Mitarbeitende, Untergebene, Kollegen, Stakeholder und andere in der Wirtschaft habe? Das ist eine Frage, die zuerst darauf abzielt, wie ich selbst bin bzw. sein muss. Hier ist nach dem ersten Antwortversuch mit „Die Versuchung, unentbehrlich zu werden“ der zweite Teil dazu. Der dritte und letzte Teil folgt im Oktober 2025.
Die Versuchung, beliebt zu werden
Unpopuläre Entscheidungen zu treffen und mitzuteilen, mag keiner gerne! Wer kennt als Verantwortlicher in der Wirtschaft nicht die Versuchung, den vermeintlich leichteren Weg zu wählen und sich bei seinen Kollegen und Untergebenen beliebt zu machen, indem er oder sie gegen seine eigene Überzeugung oder besseres Wissen falsche Entscheidungen kommuniziert?
Henri J. M. Nouwen, der niederländische katholische Theologe, Priester und Psychologe macht in seinem leider vergriffenen Buch „Seelsorge, die aus dem Herzen kommt – Christliche Menschenführung in der Zukunft“ eine interessante Gegenüberstellung: Er stellt die drei Versuchungen von Jesus durch den Teufel (Matthäus 4, 1 – 11) den drei Fragen von Jesus an Petrus (Johannes 21, 15 – 19) gegenüber. Hier schreibe ich in diesem zweiten Teil über die Versuchung, beliebt zu werden. Diese Versuchung bewegt sich im Spannungsfeld zwischen zwei Sorgen: beliebt zu werden – und Schuld eingestehen können. Diese zweite Sorge mag wieder überraschen.
Da führte ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt und stellte ihn auf die Zinne des Tempels
6 und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so wirf dich hinab; denn es steht geschrieben: »Er wird seinen Engeln für dich Befehl geben; und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt.« (Matthäus 4, 5 – 6). So lautete die zweite Versuchung des Teufels. Tu etwas, was Applaus einbringt und was dich beliebt macht, weil du Superkräfte hast.
Mögen mich die anderen?
Die Menschen sind sicher alle sehr unterschiedlich, was die „Anfälligkeit“ für das Gefühl angeht, be- und geliebt zu sein. Aber sie sind alle empfänglich für dieses Gefühl. Es ist wichtig für unser Selbstwertgefühl und auch für die Einschätzung, wo unser Platz im Team ist und wie wir mit ihm harmonieren. Auch deshalb ist Teamwork wichtig. Wir lernen, uns als Teil eines größeren Ganzen zu verstehen und den Fokus nicht ausschließlich auf uns selbst zu richten.
Jesus hatte das erkannt, als er am See Genezareth dreimal zu seinem Jünger Petrus sagte: „Weide meine Schafe!“ (Joh. 21, 15 – 17) Petrus wusste, dass Jesus dabei das Team wichtig war und er die Jünger immer in Zweierteams im Einsatz sehen wollte. Also: Kümmert euch um die anderen – und macht das im Team!
Kann ich Schuld eingestehen – und verzeihen?
Das ist er Ansatz gegen die Versuchung beliebt zu werden: Setze den Fokus auf das Team. Dort erhältst du Zustimmung und Applaus. Aber du kannst und musst ihn auch geben. Wo ist dein Team? Wo ist dein Übungsplatz, wo du Fehler machst und lernen musst, Schuld einzugestehen? Weil wir eben nicht Superman oder Super Woman sind, machen wir Fehler. Im Team können wir lernen, Schuld einzugestehen. Und wir haben ein hervorragendes Übungsfeld, anderen ihre Fehler zu verzeihen. Auch das hilft zu einem guten Teamwork.
Wir sollten nicht proaktiv dagegen arbeiten, beliebt zu werden. Aber wir sollten auch nicht proaktiv dafür arbeiten, beliebt zu werden! Jesus Christus selbst lehrt uns, dass beliebt werden zu wollen ein falsches Ziel ist. Hier helfen Teamwork und die Übung, Schuld einzugestehen und zu verzeihen.
So also könnte die zweite Antwort auf die Frage aussehen, wie christlich geprägte Menschenführung geht, wenn ich Verantwortung für andere in der Wirtschaft habe: Sich im Team um andere kümmern. Sich gleichzeitig verwundbar machen, seine Schwächen eingestehen und anderen verzeihen.
Michael vom Ende, im September 2025
Geschäftsführer von faktor c, einer Initiative von Christen in der Wirtschaft
In diesem Jahr feiert die Fair-Handelsgesellschaft Gepa ihr 50-jähriges Bestehen. Initiiert von sozialen und kirchlichen Gruppen, sucht das Wuppertaler Unternehmen in Zeiten eines härter werdenden Handels nach Strategien für die Zukunft.
Von Michael Bosse
„Jute statt Plastik“: Die Taschen mit diesem eingängigen Slogan haben in der alternativen Szene in Deutschland eine Epoche geprägt und sind im kulturellen Gedächtnis verankert. Zu verdanken ist die Erfolgsgeschichte Gerd Nickoleit, einem Pionier des fairen Handels, der die Jutetasche von Bangladesch vor Jahrzehnten nach Deutschland brachte. Mittlerweile ist der Mitbegründer der Fair-Handelsgesellschaft Gepa in Wuppertal 81 Jahre alt. Für die Idee des gerechten Handels brennt er nach wie vor.
„Die Idee des fairen Handels ist weiterhin richtig und wichtig – auch in Zukunft“, sagt Nickoleit im großen Verkaufsraum der Gepa-Firmenzentrale im Wuppertaler Westen. „Sie wird daher neue Überzeugungstäter finden.“ Im Mai feierte das Unternehmen sein 50-jähriges Bestehen.
Dem „Überzeugungstäter“ Nickoleit ging es in seiner Arbeit immer darum, „soziale und betriebswirtschaftliche Aspekte zusammenzubringen“. Nach einer Ausbildung zum Industriekaufmann in einem Textilunternehmen in der Nähe von Hamburg und einem Studium der Betriebswirtschaft an der Fachhochschule Siegen habe es ihn schon als jungen Mann in die weite Welt getrieben, erzählt er. Nickoleit lebte und arbeitete drei Jahre in Peru sowie als Entwicklungshelfer im Iran. Bei seinen Aufenthalten in den Ländern erlebte er auch, wie ungerecht das globale Wirtschaftssystem gerade für Kleinbauern sein kann.
Nach einer Beschäftigung unter anderem für das evangelische Hilfswerk „Brot für die Welt“ wurde Nickoleit erster Geschäftsführer der „Aktion Dritte Welt Handel“, die aus Kritik an der offiziellen Entwicklungspolitik entstanden war. 1974 schrieb er den Antrag zur Gründung einer Importgesellschaft bei den kirchlichen Hilfswerken „Brot für die Welt“ und Misereor. Die offizielle Gründung erfolgte dann 1975, also ein Jahr später.
Im fairen Handel, der damals noch „alternativer Handel“ genannt wurde, gab es durchaus unterschiedliche Erwartungshaltungen. So setzten etwa die Weltläden bei ihrem Geschäftsmodell sehr stark auf Bildungsarbeit und weniger auf Warenabsatz und Marketingkonzepte. Die Kooperativen, Kleinbauern und Handwerker in den Ursprungsländern mussten aber von dem Verkauf der Waren leben. Damals sei erkannt worden, dass „man die Partner stärker in den Mittelpunkt stellen“ muss, sagt Nickoleit.
Zur Handelspalette der Gepa („Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt“) gehören heute Kaffee, Tee und Schokolade sowie weitere Lebensmittel wie Süßwaren, Honig, Brotaufstriche, Wein oder Reis. Zudem wird mit Korbwaren, Textilien, Kerzen oder Seifen gehandelt. Gepa-Produkte finden sich bundesweit in 900 Weltläden und vielen Supermärkten, im Biohandel, in Restaurants und Kantinen sowie in kirchlichen und sozialen Einrichtungen.
Der faire Handel ist inzwischen ein umkämpfter Markt, auf dem sich die Gepa behaupten muss. „Wir müssen von der Referenz zur Relevanz kommen“, sagt Geschäftsführer Peter Schaumberger. Während in den Weltläden mit dem Kauf jedes Produkts auch eine Geschichte erzählt werden soll, gehe es bei der Distribution über den Lebensmitteleinzelhandel darum, mit Produkten und Markenartikeln zu überzeugen und überhaupt ins Regal genommen zu werden.
„Bislang ist Gepa eine Marke, die vor allem für Kaffee, Schokolade und Tee bekannt ist“, erklärt Schaumberger. Diese Warengruppen machten über 85 Prozent des Umsatzes aus. Gerade beim Verkauf über den Einzelhandel und die Biomärkte müsse es darum gehen, „mehr Breite“ im Regal zu erhalten.
Nach den Worten von Gepa-Mitgründer Nickoleit hat die Gepa als Pionierin des fairen Handels wichtige Veränderungen erreicht. Allerdings müsse der faire Handel „immer wieder neu interpretiert und an sich verändernde Situationen angepasst werden“, betont er.
epd
www.gepa.de
von Steffen J. Ehl
Im Vertrieb wird gute Kommunikation mit Kunden großgeschrieben. Auch ein Pastor muss seine Zuhörer erreichen. Der Vertriebs- und Marketingprofi Steffen J. Ehl führt an, was eine gute Predigt vor allem ausmachen sollte.
Manche Predigt ist mir eine Qual. Während der Pastor beim Referieren das Zeitgefühl verliert, fühle ich mich gefangen und suche den Notausgang. Obwohl ich in meinem Leben bislang etwa 2.000 Gottesdienste besucht habe, bin ich praktisch nie gefragt worden, was bei mir ankam.
Als Vertriebsprofi finde ich das irritierend. Im Unternehmen ist uns sehr daran gelegen, dass unsere Kommunikation für Kunden verständlich ist. Es zählt nicht, was gemeint war, sondern nur, was beim Empfänger ankommt. Um die Kommunikation zu überprüfen, investieren wir in Befragungen und fördern die Rückmeldung durch Anreize – zum Beispiel Rabatte.
Wenn mich jemand fragen würde, was ich mir von einer Predigt wünschte, wäre das meine Antwort:
Erklärung eines Bibeltextes. Mich interessiert keine individuelle Weltsicht, garniert mit einem Bibelzitat. Klingt altmodisch? Doch genau dafür gehe ich in die Kirche. Es wäre gut, wenn jeder seine Kernkompetenz ins Visier nimmt – der Pastor also die Bibel.
Persönliches Erleben. Der Prediger ist Mittler zwischen Gott und mir, ob er will oder nicht. Ich will ihn und seine Herausforderungen mit der Bibel kennenlernen.
Konkrete Anwendbarkeit. Die investierte Zeit sollte Frucht im Alltag bringen. Sind es nur warme Gedanken für den Sonntag gewesen, war es wertlos. Gute Predigten führen zu Verhaltensänderung.
Interaktiv statt Einbahnstraße
Und zur Vortragsweise: Ich schätze es, wenn die Predigt kurz und interaktiv ist. Eine Maximaldauer von 10 bis 15 Minuten hat der verstorbene Papst Franziskus angeordnet. Auch als Freikirchler spricht er mir da aus der Seele.
Kommunikation in nur eine Richtung stirbt aus – und das ist gut so. Auch Jesus hat seine Zuhörer nicht einseitig beschallt, sondern mit Fragen geführt. Warum tun wir es ihm nicht nach und erlauben den Zuhörern eine Antwort?
Die guten Predigten wiegen die qualvollen bei weitem auf. Daher werde ich weiter hoffnungsvoll den Gottesdienst besuchen – und nur bei Feuer den Notausgang verwenden.
von Wolfram Lehmann
Sie haben andere geprellt und sich selbst bereichert: Verurteilte Wirtschaftskriminelle müssen nicht selten eine Haftstrafe antreten. Gefängnispfarrer Wolfram Lehmann ist auch mit solchen Menschen in Kontakt – und hat daraus wertvolle Erkenntnisse gewonnen.
Wir befinden uns im Kirchenraum der Justizvollzugsanstalt Hof. Der wöchentliche Sonntagsgottesdienst ist zu Ende; die Gefangenen verabschieden sich mit Handschlag vom Pfarrer. Es ist wie in jedem „normalen“ Gottesdienst; einige Teilnehmer sind dem Pfarrer bekannt, andere Teilnehmer sind neu.
Einer von den persönlich Bekannten sagt: „Herr Pfarrer, ich möchte mich von Ihnen verabschieden. Ich habe mein Urteil bekommen; in wenigen Tagen werde ich in ein anderes Gefängnis verlegt.“ Dann macht er eine kurze Pause; er ergänzt: „Hoffentlich sehe ich meine Enkel noch draußen.“ Nachdenklich verlässt er den Kirchenraum. Der betreffende Herr ist im Rentenalter.
Ein Enddreißiger drückt es in einem persönlichen Gespräch so aus: „Ich würde schon gerne Familie gründen, aber das ist hier drinnen nicht möglich. Sie können von hier drinnen keine Kontakte nach außen halten.“
Zuletzt ein junger Mann mit Mitte Zwanzig: „Ich habe im Internet Waren angeboten, die es gar nicht gibt. Jetzt arbeite ich systematisch daran, das Geld zurückzuzahlen. Ich möchte wieder ein normales Leben führen.“
Interessanterweise haben sich einige Wirtschaftskriminelle vor ihren Taten ganz offensichtlich mit dem Gedanken beschäftigt, dass sie auffliegen könnten. „Herr Lehmann, Sie brauchen nicht zu denken, dass ich nicht darauf vorbereitet bin, falls ich geschnappt werde. Ich habe genügend Geld beiseitegelegt, von dem der Staatsanwalt nicht weiß.“
Was er nicht bedacht hat, ist die Stille, die einen in der Haft erwartet. Das Alleinsein. Die Einsamkeit. Kein Handy, kein Internet, keine Mails, kein spontaner Besuch von Bekannten und keine Unternehmung mit Freunden. Fernseher, Briefe schreiben, hin und wieder ein Telefonat oder ein Besuch – das gibt es. Aber sie können das Fehlende nicht ersetzen.
Über die Monate und Jahre brechen verborgene Lebensfragen immer mehr auf. Das fängt einen an umzutreiben. Im Gefängnis zeugen davon die Gesprächswünsche an die Seelsorger; auch das Interesse am Gottesdienst hat unter anderem damit zu tun.
„Herr Lehmann, probieren Sie es mal aus. Lassen Sie sich nachts im Schlafzimmer einschließen. Kein Telefon, kein Handy. Erst am Morgen wird wieder aufgeschlossen. Das ist das Lebensgefühl im Gefängnis.“ So hat es ein ehemaliger Strafgefangener formuliert.
Unter Wirtschaftskriminalität versteht man alle Delikte, bei denen es „ums Geld geht“. Internetbetrügerei, Enkeltrickanrufe, Steuerbetrug, Anlagebetrug – um nur einige Beispiele zu nennen. Auch Insolvenzverschleppung gehört dazu.
Rein statistisch gesehen ist die größte Gruppe der Wirtschaftskriminellen nicht etwa der seriöse Herr im weißen Kragen oder die Businessfrau im eleganten Kostüm. Die größte Tätergruppe sind Mitarbeitende im eigenen Unternehmen; meist solche, die mit der Buchhaltung zu tun haben.
Die möglichen Lerneffekte aus der Biografie von Wirtschaftskriminellen sind vielfältig. Dazu einige Anregungen:
Risiken realistisch sehen: Gibt es Risiken, die wir sehen könnten, aber nicht sehen wollen? Viele unterschätzen die Folgen – etwa Einsamkeit und Stille im Gefängnis.
Insolvenzverschleppung beachten: Rechtlich besonders tückisch – oft ist eine rechtzeitige Anmeldung entscheidend.
Schutzmaßnahmen im Betrieb: Neben externen Gefahren (Hacker) auch interne sehen. Vieraugenprinzip und gründliches Prüfen sind Basis.
Eigene Schwachstellen kennen: Jeder Mensch hat „wunde Punkte“. Besser vorher bedenken, wie man in Grauzonen reagieren würde.
Engagement statt Resignation: Statt über praxisferne Gesetze zu klagen, in Verbänden oder Politik mitwirken.
Träume und Wünsche offen leben: Wer seine Ziele legal verfolgt, hat weniger Versuchung zum Rechtsbruch.
Verantwortung mutig übernehmen: Unternehmerisches Handeln ist biblisch bejaht – trotz aller Risiken.
„Geld allein macht nicht glücklich.“ Diese Binsenweisheit kann man an der Biografie von Wirtschaftskriminellen ablesen. Ich habe viele hochinteressante Gesprächspartner angetroffen – aber niemanden, der wirklich glücklich ist.
Daher lerne ich aus dem, was Wirtschaftskriminelle bereuen:
Dankbarkeit für meinen inneren Frieden als Kind Gottes.
Dankbarkeit für das, was ich an Erfolg erreichen durfte – mit innerem Frieden.
Den Entschluss, weiter entschlossen mit gutem Gewissen Erfolg zu suchen, statt ihn anderen mit zweifelhaften Maßstäben zu überlassen.
Unser Thema ist „Stille“: Wie definiert ihr diese?
Gaby: Stille ist weit mehr als die Abwesenheit von Lärm. Selbst wenn es uns gelingt, uns vom Lärm der Umgebung zu lösen, kann es in unserer Seele immer noch sehr laut sein. Oft verursachen unsere Gefühle und Gedanken einen starken inneren Lärm. Wer Stille schaffen will, muss deshalb in zwei Schritten vorgehen: zuerst den äußeren Lärm reduzieren, dann den inneren Lärm. Nur so können wir lernen, wirklich still zu werden. Erst wenn die Seele zur Ruhe kommt, kann auch der Geist zur Ruhe kommen, um zum Beispiel auf Gott zu hören.
Unter anderem bietet ihr im Gebetshaus Amden Kurse an, um auf Gott zu hören. Markus, du hast an vielen Geschäftsleitungs- und Verwaltungsratssitzungen teilgenommen. Wie erklärst du Führungskräften, was es heißt, „auf Gottes Stimme zu hören“?
Markus: Zuerst müssen wir verstehen, was uns Menschen ausmacht. In der Bibel steht, dass Gott zuerst die Schöpfung und darin die Tierwelt geschaffen hat. Erst danach schuf er den Menschen, indem er ihm den Geist gab. Der Mensch ist eine eigenständige Schöpfung, die dazu bestimmt ist, in Gemeinschaft mit Gott zu leben. Dazu kann unser Geist mit Gott kommunizieren, der Geist ist. Unser Geist verleiht uns Menschenwürde und unterscheidet uns von allen Tieren. Wir Menschen sind auf die Beziehung zu Gott hin geschaffen und haben den Auftrag, aus dieser Beziehung heraus die Schöpfung zu nutzen und zu verwalten. Erst aus diesem Verständnis erwächst in uns der Wunsch, Gottes Stimme zu hören. Denn unser menschlicher Geist bezeugt uns, dass es einen Gott gibt, und sehnt sich nach einer Beziehung zu diesem Gott.
Habt ihr Gottes Stimme schon mal akustisch gehört?
Markus: Ich habe Gottes Stimme schon oft so klar vernommen, dass ich im Nachhinein nicht unterscheiden konnte, ob ich sie nun im Geist oder akustisch wahrgenommen habe. Auch in der Bibel war die Stimme Gottes zum Beispiel bei der Taufe von Jesus und der Bekehrung von Saulus, der später als Apostel Paulus bekannt wurde, akustisch wahrnehmbar – allerdings nicht für alle Anwesenden im gleichen Maß. Wir haben aber auch die Erfahrung gemacht, dass diese Impulse sehr fein sein können. Deshalb ist es sehr wichtig, äußere und innere Stille zu schaffen.
Markus, du bist jung in die Geschäftsleitung einer Bank aufgestiegen. Ihr hättet euch ein angenehmes Leben gönnen können – stattdessen habt ihr unter anderem eine christliche Bewegung aufgebaut und leitet heute das Gebetshaus Amden. Wieso der abrupte Wandel?
Markus: Aus unserer Perspektive ist das kein abrupter Wandel. Es ist die logische Konsequenz eines Lebensstils, der nicht das eigene Interesse, sondern Gottes Sicht in den Mittelpunkt stellt. Wir haben diesen Lebensstil schon viele Jahre eingeübt. Das mag ungewohnt klingen, ist jedoch nichts anderes als die Umsetzung des bekannten „Unser Vater“-Gebets: „Dein Name werde geheiligt, dein Reich komme, dein Wille geschehe auf Erden, wie im Himmel“. Wir haben erfahren, wie gut es uns tut, auf Gott zu hören und das Gehörte in die Tat umzusetzen. Egal, ob das in einer Bank oder einer christlichen Organisation geschieht. Dies zu lernen, beginnt zuerst im eigenen Leben, in der Ehe, der Familie, unter Freunden und dann auch am Arbeitsplatz.
Ihr sagt: „Gott spricht zu uns“. Man könnte einwenden, dass ihr nur euren eigenen Gedanken nachhängt – oder in eurem Gehirn biophysikalische Prozesse ablaufen.
Markus: Ich verstehe diese Einwände, wenn jemand die Erfahrung des Redens und Wirkens des Heiligen Geistes Gottes nicht kennt. Wir erleben jedoch immer wieder, dass Gott uns Dinge offenbart, die wir menschlich gesehen gar nicht wissen konnten. Die biophysikalischen Vorgänge im Gehirn sind nicht die Quelle der Erkenntnis oder der Offenbarung, sondern das physische Abbild dessen, was in der Seele und im Geist geschieht.
Wie überprüft ihr, ob das, was ihr zu hören glaubt, wirklich von Gott stammt – und kein Wunschdenken ist?
Gaby: Ein schlechter Baum bringt schlechte Früchte, ein guter Baum gute – dieses Prinzip hat Jesus gelehrt. Entsprechend können wir an den Resultaten aus dem hörenden Gebet erkennen, ob es Wunschdenken oder wirklich Reden Gottes war. Wir gehen immer davon aus, dass wir uns auch täuschen können. Darum stellen wir uns auf die Aussage der Bibel, dass Jesus im Geist Gottes anwesend ist, wo zwei oder drei „in seinem Namen“ zusammen sind. In der Praxis gehen wir so vor: Alle Anwesenden schaffen einen Raum der Stille um und in sich. Dann hören alle für sich, was die Sicht oder das Reden Gottes zu einer bestimmten Situation ist, und schreiben dies auf. Anschließend tauschen wir das Gehörte und Aufgeschriebene aus, um zu erkennen, wo der „rote Faden“ des Redens Gottes ist. Wo wir darin Frieden finden, handeln wir entsprechend.
Ihr sucht die Stille, um Gott zu hören. Andere meditieren, um loszulassen und einen klaren Kopf zu bekommen. Oder sie „tanken neue Energien“. Wo liegt der Unterschied?
Markus: Was unter „meditieren“ verstanden wird, kann sich stark unterscheiden. Letztlich ist entscheidend, aus welcher Quelle wir hören, beziehungsweise „Energie tanken“. Es gibt sehr unterschiedliche Quellen: Wir können uns mit anderen Menschen, mit Engeln oder Dämonen oder Gott selbst verbinden. Leider ist das Wissen um die Unterscheidung dieser Quellen weitgehend verlorengegangen. Nur aus einer Quelle können wir Leben und gute Weisung empfangen: vom allmächtigen Gott, unserem Schöpfer. Der Weg zu dieser Quelle ist in der Bibel klar beschrieben. Jesus Christus hat uns durch seinen Tod und seine Auferstehung den Weg zu Gott geöffnet.
Über die sozialen Medien prasseln immer mehr Botschaften auf uns ein. Wie geht ihr damit um?
Gaby: In unserer Welt nehmen wir viel mehr Informationen auf, als wir je vernünftig verarbeiten können. Dies führt zu einer Überlastung unserer Seele, die nicht mehr zur Ruhe kommen kann. Somit ist es auch kaum möglich, sich den Raum der Stille zu schaffen. Darum haben wir von Gott gehört, dass wir ein „Medienfasten“ einüben sollen. Das heißt nicht, ganz auf Medien zu verzichten, sondern den Konsum auf das für uns Hilfreiche zu reduzieren.
Gibt es eine Methode, um Stille im hektischen Alltag zu finden?
Gaby: Gott lehrt uns in der Bibel, dass wir zum Beispiel einen Tag in der Woche zur Ruhe kommen sollen. Zu erkennen, dass wir Ruhe brauchen, ist eine Grundvoraussetzung. Darüber hinaus sollten wir uns im Alltag Ruhe- und Stillezeiten einplanen. Wir können die Hektik des Alltags nicht immer vermeiden, aber wir können dafür sorgen, dass darauf Zeiten der Stille folgen. Das ist auch eine Frage der Prioritäten, die wir im Leben setzen.
Erlebt ihr auch Enttäuschungen? Wie geht ihr damit um?
Markus: Ja, natürlich. Enttäuschungen entstehen aus unseren Fehlern. Darum lassen wir uns durch Enttäuschungen nicht entmutigen, sondern gehen damit zurück zu Gott und fragen ihn, wie er unsere Situation sieht – und was wir daraus lernen dürfen.
Gaby: Auch das Schweigen Gottes auf unsere Fragen kennen wir. Dabei haben wir gelernt, dass es verschiedene Ursachen haben kann. Vielleicht wollten wir von Gott eine Antwort erhalten zu einem Anliegen, das aus seiner Sicht gar nicht relevant für uns ist – oder nicht zum aktuellen Zeitpunkt. Oder wir waren schlicht ungehorsam auf ein vorgängiges Reden Gottes. Entscheidend ist für uns, dass wir nicht Gott hinterfragen, sondern uns selbst.
Gaby, du hattest vor wenigen Jahren einen schwerwiegenden Schlittenunfall, warst monatelang ans Bett gefesselt. Markus, du warst zwischendurch im Rollstuhl. Was ist schiefgelaufen, dass ihr solche Schicksalsschläge hinnehmen musstet?
Gaby: Ich durfte im Unfall eine unglaubliche Bewahrung erleben. Menschlich gesehen, wären noch viel schlimmere Folgen zu erwarten gewesen. Daraus kam zuerst einmal eine tiefe Dankbarkeit zu Gott über das zweite geschenkte Leben. Wenn Gott einen Schicksalsschlag zulässt, verfolgt er eine gute Absicht damit – das haben wir gelernt.
Markus: Ich erlebte in meiner Phase der „rollstuhlpflichtigen Tetraplegie“ ein Reden Gottes, das in mir tiefsten Frieden bewirkte. So erkannte ich, dass nichts schiefgelaufen war, sondern Gott tief in meinem Herzen die Botschaft verankerte, dass alles Gelingen nur von ihm kommt – und nicht von meiner Kraft.
Könnt ihr uns ein Beispiel geben, wie euch das Hören auf Gott ganz praktisch hilft, bessere Entscheidungen zu treffen?
Markus: Was sind bessere Entscheidungen? Viele Menschen beurteilen die Entscheidungen an messbaren Erfolgen. Aus unserer Sicht sind gute Entscheidungen aber solche, die dem Willen Gottes für uns – und im Himmel vorbereiteten Werken – entsprechen.
Gaby: Ein Beispiel: Wir standen vor kurzem vor dem Entscheid, entweder Hypotheken zurückzuzahlen oder die Mittel anderweitig einzusetzen. Gott hat uns dann zu einem Objekt geführt, von dem wir im Gebet hörten, dass wir es kaufen sollten. Den Kauf konnten wir auf Ende des Jahres abwickeln. Aus unserer Sicht ist es der richtige Entscheid, weil er aus dem hörenden Gebet getroffen wurde.
Führungskräfte müssen oft und schnell entscheiden. Seht ihr Möglichkeiten, wie sie „Hilfe von ganz oben“ beanspruchen können?
Markus: Als Erstes mussten wir lernen, die Dringlichkeit zu hinterfragen. Oft empfinden wir eine Dringlichkeit, die gar nicht nötig wäre und uns nur davon abhält, Entscheide aus der Stille zu fällen. Zudem ist es gerade auch für Führungskräfte entscheidend, selbst zu lernen, Gottes Stimme zu hören und darin zu wachsen. Dieses Lernen sollte in der Gemeinschaft mit anderen Menschen stattfinden, die sich ebenfalls auf diesen Weg gemacht haben. Da Führungskräfte, die Gott hören wollen, oft keine Umgebung finden, in der sie Hilfe im hörenden Gebet empfangen können, haben wir im Gebetshaus Teams gebildet, die da weiterhelfen können.

Hinweis: Dieses Interview ist ein leicht gekürzter Beitrag aus dem goMagazin. Weitere Informationen unter gomagazin.de. Wir danken für die Abdruckgenehmigung.
Dieses Jahr ist kein Spaziergang. Herausforderungen, Herkulesaufgaben und diverse Krisen begleiten unseren Alltag. Kein Wunder, dass viele Menschen glauben, dass sich manche Entwicklungen nicht aufhalten lassen. Die Zeiten sind eben, wie sie sind – so scheint es. Doch wer sich dieser Perspektive hingibt, gibt die Zukunft auf. Hoffnung ist die Kraft, die uns aufrichtet, wenn alles dagegenspricht. Sie ist nicht naiv, sondern die Grundlage für Gestaltung und Veränderung.
Jeder Tag ist ein Überraschungspaket und kann unsere Vorstellungen innerhalb von Sekunden auf den Kopf stellen. Trotz aller Strategien und klugen Planungen hält das Leben Unerwartetes, Bedeutungsvolles, Schönes, Trauriges, Katastrophen und kleine Wunder für uns bereit. Unsere Wirklichkeit ist oft nicht so, wie wir sie an unserem Schreibtisch oder auf einem Visionboard entwerfen. Gerade deshalb brauchen wir Hoffnung – als inneren Kompass und als Antrieb für mutige Entscheidungen.
Wo Hoffnung eine Stimme bekommt, wächst Zuversicht.
Die Kunst des Lebens besteht darin, jeden Tag mit Sinn und Bedeutung zu füllen und sich den Herausforderungen zu stellen, anstatt vor ihnen zu flüchten. Als Christin setze ich vielen Krisen ein trotziges „Hoffnung – was sonst!“ entgegen. Nicht aus Blauäugigkeit, sondern aus einem tiefen Glauben an einen Gott, der ein Leben in Fülle bereithält.
Alles, was mich täglich herausfordert, bewege ich im Gebet – nicht nur für mich persönlich, sondern auch für das Wohlergehen meiner Mitmenschen, unserer Gesellschaft, den Frieden und die Welt. Hoffnung ist kein Selbstzweck, sondern ein Geschenk, das wir weitergeben können. Sie lässt uns auch in schwierigen Zeiten zuversichtlich bleiben und ermöglicht es uns, an Herausforderungen zu wachsen. Und ja, manchmal muss man ein wenig verrückt sein, um die Hoffnung und den Glauben an Gott in dieser Welt nicht aufzugeben.
Ich bin überzeugt: Wo wir unsere Hoffnung mit anderen teilen, wo wir ihr eine Stimme geben, da wächst die Zuversicht – auch in uns selbst. Hoffnung ist mehr als ein Gefühl; sie ist eine Haltung, die uns Kraft gibt, Grenzen zu überwinden. Es braucht Mut, Mauern einzureißen, die die Hoffnung versperren.
Teresa von Ávila soll einmal gesagt haben: „Gott und ich sind immer in der Mehrheit!“ Warum also nicht MIT Gott hoffen – was sonst? Diese Perspektive liebe ich. Sie ist nicht nur ein zuversichtlicher Ausblick, sondern auch ein herausfordernder Appell für Menschen in Verantwortung. Oder wie sehen Sie das?